In anderer Sprache denken?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

ja, ich wohne seit 7 jahren in spanien und denke mittlerweile fast immer in spanisch, das kommt ganz schleichend mit der zeit. ich glaube aber eher, dass es nicht nur wichtig es, dass man die fremdsprache gut beherrscht, sondern auch dass man sie tagtäglich spricht und hört.

Genau, nur im Ausland leben alleine bringt nichts, wenn du Bild liest und deutsches TV siehst.

Wenn dein Alltag Spanisch wird kommt das automatisch, zumal der Alltag sich vom Deutschen auch fast in allem unterscheidet. Wenn ich mal alle 2 Jahre vom Kurztrip aus Deutschland (endlich) zurückkomme denk ich mir auch immer: Hm, so hätte ich keinen einzigen Satz in Spanien gesprochen. Die Kulturen sind halt doch verschieden. In Deutschland zählen Individualismus, Normen, Problemlösungen und Leistung, woanders Gemeinschaftssinn, Improvisation, Fröhlichkeit und Wohlbefinden.

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Überhaupt nicht. Ich zum Beispiel lebe erst seit sieben Jahren in Deutschland und denke Deutsch. Manchmal denke ich sogar englisch. Ich denke wenn man eine Sprache ständig um sich herum hat und sie auch spricht, dann denkt man auch in dieser Sprache.

Wenn du es gut sprechen kannst, dann kannst du es auch denken, aber das wird am anfang sehr ungewohnt sein auf dauer.

am Anfang auf Dauer? Was ist das?

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Ja, wenn du lange genug dort lebst. Schon. Auch ist das kein Vorgang, der von heute auf morgen von sich geht.

Dann kommen auch längere Sätze bzw. Zeiträume in Betracht, je nachdem, ob du gerade Deutsch oder die Fremdsprache gesprochen, gelesen, etc. hast.

Im Prinzip dann, wenn du im anderen Land lebst und ständig die Sprache sprichst. Ist ein Automatismus, der zwangsläufig einsetzt. Bei kleinen Kindern erlebst du oft, daß sie fließend zwischen den Sprachen hin und her springen. Sie belasten sich nicht mit Grammatik und so einem Zeugs und wollen halt nur reden.

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