nach abtreibung schlechtes gewissen?

10 Antworten

Weil Du Dich schuldig fühlst! Wenn Du vorher wirklich gründlich darüber nachgedacht hast, dann stehe einfach zu Deiner Entscheidung. Du hattest sicher ernsthafte Gründe, Dich gegen das Kind zu entscheiden. Auch wenn es weh tut, stehe dazu! Ich habe nur kein Verständnis für Frauen, die eine Abtreibung anstatt einer Verhütung machen lassen.

hey angylau...ich kann dir von mir selber aus sogar schreiben :( ich habe genau das auch durch...bei mir war es am anfang des Jahres :( und da muß ich Hecky recht geben mit dem Schock. Also bei mir war es so...ich sah plötzlich die Dinge mit anderen Augen dachte mir nur oh mein gott ich würde alles verlieren und könnte nichts geben. Ich machte mir sogar eine Liste nich nur was für und was dagegen spricht sondern versah das ganze noch mit Plus und Minus und Prozenten...so das ich mich für die Abtreibung entschied :( nur hat es bei mir mit dem Aufwachen etwas länger gedauert und noch jetzt könnte ich weinen zumal mein Bruder nun bald Vater wird....und plötzlich sich scheinbar alle Gründe, die für die Abtreibung in Luft aufgelöst haben "scheinbar" jedoch nur...mir wurde gesagt egal was, und wie ich irgendwie denken oder fühlen sollte...keinen Vorwurf machen bloß nicht...aber ich laufe auch ständig mit einem schlechten gewissen rum zumal es eigentlich mein größter Traum in meinem Leben war....nunja man sagte mir, zu dem Zeitpunkt entschied ich es so...jetzt auch wenn es nur zwei Wochen später ist die Lage anders ganz klar ja ist sie anders...weil ab dem zeitpunkt wo man sich entschied, geht man anders durchs Leben, man denkt sich bei allem ach hätte man doch geschafft, man sieht plötzlich Situationen anderer die man vorher nicht gesehen hat und denkt, boah die schaffen es doch auch!!!...all das man hat plötzlich einen anderen Blick der zu dem schlechten gewissen führt!!! Was das angeht, kann man vorher nicht gut genug beraten werden, denn keiner kann die Änderung des Blickwinkels beurteilen wie intensiv der ist. Denn vorher empfindet man die Argumente der anderen eher als überredet etc... im nach hinein sieht man klarer und steht wieder mehr zu sich und ist aus dem Schock raus...okay es gibt auch unvernünftige Frauen, die nicht drauß lernen, aber dazu zähle ich dich mal nicht... ich muss sogar sagen ich war erst bei einer Frauenärztin und wurde aufgrund meiner Gedanken schon schikaniert :( traurig nunja

ich muss mir immer wieder sagen, mensch wenn du wieder in genau der gleichen Situation wärst mit all den gleichen Bedingungen würdest du immer wieder so reagieren, dass muss man sich sagen...sprich muß man sich sagen, es war so und jetzt ist es anders...denn würde ich jetzt wieder vor dieser Entscheidung stehen würde ich anders entscheiden, eben weil ich jetzt in einer anderen Lage bin, mehr zu mir stehe durch all das. Und plötzlich danach auch Anlaufstellen fand in meinem Umfeld, die mich einwenig aufgehalten hätten bzw. würden....aber da wußte ich nich wie was wo...man hat gar nicht die zeit alles zu betrachten bzw. die Ruhe....es ist normal die Trauer... Ich selber wollte stark sein....es verfolgt mich jetzt noch immer....nun such ich u.a. deswegen einen Psychologen.....wenn du selber nicht einen aufsuchen magst, solltest du auf jeden Fall eine Beratungsstelle wie Pro Familia aufsuchen, die haben mir geholfen und vorallem auch gerade danach....mir gezeigt was ich tun kann mit meinem Gewissen etc...

Ich drück dir ganz doll die Daumen und wünsche dir viel KRAFT du hast mein vollstes MITGEFÜHL (wenn du magst kannst du mir auch gern schreiben)

und mir half das buch einwenig "sorge dich nicht lebe" da stand ein Spruch drin "gebe mir die kraft dinge zu verändern, die ich ändern kann. gebe mir die kraft dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und gebe mir das geschick/Kraft beides von einander zu unterscheiden"

oder

"Milch die in den Abfluss gelaufen ist, kann man nicht zurück holen"

das Buch half mir....das einwenig zu akzeptieren, dass die Entscheidung so gefallen ist von mir, und nun muss ich es ertragen, und ich darf auch trauern alles nur nich wegen der Gesellschaft(die Vorwürfe etc) sich schlecht fühlen nein....denn die meisten stecken halt nicht in der Lage...genau dazwischen zu sein...entweder wollen viele das Kind oder sie sagen von anfang an gleich nein( das sind die, denen es nich so nahe geht danach) naja und diejenigen die damit sich richtig auseinander setzten und argumente dafür und dagegen hatten klar da passiert das alles Trauer Reue Hass gegen sich selbst....

wie gesagt ich wünsche dir viel Kraft....sich Rat zu holen ist sicher immer ein richtiger Weg ;)

ich glaube, weil es keine "gute" Lösung für dieses Problem gibt - es ist und bleibt eine ethische Frage, auf die man keine korrekte Antwort finden kann

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