Der richter und sein henker- Characterisierung: Bärlach

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2 Antworten

Ich hab kurz gegoogelt: "Der Richter und sein Henker + Bärlach". Nach diesen 3 Passagen hab ich aufgehört:

1.) Bärlach ist ein Kriminalkommissar in Bern. Er ist von „schweigsamer, bedächtiger und hintergründiger Wesensart“.( Lexikon literarischer Gestalten deutschsprachiger Literatur. S. 36) Der todkranke Kommissar treibt sozusagen ein doppelbödiges Spiel, in dem er sich im Hintergrund hält und von dort die Fäden zieht, um seinen alten Rivalen und Verbrecher Gastmann nach gut vier Jahrzehnten überführen zu können. Da er es nicht schafft, ihn mit legalen Mitteln fest zu nehmen, benutzt er Tschanz, seinen Assistenten, als „Henker“ und kann seinen Widersacher so zur Strecke bringen

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2.) Da auf der ersten Seite ein Mordopfer entdeckt wird, glaubt der Leser, dass es in "Der Richter und sein Henker" um die Aufklärung der Tat und die Überführung des Verbrechers geht. Aber der leitende Ermittlungsbeamte weiß von Anfang an, wer der Mörder ist und verfolgt ein ganz anderes Ziel. Hans Bärlach ist kein Held, sondern ein todkranker älterer Mann, der hilflos wirkt und doch die Fäden zieht. Anders als man es in einem Kriminalroman erwarten würde, stellt sich dieser moralisch ambivalente Kommissar außerhalb des Gesetzes, indem er einen kleinen auf einen großen Verbrecher ansetzt, sich selbst zum Richter aufschwingt und einen ahnungslosen Mörder als Henker missbraucht.

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3) Er findet Zeitungen nutzlos und hält das Lesen für Zeitverschwendung. Er ist clever und listig. Er ißt oft in seiner Stammkneipe, der “Schmiedstube”, zu Mittag. Der leidenschaftliche Zigarrenraucher mag den Anblick von Leichen nicht und schaut sich deshalb auch nicht den toten Körper seines Kollegen und Freundes Schmied an, genau so wenig wie sein Totenprotokoll. Außerdem besitzt er eine ausgezeichnete Menschenkenntnis. Er trinkt gerne ein Schlückchen Wein, doch da ihm der neue “Twanner” nicht bekommt, muß er sich häufig übergeben, wegen seiner schweren Krankheit. Er liest sehr gerne Bücher und liebt das Abenteuer (z.B. trägt er keine Waffe, besitzt keine Türklingel und schließt seine Haustüre nicht ab). Der gute Tierkenner verträgt das schnelle Fahren nicht, ist aber dafür nicht auf den Mund gefallen. Er liebt das Leben und gibt alles dafür. Er zieht normalerweise keine voreiligen Schlüsse, hat aber dennoch von Anfang an den Verdacht, daß Tschanz der Mörder sein könnte. Der ehemalige Vorgesetzte des ermordeten Schmied präsentiert sich als schon etwas älterer Mann, der überhaupt nicht in das gängige Detektivbild passen will.Während er kurz vor der Pensionierung steht und dem Tod ins Auge schaut, spielt er ein sehr raffiniertes Spiel mit Menschen, als seien sie Schachfiguren. Alles in allem genommen, führt Bärlachs Art sich zu geben, dazu, daß man ihn unterschätzen könnte. Eine Schlüsselszene um den Kommissar ist das Abschiednehmen von seinem Feind Gastmann: Nur ein Gedanke hatte ihn Jahre lang beherrscht, nämlich den zu vernichten, der tot vor ihm lag. Zu diesem Zeitpunkt verändert sich das Leben Bärlachs total: Sein einziges Lebensziel, nämlich Gastmann zu richten, war jetzt erreicht. Damit hat er seinen Job als “Richter” erfolgreich beendet und somit die Wette gewonnen.

Da legt's noch lang weiter.

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