Darf man den Lehrer privat anrufen?

11 Antworten

Eigentlich ist so ein Anruf nicht unbedingt schlimm. Aber weißt du, wieviele Kinder die Lehrerin unterrichtet? Und weißt du, wieviele Eltern gerade mal nur kurz etwas wollen? Dein Anruf war nur eine kleine Ausnahme.
Aber bei den vielen Kindernsind das täglich eine ganze Reihe von Ausnahmen, außer dir rufen auch noch genug andere an, für die das auch nur mal gerade ein einziger kurzer Anruf ist. Die Lehrerin hingegen ist dann gezwungen, auch die halbe Freizeit für ihren Beruf am Telefon zu verbringen. Das würde auch sonst keiner machen. Einen Lehrer sollte man grundsätzlich nicht privat anrufen.

Ja, die Lehrerin unterrichtet 20 Schüler und mein Sohn ist jetzt das zweite Jahr bei ihr. Es ist in seiner Schulzeit von 6 Jahren das erste Mal, dass ich privat bei einem Leher angerufen habe. Da kann man doch nicht davon reden, das die Lehrerin überfordert wird.

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Es gibt ja zu Beginn jedes Schuljahres einen Elternabend und dann können doch die Lehrer die Eltern aufklären und sagen, dass Sie keine Anrufe privat möchten. Anscheinend gibt es ja auch Lehrer, die damit kein Problem haben. Ich komme mir wirklich vor wie ein Schwerverbrecher, da ich wirklich nicht wusste, dass es eine Todsünde ist den Lehrer daheim anzurufen. Ein Lehrer hat natürlich Recht auf seine Freizeit, aber man kann als Mutter ja aus Unwissenheit auch mal einen Fehler machen und ich war wirklich geschockt wie Sie darauf reagiert hat. Sicher machen viele Lehrer schlechte Erfahrungen mit Eltern. Ich reagiere nicht so darauf, wenn ich privat und in meiner Freizeit von meinem Chef oder Kollegen angerufen werde...im Gegenteil es macht mir nichts aus und würde sogar sonntags reinfahren, wenn jemand was braucht. Aber ich habe vielleicht eine andere Arbeitseinstellung...bin ja auch kein Beamter.

Ich habe die vielen und ausführlichen Beiträge nicht gelesen und kann nur von mir sprechen. Ich ERBITTE SOGAR Telefonate seitens der Eltern, damit Probleme so schnell wie möglich geklärt werden. Da ich Klassenlehrer bin (und viele Lehrer "Privat-Telefonate" ablehnen), machen die Eltern davon durchaus Gebrauch - nach 21 Uhr meinem Wunsch entsprechend.

Allerdings gibt es zum Elternsprechtag die Alternative der Sprechstunde (zu der jeder Lehrer einmal pro Woche theoretisch verpflichtet ist).

Aber die Erfahrung von dir, Mathilde, zeigt und bestätigt mal wieder, dass wir Lehrer eine unberechenbare und hochsensible Spezies sind - leider !

Alles Gute !

paul-klaus

Eigentlich hast du richtig gehandelt - der Sohn hat sich ungerecht behandelt gefühlt und als gute Mutter tut man natürlich alles, damit es dem Kind besser geht. Meiner Meinung nach hat die Lehrerin ziemlich unfreundlich reagiert, wenn ICH meine Lehrer anrufen sind sie total nett und freundlich, geben mir Informationen, die ich brauche, und, und, und. Vielleicht solltest du wirklich einen Termin festlegen, an dem nicht nur über diese Mathearbeit geredet wird, sondern auch über das verkehrte Verhalten der Lehrerin. Klar, man kann einen mal ausversehen stören, aber das kann man nicht riechen und wenn du höflich warst etc, hat sie nicht das Recht, einfach so zu reagieren. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen und dir das schlechte Gewissen nehmen. Liebe Grüße

Nach dem Lesen Deiner zusätzlichen Antwort: das Vorgehen ist wirklich ganz und gar unüblich. Zum zeitlichen Ablauf müsste man beide Lehrer hören. Damit kannst Du eigentlich schon bis zur Sprechstunde warten, denn wenn es eine Unregelmäßigkeit gab, die behoben werden muss, verjährt sie ja nicht bis dahin.

Der Lehrerin hätte ich gesagt, wenn sie nicht angerufen werden wolle, solle sie sich eine Geheimnummer geben lassen. Die Lehrer meiner Kinder sind, wenn überhaupt, nur per E-Mail erreichbar. Ich respektiere es, dass ein Lehrer in seiner Freizeit ganz abschalten können möchte. Wenn man sie anschreibt, bekommt man trotzdem in vernünftigem Zeitabstand eine Antwort.

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