Hallo user266...,

ich vermute, Du hast Dir das Verständnis dadurch erschwert, dass Du die Aufzeichnungen von der Tafel nur unvollständig abgeschrieben hast. Ganz wichtig für die Kadenz und auch für das Verständnis sind die Basstöne, die in Deinen Aufzeichnungen jedoch fehlen.

Als erstes solltest Du deshalb die Kadenzen abschreiben und die Basstöne ergänzen, und zwar beide: Die Grundkadenz (C-F-G-C) und die erweiterte Grundkadenz (um die parallelen Moll-Tonarten = Nebendreiklänge) erweitert.
Das sollte Dein Verständnis verbessern - und ja, es hilft nichts, das musst Du dann auswendig lernen.

Die Basstöne schreibt man in einem eigenen System im Bassschlüssel, das sieht dann so aus:

Mit der erweiterten Grundkadenz machst Du es entsprechend. Sollte es Dir nicht leichtfallen, Noten im Bassschlüssel zu notieren, kannst Du Dich an der Tabelle orientieren, die ich unten anhänge.

Das System?

Dreiklang auf der 1. Stufe: Tonika (T)
Dreiklang auf der 2. Stufe: Subdominantparallele (Sp)
Dreiklang auf der 3. Stufe: Dominantparallele (Dp)
Dreiklang auf der 4. Stufe: Subdominante (S)
Dreiklang auf der 5. Stufe: Dominante (D)
Dreiklang auf der 6. Stufe: Tonikaparallele (Tp)

Fett dargestellt sind die Hauptdreiklänge, nicht fett die Mollparallelen (gleich Nebendreiklänge).

Wenn Du weitere Fragen hast - nur zu! 😉

LG
Arlecchino

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Hallo Pappstrohhalm,

Du verallgemeinerst in Deiner Frage. Die meisten der großen Pianisten konzentrieren und beschränken sich auf das Wesentliche. Friedrich Gulda wurde in seinen jüngeren Jahren sogar nachgesagt, er bewege sich kaum, er sitze wie am Schreibtisch.

Was ist auf den Körper bezogen das Wesentliche? Die technischen Anforderungen zu meistern. Was man aus der Hand spielt, kann bewegungsmäßig in der Hand bleiben. Was man aus dem Arm spielt, braucht - um nicht zu verkrampfen - Gegengewicht und entspannendes Wechselspiel mit dem Oberkörper.
Der Pianist sollte sein aufmerksamster Zuhörer sein. Die Musik geschieht in seiner Vorstellung, sein Körper realisiert das nur mit Hilfe des Instrumentes.

So wie in einer Unterhaltung Gesten ins Gespräch einfließen, so können beim musikalischen Vortrag Gesten in den Bewegungsablauf einfließen: Momente der besonderen Aufmerksamkeit, der Leichtigkeit, wenn die Musik zu tanzen beginnt, verstärkter Zugriff, wenn eine Passage eindringlich oder episch wird...

Alles weitere ist unkontrolliert und mehr oder weniger schlechte Angewohnheit.

Bei einigen wenigen aber auch Show. Einen der bedeutendsten Pianisten höre ich gern, ihm beim Spielen zusehen fällt mir schwer: Lang Lang. Was er in seinen Konzerten praktiziert - außer dem eigentlichen Klavierspiel natürlich - hat mit der Musik nur noch wenig zu tun: Bei kantablen, verinnerlichten Stellen sieht er aus, als habe ihm eben seine ältere Schwester seinen Hamster vergiftet, und gleich fängt er an zu weinen. Aber bei einem breiten Publikum kommt das offenbar an...

LG
Arlecchino

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Tierbabys sind nach der Geburt weiter entwickelt als Menschenbabys. Sie können oft bereits nach wenigen Minuten sehen und laufen und anderes mehr. Das Kindchenschema ist ihnen sogleich zu eigen. Es weckt den Mutterinstinkt des Muttertieres und ist auch 'Waffe' gegen potentielle Feinde.

Menschenbabys erreichen dieses Entwicklungsstadium erst nach einigen Monaten. Die Wikipedia hat dazu ein Bild veröffentlicht. Du wirst zugeben, dass das Kind in dem Alter ganz süß ist.

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Hallo TomatePflaume,

Du hast zwar nichts zu Deinem Alter geschrieben, aber 24 Punkte beim Bundeswettbewerb sind eine Spitzenleistung, und wahrscheinlich bist Du eine der fortgeschrittensten Schülerinnen Deines Lehrers. Dich von einem Schüler unterrichten zu lassen kann nicht gutgehen, die Entscheidung seitens der Musischule dazu scheint mir fragwürdig.

