Metonymie/Metapher Unterschied?

5 Antworten

Eine Metonymie ist eine spezielle Art der Metapher.

Bei einer Metapher benutzt du einen Begriff für einen Gegenstand, der den Gegenstand nicht direkt benennt, aber vergleichbare Eigenschaften wie der Gegenstand besitzt und daher eine ganz bestimmte Vorstellung von diesem Gegenstand hervorruft. Wenn du also z.B. für den Gegenstand "Mann" den Begriff "Schwein" benutzt, dann gehst du davon aus, dass es etwas Vergleichbares zwischen dem betreffenden Mann und einem Schwein gibt - vielleicht der Gestank ... Das, was beide (die Metapher und den durch sie bezeichneten Begriff) vergleichbar macht, nennt man übrigens Tertium comparationis = das Dritte des Vergleichs. Verfsuche es zur Übung mal mit der Metapher "Puppe", mit der du eine Frau bezeichnest.

Eine Metonymie nun funktioniert ebenso wie eine Metapher, nur mit dem Unterschied, dass eine Metonymie einen Begriff darstellt, der mit dem bezeichneten Gegenstand in einer tatsächlichen Beziehung steht. So wählt man z.B. oft einen Teil um das Ganze zu bezeichnen und sagt: Wir gehen ein Glas Bier trinken. Und meint damit den Besuch einer Kneipe, in der man gewiss auch andere Dinge trinken kann als Bier. Oder man sagt: Ich habe Goethe gelesen. Und meint damit vielleicht den Faust. Es gibt eine stilistische Figur, die man mit der lateinischen Bezeichnung Pars pro toto bezeichnet. Im Grunde ist sie ein bisschen dasselbe wie eine Metonymie und vielleicht ist sie dir hier ein hilfreicher Begriff.

Hoffe, das war explizit und exemplarisch genug ...

das war simple, wie auch sehr gut erklärt ich habe es absolut verstanden, lohnt sich zu lesen hilfreichste antwort

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Die Metapher (vom griechischen μεταφορά, wörtlich „Übertragung“ von meta-phorein „übertragen, übersetzen, transportieren“) ist eine rhetorische Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht.

Die Metonymie (griechisch μετωνυμία, metonymía, „Namensvertauschung, Umbenennung“, lateinisch metonymia, auch denominatio oder transnominatio) ist eine rhetorische Stilfigur, bei der ein sprachlicher Ausdruck nicht in seiner eigentlichen, wörtlichen Bedeutung, sondern in einem nicht-wörtlichen, übertragenen Sinn gebraucht wird, und zwar in der Weise, dass zwischen der wörtlich bezeichneten und der im übertragenen Sinn gemeinten Sache eine Beziehung der Kontiguität, das heißt der Nachbarschaft oder realen sachlichen Zusammengehörigkeit (proximitas), besteht. Sie gehört mit zu den Tropen.

Scheinst ja ein ganz toller Hecht zu sein, den ganzen Kram, von WikiPedia kann ich mir auch rauskopieren.

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Bei einer Metonymie wird ein Begriff mit einem unmittelbar verwandten Begriff ersetzt, bzw. man setzt einen Begriff ein, der eigentlich für mehr steht, als nur das Gemeinte - Beispiele:

“Der Kreml hat sich noch nicht dazu geäußert." (Eigentlich hat ja nicht der Kreml angerufen, sondern ein Mensch)

"Berlin hat angerufen."

“Das kühle Nass" für “Wasser" “Er hat den ganzen Teller aufgegessen." (Man meint, er hat das Essen gegessen, nicht den Teller.)(umgangssprachlich)

Bei einer Metapher wird lediglich etwas verbildlicht, wie zum Beispiel: "Das schlägt dem Fass den Boden aus." - Die Besonderheit bei der Metonymie is also, dass ein Begriff ersetzt wird durch einen verwandten, meist weitläufigeren.

Meine Quelle: http://rhetorische-mittel.net und dann Stilmittel Liste ;)

Danke mal wieder für die einfache Erklärung Pircherboy, du erledigst gerade meine Hausaufgaben :'D

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@wandigga89

Das war sicherlich nicht Sinn der Sache wandigga ;) Aber hast recht, tolle Tipps von dir pircherboy!

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@merwin2

Riiiiichtig gut, die Liste gibt's da ja auch zum ausdrucken. Finde dass die Stilmittel oft echt total ähnlich sind und man fast garnicht sagen kann welches genau vorliegt.

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Bei der Metapher ist dies eine Beziehung der partiellen sachlichen Ähnlichkeit oder Analogie bei gleichzeitiger partieller Unähnlichkeit und Zugehörigkeit zu voneinander verschiedenen Wirklichkeitsbereichen, wenn zum Beispiel das Geräusch des Windes unter dem Gesichtspunkt seiner Ähnlichkeit mit der Lautäußerung eines Lebewesens als Flüstern oder Heulen des Windes bezeichnet wird. Bei der Synekdoche handelt es sich um eine Beziehung zwischen Besonderem und Allgemeinem (Art für Gattung, Singular für Plural, oder jeweils umgekehrt), wenn zum Beispiel in der Redensart sein Brot verdienen das Nahrungsmittel „Brot“ allgemein für den Lebensunterhalt oder ein Singular wie in der Aussage „der Amerikaner kam bis zur Elbe“ verallgemeinernd für eine Gesamtheit oder Vielzahl von Amerikanern (hier die alliierten US-Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg) steht.

Die Metonymie arbeitet demgegenüber mit einer Beziehung der Kontiguität zwischen Entitäten ein und desselben Wirklichkeitsbereiches. Es handelt sich um eine raum-zeitliche Kontiguität, in der diese Entitäten im Verhältnis räumlicher Nachbarschaft, zeitlicher Aufeinanderfolge (wie Wirkung und Ursache) oder der Gleichzeitigkeit stehen. Dass sie mit dem eigentlich Gesagten den Wirklichkeitsbereich des übertragen Gemeinten nicht verlässt, teilt sie mit der Synekdoche als unterscheidendes Merkmal gegenüber der Metapher. Im Unterschied zur Synekdoche bleibt sie hierbei jedoch ontologisch auf ein und derselben Ebene vorgestellter Wirklichkeit, während bei der Synekdoche Gesagtes und Gemeintes graduell verschiedenen Ebenen der Abstraktion oder Quantität angehören, indem diese eine übergeordnete Kategorie mit einer Unterkategorie oder mit einer ihr subsumierbaren Einheit vertauscht.

Metapher ist ja wohl klar,Metonymie siehe hier, wird gut erklärt, finde ich:

http://de.wikipedia.org/wiki/Metonymie

Problematisch sind  Metaphern, weil sie sich von manchen Metonymien kaum unterscheiden. So steht in Romeo und Julia etwa folgende Metonymie: 'Welch Schrecken ist's, das unser Ohr betäubt?', wobei nicht der Schrecken betäubt, sondern das durch den Schrecken ausgelöste Geschrei unter den Bewohnern. Diese Vertauschung von Ursache und Wirkung ist allerdings eine Metonymie. Um Metaphern und Metonymien zu trennen, muss man den logischen Bezug der Vertauschung präziser erfassen. Das jedoch ist selten einfach und manchmal auch gar nicht zu leisten.


 

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