Mehrfaches Wegegeld bei Pflegedienst-Einsätzen?

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4 Antworten

Hier der hoffentlich richtige Hinweis:

Auch, wenn es eine "Kombination aus hauswirtschaftlicher Unterstützung und Pflegeleistungsergänzung" für Deinen Vater in Pfegestufe gibt, wird jede erbrachte Leistung beim jeweiligen Dienstleister (dem Arbeitgeber der Mitarbeiter) einzeln abrechnet. Das ist eben so.

Aber! ...
Da es nur 1 Fahrt ist, die für die Erbringung mehrerer Leistungen für Deinen Vater und durch denselben Mitarbeiter durchgeführt ist, hast Du ein Einspruchvotum bei der Krankenkasse, die als Träger der Plegestufe fungiert.

Denn die trägt die Kosten (natürlich nur zur Hälfte! und Du / Dein Vater die andere Hälfte). Bei der krankenkasse sprichst Du am besten (Termin machen!) vor und legst dein Anliegen vor, nur eine Fahrt als Leistung anzurechnen. rechnungen kannst Du ja mitbringen, aber die KK hat ja alles im PC gespeichert. (Ausdrucke sind aber zur Einsicht das bessere Argument ...!)

Also: Du hast eine Chance, die kosten zu verringern. Geht aber nur über die KK des Vaters. Generell jedoch wird jede Leistung einzeln abgerechnet. Das ist uso so ...

Meine Mutter hatte schwere Demenz und konnte nicht allein gelassen werden. Sie hatte Pflegestufe 3. Ging ganz schön an die Rente! Aber es half ja nix, und mit 2400 Rente tat es nicht wirklich weh - aber die meisten Renten liegen ja weit unter 1000 €uros! - Was soll ich sagen ... ??? Da zählt jeder Taler!

Viel Erfolg bei der KK! Nur bei ihr kannst du was bewirken. Jeder besteht auf sein Geld und da musst Du hinterher sein ... / Gruß, Bernd M.


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Kommentar von Griesuh
04.12.2015, 08:42

Für die Pflegestufe ist nicht die Krankenkasse , sondern die Pflegekasse zuständig.

Die Pflegekasse trägt auch nicht die Hälfte der abgrechneten Leistungen des Pflegedienstes und der Pflegebedürftige bezahlt auch nicht die andere Hälfte.

Der Pflegedienst rechnet die eingekauften und seine erbrachten Leistungen bis zur Höhe des jeweiligen Geldbetrages der Pflegestufe mit der Pflegekasse ab und die Pflegekasse zahlt an den Pflegedienst maximal die festgelegte höhe Kombileistung der jeweiligen Pflegestufe an den Pflegedienst.

Hat der Pflegebedürftige mehr Leistungen eingekauft als die Pflegestufe an Geld her gibt, so hat er diesen Mehrbetrag inkl. etwaiger Investitionskosten privat zu bezahlen.

Bleibt von den eingekauften Leistungen aus der Kombileistung noch was über, so wird dies prozentual auf das niedrigere Pflegegeld umgerechnet und diesen Restanteil bekommt der Pflegebedürftige dann ausgezahlt.

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Lange Rede kurzer Sinn.

Für jede extra Anfahrt darf die Hausbesuchspauschale (Wegepauschale) abgerechnet werden.

Erfolgen wie oben beschrieben, jedoch bei der Erbringung von Pflege und anschließender Hauswirtschaft und oder Entlastungsleistung durch die selbe Pflegeperson, so darf nur eine Anfahrt abgerechnet werden.

Kommt jedoch eine weitere Pflegektaft zur Hauswirtschaft und oder Entlastungsleistung angefahren, so ist hier die Hausbesuchspauschale extra abrechenbar.

Nur zum Verständnis: was verstehst du unter Pflegeleistungsergänzung?

Diesen Begriff gibt es offiziell nicht.

Meinst du etwa die Entlastungsleistung nach. § 45 SGB XI von mtl. 104€?

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Ja, Wegegeld wird ja nicth pro gefahrenen Kilometer berechnet, sondern pauschal. Für jeden einzelnen Einsatz. Jedenfalls kenne ich das nur so.

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Das rechnet der Pflegedienst mit der Kasse ab , und die kennen ihre Regeln . Kaufmännisch läßt sich dadurch der günstige Mittelwert erzielen . Ist schon OK so .

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