Ist eine Waldorfschule für ein Kind mit einer Teilleistungsstörung (Dyskalkulie) ratsam?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde mal an der Waldorfschule die Du im Auge hast,einen Termin machen und die Karten auf den Tisch legen.

Dann entscheidet auch mit Dein persönliches Empfinden,ob es DAS ist,was DU Dir vorstellst und wünscht für Dein Kind.

Waldorfschulen sind ein schwieriges Thema. Ich habe damit nur schlechte Erfahrungen gemacht. Mein jüngster Sohn ist lernbehindert und es wurde uns geraten ihn in eine alternative Schulform zu geben, da er dort individueller gefördert werden kann. Da an der Waldorfschule kein Druck auf die Schüler ausgeübt wird, erschien es uns passend ihn dorthin zu schicken. Im Endeffekt wurde zwar kein Druck ausgeübt, er hat aber auch keine Fortschritte gemacht, nichts gelernt, da er immer in die Spielecke gehen durfte. Wir haben ihn jetzt in einer privaten Schule für lernbehinderte Kinder untergebracht und er bekommt Ergotherapie. Seit dem hat er Fortschritte gemacht, die ihn aufbauen und seit dem geht es ihm auch von der Stimmung wieder besser.

glückwunsch! beste alternative überhaupt die DU unternommen hast :-)

0

Frust in Mathe (und in anderen Fächern) ist immer eine schlechte Voraussetzung um das Unverständnis für den Umgang mit Menge und Zahl abzubauen bzw. das Begreifen von Mathematik zu fördern. Insofern kann es gut sein (das hängt natürlich auch von der jeweiligen Schule und deren Lehrern ab) dass in dieser Hinsicht die Waldorfschule eine Verbesserung darstellt. Zugleich ist aber auch klar: allein durch den Abbau von Frust begreift man die entscheidenden rechnerischen Zusammenhänge nicht - da gehören vernünftige, einsehbare Erklärungen, Veranschaulichungen und Erfahrungen dazu. Viele Waldorfschulen mit einer Lernstruktur in Epochen (z.B. 8 Wochen Mathe, dann 8 Wochen kein Mathe, weil Deutsch oder Umweltkunde) haben dabei aber den Nachteil, dass gerade Kinder mit Rechenschwierigkeiten durch solch lange Pausen wieder viel vergessen und so den Anschluss verlieren (oder dann selbst alles "wieder-holen" müssen). Was im Einzelfall als besser zu bewerten ist hängt stark von der Schule und eben dem einzelnen Fall ab. Rechenstörungen entgegenarbeiten kann man nur durch das Begreifen der je unverstandenen mathematischen Zusammenhänge. Und dass man dies Verstehen umso besser hinbekommt, je weniger Stress und Abneigung im Spiel ist, ist auch klar. Aber das eine ersetzt das andere leider nicht. [Link entfernt, da Eigenwerbung]

Danke dir.

0

Was möchtest Du wissen?