ist die fos mit dem gym zu vergleichen?

5 Antworten

Ich wollte auch nur kurz dazu eine Antwort geben, da meine persönlichen Erfahrungen deutlich denen von userplus96 entgegenstehen.

Grundsätzlich ist das Abitur der bestmögliche Schulabschluss gefolgt vom Fachabitur. Nicht umsonst sind die theoretischen Anforderungen im allgemeinen Abitur als höher einzustufen. Desweiteren gibt es auch unterschiedliche Zweige an Gymnasien, die durch deren Ausrichtung bestimmt sind. So gibt es naturwissenschaftliche/technologische, sprachliche oder auch wirtschaftliche Gymnasien. Ich zum Beispiel habe mein Abitur an einem naturwissenschaftlichen/technologischen und sprachlichen Gymnasium gemacht, wobei ich mich für ersteren Zweig entschied. Die theoretischen Anforderungen an einer FOS sind nur in jenen Fächern denen eines Gymnasiums ähnlich, die der gewählte Zweig intensiviert. Sprich: Im Technikzweig sind die Fächer Mathematik und Physik auf einem ähnlichen Niveau wie am Gymnasium, was ich aus Erfahrungen bestätigen kann, da unweit meines ehemaligen Gymnasiums eine FOS mit Technik-Zweig war, auf welche einige meiner Freunde gingen.

Zudem ist es auch rein zeittechnisch nicht möglich, einem FOS-Schüler in 2 Jahren denselben Stoff zu vermitteln, als einen allgemeinen Abiturienten, da es viele Pflichtpraktika an Fachoberschulen gibt.
Ergo schafft ein Gymnasium ein weitläufigeres theoretisches Wissen, wohingegen eine FOS dafür ihre Akzente mehr auf praktische Erfahrungen legt, was sicherlich für viele ein Vorteil sein kann. Da aber m.E. bei einem SCHULabschluss primär die theoretische Wissensvermittlung ausschlaggebend für eine Einstufung unter verschiedene Abschlüsse ist, ist das Gymnasium mit dem allgemeinen Abitur definitiv als anspruchsvoller einzustufen (nicht jedoch in der praktischen Wissensvermittlung!).

Sorry wenn ich die Besucher von Gymnasien vor den Kopf stosse, aber ich halte das Bildungskonzept der FOS in vielen Bereichen fuer besser. Ganz einfach, weil man die FOS nach der 10. Klasse besuchen kann und in diesem Alter ganz einfach besser weiss in welche Richtung man gehen will. Und diese Fachrichtung wird dann auf der FOS ganz einfach intensiver unterrichtet. Das das Fachabitur in Mathematik nach der 12. Klasse im technischen Zweig zum Beispiel tendenziell schwerer ist als auf dem Gymnasium entspringt nicht meiner Fantasie, sondern es war Konsens unter den Fachlehrern meiner Schule. Das das fuer dich unmoeglich klingt, wie du oben beschreibst weil man in zwei Jahren so viel nicht nachholen koenne, liegt dann eher an deiner Ignoranz, dass man auf der Realschule nichts lernen wuerde. Ein weiterer entscheidender Grund ist das Pflichtpraktikum in der 11. Klasse, das man im Blockwechsel mit der Schule ablegt. In dieser Zeit bekommt man Einblick, was das Berfusleben bedeudet, in der Schule erarbeitetes Wissen wird veranschaulicht und man lernt viele praktische Dinge, die man im Alltag auch gebrauchen kann. Ein 08/15 Gymnasiast besucht das Gymnasium und anschliessend die Universitaet, die er mit einem Titel abschliesst und dann ein hochdotierte Stelle in einem Unternehmen einnimmt. Mit Theorie und manchmal auch Arroganz vollgesaugt, doch noch nie gesehen, wie die Arbeitsrealitaet und Betriebsprozesse in der Praxis aussehen. Ich will damit nicht Gymnasiasten herabsetzen, ich moechte damit nur die beiden Schulsysteme an sich vergleichen. Des Weiteren traegt die FOS/BOS extrem dazu bei, ein offenes System zu schaffen, indem es viele Wege zum Abitur gibt. Was auch noch Fakt ist: Absolventen der FOS/BOS 13 sind den Fachhochschulen und Universitaeten in der Regel die liebsten Bewerber und das obwohl sie oft nicht ueber das allgemeine Abitur verfuegen. Kurz noch ein Vorteil meiner Meinung nach zum Gymnasium: Es foerdert mehr allgemeinbildende Faecher wie Geschichte, Sozialkunde, Ethik usw. die meiner Ansicht nach sehr wichtig sind und nicht vernachlaessigt werden duerfen.

