Kann man nach Hyperventilieren bewusstlos werden? Und atmen man dann normal?

7 Antworten

genauso wie das gehirn mit zu wenig sauerstoff das zeitliche segnen kann , kann es auch bei zuviel sauerstoff sein . deswegen ist in atmungsflaschen auch kein reiner sauerstoff drinne..............bei einer bewusstlosigkeit übernimmt der körper seine funktion , die du ihm in der situation der hyperventilation genommen hast und normalisiert den atemrythmus ...........hyperventilation ist ja nur ein anzeichen von extremen stress, sei es psychischer wie auch physischer natur., welcher dann auch zur bewusstlosigkeit (in extremfall) führen kann

Tut mir leid, deine Antwort ist nicht ganz richtig. Natürlich ist auch zuviel Sauerstoff für das Gehirn nicht gut, aber das schafft man mit hyperventilieren eigentlich nicht und es spielt dafür keine Rolle, das Problem ist, dass man zu viel Kohlenstoffdioxid ausatmet. Da sich dieses mit der Kohlensäure im Blut in einem Gleichgewicht befindet verliert man sozusagen Säure und das Blut wird basischer (pH steigt). Das wiederum ist für das Gehirn schlecht, den die Blutversorgung wird dadurch vermindert. Viele Lungenkranke erhalten 100% Sauerstoff zum Atmen und die sterben auch nicht am vielen Sauerstoff (es gibt aber Ausnahmen). In den Atmungsflaschen beim Tauchen in Sauerstoff in großem Druck enthalten (um dem Wasserdruck in der Tiefe entgegenzuwirken) dadurch gelangt aber auch wirklich mehr Sauerstoff ins Blut und zwar soviel dass es zu einer Sauerstoffvergiftung kommen kann. Das selbe gilt für den Stickstoff der zB dadurch den Tiefenrausch auslöst.

Abgesehen davon darfst du nicht sicher ausgehen, dass es mit der Bewusstlosigkeit zur Normalisierung kommt. Gerade wenn das Gehirn geschädigt wird oder sich auch Ionenverhältnisse im Blut ändern, kann es zu Komplikationen kommen. Auch wichtige Schutzreflexe (Würgereflex, etc) können bei Bewusstlosigkeit ausfallen. Es ist daher unbedingt Erste Hilfe zu leisten!

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Ja, man kann davon bewusstlos werden. Nein, man atmet dann nicht automatisch normal.

Hyperventilation hat meistens psychische Ursachen. Aber wenn sie zu lange dauert, verschiebt sie den pH-Wert des Blutes. Der Carbonat-Puffer wird durch die Atmung aufgebraucht. Es entsteht eine respiratorische Alkalose. Dadurch kann auch nach dem Eintreten der Bewusstlosigkeit noch eine fehlerhafte Atmung fortbestehen.

Die einzige gute und dabei korrekte Antwort bisher.

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@ClA89

Ja, es ist hier eben nicht jeder Arzt oder Apotheker. Selbst Rettungssanitäter sind selten.

Trotzdem haben alle das Gefühl antworten zu müssen. Zum Glück sind die Antworten nur selten wirklich gefährlich falsch.

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@bruno84

Man muss sicher nicht unbedingt Arzt, Apotheker oder Rettungssani sein um gute Antworten zu liefern, aber ich wundere mich warum so viele recht detailliert antworten wollen und diese Details oftmals falsch sind. Dann würde ich die Details doch weglassen, oder noch mal in Sekundenschnelle bei Wikipedia nachschlagen anstatt einfach drauflos zu schreiben.

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im schlimmen und extremen fall ja, aber in den meisten fällen passiert nichts, es ist nur sehr unangenehm. deshalb ist es wichtig langsam aber flach einzuatmen und doppelt so lang auszuatmen lg

Hi! Sobald Du zu hyperventilieren beginnst, atme in eine Tüte! Dadurch verringert sich die Sauerstoffaufnahme und der CO2-Gehalt des Blutes, der die Atmung reguliert, steigt wieder auf einen normalen Pegel an, wodurch sich auch die Atmung wieder normalisiert. Bewußtlosigkeit kann in manchen Fällen auftreten - dann atmet man, nach einer gewissen Zeit, auch wieder normal, weil durch die Bewußtlosigkeit der Auslöser der Hyperventilation (Angst, Panik, sich Hineinsteigern) wegfällt. Lg

Aber die Fehlregulation durch die pH-Verschiebung bleibt erhalten!

Das primäre Problem besteht nicht mehr. Aber der Körper kann wegen des zu hohen pH-Wertes die Atmung nicht mehr korrekt regulieren. Daher ist eine normale Atmung in der Bewusstlosigkeit nicht garantiert.

Zusätzlich bekommt man das Problem, dass Schutzreflexe erloschen sind. Stabile Seitenlage ist angesagt um Aspiration zu verhindern.

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@bruno84

Stabile Seitenlage ist bei Bewußtlosigkeit immer angesagt ... nur ist es eben so, daß man bei Hyperventilation ja nicht sofort in Ohnmacht fällt - sondern meist dauert das ziemlich lange, und dann sind in der Regel ohnehin schon Helfer da. Ich habe einmal, nur nebenbei gesagt, als ich noch jünger war, ein hyperventilierendes Mädchen zum Arzt gefahren ... ich dachte schon, die stirbt mir im Auto! Fingerkribbeln, Herzrasen; Atemfrequenz von 60 oder so usw. - ich dachte zuerst, sie hätte einen Asthmaanfall. Aber wie auch immer - der pH-Wert, also die Azidose sinkt durchaus relativ schnell, wenn sich der CO2-Wert wieder normalisiert hat.

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@whynot63

du meinst sicher Alkalose, auch wenn die nicht sinkt, nur der pH :-)

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Hyperventillation führt wenn man nichts unternimmt immer zur Bewusstlosigkeit. Danach ist wieder alles in Ordnung.

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