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...komplette Frage anzeigen Könnte einer mir das erklären Kriterium der Gerechtigkeit?  - (Ethik, Bitte) Danke  - (Ethik, Bitte)

1 Antwort

Linkes  Bild.

Wie  soll  man  wem  behandeln?  Ein  Kriterium  (eine  Regel),  um  die  Menschen  korrekt  und  gerecht  zu  behandeln  ist  Folgendes:  Damit  Gerechtigkeit  entsteht,  sollte  man  jeden  nach  seinen  Bedürfnissen  behandeln.  Man  sollte  (das  Geld,  die  Hilfe)  so  verteilen,  dass  alle  überleben  können.

"Jedem  gemäß  seinen  Bedürfnissen  (geben)"  ist  eine  alte  gerechtigkeitsdienliche  Parole.

Man  sollte  jeden  gemäß  seinen  Bedürfnissen  behandeln,  heißt:  Die  Bedürfnisse  (das  Recht  auf  Leben,  das  Recht  auf  Essen,  auf  Wohnung,  auf  Kleidung, ....)  sind  wichtiger  als  (große)  Leistungen  zu  erbringen.  Anders  gesagt;  auch  Kranke,  Schwache,  Dumme,  Unerfahrene,  Untalentierte,  Arbeitslose,  Faulpelze,  ....  dürfen  leben,  obwohl  sie  keine  (oder  keine  großen)  Leistungen  erbringen.  Niemand  muss  berühmt  sein,  niemand  muss  große  Taten  vollbringen,  niemand  muss  moralisch  glänzen,  niemand  muss  viel  für  die  Menschheit  getan  haben,  ....  um  leben  zu  dürfen.      Schade,  dass  die  Regel  (die  Parole)  "jedem  gemäß  seinen  Bedürfnissen  (Geld  geben)"  nur  das  nackte  Überleben  der  Schwachen  beabsichtigt.  Korrekt  gesehen,  steht  jedem  gutes  Leben  zu,  und  nicht  bloß  ein  karges  Überleben.

 

Rechtes  Bild.

"Jedem  gemäß  seinen  Werken  (geben)",  ist  ebenfalls  eine  alte   Gerechtigkeitsparole.

Jeden  gemäß  seinen  Werken  behandeln,  heißt:  Menschen,  die  Gutes  tun,  sollte  man  gut  behandeln,  Menschen  die  Schlimmes  tun,  sollte  man  schlecht  behandeln.  Je  schlimmer  die  Tat,  umso  höher  sollte  die Strafe  werden.  Je  besser  die  Tat  umso  höher  muss  die  Belohnung  ausfallen.  Man  sollte  keine  Rücksicht  auf  die  gute  Absicht  des  Missetäters  nehmen.  Die  Tat  zählt,  nicht  die  Absicht.  Manchmal  haben  gute  Absichten  schlimme  Folgen.  Zum  Beispiel:  Der  Schweißer  rackert  sich  den  ganzen  Tag  ab.  Kurz  vor  Feierabend  kontrolliert  ihn  sein  Chef.  Da  stellt  sich  heraus,  dass  der  fleißige  Schweißer  den  ganzen  Tag  nur  Schrott  produziert  hat.  Er  hat  die  falschen  Werkstücke  zusammengeschweißt.  Das  Resultat  seiner  Handlung  ist  schlecht.  Er  wird  gekündigt,  damit  die  anderen  Schweißer  Angst  bekommen,  und  selbst  keinen  Schrott  bauen.  Zweites  Beispiel.  Wer  gut  arbeitet,  muss  mehr  Lohn  bekommen,  als  jemand  der  schwächere  Arbeitsleitungen  erbringt.  Die  leistungsgerechte  Bezahlung  sorgt  dafür,  dass  weniger  talentierte  Mitarbeiter,  Anfänger,  Kranke,  Arbeitslose,  ......  weniger  Geld  bekommen,  und  deswegen  schlechter  leben  müssen,  als  fähige Mitarbeiter.   

 

Fazit:  Man  sollte  die  Menschen  nicht  gleich,  nicht  leistungsgerecht,  sondern  bedarfsgerecht  behandeln.

Gleichbehandlung  ist  oft  ungerecht.  Leistungsgerechtigkeit   ist  auch  oft  ungerecht.  Bedarfsgerechtigkeit  ist  immer  gerecht.  Schade,  dass  im  linken  Bild  nur  um  das  nackte  Überleben  geht,  und  nicht  um  gleich  gutes  Leben  für  alle.  Gerechtigkeit  ist  der  Zustand,  in  dem  alle  möglichst  gut  und  gleich  gut  leben.  Möglichst  gut  und  gleich  gut  zu  leben  (wie  die  Anderen)  ist  ein  korrektes  und  wichtiges  Bedürfnis.  Man  sollte  Gelder  und  Lasten  so  verteilen,  dass  möglichst  gutes  und  gleich  gutes  Leben  für  alle  entsteht.

 

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Kommentar von lisalara1
07.03.2017, 22:40

Ohhhh das nennt ich mal eine gute Erklärung mein lehrer selbst hat es nicht mal so gut erklärt 😨😀VielenDank!

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