Gedichtsanalyse Feedback?

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3 Antworten

Zu Seite 2 [Ich hoffe ich wirke nicht so, als ob ich deinen Text aus Spaß an der Sache schlecht darstellen möchte. Ich merke wirklich nur an, was mir auffällt ^^ ]

Dann schreibst du

Die Naturbewertung und das positive Lebensgefühl werden im weiteren Verlauf des Gedichts immer deutlicher und intensiver.

Ich denke an sich willst du auf das richtige hinaus, du solltest aber sagen wie die Natur gewertet wird. In dem Falle sehr positiv, sie wird ja geradezu idealisiert. Ich weiß das klingt jetzt zynisch, aber ich weiß nicht wie ich es besser ausdrücken soll. ist auf keinen Fall böse gemeint. - Lass das mit dem positiven Lebensgefühl. Das klingt sehr nach einem Ratgeber zum ewigen Glück. ^^ Ansonsten brauchst du für deine Feststellung auch immer unbedingt ein Zitat. Gerade bei Gedichten am besten immer ein direktes, weil fast immer ein rhetorisches Mittel da drin versteckt ist. Kein Wort steht da aus Zufall, es ist alles sehr durchdacht und jedes Wort steht da aus einem bestimmten Grund.

Im ersten Vers wird der Frühlingsbeginn mit der Metapher "Luft kommt blau geflossen" deutlich.

Auch hier an sich wieder eine richtige Feststellung. Auch das Zitat ist super eingebunden. Allerdings fehlt die Deutung, und ich würde auch nicht sagen, dass hier etwas verdeutlicht, sondern eher dargestellt wird. zudem wird die Luft hier auch durch das "geflossen" personalisiert. Ist nicht wichtig, die Metapher ist schon das wichtigere Stilmittel. Nur um dir aufzuzeigen, was da noch drin steckt, da du ja das Gefühl hast zu wenig zu erkennen.

Als Deutung könntest du da vielleicht sagen, dass durch das "blau" ja irgendwie was frisches, aber auch noch kaltes hat, der Winter also gerade erst weicht und der Frühling auch erst anbricht. Du hast ja richtig festgestellt, dass hier der Frühlingsanfang beschrieben wird, das hast du aber nicht ausreichend mit dem rhetorischen Mittel und dessen Wirkung verknüpft

Die Wiederholung "Frühling, Frühling soll es sein" (V.2) zeigt schon zu Beginn wie begeistert das lyrische Ich zu sein scheint.

Auch hier das Zitat wieder gut eingebunden und auch eine richtige Feststellung gemacht. Allerdings würde ich den Satz etwas umstellen:

Durch die Wiederholung [oder auch Repetitio, wenn du ganz schlimm fachsprachlich reden willst :P] "Frühling, Frühling soll es sein" (V.2) wird das Wort "Frühling" betont und so die Freude des lyrischen Ichs über den Anbruch der Jahreszeit deutlich.

Lass das "zu sein scheint" weg, das klingt einfach unsicher und ist nicht so schön.

In Vers 3 beschreibt das lyrische Ich den Frühling, was dem Leser die eigene Vorstellung verdeutlicht.

Mir wurde immer beigebracht die Formulierung "In Vers 3..." nicht zu oft zu verwenden, da diese den Lesefluss störe. Aber das ist vom Lehrer abhängig.

Ansonsten ist das ein bisschen schwammig, man weiß nicht genau was da jetzt beschrieben wird, da du kein Zitat eingebunden hast, darum wirkt die Argumentation nicht so überzeugend.

wenn ich mich nicht irre wird hier eine Jagd beschrieben. In den Hörnerklang könnte man jetzt noch einen Ruf in die Ferne interpretieren - Sehnsucht nach der Natur! Abenteuerlust! Ganz wichtige Motive der Romantik.

Es lässt sich von der Natur, die es als "magisch" bezeichnet ( vgl. V.6) durch den Wind tragen ( vgl. V.10).

Da erzählst du einfach nur nach, ohne richtig zu interpretieren.

