Frage zur Geschichte: Osmanen - Ist es nicht falsch immer Türken zu sagen anstatt richtig Osmanen?

6 Antworten

Kein Mensch sagt heute mehr Osmanen. Bei alten TV-Dokus hört man das noch. Das Osmanische Reich ist mit dem 1. Weltkrieg untergegangen. Es reicht sehr weit: Der ganze Nahe Osten, bis hinunter nach Israel, Jordanien, Syrien. Und Teile des Balkans.

Das Osmanische Reich war ein sehr türkisch geprägter Vielvölkerstaat. Die Amtssprache war türkisch und es gab sehr wenige Völker die nicht türkisiert wurden. Die Türkisierung sollte den grossteil der Völker eben zu Türken machen. Beispiel: Serbien und Bosnien. Bosnier und Serben waren Christliche Slawen. Slawen hatten damals, da sie aus kälteren Regionen stammen eine hellere Haut- und Haarfarbe. Nach etwa 500 Jahren besatzung durch die Türken/Osmanen hatten ein grossteil der Serben/Bosnier braune/schwarze Haare. Ausserdem wurden die Bosnier [und Albaner], da das Osmanische Reich ein Islamischer Staat war islamisiert. Deswegen nannte man Bosnier in Jugoslawien auch Muslime [Muslimani]. Man kann das vergleichen mit der Sowjetunion. Man sagte ja nicht "Sowjeten" sondern einfach Russen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Die Osmanen waren das Herrschergeschlecht, das von dem Gebiet der heutigen Türkei aus fast zur "Weltherrschaft" gelangte. Mit dem Ende des 1. Weltkriegs endete die Herrschaft der Osmanen, die unter dem Sultan OSMAN begann.

Damals wurden die heute Türken als Osmanen bezeichnet. Das Osmanische Reich breitete sich in enormer Größe und Tempo aus und unterwarf demnach viele Länder. Doch das war einmal! Heute gibt es die Türkei und die Menschen da heißen eben Türken.

Das Land, sprich die Leute haben sich den Namen Türkiye gegeben. Warum kann man das nicht einfach respektieren und übernehmen?

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