Wie schnell entwickelt sich Alkoholtoleranz?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Alkoholtoleranz? Das ist ja mal ein hübsches Wort - aber nicht was Du meinst. Deine Frage zielt nicht auf Toleranz, sondern auf Gewöhnung.

Zunächst sagst Du ganz richtig, daß Menschen individuell ganz unterschiedlich reagieren. Dazu kommt, daß der Übergang vom Alkoholkonsum als Genußmittel zum Alkoholismus ein schleichender ist. Es gibt verschiedene mehrstufige Modelle, z. B. "voralkoholische, symptomatische Phase / Prodomale (Vorläufer-)Phase / kritische Phase / chronische Phase".

Daneben gibt es noch die Typen wie Wochend- oder Gelegenheitstrinker. Auch solche Praxis kann sich zu Suchtverhalten entwickeln.

"Und handelt es sich um (leichte) Sucht, wenn man generell sofort ja sagen würde wenn einem jemand anbietet zu trinken, unter der Woche?" Bei zweimal am Tag führt das zur Sucht, bei einmal alle zwei Wochen ist das unbedenklich.

Es ist also nicht leicht, Deine Frage wirklich konkret zu beantworten. Es braucht schon das Genie einer Bordori, um das in Zahlen zu fassen. Es braucht jedoch ein ähnliches Genie, um das auch zu verstehen - zumindest in nüchternem Zustand.

Was ist die "Alkoholtoleranz", von der Du geschrieben hast? Das findest Du hier:

http://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/izvw/forschung/projekte/substanzen/alkoholtoleranz.php.de

Und last not least: Sich Gedanken um seinen Alkoholkonsum zu machen ist typisch für Menschen in einer beginnenden Alkoholabhängigkeit.

Da lüfte ich meinen imaginären Hut und sage der Fragestellerin ein verbindliches Dankeschön für den Stern!

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Die Alkoholtoleranz entwickelt sich nach einer von einem Parameter (nennen wir ihn a) Abhängigen Funktion.

x=Alkoholerfahrung in der Einheit "Anzahl Wochen, die Person X exzessiv Alkohol konsumiert"

y=Alkoholtoleranz in der Einheit "Promille bis zum Kotzen"

Wir haben folgende Bedingungen:

  • Die Alkoholtoleranz steigt streng monoton.
  • Die minimale Alkoholtoleranz beträgt a Promille bis zum Kotzen
  • Die Funktion verhält sich gegen einen Randwert y=?, dem sich die Funktion fa(x) asymptotisch nähert, der aber ebenfalls Bonn Parameter a abhängt.

Es ist naheliegend, dass die Funktion dementsprechend die Form fa(x)=b*ln(c*x) hat.

Der absolute Minimalwert des Intervalls [0;z] liegt bei x=0 und hängt von a ab.

Aus den anderen Bedingungen und ein bisschen Rechnerei ergibt sich die Funktion fa(x)=0,9*ln(2ax+2a).

Wenn dir das nicht weiterhilft, gib die Funktion in ein Programm ein, das Funktionenscharen angibt.

Zu beachten ist, dass die Funktion nur im Intervall [x>0] gilt und 1<a<3.

Ich hoffe, dir gefällt die Antwort, über eine positive Bewertung würde ich mich freuen ;).

Mit freundlichen Grüßen

Bordori

Mich interessiert die Überlegung, ob es noch realistischer ginge.

Möglicherweise mit einem anderen Wert für b.

Mit b=(0,6+a/20) ergäbe sich auch eine schöne Funktionenschar.

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Ich bin zum Schluss gekommen, dass die Funktionenschar

fa(x)=(0,6+a/40)*ln(ax+a) für 2<a<6 und 0<x<260

die Alkoholtoleranz am besten beschreibt:

 - (Alkohol, trinken, feiern)

Recht schnell bei mir war es sogar so, dass ich bereits bei 2 aufeinander folgenden Tagen am 2. etwas mehr Gebraucht habe um was zu spüren zumindest laut Gefühl:P her. Ja denke schon, das es sich da um eine Sucht handelt.^^

Tatsächlich kann man seinen Körper darauf einigermaßen konditionieren, den Alkohol minimal besser zu ertragen, aber wie gut man Alkohol generell verträgt, hängt vor allem von der eigenen Körpermasse und davon ab, wie schnell dieser im Körper abgebaut werden kann

Und zweiteres ist pur genetisch bedingt.

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