Dass Du das nicht auf sich beruhen lässt, ist verständlich und richtig.

Ich bin nun gar nicht aus Deiner Region und kann Dir somit keinen Flötenlehrer nennen. Aber Du deutest in der Frage schon an, dass Du bereit bist zu fahren, wenn es sich in Grenzen hält.
Ich sehe da zwei Möglichkeiten:
- Rufe die Musikschulen Deiner Region an und sprich mit dem Musikschulleiter (mit niemand anderem). Beschreibe Deine Situation und frage, ob es an der Musikschule einen qualifizierten Lehrer gibt oder jemand am Ort oder in der Region bekannt ist. Musikschulleiter gucken über den Tellerrand und sind in solchen Dingen gut auf dem laufenden.
- Sollte das nicht zum Ziel führen, erkundige Dich nach Orchestermusikern in der Region. Du kannst auch selbst die Profiorchester kontaktieren. Einem professionellen Flötisten bist Du nicht lästig, Dich zu unterrichten ist eine interessante Aufgabe. Du kannst da selbstbewusst auftreten!

LG
Arlecchino

PS: Das ist nun nicht so wichtig - endet 'Jugend musiziert' für die Altersgruppe II nicht beim Landeswettbewerb?

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Hallo klassik1989,

natürlich machen auch erwachsene Schüler Verträge für regelmäßigen Unterricht mit ihrer Musikschule.

Es gibt diverse Möglichkeiten für Berufstätige, die Unterrichtszeit flexibel zu gestalten. Ihr Terminkalender mag das nahelegen, für die Sache ist es nur nachteilig:

  • Wer zeitlich eingeschränkt ist, übt oft ohnehin weniger, als es für ein Fortschreiten sinnvoll wäre. Der regelmäßige Instrumentalunterricht strukturiert die Zeit, motiviert auch den erwachsenen Schüler und bringt ins Lernen und Üben ein Mindestmaß an Konstanz. Ohne Unterricht über Wochen ist der Lernprozess immer wieder unterbrochen. Für Erwachsene, die ohnehin Wissen und Können nicht mehr wie ein Schwamm aufsaugen, ist das sehr nachteilig.
  • Solche Flexibilität erfordert für die Musikschule und den Lehrer mehr Verwaltungs- und Zeitaufwand und ist tatsächlich teurer. Um den Schülern gerecht zu werden, müssen die entsprechenden Zeitfenster vorgehalten werden, und wenn keiner der Schüler Bedarf anmeldet, kommt es unweigerlich zu Leerstunden, die der Lehrer wohl oder übel absitzen muss.

Aus verschiedenen Gründen wollen Schüler oder Eltern die Unterrichtszeiten verkürzen oder anderweitig modifizieren. Aus jahrzehntelanger Erfahrung kann ich jedoch versichern: Es gibt nichts Besseres als die regelmäßige Unterrichtsstunde zu 50 oder 60 Minuten in der Woche - ausgenommen für sehr junge Anfänger, für die eine ganze Stunde noch zu lang ist.
Ein qualifizierter Lehrer kann eine Stunde immer für den Schüler sinnvoll gestalten.

LG
Arlecchino

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Hallo HatKeinPlan,

Du hast das Problem erkannt, der Sprung ist in dem Tempo anspruchsvoll. Einfach ein Brainstorming dazu:

  • Was Du schnell spielen willst, musst Du langsam üben. Das ist eine Binsenweisheit. Genauso wichtig ist aber: So wie Du es schnell spielen willst, so musst Du es langsam beherrschen.
  • Übe also langsam. Für den Anfang kannst Du es mit Achtel = 60 bpm (für ein Sextolen-Achtel) versuchen. Und natürlich die linke Hand allein! In einem schnelleren Tempo kann man den Bewegungsablauf nicht begreifen und einüben.
  • Das letzte Achtel vor dem Sprung verkürze auf die Hälfte, dann eine Sechzehntel-Pause. Die letzte Note vor dem Sprung nicht betonen!
  • In der Pause verschiebst Du die Hand dicht über den Tasten, bis der 5. Finger das Gis erreicht.
  • Wichtig: Die Bewegung ist rasch aber bedacht und ruhig, Du führst die Hand aufmerksam aber unverkrampft. Diese Bewegung musst Du souverän beherrschen, immer wieder. Erst dann ist es sinnvoll, ein wenig schneller zu spielen.
  • Das braucht Zeit. Jede kleine Unsicherheit wird im schnelleren Tempo eine große, jeder Fehler in der Bewegung macht es unmöglich, die Stelle im Tempo souverän zu spielen.

