kurze haare wegen dauerndem spliss?

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2 Antworten

Schulterlänge, Brust- und Polänge sind nun mal die drei "Spliss-freudigsten" Haarlängen und herkömmliche Spülungen haben nichts mit wirklicher Pflege zu tun, denn sie sind reine Weichmacher, die vor allen Dingen aus meist nicht wasserlöslichen Silikonen und/oder Silikon-Ersatzstoffen (z.B. Polyquaternium) bestehen.

Die Industrie hat es geschafft, innerhalb Jahrzehnten dafür zu sorgen, dass Konsumenten/innen tatsächlich glauben, irgendwelche Chemieshampoos, Haarspülungen, etc. hätten etwas mit Haarpflege zut und könnten wirklich auch Haarprobleme beseitigen.

Fakt ist, dass sich Haarprobleme ja gerade dadurch vervielfacht haben, dass sich so viele Konsumenten/innen kaum mehr über wirkliche Pflege und den korrekten Umgang mit Haaren informieren, weil sie der Meinung sind, irgendwelche Shampoos und Spülungen richten ja alles.

Shampoos (explizit die meisten Chemieshampoos) sind nichts anderes als Reinigungsmittel, die ausschließlich auf dem Kopf aufgetragen und auch nur dort einmassiert werden.  Können Chemieshampoos laut Hersteller mehr als reinigen, dann simulieren sie das mittels chemischer Rückstände, die an den Haaren verbleiben und diese mit der Zeit stumpf, kraflos, teils fettend oder sogar spröde und bruchanfällig machen.

Spülungen sind Kämmhilfen und selbst wenn sie vom Hersteller "Pflegespülung" genannt werden, sind es dennoch reine Weichmacher und meist übler in deren Qualität als hochwertigere Weichspüler für Textilien.

Spülungen gehören (wenn man sie denn schon überflüssigerweise verwendet) lediglich dort in die Haarlängen, wo man mit einem grobzinkigen Kamm nicht ohne Ziepen/Reissen durchkommt.   Mit anderen Werkzeugen sollte man übrigens nasse haare definitiv nicht durchkämmen und wenn es dann auch noch ein Naturkamm ist, "freuen" sich die Haare noch mehr.

Lasst Euch nicht ständig von der Werbung veräppeln  ...  wenn die ganzen ach so tollen Produkte wirklich das drauf hätten, was die Hersteller behaupten  .... was glaubt Ihr denn, was wir und weltweit alle Kollegen/innen in den Salons nur noch verwenden würden?  ;-)  

Auch bei Ölen gibt es Unterschiede und leider gibt es viele Konsumentinnen, die sich durch Haaröl-Produkte aus den Supermärkten und Drogerien veräppeln lassen, die zwar Spuren der vom Hersteller angegebenen Öle enthalten, aber eben zusätzlich auch Silikone, Silikon-Ersatz und/oder weitere Chemie, die eher kontraproduktiv auf die Haare wirkt.

Gegen bereits vorhandenen Spliss helfen keine "Mittelchen" und wer immer gleich einen fachgerechten und gründlichen, reinen Spliss-Schnitt durchführen lässt, solange lediglich die Spitzen gespalten sind und sich der Spalt noch nicht in die Haarlängen erweitert hat (und er macht das nun mal), verliert dabei für gewöhnlich auch nichts an definitiver Haarlänge, sondern lediglich die gespaltenen Haarspitzen.

Wer erst einmal 2 - 4 Monate mit einem Schnitt wartet, hat dann logischerweise auch schon gespaltene Haarlängen und das muss dann alles ab, sonst bahnt sich der Spalt in den Haaren seinen Weg immer weiter nach oben durch die Haare.

Wirkliche Pflege und der korrekte Umgang mit Haaren, durch den sich viele selbst generierte Spliss-Ursachen vermeiden lassen, hat nichts primär mit Shampoos, Spülungen oder gar mit irgendwelchen Haaröl-Produkten zu tun, die die Haare lediglich zukleistern und mittel- bis langfristig beschädigen.

Auch sogenannte "Anti-Spliss" Produkte helfen lediglich den Herstellern und dem Handel, denn die verdienen damit Geld. Die Produkte sind einfach vollgestopft mit Silikonen oder Polyquaternium (Silikon-Ersatzstoffe in den meisten "silikonfreien" Produkten), dass sie die Haare und Haarspitzen einfach zukleistern und mit der Zeit noch mehr ruinieren.

Schon alleine die wichtigen, täglichen Bürstenstriche und dazu noch eines der 4 reinen Naturöle, die optimal für Haarspitzen geeignet sind, sorgen
für deutlich mehr Geschmeidigkeit, können pure Weichmacher (Spülungen)
überflüssig machen und geschmeidige Haarspitzen spalten sich weniger
rasch bei den kleinsten Berührugen, Reibungen, etc.

Mehr zu den Bürstenstrichen und den Ölen weiter unten.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. sind Haare sehr dunn/fein
2. sind Haare in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe. Durch das Verdünnen relativiert sich aber auch
automatisch wieder der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und sonstiger, gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50  EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)  weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos, fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und
Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche
Basics leider etwas "aus der Mode geraten" ... auch wenn gerade die
täglichen Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten
unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Mit reinen Naturölen lassen sich Haarspitzen selbstverständlich zusätzlich absolut geschmeidig halten und je geschmeidiger die Haarspitzen sind, desto weniger schnell spalten sie sich bei den geringsten Berührungen und/oder Reibungen.

Die 4 für die Haarspitzen optimal geeigneten, reinen Naturöle sind: Macadamiaöl, Mandelöl. Jojobaöl und Arganöl.

Jetzt könnte man sagen "Öl ist doch gleich Öl, denn Ole sind de facto nichts als Fette  . ..   aber unterschiedliche Fette/Öle haben z.B. auch unterschiedliche Gewichte und die vier genannten Öle gehören im gegensatz zu Olivenöl, Kokosöl, etc. schlicht und einfach mit zu den leichtesten Ölen und beschweren dadurch eben die Haarspitzen nicht unnötig zusätzlich.

Haare, deren Pflege und der Umgang mit Haaren  ... all das hat in der Basis schlicht und einfach mit Biologie und Physik zu tun. 

Toi toi toi und ich drück' Dir die Daumen für schönes, gesundes Haar!

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