0

Meine Antwort kommt zwar ziemlich verzögert zur gestellten Frage, dennoch ist es mir wichtig hier etwas klarzustellen. Denn wer heute nach dem Vergleich von Gymansium um FOS sucht bekommt unweigerlich diesen thread in diesem Forum angezeigt. Da in den Antworten viel Unwissenheit und Fehlinformation vorliegt würde ich nun gerne mit meiner persönlichen Erfahrung auf die Frage antworten.

Ich selbst habe in einem Monat meine Abschlussprüfungen der FOS 13 im ZweigTechnik und bin gerade ziemlich im Lernstress. Ich habe viele Bekannte und auch einen Bruder der das Gymansium besucht hat. Und ich kann definitv sagen, dass die FOS durchaus anspruchsvoll ist und dem Gymasium in vielen Bereichen etwas voraus hat.

Während das Gymansium einen sehr allgemeinbildenden Abschluss verleiht ist dieser der FOS viel fachspezifischer. So kann man am Anfang der 11. Klasse einen Zweig wählen, in dessen Fachbereich man ein Halbjähriges Praktikum absolvieren muss und in dem fachspezifische Fächer intensiv unterrichtet werden, die es auf dem Gymansium oft gar nicht gibt, oder die man abwählen kann. Ich zum Beispiel bin im Zweig Technik und habe Intensivunterricht in Mathematik und Physik. Neben diesen beiden Fächern muss man noch in Deutsch und Englisch eine Abschlussprüfung machen. Mit dem G8 kann man sagen, ist die Abschlussprüfung der FOS bereits nach der 12. Klasse in meinem Zweig in Mathematik.-und Physikffachabitur anspruchsvoller als das Mathe- und Physikabitur der Gymnasien. Das ist Konsens der Fachleher meiner Schule gewesen und während meiner Abschlussprüfungsvorbereitung habe ich selbst alte Abschlussprüfungen des Gymansium gemacht und der Niveauunterschied war erkennbar. Nun in der 13. Klasse kommen in Mathematik und Physik Themen dran, die am Gymanisum gar nicht unterrichtet werden. Z. B. Differenzialgleichung, Integrationsverfahren, Relativitätstheorie. Auch das Sprachniveau in Englisch ist in der FOS 13 höher als  in Oberstufe des Gymansiums. Während man auf der FOS 13 das Sprachniveau C1 ableistet ist es nach der 12. Gymanisum nur B2.

Desweiteren kann man auf dem Gymanisum einige Prüfungsfächer selbst auswählen, so dass man auch in Sport, Kunst, oder Geschichte Abitur machen kann, während auf der FOS mit den drei Hauptfächern und dem fachspezifischen Abschlussfach vier ziemlich stofflich umfangreiche Fächer obligatorisch sind. Weiter ist mir persönlich während meiner Zeit aufgefallen, dass die vom Gymansium auf die FOS wechselnden Schüler sehr oft schlechtere Resultate und Abschlüsse erzielten als diese von der Realschule. Das heißt schlechte Schüler vom Gymnasium finden hier keineswegs einen leichteren Weg.

Das hier aufgeführte Beispiel lässt sich auch für die anderen Zweige der FOS aufführen. So kann ich zusammenfassen, dass die FOS in den fachspezifischen Fächern und Hauptfächern intensiver unterrichet wird als am Gymansium, hingegen allgemeinbildende Fächer wie Geschichte, Sozialkunde, Wirtschaft und Recht, Kunst, etc. am Gymanisum stärker gefördert werden. Ob dies aber nun im Endeffekt leichter oder schwerer ist liegt am Einzelnen und dessen individuellen Interessen und Talenten.

Großer Vorteil der FOS ist definitiv der Praxisbezug mit den Praktika in der 11. Klasse, während am Gymnasium die Schüler oft von Betriebsprozessen oder Arbeitsablauf in Betrieben wenig Erfahrung haben.

Ich wil mit meiner Antwort weder eine Schulform herabsetzten noch eine andere aufwerten, nur ein paar Fakten liefern.

Danke für die verspätete Antwort. Habe das gesucht und bin unweigerlich auf diesen Thread gestoßen ... ;)

Bin nämlich in der neunten Klasse einer Realschule und habe Schiss vor dem, was nach dem Abschluss kommt. FOS hat absolut keine Zweige, die mich ansprechen; aber wenn ich auf das Gymnasium überwechseln sollte und das Abi dort nicht schaff', dann hab ich mir selbst ans Bein gepi..nkelt.

