Beim Rettungshubschrauber mitfliegen

6 Antworten

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Wie in den meisten Antworten schon geschrieben, es ist sehr wenig Platz in den heutigen Rettungshelis. Intensivmedizinische Apparaturen sind aber seltener der Grund. Ähnlich wie am Boden gibt es neben den RTH (Rettungstransporthubis) auch ITH (Intensivtransporthubis). Die sind wirklich mit allem "vollgestopft", was für einen Verlegungsflug eines Patienten über längere Strecken gebraucht werden kann. Das riesige Platzangebot der "guten alten Bell UH", bekannt aus der ZDF Sendereihe "Die Rettungsflieger", ist bei keinem anderen Hubschraubertyp vorhanden. Es passen maximal 4 Leute rein (inclusive Patient(in). Logisch, der Pilot, ein Rettungsassistent, der auch die Aufgaben eines Flughelfers wahrnimmt und der Notarzt. Einen Bordmechaniker wie in der "Bell" gibt es hier nicht. Der Rett ASS hat die Auswahl, während des Fluges zum Einsatzort sitzt er mit Sicht nach vorne links neben dem Piloten, mit Patient an Bord ist dann der rückwärts gerichtete, links hinter dem Cokpit angeordnete Sitz sein Platz. Theorestisch passt da noch jemand rein, es liegt letzt endlich im Ermessen des Piloten, ob er noch jemanden zusteigen lässt. Sicher wird dabei auch der Notarzt mit einbezogen, wenn ein Kind als Notfallpatient von einem Elternteil begleitet werden möchte. Der Mitflug bleibt aber eine Ausnahmeregelung. Das hat auch versicherungsrechtliche Hintergründe und ist ähnlich geregelt, wie die Mitfahrt eines Angehörigen im Rettungswagen.

und ist ähnlich geregelt, wie die Mitfahrt eines Angehörigen im Rettungswagen.

wobei diese wesentlich häufiger vorkommt ;-)

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Kommt immer darauf an. Meist auch wie schwer die Verletzungen sind und wie stabil der Zustand des Patienten oder der Patientin ist. Dies wird meist nur in äußersten Ausnahmen genehmigt. ;)

das geht nur bedingt de Rettungsarzt Sani und Pilot Platz brauchen

Da wird wohl kein Platz sein.

Auch wenn diese Frage nicht mehr ganz so aktuell ist, hier noch meine Antwort dazu:
Dies ist in gewissen Ausnahmefällen tatsächlich möglich. Wenn beispielsweise ein verletztes Kind geflogen wird kann, insofern die Mutter bzw. der Vater gefasst ist (und nicht hysterisch), bei Einverständnis der Crew Mutter oder Vater mitfliegen.

Ansonsten wird das aus Versicherungstechnischen- sowie Platzgründen nicht (bzw. nur selten) gemacht.

LG Pilot4ever

selbst bei Kindern kommt es immer auf die schwere der Verletzung an. wenn das Kind Kreislauf und herzstillstand vorweist dann dürfen auch die Eltern nicht mitfliegen

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@Jaaannnaaa187

Das ist durchaus richtig, der Schweregrad der Verletzung spielt hier natürlich auch nochmal eine entscheidende Rolle. Bei Herzkreislaufstillstand oder bei bevorstehender Möglichkeit dessen, ist es nicht unbedingt von Vorteil, Angehörige direkt dabei zu haben, da man nie sicher sein kann, wie sie reagieren werden. Evtl. könnten sie durch ihre auftretende Panik sogar weitere (lebensrettende) Maßnahmen behindern. Anders hingegen sieht es bei vergleichsweise leichtereren Verletzungsmustern (wie z.B. Knochenbrüchen) aus. Hier kann das Beisein der Eltern beruhigend auf den Patienten wirken und seine Ängste mindern. Wichtig dabei ist natürlich, dass sie selbst gefasst sind und nicht hektisch und panisch agieren. Letztlich bleibt es aber immer eine Einzelfallentscheidung, ob ein Elternteil mitgenommen wird. Ob das geschieht oder nicht liegt -wie Carsten1 auch treffend beschrieben hat- im Ermessen des Notarztes und des Piloten.

Allerdings gilt es weiterhin zu beachten, dass sich dieses Beispiel auf Einsätze mit Kindern bezieht. Bei erwachsenen Patienten kommt es so gut wie nie vor, dass ein Angehöriger mitfliegt. Die Gründe dafür wurden hier bereits mehrfach genannt (versicherungstechnische Gründe&Platzmangel). Kindernotfälle sind und bleiben eben etwas besonderes, da werden unter entsprechenden Umständen auch mal Ausnahmen gemacht.

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@Jaaannnaaa187

Unter Reanimationsmassnahmen wird ein Patient auch nicht luft- sondern bodengebunden transportiert, da im RTH kein Platz für eine effektive Reanimation ist.

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