Der Fluss in Vers 6 ist "magisch" und "wild", also auch hier wider eine Personifikation. "Magisch" ist ja durchaus positiv konnotiert. es hebt ja den Fluss, also die Natur als etwas ganz besonders, fast unbegreifliches hervor. Das "wild" zeigt hingegen wie mächtig und unbeugsam die Natur ist. Das sie eine trotz allem eine Gewalt ist - eine unbeugsame Schönheit.

Und dieser Fluss zieht einen ja irgendwie in die Ferne, das wird ja in den folgenden Versen beschrieben. Und in der Ferne ist es wieder schön, also kommt hier auch das Fernweh, und die Sehnsucht nach der Natur und dem Unbekannten vielleicht schon leicht mystischen zum Ausdruck.

So... ich überspringe jetzt mal den Rest des Hauptteils. Insgesamt musst du mit deinen Interpretationen noch etwas tiefer gehen und sie besser anhand der rhetorischen Mittel begründen.

Insgesamt wirkt das Gedicht recht fröhlich und motivierend auf den Leser.

Ja, das Gedicht wirkt fröhlich, aber das ist keine schöne Aussage um den Hauptteil nochmal abzurunden. halt es ein bisschen abstrakter und geh nicht so auf den Leser ein. Beschreib die Wirkung vom Leser losgelöst.

Mach aus dem "motivierend auf den Leser" ein "hier herrscht Aufbruchstimmung". Also übernimm das bitte nicht wortwörtlich. xD Aber es ist Frühling, und das Leben erwacht wieder, die Blumen blühen wieder auf und die Natur zeigt sich von ihren schönsten Seiten. Es wird warm, die Tage werden länger, man kann rausgehen und was erleben. Die Zeit für Abenteuer bricht wieder an! BÄM! okay... es wird spät... xD

Durch die ganzen Metaphern...

Das ist zu umgangsprachlich - besser wäre:

Durch die sehr bildliche Beschreibung des Frühlings wird die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach der Natur sehr deutlich und stimmungsvoll dargestellt.

Du solltest im Fazit auch unbedingt auf deine Hypothese Bezug nehmen. Da reicht ein Nebensatz wie

..., somit hat sich die Interpretationshypothese bestätigt.

es ist auch nicht schlimm, wenn du mit der Hypothese komplett daneben lagst. Dann schreib einfach:

Anhand der Untersuchungen hat sich die Interpretationshypothese als falsch erwiesen. Stattdessen behandelt das Gedicht....

Wenn dir noch mehr aufgefallen ist, als du anfangs in der Hypothese festgehalten hast ist das super. Dann kannst du da noch folgendes Anhängen:

..., somit hat sich die Interpretationshypothese bestätigt. Darüber hinaus wird .... thematisiert.

So zum letzten Teil des Fazits...

Mir selbst hat das Gedicht gefallen, da ich durch das lyrische Ich so gefesselt wurde, dass ich selber gerne auf eine Reise gehen würde.

Ich weiß nicht, ob ihr dazu aufgefordert wurdet eure Meinung noch einzubringen, aber eigentlich ist das nicht Teil einer Analyse. Diese sollte objektiv und sachlich bleiben.

Aber du erkennst hier etwas ganz wesentliches: Die Aufbruchstimmung, die Abenteuerlust, die Sehnsucht nach der Ferne. Darum noch ein Tipp: schreib dir vielleicht genau so einen Satz auf bevor du mit der Analyse beginnst. halt deinen Eindruck fest, dann weißt du, worauf das Gedicht abzielt.

So, genug gemeckert! ^^ Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht verstört oder gekränkt. Ich will dir wirklich nur aufzeigen, was du noch verbessern kannst und hoffe doch, dass das tatsächlich ein bisschen geholfen hat. Wenn du noch Fragen hast, dann sag bescheid. ;)

Rechtschreibfehler, gehören in die Normalität und im normalen Leben dazu. Ich bin auch nicht Perfekt.

Aber ich finde du hast es trotzdem sehr schön, und gut gemacht. Man Sieht das du dir Mühe gegeben hast.

Bei mir wenn ich mir Mühe gebe wird das alles zu nichte gemacht, und nicht anerkannt.auch findet niemand gut was ich mache wenn ich mal was mache.

Das Gefühl kenne ich . Aber Kopf hoch ;)

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