Die Praxiserfahrung kann ich mir vorstellen, ja, ich kenne viele FOSler und ein paar Gymnasiasten.

So oder so sehe ich mich schon lernen, und das ist eine Vision, die mir Angst macht, aber wohl oder übel unabdingbar ist.;)

Übrigens: Es heißt "Des Weiteren", nicht "Desweiteren" (jedenfalls wird das empfohlen und ist quasi "richtiger", wenn du verstehst). Ich habe das auch erst neulich erfahren und kann's selbst kaum glauben. :-D

LG

0

Einige deiner Informationen sind nicht richtig. An (z.B. bayrischen) Gymnasien ist das Abitur in Mathe, Deutsch und einer Fremdsprache verpflichtend. Dazu ist ein Abitur in Sport mit zusätzlichen Sportheoriestunden verbunden und Geschichte ist keineswegs nur Ausweniglernerei (max. 10%). Auch ist es falsch, dass an Gymnasien keine Relativitätstheorie (war bei uns in der 10. und 11. Stoff) ebenso wie Infinitesimalrechnung (durchweg 11. und 12. Klasse) unterrichtet wird. Zudem habe ich mit meinem allgemeinen Abitur an einem naturwissenschaftlichen/technologischen Gymnasium Sprachniveau C1 in Englisch und B1 in Französisch. Des Weiteren konnte ich beobachten, wie einige Gymnasiasten an eine FOS wechselten und sich ziemlich leicht taten.

0

Ein "Zwischending" zwischen Real und Gymnasium. Ist ja auch Fachbezogen, die meisten Gymnasien sind das nicht. Man bekommt nach Abschluss ja auch das Fachabitur zum Studieren an Fachhochschulen. Um an einer Universität zu studieren, muss man das allgemeine Abitur haben.

Es gibt auch FOS 13 da haste dein allgemeines

0
@Consider

Wirklich??? Das ist mir neu. Aber kann ja sein, dass es das inzwischen gibt. Danke für die Ergänzung!

0

FOS 13 Bayern Erfahungen?

Was habt ihr für Erfahrungen damit gemacht?(Schwierigkeit/Stress)

Kurz zu mir: Bin momentan in der 10.Klasse Gym Bayern (4Jahre 2.te Fremdspracherfahrung), mittelmäßige Schülerin, und will nächstes Jahr auf die Fos wechseln (sozialer Zweig), FOS 13 ist für mich persönlich Grundvoraussetzung. Macht der Wechsel Sinn als durschnitts Gymnasiastin? Oberstufe soll ja schon extrem anspruchsvoll sein...

...zur Frage

Welche FOS-Richtung ist einfacher?

Wirtschaft Sozial oder Gesundheit? Bayern

...zur Frage

Fos Wirtschaftszweig Bayern

Ich geh ab nächstest Jahr auf eine Private Fos die nur den Zweig Wirtschaft und Soziales hat. Ich bin auf einer Realschule in Bayern im Kunstzweig. Hab aber gemerkt das Kunst eher nichts für mich ist und das ich in eine andere Richtung gehen will. Bin jetzt am überlegen ob ich den Wirtschaftszweig nehmen soll. Ich hatte vorher aber nie BWR. Man fängt ja dort ganz von vorne an in BwR somit könnte ich dann auch einsteigen. Uns wurde immer gesagt das die die vorher schon BWR hatten sich leichter tun als die die keines hatten. Hat irgendjemand Erfahrung damit? Soll ich den Wirtschaftszweig nehmen?

...zur Frage

Niveau Unterschied Realschule Bayern zu Gymnasium Berlin (oder anderswo im Norden)

Habe schon des öfteren von fällen gehört, die als sie von Bayern in ein anderes Bundesland gezogen sind auf die nächste höher Schulform gekommen sind (der eine war auf der Haupt bayern und dann auf der Real in berlin und die anderer in der Real Bayern und dann aufn Gym in Berlin)

Solche fälle habe ich scho desöfteren gehört.

Wie ist das dann, ist ein Gymnasium, das im Norden liegt (Berlin, Bremen, Hamburg, Nrw, Mecklenburg oder Schleswigholstein) überhaupt dann einiges schwerer als eine Bayrische Realschule oder ist der Niveau unterschied nur sehr unwesentlich?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?