Frage von merveyilgaz28, 291

Wieso hassen voll viele Erdogan, obwohl er ein sehr guter Präsident ist?

Politik Erdogan

Antwort
von StevenArmstrong, 37

Hallo,

er ist keinesfalls ein "sehr guter Präsident".

1. Er meinte mal, die Gleichberechtigung von mann und Frau sei gegen die Natur. Dazu kommen weitere Einschränkungen der Menschenrechte u.a. Presse-, Versammlungs-, Meinungs- und Kunstfreiheit (letzteres u.a. bezogen auf Satire im Inn- u. Ausland) und der Bau eines Protzpalastes inmitten eines Naturschutzgebietes.

2. Er arbeitet indirekt lieber mit dem IS zusammen, nur um die Kurden zu bekriegen.

3. Er lässt mehrere Tausend Richter berhaften, um sie durch Regimetreue zu erstzen und entlässt eben mal mehr als 15.000 Lehrende (Professoren/-innen, LehrerInnen,...) und beschränkt deren Reisefreiheit.

Glaub nicht alles in den Medien, was über Erdogan gesagt wird und vermeintlich gut ist. "Bereinigung" und ähnliche Wörter wurden von einem Mann und dessen Kosnorten genuntzt, die dann 6 Jahre lang Terror über Europa und die Welt brachte.

Ich könnte mir vorstellen, dass in nächster Zeit ein Erdbeben in der Türkei stattfinden wird, wenn sich Kemal Mustafa Atatürk, der Gründer der modernen Türkei, sich kontinuierlich schneller im Grabe umdreht.

MfG

Steven Armstrong


Antwort
von Akka2323, 76

Das sehen die, die er unschuldig ins Gefängnis geworfen hat und foltern lässt, aber anders.

Kommentar von mesooo ,

Wenn du die Putschisten meinst dann ist das gut so was erdogan macht ist richtig man wollte seine Kinder. Enkelkinder und seine Frau töten also laber nicht unnötig

Kommentar von SocialistRUSSlA ,

Ach,  du meinst den Putsch wo erdogan schon 10 Minuten später verkünden konnte welche 150.000 Leute,  Politiker etc mit drin hängen ;) ja wirklich sehr überzeugend 

Antwort
von straton, 48

Klar ist, es hasst kaum jemand Erdogan, man verurteilt ihn zu Recht, weil er eben kein guter Präsident ist. Gefällt ihm eine türkische Zeitung nicht, wird der Journalist verhaftet. Mehrere Tausend andere Soldaten, Offiziere und Beamte wurden aus ihren Positionen geworfen. Erdogan lässt seine Grenze von deutschen Soldaten schützen, aber deutsche Parlamentarier dürfen die Truppe nicht besuchen. Deutsche werden beleidigtund bedroht, es ist einfach unerträglich und so kann man nicht sagen, er ist ein guter Präsident, er ist genau das Gegenteil.

Antwort
von Lazarius, 27

Eigentlich ist mir Erdogan so egal wie wenn in China ein Sack mit Reis platzt.

Aber ich hasse ihn nicht. Warum auch? Persönlich hat er mir ja nichts getan.

Der Gerechtigkeit halber muss ich aber sagen, dass ich ihn auch nicht für einen guten Politiker bzw. Menschen halte.

Und die, die ihn hassen, werden ihre Gründe dafür haben.

LG Lazarius

Antwort
von offeltoffel, 122

kein führender Politiker kann jemals allgemein "gut" sein. Er kann bestimmte Interessen vertreten und sollte auf lange Sicht sowohl im Sinne des eigenen Volkes, als auch im Sinne einer entsprechenden Gemeinschaft (UN, Europa, was auch immer) handeln.

Man kann sein Parteiprogramm und seine Machtdemonstrationen gut oder schlecht finden, aber nicht als gut oder schlecht definieren.

Kommentar von SamboZockt ,

gut sachlich beschrieben +1

Antwort
von BTyker99, 38

Warum haben so viele Hitler gegenüber Abneigungen gezeigt?! Ich hoffe deine Frage war genau so rhetorisch gemeint.

