Hat jemand eine Analyse oder Interpretation zu Bertolt Brecht: Über das Zerpflücken von Gedichten?

3 Antworten

Ich kenne den Text nicht, aber ich kann dir gerne ein paar Tips zum Schreiben einer Analyse geben. Als erstes hast du ja deinen Einleitungssatz, das ist ja dieser Basissatz. Ich persönlich mache das ab und zu so, dass ich danach noch mal mein Vorgehen erläutere- also Schwerpunkte. 

Im Hauptteil kannst du entweder aspektorientiert, oder aber chronologisch vorgehen. Ich finde das Chronologische meistens einfacher, damit macht man im Normalfall nichts verkehrt. Damit der Text nicht zu redundant wird, packe ich das Nennen und das Analysieren immer zusammen. 

Aber wahrscheinlich weißt du ja, wie man bei einer Analyse vorgeht. Deswegen werde ich darauf auch jetzt nicht weiter eingehen. Vielmehr geht es sicher darum, dass man einen Text liest, und sich denkt "okay, gut. Das hat der jetzt geschrieben, aber ich fühl mich da jetzt nicht unbedingt mit verbunden." Ist bei mir zumindest häufig so. Aber das kann halt mal vorkommen. Ich mache das dann so, dass ich den Text ein zweites Mal sehr aufmerksam lese, und mir dann Notizen mache. Stilmittel unterstreiche, all sowas. 

Suche zum Beispiel nach Alliterationen, die gibt es eigentlich so gut wie überall. (Schönes Schreiben, lästiges Lauschen, lautes Lachen, grimmiges Grollen...)

Auch parallele Satzstrukturen wirst du häufig vorfinden. 

Parenthesen- also Einschübe- kann man sich gut merken und schwer übersehen. 

Eine Klimax lässt sich auch nicht selten finden (schön, schöner, am schönsten)

Ironie- Ironie ist unheimlich wichtig, auch danach kannst du gut Ausschau halten. 

Hyperbeln, also Übertreibungen, findet man auch immer mal wieder. 

Metaphern findet man unheimlich häufig, ebenso wie Personifikationen. 

Oh, und Neologismen lassen sich auch recht häufig finden.

Und so weiter und so fort, wenn man sich nicht alle merken kann, kann man googlen, welche für das Genre (man weiß ja vor einer Klausur im Regelfall, ob man jetzt einen Sachtext oder ein Gedicht etc. bekommt) am häufigsten sind, und sich die merken und dann gezielt danach suchen. 

Ein Blick auf die Wortwahl lohnt sich auch- wie sind die Wörter konnotiert, also behaftet, die der Autor wählt? Wie ist der Satzbau? Welche Adjektive werden verwendet, falls welche vorkommen? Und wie ist der Stil? Also eher bildlich, oder doch nüchtern? Schreibt der Autor durch die Blume und viel um den heißen Brei herum, oder direkt? Bissig? Ironisch? Immer am Text belegen!! Bei allem solltest du dich fragen: Was ist die Wirkungsabsicht? Was hat sich der Autor dabei gedacht, genau das, was er geschrieben hat, an diese Stelle zu setzen? Wie wirkt es? Oder wie könnte es wirken? Überall wo Stilmittel sind, soll etwas betont werden- das musst du dann einfach ein bisschen weiter ausführen. Und so weiter- das ist alles gar nicht so schwer, wenn man sich erst einmal darauf einlässt und aufhört darüber nachzudenken, wie öde und unnötig es danach ist. 

Liebe Grüße :-)

Übung macht auch in diesem Fall die meisterin! Viel Erfolg! :-)

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Ja wollte mir nur ein Paar Inspirationen holen, aber im Internet findet man leider gar nichts. Ich wollte es nicht komplett abschreiben.

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