Babysitten als Erzieherin: Welcher Stundenlohn ist angemessen?

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Wer es sich leisten kann und dann auch noch möchte, dass sein Nachwuchs von qualifizierten Babysittern betreut wird, gibt auch mehr Geld aus. Es kommt auch darauf an, wieviele Kinder zu betreuen sind, um welche Uhrzeit es sich handelt und was insgesamt zu erledigen ist. Und selbstverständlich spielt hier das Können der Betreuungsperson eine Rolle. Das kann- muss aber nicht eine Erzieherin sein. Das Gesamtpaktet spielt eine Rolle. Aber eine gelernte Kraft erregt man auf jeden Fall schon zunächst eher das Interesse als ein junges Mädchen ohne Vorerfahrung.

Ich habe selber jahrelang mehrere Babysitter für meine Kinder beschäftigt und kann natürlich nur aus meiner Sicht berichten.

Es waren die verschiedensten Mädchen dabei. Irgendwelche Qualifikationen hatte sie aber immer. Jüngere Geschwister in der eigenen Familie, Schülerin zur Kinderpflegerin oder Erzieherin, Praktikantin, gelernte Erzieherin. Mit den meisten war ich sehr zufrieden. Eine Erzieherin hatte ich allerdings nicht eingestellt, weil mir ihre Forderung zu hoch war. Einer anderen Erzieherin hatte ich nach nur einmaligem Einsatz wegen Unfähigkeit wieder gekündigt. Eine Schülerin musste wegen Unzuverlässigkeit gehen. Eine blieb mir jahrelang treu; fing als Vorpraktikantin an und blieb während der schulischen Ausbildung und dem Anerkennungsjahr. Einige wenige waren nur ab und zu "zur Aushilfe" da.

Wenn Du richtig gut bist, dann musst Du den Spagat schaffen zwischen einer angemessenen Bezahlung aufgrund Deiner Qualifikation und der Zahlungsfähigkeit- und Bereitschaft der betreffenden Familien. Du musst nur "die richtigen" Leute ansprechen. ;-)

Ein junges Mädchen aus der Nachbarschaft darf mit 5 Euro die Stunde rechnen. Eine erfahrene Kraft darf sicher mehr verlangen. 10 Euro wären angemessen. Aber, wie oben schon erwähnt, gilt es auch, die anderen Punkte zu berücksichtigen. Wer als Erzieherin nur fern sieht, während die Kinder schlafen, darf auch nicht zu viel fordern.

Ob nun gelernt oder nicht - fünf Euro wären angemessen. Dadurch das Du gelernt bist, hast Du auch einen klaren Vorteil, bevorzugt den Job zu bekommen.

Sollten noch Fahrtkosten auf Dich zukommen, so würde ich das extra honorieren lassen. Ggf. mit einer Kilometerpauschale.

ich bin Kinderpflegerin und babysitte bei einigen Eltern aus der Kita, als Stundenlohn nehme ich 10€, für das klassische (spielen, essen, ins Bett bringen)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die Familien, die einen Babysitter engagieren, wollen ja gar nicht, dass das Kind in der Zeit "erzogen" wird. Sie wollen, dass es Spaß hat, keinen Unfall erleidet und nicht hungern, dursten oder frieren muss. Deshalb ist deine Ausbildung zweitrangig, denn diese Mindestanforderungen schaffen auch gewissenhafte Schülerinnen. Darum kannst du mit der Begründung, Fachfrau zu sein, nicht mehr verlangen als üblich, also 8 bis 10 Euro.

Die Familien, die einen Babysitter engagieren, wollen ja gar nicht, dass das Kind in der Zeit "erzogen" wird.

Das sehe ich anders. Wenn ich eine Betreuung für meine Kinder zeitweise ins Haus geholt hatte, dann legte ich allerdings sehr viel Wert darauf, dass die Kinder in dieser Zeit fachmännisch betreut wurden. Manchmal war ich schon weg und die Kinder mussten noch zu abend essen und dann Bettfertig gemacht werden. Manchmal baden, immer Zähne putzen, Geschichte vorlesen usw. Wer dann nicht weiß, was er tut bzw. zu tun hat, ist auch als Babysitter fehl am Platz.

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Standard ist meistens der 10er.

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