Der Kollege upbrunce schreibt oft kluge Sachen. Diesmal muss er sich allerdings sagen lassen, dass mehr als die Hälfte seiner Hinweise falsch, ja zum Teil gravierend falsch sind.

Wenn Du noch Fragen hast, frage! 😉

LG
Arlecchino

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Ja.

Die Sänger Marcus und Martinus Gunnarsen, kenne ich aus der Moderation hier auf gutefrage.

Die beiden sahen früher ganz süß aus, das war sicher mehr der Grund für den Hype gleichaltriger Mädel als ihre mittelmäßigen Auftritte. Je älter sie werden, desto mehr sieht man ihnen an, dass Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeit der Inhalt ihres Lebens ist - wie auch ihrer Musik.

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Hallo Justin,

Kondensator-Mikrofone brauchen eine Stromversorgung, die 'Phantomspeisung' von 48 V, die Dein Interface liefern kann.
Das Shure-SM7B ist ein Großmembran-Mikrofon, es braucht keine Stromversorgung.

Es gibt Mikrofone, denen macht die Phantomspeisung nichts aus (obwohl sie die nicht brauchen), andere nehmen Schaden.

Fazit: Phantomspeisung nicht aktivieren.

LG
Arlecchino

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Hallo HastKeinPlan,

der gängige Begriff dafür ist Klavierabend.
Wie Du fast richtig sagst: Das Klavierkonzert ist eine Gattung, und zwar eine Komposition für Klavier und Orchester. (Allerdings hat das Klavier nicht die Leitung. Von der Wortbedeutung her ist es ein musikalischer Wettstreit, von altital. concertare.)

Findet das Konzert nicht abends statt, muss der Veranstalter kreativ werden, was die Benennung betrifft. Das ist allerdings sehr selten und kommt eigentlich nur bei Festivals vor, bei denen es z. B. Vormittags-, Nachmittags- und Abendkonzerte gibt. Vormittags kann man von einer Klavier-Matinee sprechen, ansonsten tageszeitunabhängig von einem Recital oder Klavier-Recital. Recital ist auch international gebräuchlich.

Solokonzert ist nicht richtig. Das ist der Fachbegriff für das Konzert mit einem Soloinstrument und Orchester - seit der Barockzeit, und als Abgrenzung zum Concerto grosso mit mehreren Soloinstrumenten (später Doppelkonzert oder Tripelkonzert).

LG
Arlecchino

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Hallo Muri,

die Satzbezeichnung ist hier zweiteilig. Bei Stücken mit einer langsamen Einleitung ist das in der Regel so:

Sostenuto assai - Andantino variato

Das heißt so viel wie:

Sehr gehalten - variiertes Andantino (oder Andantino mit Variationen)
Andantino steht dabei für ein gemäßigt langsames Tempo.

LG
Arlecchino

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Hallo patrickii,

hier findest Du alle Gruppenspiele (bis zum 6. Spieltag einschließlich) mit Datum und Uhrzeit.

LG
Arlecchino

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Hallo Echter,

der Kanon von Pachelbel ist ein Kanon für drei Violinen und Basso continuo. Original ist er auf einem Tasteninstrument nicht spielbar.

Es gibt Bearbeitungen für Klavier in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die leichtesten klingen nicht wirklich gut, die besseren sind technisch anspruchsvoll.
In jedem Fall muss man die Achtel und Sechzehntel spielen können, mit denen die Melodie immer weiter fortgesponnen wird.

Nach Deiner Einschätzung ist das also für den Anfang zu schwer.
Es gäbe jedoch für Dich eine Möglichkeit, etwas, das entfernte Ähnlichkeit mit Karaoke hat: Übe die Continuo-Stimme. Im Original wird sie von Cembalo und Cello gespielt, man kann sie aber auch auf dem Klavier spielen. Das sind nur 2 Takte mit insgesamt 8 Akkorden, die ständig wiederholt werden. Du könnest dann eine Aufnahme abspielen und auf dem Klavier die Harmonie dazu spielen.

Die Noten findest Du hier. Am Anfang sind die Akkorde sehr 'vollgriffig' gesetzt. Man kann zum Beispiel die Akkorde aus den Takten 7 und 8 spielen - und immer wiederholen.

LG
Arlecchino

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Hallo Cat,

das ist ein Doppelschlag, hier sogar in seiner schulmäßigen Form und Notierung.

