Inwiefern wird das Löslichkeitsprodukt von Silberiodid überschritten, kann mir das jemand erklären?

2 Antworten

Allgemeiner Name Silberiodid Andere Namen Iodsilber, Jodargyrit

Summenformel AgICAS-Nummer7783-96-2

Kurzbeschreibung gelbliches, geruchloses Pulver

Eigenschaften Molare Masse 234,77 g/mol

Aggregatzustand fest

Dichte 5,67 g/cm3

Schmelzpunkt 552 °

CSiedepunkt1506 °C Dampfdruck 4,66 hPa (900 °C)

Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser: 30 µg/l [1]; löslich in starken Komplexbildnern (Cyanide/Thiocyanate)

Sicherheitshinweise Gefahrstoffkennzeichnung keine Gefahrensymbole R- und S-Sätze R: keine R-SätzeS: 22-24/25 MAK 0,01 mg/m3 (bezogen auf die einatembare Fraktion)

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Silberiodid (auch Silberjodid) ist eine chemische Verbindung aus Silber und lod. Es ist ein gelbliches, in Wasser unlösliches Salz.

kannst du meine frage beantworten?😅

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@emma4834

Steht doch alles drin ( Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser: 30 µg/l [1]; - Wasser ist es nicht ) - (also bleibt dir nur diese Lösung hier - löslich in starken Komplexbildnern (Cyanide/Thiocyanate)) kannst du nur in Verbindung mit salzartigen Cyanide lösen....das war doch deine Frage oder schieße ich über das ziel hinaus?

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@Pittu

Ich will nur wissen inwiefern das Löslichkeitsprodukt von Silberiodid überschritten wird wenn man zu einer gesättigten Silberchlorid-Lösung eine Kaliumiodid-Lösung gibt

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@Pittu

Nein, ich will die Begründung nur wissen

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@emma4834

Das kann ich so aus dem Stehgreif nicht sagen dazu müsste ich erst einen Versuch und Berechnungen anstellen um eine eindeutige Antwort auf das Untersuchungsergebnis zu geben.

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Sowohl AgCl als auch AgI sind in Wasser schlecht löslich, aber AgCl l§t sich einen Tick besser.

In einer gsättigten AgCl-Lösung (die enthält ungefähr 5 mg pro Liter) treiben sich also ein paar wenige Ionen Ag⁺ und Cl⁻ herum. Wenn Du plötzlich KI zugibst, hast Du plötz­lich einen Haufen Iodid-Ionen herumschwimmen.

Die Löslichkeitsprodukte sind feste Zahlen, die Du irgendwo im Internet nachschlagen kannst. In der Einheit mol²/l² ist das von AgCl klein, und das von AgI sehr klein. In einer Lösung muß immer gelten, daß das Ionenrodukt (in diesem Fall, das Produkt der Kon­zentrationen von Silber und dem jeweiligen Anion) kleiner ist als das Löslichkeits­produkt.

Bevor Du das KI zugegeben hast, war die Iodidkonzentration Null, und das Ionen­pro­dukt für KI war folglich auch Null. Aber sobald merkliche Mengen Iodid in der Lösung drin sind, bekommen wir für das Ionenprodukt von AgI einen endlichen Wert, der reali­sti­scher­wei­se weit über dem Löslichkeitsprodukt liegt. Daher fällt AgI aus, und die Ag⁺-Konzen­tra­tion fällt tief ab. Wenn AgCl-Bodensatz vorhanden ist, dann kann sich neues AgCl lösen, die Silberionen werden aber vom KI sofort ausgefällt, es löst sich weiteres AgCl und so weiter, bis sich alles AgCl in AgI um­ge­wan­delt hat (und dafür mehr Cl⁻-Ionen in der Suppe schwimmen).

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Chemiestudium mit Diss über Quanten­chemie und Thermodynamik

Ok danke das habe ich soweit verstanden, nur versteh ich das mit dem Überschreiten des Löslichkeitsproduktes nicht, man gibt ja eine bestimmte Menge an KI dazu und von der Lösung verbinden sich I-Ionen mit Ag-Ionen und AgI fällt aus, warum wird das Löslichkeitsprodukt jetzt überschritten?

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@emma4834

Das ist verkehrt herum. Wenn Du KI zugibst, dann wird das Löslichkeits­produkt überschritten (d.h., die Lösung ist über­sättigt). Als Folge fällt AgI aus und ver­schwin­det aus der Lösung. Dadurch sinken die Kon­zen­tra­tio­nen von Ag⁺ und I⁻ wieder ab. Es fällt dann genau so viel AgI aus der Lösung aus, daß die Lösung gesättigt ist, also das Lösiichkeitsprodukt genau erreicht (und nicht mehr überschritten) wird.

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@indiachinacook

Wenn das Ionenprodukt dem Löslichkeitsprodukt entspricht, heißt das doch, dass kein Bodenkörper vorliegt oder?

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@emma4834

Das heißt nur, daß die Lösung gesättigt ist; ob ein Bodensatz vorliegt, ist egal. Aber umgekehrt stimmt es: Wenn ein Bodensatz vorliegt, dann ist die Lösung gesättigt (manchmal gibt es damit aber ein Problem, nämlich wenn sich das Zeug nur sehr langsam löst; bei solchen Überlegungen blendet man ja gerne die Zeit aus und nimmt an, daß sich alle Gleichgewichte rasch einstellen. Das ist in der Praxis oft so, aber bei weitem nicht immer).

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