Kennt jemand den novum Verlag?

43 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Ein Druckkostenzuschussverlag verdient sein Geld am Autor und nicht am Vertrieb. Wer glaubt auf diesem Wege wie ein Autor aus einem richtigen Verlag behandelt zu werden, und in Buchhandlungen auszuliegen ist auf dem Holzweg. Die Vermarktung beschränkt sich auf das Online stellen auf der "Verlags"-Homepage und möglicherweise eine Pressemitteilung per Email.

Nichts davon kann der Autor nicht im Rahmen eines Book-on-Demand-Druckes selbst bewerkstelligen. Im Gegenteil, bei BoD.de beispielsweise erhält man gegen einen durchaus vertretbaren Preis auch Lektoratsleistungen; ein lektoriertes, professionell gestaltetes Buch samt ISBN und Startauflage von 500 Stück kostet dort rd. 2400€, kann aber auch - wie der Name schon sagt - on Demand für rund 400€ und weniger erstellt und für jede Bestellung einzeln gedruckt werden. Um die Vermarktung kümmert sich der Autor wie bei DKZV größtenteils selbst.

Was der novum "Verlag" an Lektorat und Gestaltung anbietet ist hingegen ein schlechter Witz, wie sich anhand der auf der Verlagshomepage gelisteten Bücher samt Leseprobe leicht nachvollziehen lässt. Die dort veröffentlichten Bücher haben durchweg eine grausam schlechte literarische Qualität und haben unter keinen Umständen eine Chance auf dem Buchmarkt - nicht zuletzt wegen der horrenden Preise (15-20€ und mehr für Taschenbücher!). Teilweise fragt man sich bei den fehlerhaften Covern, ob das Buch wirklich (so) gedruckt wurde...

Ich warne hiermit ausdrücklich vor Druckkostenzuschssverlagen, das Konzept ist von Grund auf unseriös. Ein Verlag im eigentlichen Sinne kann es sich nicht leisten, ein gutes Manuskript nicht auf den Markt zu bringen. Andererseits wird aber auch vom Autor erwartet, dass er gewisse Qualitätsstandards erfüllt. Wer diese nicht erreichen kann, aber trotzdem ein Buch haben will, der kann es über Book on Demand günstiger und besser bekommen als über einen DKZV.

Andernfalls empfiehlt es sich, erst das Handwerk zu lernen, und dann zu schreiben. Ist für alle Beteiligten angenehmer.

vielen Dank für deine Antwort :-)

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Das stimmt so nicht. Das Cover sieht gut aus und auch den Rest den du schreibst ist ein schlechter Witz.

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@Henziboy

Ich habe nur DAZUBEZAHLT für jede kleinste Leistung. Und wenn Dein Buch nicht verkauft wird, wirst Du aus der Liste gestrichen und bekommst keine Einladungen mehr und nichts.

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Liebe Gutefrage Mitglieder, es ist mir ein großes Anliegen, mich hier direkt zu Wort zu melden und auch die Gelegenheit zu nutzen, mich zu Ihren Meinungen zu äußern. Aufgrund der negativen Stimmen rund um mein Unternehmen und langer Überlegung, bedeutet es mir und meinem Unternehmen umso mehr, sich mit Ihnen auszutauschen.

Der novum Verlag als solches spekuliert mit keinen versteckten Kosten, alles ist klar dargelegt in unseren drei Leistungspaketen, die so entstehenden Kosten werden dann gedeckt seitens des Autors. Die Kosten für unsere Autoren errechnen sich aus erbrachten Leistungen wie Lektorat, Layout, Marketing und dem Vertrieb des Werkes. Die Kosten für den Buchdruck hingegen übernehmen wir als Verlag selbst. Nach einem Bausteinprinzip kann sich jeder Schriftsteller einzelne Leistungen heraussuchen und dann die dafür entstehenden Kosten tragen.