Ergänzt werden 4 Noten, und zwar a - g - fis - g.
Die Ausführung, besonders die rhythmische Gestaltung, sieht so aus, siehe bei Notation und Ausführung jeweils den 1. Takt:

LG
Arlecchino

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Hallo,

es gibt diese gar nicht musikwissenschaftliche Unterscheidung von U-Musik (Unterhaltungsmusik) und E-Musik (ernste Musik). Früher ist man der z. B. in großen Schallplatten- oder CD-Läden begegnet, um das Angebot zu strukturieren. Die Begriffe werden aus gutem Grund heute kaum noch verwendet.

E-Musik ist mit dem heute gebräuchlicheren Oberbegriff 'Klassik' gleichbedeutend - also alle alte Musik, die klassische Moderne und die Avantgarde.
E-Musik muss dabei nicht zwingend ernst sein. Sie kann durchaus fröhlich sein, und gerade in Oper und Operette findet man auch Humor.

Auch die U-Musik vereint viele Stilrichtungen: Angefangen bei denen mit afro-amerikanischem Ursprung (Blues, Ragtime, Jazz) über Rock/Pop bis zu den neuesten Entwicklungen der Musikindustrie.

LG
Arlecchino

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Hallo Echter, 😉

kurz:

In den Noten steht dafür una corda oder die Abkürzung u. c.

Hintergrund:

Das rechte Pedal ist das 'Haltepedal' oder das 'Dämpfungspedal' - nicht, weil man damit leiser oder gedämpft spielen würde, sondern weil die Dämpfer die Saiten abdämpfen, wenn man es nicht benutzt oder es loslässt.

Das linke Pedal nennt man auch 'Verschiebung', weil durch das Treten die Mechanik (einschließlich der Hämmer) verschoben wird und die Hämmer nicht mehr mittig auf die Saiten treffen - zumindest bei Flügeln ist das so, bei Klavieren funktioniert das etwas anders.
Bei den frühen Hammerflügeln war es so, dass die Hämmer nicht mehr auf die jeweils zwei Saiten in Mittellage und Diskant trafen, sondern nur noch auf eine. Dadurch wurde der Klang entsprechend leiser, und daher die Bezeichnung una corda (= eine Saite).

LG
Arlecchino

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Hallo Maja,

→ Safari öffnen
→ auf 'Verlauf' gehen
→ ganz unten: 'Verlauf löschen...'
→ Zeitraum wählen (z. B. 'letzte Stunde' oder 'heute'...)
→ 'Verlauf löschen'

LG
Arlecchino

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Hallo alessando,

ich habe jahrzehntelang unterrichtet und weiß, wann man man Schüler lobt und wann man Schüler auf Mängel hinweisen muss - was sich nicht unbedingt ausschließt. Nur Sahne ums Maul schmieren ist nie mein Ding gewesen. Es wäre hier auch nicht angebracht.

Offenbar übst Du ohne oder ohne qualifizierten Klavierunterricht.

Du hast Dir hier bei dem Stück Mühe gegeben, aber Dir fehlen die technischen Grundlagen: Sitzhaltung, Hand- und Fingerhaltung, Bewegungsabläufe, Anschlag, Artikulation...
Mit Deinen Möglichkeiten kannst Du leichte bis mittelschwere Klavierstücke spielen. Beherrschen und klanglich differenzieren kannst Du sie nicht.
Die Ballade ist viel zu schwer für Dich, mit ihr kannst Du keine Fortschritte machen. Auch wenn Du noch so viel übst: Du wirst sie auch nicht nur annähernd adäquat spielen können.

Ich nehme an, Du hast andere Antworten erwartet. Aber jede Antwort, die Deine kleine Aufnahme schönredet, kann Dir nur schaden. Denn sie verhindert, dass Du Dir Gedanken über den richtigen Weg machst.

LG
Arlecchino

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Hallo Pokemon,

die Eule-Orgel ist ein großes symphonisches Instrument, das im Konzert sicher immer wieder ausgespielt wird. Aufgrund der Lautstärke würde ich mich also nicht zu dicht an die Orgel setzen.
Außerdem gehört zum Orgelklang auch immer der Raumklang, und um den entsprechend zu erleben, braucht man hinreichend Abstand. Nun ist die Konstantin-Basilika eine Kirche mit sehr viel Resonanz (Hall), und die Klangerzeugung geschieht in ca. 15 Meter Höhe - also auch nicht zu weit weg, sonst hört man den Klang zu verschwommen.

Ich würde mich in die Reihe 10 oder 11 setzen. Ob in der Mitte oder außen, spielt da kaum eine Rolle. Aber einen Platz am Gang würde ich bevorzugen, da ich nicht gerne mitten zwischen Leuten sitze.

LG
Arlecchino

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