Antwort
von livechat, 70

Also ich hasse diesen Zampano vom Bosporus nicht. Meiner Meinung nach geht es zurzeit in der Türkei nicht mehr nur um, Diktator oder Diktatur, es geht um mehr. 

Nicht einem Moment lang ist die türkische Opposition der Versuchung erlegen, auf ein Gelingen des Putsches zu setzen und somit den Autokraten Erdogan loszuwerden. Nicht einmal die Vertreter der Kurden haben darauf gesetzt. Die Opposition in der Türkei hat in der dramatischen Nacht zum Samstag eine große demokratische Reife bewiesen, die ihrem Präsidenten und seiner AKP schon lange abgeht. Dass sich das Volk so geschlossen gegen den Putsch gestellt hat, ist für dieses Land, in dessen Innenpolitik das Militär immer eine große Rolle gespielt hat, eine wichtige, vielleicht sogar historische Erfahrung. Nie wieder die Diktatur der Generäle.
Umso schlimmer wäre es, wenn jetzt statt der Diktatur ein Diktator käme. Alles sieht aber danach aus, dass Machthaber Erdogan die Situation nutzen wird. Dass er nun nicht nur die Führer der Putschisten bestraft, sondern sich aller Kräfte entledigt, die seinem Ziel einer Präsidialherrschaft auf Lebenszeit und einer unauslöschlichen Hegemonie der AKP noch gefährlich werden können. Dann würde sich der Sieg der Demokratie gegen die Militärs in sein Gegenteil verkehren.
Hier kommen auch die Europäer ins Spiel. Auch sie haben dem immerhin ursprünglich einmal demokratisch gewählten Erdogan in dieser Krisensituation beigestanden, wenn auch nicht mit Vergnügen. Das war klug. Umso mehr haben sie jetzt das Recht und die Pflicht, von ihm Mäßigung zu verlangen. Und eine Korrektur seine Politik. Rücksichtslosigkeit, Großmannssucht und vielleicht auch persönliche Vorteilsnahmen haben die Türkei in diese Krise getrieben. Europa muss Erdogan deutlich machen, dass es von ihm ein Ende dieser Politik der inneren und äußeren Konfrontation erwartet. Jetzt, wo er zu seiner großen Schlussoffensive ansetzt, muss ihm das klargemacht werden, nicht wenn es zu spät ist. Schon die Frage der Visafreiheit muss daran geknüpft werden, ob die grundlegenden Freiheits- und Menschenrechte eingehalten werden. Schon die Festnahme von Juristen und anderen, die mit dem Putsch nichts zu tun haben, muss scharfe internationale Proteste nach sich ziehen. Auch wenn es vielleicht den Flüchtlingsdeal kostet. Jetzt geht es um mehr!!!

Also: Wer stoppt den wütenden Zampano vom Bosporus?
Wer über den türkischen Präsidenten lamentiert, neigt dazu, sich zu wiederholen. Es geht nicht anders. Erdogans demokratisches Sündenregister: Entlassungen, »Säuberungen«, Eingriff in die Gerichtsbarkeit, Enteignungen, Ausreiseverbote, Wissenschaftsabbau und Schulschließungen. Alles unter dem Deckmantel, hart durchgreifen zu müssen, um die Demokratie zu wahren.
Da lachen ja die Hühner!
Recep Tayyip Erdogan ist ein Despot, ein Machtbesessener, der keine andere Meinung neben der seinen zulässt. Der dem Westen droht, der über westliche Politik und Politiker herzieht, der sich Russland anbiedert und so die Nato vor den Kopf stößt und der gar nicht zu bemerken scheint, wie er sich dauerwütend von den zivilisatorischen Errungenschaften der westlichen Wertegemeinschaft immer mehr entfernt. Ganz nebenbei spaltet er auch noch das eigene Volk, denn längst nicht alle Türken sind erdoganophil.
Für den Westen heißt das: Lasst den Zampano vom Bosporus doch in seiner Wüterei ersaufen! Ein klarer Schnitt ist jetzt gefordert: Abbruch der Kontakte, Aufgabe der EU-Beitrittsgespräche, Aufkündigung des Flüchtlingspakts und der dringende Rat, sich aus der Nato zu verabschieden. Mit all dem rechnet der Zornige in Ankara nicht. Genau darum wird es Wirkung zeigen.
Und danach kann man ja wieder auf die Türkei zugehen, aber erst nach dem Bruch.