Abschließend möchte ich Ihnen nahelegen, mich direkt zu kontaktieren, sollten Unklarheiten bestehen, Sie Fragen haben oder das Bedürfnis haben, sich mit mir über mein Unternehmen, branchenrelevante Inhalte oder verlagsinterne Abläufe zu unterhalten. Ich möchte diesen Weg der Kommunikation nutzen, da meiner Meinung nach nur auf diese Weise Missverständnisse bzw. Probleme aus dem Weg geräumt werden können. Gerne können Sie mich daher per Mail wolfgang_bader@ngmx.net kontaktieren.

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@WolfgangBader

Hallo Herr Bader, es ist ja zunächst mal sehr löblich zu bewerten, dass Sie sich hier dieser Diskussion stellen - daher erst einmal meinen Respekt dafür.

Mein Problem mit Druckkostenzuschussverlagen besteht in erster Linie in der Umkehrung des eigentlichen, ursprünglichen Verlagswesens und damit in der Abwälzung des unternehmerischen Risikos auf den Autor. Bei der Verlagssuche für mein Buch habe ich u.a. auch einmal - vollkommen aus Versehen - einen Dkz-Verlag angeschrieben, der auch direkt - wie allgemein üblich - voll des Lobes für mein Manuskript antwortete und eine unbedingte Veröffentlichung in Aussicht stellte - wenn ich den ganzen Rummel zu zahlen bereit wäre. Ich habe in höflicher Form nachgefragt, ob die noch "alle auf dem Baum" haben. Kein Zeitungsreporter muss die Zeitung bezahlen, damit seine Reportagen gedruckt werden - und kein Bäcker seine Kunden, wenn die seine Brötchen kaufen. Das meine ich nur mit Umkehrung des Verlagswesen. Dkz-Verlage sind damit eigentlich nicht vielmehr als Lohndruckereien zu überhöhten Preisen. Gleichzeitig machte mich besagter Dkz-Verlag darauf, dass ich es als Neuautor quasi vergessen könnte, bei Publikumsverlagen mit meinem Werk unterzukommen, frei nach dem Motto: Wer bist du denn schon? Komm direkt zu uns!

Um es aber kurz zu machen: Die Chancen sind zwar in der Tat nicht die allergrößten, doch unmöglich ist nix, s. unten:

https://wieland-verlag.com/buecher/messerwerfen-wie-die-profis

Ist nur ein bisschen schwieriger, aber nicht von vorneherein zum Scheitern verurteilt, immer vorausgesetzt, das Buch hat eine gute Qualität. Aber sonst gäbe es ja überhaupt keine neuen Autoren. Dkz-Verlage würden dagegen jeden Schulaufsatz in ihr Programm nehmen, solange der hoffnungsvolle Autor Geld auf den Tisch des Hauses legt. Das finde ich unredlich - und damit habe ich eben ein Problem. Ein Problem habe ich auch damit, dass in den Kulturredaktionen der Zeitungen Dkz-Verlags-Bücher ungelesen in die Tonne fliegen und diese Fleißarbeiten niemals eine Buchhandlung von innen sehen werden. In der Branche kennt man seine "Pappenheimer". Mit dem Vertrieb und der Werbung ist der Autor in den meisten Fällen ebenfalls vollkommen auf sich alleine gestellt - und bleibt am Ende nicht selten auf einem teuren Berg Makulatur sitzen. Beispiele dafür gibt es in der Presse zuhauf nachzulesen, nicht selten haben sich junge Autoren dafür finanziell beinahe ruiniert.

Fazit: "Verlag" kommt immer von "vorlegen" - und zwar nicht durch den Autor. Ich musste für die Veröffentlichung meines Buches nicht einen Cent zahlen - und das wäre ja auch noch schöner!

Aber jeder Autor sollte selbst wissen, was er tut. Und worauf er sich einlässt, wenn er bestimmte Verträge unterzeichnet.

Ein Gruß vom linken Niederrhein !

