Frage von annapineapple, 395

Wie ist das mit diesen philosophischen Gedanken?

Seit ich denken kann habe ich eine spezielle Beziehung zu dem Leben. Ich bin sehr stark philosophisch veranlagt und leide unter Chronophobie, der Angst vor der vergehenden Zeit. Wieso existieren wir? Was ist unsere Aufgabe? Was passiert nach dem Tod? Fragen zum Thema: Universum, Planeten, Leben in anderen Galaxien, Menschheit, ect. Lassen mich einfach nicht los. Oft liege ich Stunden wach und denke darüber nach, kann deswegen nicht schlafen, weil es mich einfach wach hält. Ich versuche dann Antworten auf meine Fragen zu finden, die es nie geben wird Meine Träume schreibe ich auf, zerlege sie, versuche herauszufinden was sie bedeuten. Mit dem Luziden Träumen habe ich mich auch schon befasst, denn Träume sind für mich weitaus mehr als nur ein Traum. Vielleicht warnen sie uns? Möglicherweise blicken wir mit ihnen in unser altes Leben? In eine zweite Welt? Ich versuche immer meine Empfindungen und Gefühle auf Papier zu bringen, schreibe Tagebuch, Geschichten, Lieder und Nachrichten an mich in der Zukunft, um mich später an alles zu erinnern. Es beschäftigt mich so sehr, fast kein Tag vergeht ohne dieses Thema. Manchmal fühle ich mich am leben, so menschlich, realer als die Realität und an anderen Tagen wie ein Staubkorn in einer Galaxie, ein nichts – ein niemand. Ich habe das Gefühl mit diesen Gedanken meinem Alter weit voraus zu sein, und spreche deshalb mit niemandem darüber, ich wüsste nicht wie. Ich habe Angst vor der Zeit. Angst vor uns Menschen. Was ist unsere Aufgabe? Wieso leben wir? Vielleicht sind wir durch Zufall entstanden? Durch einen biochemischen Prozess der uns nie formen sollte? Wird deshalb die Welt untergehen? Weil wir nie existieren sollten? Ich kann mir das alles nicht erklären, wieso bewegt es mich so? Ich habe den Drang die Welt durch mich besser zu machen, als müsste ich die Welt verändern. Wie kann es ein, dass wir so wenig über uns selbst wissen? Über unser Leben? Ich versuche jede Sekunde, jede Minute, jeden Tag zu nutzten, das beste daraus zu machen, ich will nicht existieren, ich will leben. Schon oft hatte ich Deja Vu´s und habe mich so vertraut gefühlt. Seltsamerweise habe ich sie immer nur auf Reisen. Ich kenne mich an einem speziellen Ort so gut aus, kenne ihn einfach. Lebte jeder von uns doch schon einmal in einem früheren Leben? Bringt uns der Tod in unser nächstes? Oder werden wir schlafen und nie wieder erwachen? Ist unser Leben nur der Sterbeprozess, und er Tod das Ziel? Leben wir um zu sterben? Ich fühle mich mit diesen Ansichten so allein, so unverstanden.

Ich würde mir wünschen, dass wir einfach eine kleine Diskussion zu diesem Thema starten, vielleicht gibt es mehr Leute da draußen, die mit mir fühlen und mich verstehen. Das war ein sehr langer Text, danke für´s Lesen, bitte schreibt mir eure Meinung.

Liebe Grüße, Anna ♥

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Pyrut, 153

In diesem Text wiederspiegel ich mich, es könnte sogar mein Text sein. Mir geht es genau so und es ist gut dass du so denkst, jeder wird irgendwann in seinem Leben über diese Fragen nachdenken, bei den einten geht es schneller bei den anderen dauert es eine Weile. Ich dachte auch immer ich sei alleine mit diesem Gedanken, aber ich und ein Kumpel haben auch schon darüber geredet und ich muss sagen, es hilft mir sehr, denn dann fühle ich mich nicht allein mit diesem Gedanken. Du bist nicht die einzige die solche Gedanken hat aber die meisten Menschen haben gar keine Zeit und können gar nicht so weit denken im Gegensatz zu uns. Jeder Mensch wird dir wahrscheinlich andere Antworten auf deine Fragen geben. Weil jeder Mensch eine andere Wahrheit für wahr hält. Meine Antwort zu warum wir existieren ist dass wir in diesem Zustand uns selbst beobachten können was nicht möglich ist wenn wir nicht in diesem Zustand sind. Ich selber glaube dass jedes Lebewesen das gleiche Bewusstsein hat und die gleichen Bewusstseinsebenen durchlebt Hölle und Paradies sind Bewusstseinszustände.Wir fühlen uns nur durch unser "Ich" getrennt vom anderen wir alle sind eins. Ich mag solche Leute wie dich sehr, die meisten Leute leben einfach ohne zu hinterfragen und glauben einfach das was gesagt wird ohne darüber nachzudenken.Schade eigentlich. Ich würde gerne jede deiner Fragen beantworten aber die meisten Fragen kann ich selber nicht beantworten und es würde viel zu viel Text sein als es sonst schon ist. Ich wünsche dir im übrigen noch einen schönen Abend :)

Schön zu sehen dass ich nicht der einzige bin der gerade über solche Sachen nachdenkt :)

Kommentar von annapineapple ,

Deine Art gefällt mir. Du denkst wie ich und das gibt mir Hoffnung!