Antwort
von musso, 62

Ein guter Präsident, der im Namen der Demokratie die Diktatur einführt? Schlechter Scherz!

Antwort
von mirolPirol, 46

Weil genau das, was du behauptest, enen NICHT zutrifft! Dieser Mann ist kein guter Präsident, er ist ein Egomane und er untergräbt den Sekularstaat, er bekämpft Demokraten, lässt foltern und beansprucht alle Macht für sich allein. Er handelt wider jede Ethik und tritt alle Menschenrechte mit Füßen. Reicht das?

Antwort
von wfwbinder, 48

Warum sollte ich ihn hassen?

Er ist der Präsident eines anderen Landes. Ich habe dort keinerlei Interessen. Die Türken haben ihn und seine Partei gewählt.

Das ich nicht richtig finde was er tut (Einschränkung der Pressefreiheit usw.) ist etwas anderes, aber deshalb werde ich ihn doch nicht hassen. Ich möchte nicht unter seiner Regierung leben müssen, aber davon bleibe ich ja als Nichttürke verschont.

Also, alles in Ordnung.

Der Kabarettist Werner Finck (er musste unter Hitler ins KZ), hat mal gesagt:

Ich stehe hinter jeder Regierung, bei der ich nicht sitzen muss, wenn ich nicht hinter ihr stehe.

Das gilt für die Türkei leider nur noch eingeschränkt, denn wer Erdogan öffentlich kritisiert, kann echte Probleme bekommen.

Antwort
von alexklusiv, 60

Darf ich eine Gegenfrage stellen - warum wählt die Mehrheit der Türken Erdogan, obwohl er ein machtbesessener Tyrann ist?

Solche generalisierenden Fragen bringen keinen weiter.

Erdogan ist politisch gegen Atatürk. Und wer gegen Atatürk ist, der ist auch gegen die Türkei. So sehe ich das, sehr sehr grob betrachtet.

Antwort
von BiturboFan, 51

Er ist ein guter Präsident? Und warum ist er denn nach deiner Meinung nach ein guter Präsident?

-Weil er über 10 Jahre lang die PKK indirekt mit Waffenruhe "unterstütz" hat?

-Weil er unschuldige Generäle und Menschen durch die FETÖ in den Knast gesteckt hat?

-Weil er bei denen, wo er nicht wegschauen sollte, weggeschaut hat?

Ich finde nicht, dass er für mein Land ein guter Präsident ist. Nach all dem was derzeit passiert ist, wofür unter anderem auch er verantwortlich ist, müsste er dingfest gemacht werden. Sorry.

Unsere Demokratievorstellung gegenüber Europa lässt wirklich sehr zu wünschen übrig. Wir, als Türkei, haben nichts dazugelernt, außer einen großen Nationalstolz und unnötige Kriegsterklärung gegenüber anderen, nichts.

Möge Allah uns vor dieser Ideologie in Zukunft bewahren und möge Allah unserem Volke mehr Hirn geben!

Antwort
von TempAcc, 23

Erdogan ist KEIN guter Präsident, da er großen Teilen der türkischen Bevölkerung die Grundrechte verwehrt.

Die wirtschaftlichen Erfolge der Türkei wurden NICHT von ihm gemacht.

Antwort
von Philippus1990, 86

Weil er die Türkei gerade in eine Diktatur verwandelt und Andersdenkende brutal verfolgt? Wenn Du nicht zu diesen Andersdenkenden gehörst und auf Erdogan-Linie bist, ist klar, dass Dich das nicht stört.

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