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Erst mal vorab: Alle Verlage sind Unternehmen, die gewinnorientiert arbeiten. Das an sich kann noch kein Kritikpunkt sein. Und dann muss man bei der Verlagswahl natürlich die Augen offen halten, die Zeiten in denen klassische Buchverlage die einzige Option waren ein Buch zu veröffentlichen, sind schon eine Weile vorbei. Heißt: Man hat einige Optionen!

In meinen Augen macht es Sinn verschiedene Veröffentlichungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen, jede Medaille hat zwei Seiten. 

Worauf man beim Herausgeben eines Buches keinesfalls verzichten sollte, sind Lektorat, Korrektorat, ein vernünftiges Layout, eine gelunge Gestaltung des Covers und so weiter. Bei Dienstleistungsverlagen wie dem Novum Verlag werden diese Posten mit angeboten, beim Self Publishing hingegen muss man sich dann selbst drum kümmern. Da würde ich mir wohl einfach mal notieren was nach dem Fertigstellen des Manuskripts noch alles anfällt, was das in etwa kostet und dann schauen womit ich am besten weg komme. Das fertiggestellte Manuskript läuft ja nicht weg, da kann man sich schon mal die Zeit nehmen verschiedene Möglichkeiten zu vergleichen, um die für einen selbst beste zu finden.

Novum Verlag

Es ist ganz einfach: Du schickst dein Manuskript ein. Wartest ein paar Tage und dann hast du Weihnachten schon an Ostern, denn der Verlag will dein Buch drucken. Die Krucks ist nur, du musst dich an den Kosten beteiligen, genau wie ich. Da bin ich stutzig geworden.

Rechnen wir einmal ganz langsam durch. Ich soll 7799.- Euro bezahlen. Dafür machen sie sehr viel: Lektorat, bearbeiten von Skitzen, 750 Bücher drucken, super Layout, Werbung, Buchmessen, Werbekarten etc. Und dann mein Gewinn pro verkauftes Buch. 30 % vom Verkaufspreis (VP 21.90 Euro) !!! Sagenhaft.Aber Moment mal: Ich bekomme meinen Gewinnanteil erst ab dem 501. verkauften Buch! Es bleiben mir also nur der Gewinn von den restlichen  250 Bücher.

Schnell nachrechnen: Mein Anteil  7799.- Euro, Gewinn für 250 verkaufte Bücher ist, pro Buch 6.50 Euro und das x 250 gibt für mich 1625.- Euro. Wenn ich das jetzt von meinen persönlichen Kosten abziehe, habe ich nach 750 verkauften Büchern immer noch 6174.- Euro Schulden!!

Der Verlag hingegen hat 500 Bücher zu 100% Gewinn verkauft,

500 x 21.90 = 10'950.- Euro,

und 250 x Bücher zu 70% Gewinn(15.33 Euro) =3832.- Euro

Das gibt zusammen 14'782.- Euro

Während du nach 750 verkauften Büchern immer noch Schulden von 6174.- hast, lebt der Verlag mit dem Gewinn deines Buches, das du wohlverstanden selbst finanziert hast, mit den satten 14'782. -Euro fürstlich.

Seriöser Verlag? Seriöse Verkaufspraxis? Seriöses Management?

Gib dir darauf selbst die Antwort und frag dich einmal:

Ein Tennistrainer sucht unter tausenden von Jungtennisspielern Talente. Er ist erfahren in seinem Beruf (das behauptet ein novum verlag ebenfalls von sich) und kann ein Talent von einem Durchschnitt unterscheiden. Der Trainer würde das Talent fördern und dem durchschnittlich Begabten, so hart es für diesen auch sein wird, sagen, dass er keine Chance in der ersten Liga hat und dass er ihn nicht trainieren kann.

