Empirischer Autor und ein empirischer Leser?

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1 Antwort

1.Empirischer Leser = Der empirische Leser ist höchst kompliziert und nicht kalkulierbar. Er bringt in die Handlung seine eigenen Stimmungen ein, seine gute Laune oder seine Niedergeschlagenheit. Er nimmt Anteil an den Figuren, verfolgt ihr Schicksal, wünscht sich eine gerechte Strafe oder eine glückliche Wendung oder kann sich mit ihrem Tod nicht abfinden. Als Karl May Winnetou sterben ließ, waren seine Leser so verzweifelt, dass sie die Auferstehung des Apatschen forderten.

Selbstverständlich ist der empirische Leser berechtigt, den Text so zu lesen, wie es ihm passt. Er kann ihn benutzen, um seine eigenen Gefühle darin zu finden, seine Wünsche und Phantasien darin auszuleben, eine der angebotenen Rollen selbst einzunehmen und sich ein Happy-end zu erträumen. Nur eines darf der empirische Leser nicht: Er darf nicht erwarten, dass der Autor statt seines Modell-Leser ihn selbst im Blick hatte, als er seinen Text schrieb.

http://www.schaefer-westerhofen.de/schule/annasplitter.htm

2.empirisch = Bedeutung = Erfahrungsgemäß eine wissenschaftliche Vorgehensweise betreffend, die nicht auf theoretischen Begründungen, sondern auf nachvollziehbaren Erfahrungen und beschreib- bzw. messbaren Beobachtungen beruht. (Experiment, phänomenologisch, Quantifizierung), danach schreibt meiner Meinung ein empirischer Autor, das kann also auch eine fiktive Schreibweise sein!!!!

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Kommentar von oOBenitaOo
10.07.2011, 13:07

Vielen Dank!!! Das hilft schonmal weiter! Kann man dann auch sagen, dass einige dieser Eigenschaften auch auf den empirischen Autor zu übertragen sind? Sodass er die eigene Stimmung beim Schreiben miteinbringt? Also , dass die Eigenschaften, des Lesers dieselben sind, nur dass der Autor diese beim Schreiben und nicht beim Lesen einbezieht?!

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