Buchhalternase in Rechnungswesen?

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T-Konten und Buchhalternasen - dieses alte Zeug wurde uns in der Berufsschule schon vor 53 Jahren gelehrt. Dass man an solch alten Zöpfen heute noch festhält ist für mich unfassbar, heute arbeitet man doch nicht mehr mit mit T-Kontenbogen und Spaltenblätter, der kleinste Betrieb arbeitet mit Lexware- Fibu.

Wenn du Buchhalternase in T-Konten machen sollst, dann gilt das natürlich für alle T-Konten auch in der EB und SB.

Die Lehrpläne der kaufmännischen Schulen müssen schon sehr antiquiert und angestaubt sein, dass man sich da noch nichts besseres einfallen lassen hat, um Buchhaltung verständlich zu machen, will mir nicht in den Kopf gehen.

Sie müssen überhaupt nicht. Wenn du Schüler bist und euer Lehrer/in darauf besteht, solltest du ihm den Gefallen tun.

Nein, Buchhalternasen werden eigentlich überhaupt nicht mehr verwendet. Sie sind ein Wissen über eine alte Tradition, die ihre Bedeutung verloren hat. Höchstens wenn man sie als schmückendes Beiwerk haben möchte werden sie noch verwendet.

Und eine Eröffnungsbilanz schreibt man eigentlich überhaupt nur einmal. Bei Eröffnung. Sonst wird einfach nur die Schlussbilanz des Vorjahres eingebucht.

Neben dem schmückenden Element wird mit der Buchhalternase höchstens noch die Wichtigkeit betont und das würde man dann eigentlich nur noch in der Bilanz tun. Schon sehr viel seltener in der GuV.

Der Hintergrund war, dass die leeren Zeilen in einem Konto nicht mehr beschrieben werden können. Es würde ja auffallen, wenn man eine Zeile nachträglich einfügen wollte.

Da allerdings die Kontensumme in jedem Konto von Soll und Haben identisch ist, kann man nachträgliche Korrekturen bzw. Änderungen immer noch sehen. Daher verwendet man die Buchhalternasen eigentlich nur ganz am Anfang, wenn man mit Buchhaltungsunterricht beginnt.

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