Genau das erwarte ich von einem seriösen Verlag. Ehrlichkeit. Und wenn er mit seiner jahrelangen Erfahrung daher kommt, müsste er imstande sein, einzuschätzen, ob ein Buch auf dem Markt eine Chance hat. Und wenn das Manuskript wirklich eine Perle wäre, würde er sich alle Finger lecken, die Kosten und das "kleine" Risiko selbst tragen und dein Buch veröffentlichen ohne Kostenbeteiligung. Er würde dir eine anständige Tantieme offerieren und niemals von dir als Autor Geld verlangen.

Aber jeder will halt sein Buch veröffentlichen. Jeder ist blauäugig und überzeugt, dass gerade sein Buch ein Erfolg verspricht. Hat man doch so viel Herzblut investiert. Man ist ja so sicher. Und genau auf dieser Naivität und Dummheit bauen solche Verlage. "Wir veröffentlichen ihr Buch" "Bei uns sind sie König" "Sie bestimmen, wie ihr Buch aussehen soll" etc.

Natürlich. Ich bring ja auch das Geld. Wer zahlt befielt. Das aber 750 Bücher auch verkauft werden müssen, davon steht nichts geschrieben. Denn 750 Bücher sind eine ganze Menge, auch wenn sie gut sind.

Antworten findest Du viele. Aber eigentlich weisst du sie selber sehr genau.

Wenn du Geld hast, das du nicht brauchst. Mach es. Wenn du Schulden machen musst, es dir ausleihen oder ähnliches, lass die Finger davon. Der Frust danach ist viel zu gross und du wirst lange bluten, bis alles zurück bezahlt ist. 

Aber der Verlag ist nicht schuld, wenn sich das Buch nicht verkauft. Es ist dein Buch ganz alleine, dass leider nicht gut genug ist. So bitter das auch ist. Nur wenige haben daran Interesse. Nur du, ein paar deiner treuen Freunde, vielleicht noch Bekannte, die dich nicht verletzten wollen kaufen es und ein paar Unbekannte.

Aber gib nicht den Verlag die Schuld. Er hat nur ein gutes Geschäft gemacht, bei dem du einverstanden warst, weil du zu naiv warst.

Entscheidungen, Entscheidungen! Überlege es dir gut!! Bleib auf dem Boden.

Grundsätzlich hast du sicher Recht, aber deine Rechnung darf ich etwas korrigieren: 

30% Marge, also Gewinnauszahlung für den Autor von einem Verkaufspreis von 21,90 sind leider nicht 6,50. Zuerst ziehst du die MWSt ab, in Ö 10%, in D 7%, ergibt Netto ca. 20 €. Nun verdient aber auch der Buchhandel, je nachdem wo dein Buch verkauft wird, zwischen 45 und 50%. Bleiben maximal 11 €. Und von dem Betrag bekommst du die 30%, also 3,30... ab dem 501. Buch. Nicht prickelnd.... Bei 250 gewinnbringend verkauften Büchern ergibt das 825,- €

Ich weiß nun nicht, wie dein Buch aussieht (Hardcover, Paperback, Format,...) und wie viele s/w und Farbseiten es hat, aber selbst wenn man von deinem bezahlten Druckkostenbeitrag 1.500 Euro für Lektorat, Bearbeitung von Skizzen (viele??), Layout (hast du eine Rohfassung ohne Format geschickt?), Buchmessen (wo und wie viele??), Werbekarten (wie viele??) abzieht, ergeben sich bei einer Auflage von 750 Stück Druckkosten von 8,40 € pro Buch. Also diese Kosten hast du mit deinem Beitrag 2-3 Mal bezahlt! Zuzüglich Gewinn aus Verkauf macht ein gutes Geschäft von grob gerechnet 8.500,- für den Verlag gegenüber einem Verlust von nahezu 7.000 Euro für dich.

Glaub mir, ich weiß das, weil ich schon Lehrgeld gezahlt habe :-D Daher verlege ich mein nächstes Buch selbst.

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Bitte und Danke für Antworten ;)

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