Mit einfach allem was du sagt hast du vollkommen Recht, danke für die Antwort.

Die Bilder spiegel so vieles von meinen Gedanken wieder

Dir auch einen schönen Abend :)

Kommentar von Pyrut ,

Dankeschön :D

Kommentar von monster2003 ,

Jetzt weiß ich zumindest das ich nicht alleine bin. 

Antwort
von Hyperdinosaurus, 115

Jeder Mensch befasst sich ab einem bestimmten Entwicklungsstadium mit solchen existenziellen Fragen, nur der Umgang mit Ihnen und die Tiefe der Antworten unterscheiden sich. Du bist längst nicht der einzige mit diesen philosophischen Gedanken.

Ich denke es ist grundsätzlich wichtig zu akzeptieren, dass wir Menschen begrenzte Möglichkeiten zum Erlangen von Erkenntnis haben. Unsere Wahrnehmung spiegelt zu keinem Zeitpunkt die gesamte Realität war ( meiner Meinung nach) Unser Wissen ist immer nur bruchstückhaft, vielleicht durch die Wissenschaften gestiegen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir unsere Existenz nicht vollständig erklären können, überhaupt auf was menschliches Leben zurückgeht und es sind immer mehr Fragen als Antworten offen. Also löse dich von der Illusion, oder fang an auszuhalten, dass wir nicht alles verstehen können.

Die Frage nach dem Grund unseren Daseins führt zu keinem eindeutigen Ergebnis. Man kann nur an etwas glauben, eine Gewissheit für sich selbst gewinnen, wieso man auf dieser Welt ist. Religionen sind gegründet  worden wegen der Fragestellung. Der Mensch ist nämlich zutiefst auf Sinnhafigkeit ausgelegt.  Entweder er sucht sich einen innerweltlichen Sinn ( Sich selbst einen Sinn geben, durch Initiative für persönliche Überzeugungen)  oder einen überweltlichen Sinn ( für eine Welt über einen Tod hinaus ), geht natürlich auch kombiniert.

Mir hilft es manchmal etwas pragmatischer zu denken: was hat es dir bisher gebracht, dass du dir diese Fragen stellst ? Führt es zu einer Steigerung deiner Lebensqualität ? Solltest du nicht eher dich mehr danach ausrichten, was dich im gegenwärtigen Leben weiter bringt ?

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen mit meinen Gedankenanstößen.

Kommentar von annapineapple ,

Danke für die lange Rückmeldung, ja, du hast mir geholfen.

Auf die Frage ob es zu einer Steigerung meiner Lebensqualität führen würde kann ich nur mit ja antworten. Es macht mir Spaß mich mit solchen Themen auseinander zu setzen und wenn es mich an meine Grenzen bringt merke ich erst wieder wie klein doch die Vorstellungskraft und das Wissen der Menschheit ist.

Kommentar von Hyperdinosaurus ,

Rückblickend hat es auch bei mir eher positive Effekte auf mein Leben gehabt nachdem ich mich intensiver mit einer Menge philosophischer Fragestellungen auseinandersetzte.

Allerdings kann es wie du bestimmt auch schon bemerkt hast emotional recht belastend sein, wenn Fragen nicht zu einer befriedigen Antwort führen. Davon abgesehen hängt es natürliche davon ab, wie du auf eigene Antworten reagierst. Das war bei mir nämlich das Problem: Es überforderte mich ziemlich.

Aber wenn deine Lebensqualität nicht darunter leidet ist doch bei dir eher unbedenklich.

Antwort
von Panderos, 44

Das geht mir ganz genauso. Als sechzehnjähriger Dreikäsehoch habe ich jedoch niemanden, mit dem ich mich tatsächlich damit unterhalten kann. Seit einiger Zeit beschäftige auch ich mich im Übrigen mit dem luziden Träumen, da auch für mich der Traum eine weitaus größere Bedeutung innehat - insbesondere, seit ich dem Gedanken verfallen bin, dass die gesamte Realität ein einziger Traum sein könnte.

Ich verarbeite jene ständig kommenden, gar konstanten Gedanken mit Geschichten. Meine erste Geschichte geht um Parallelwelten und Gott, meine zweite wird um Realität = Traum und den Sinn der Welt gehen und mein dritter um Gott als Individuum. Ja, ich verarbeite meine Theorien in Geschichten. Mitmenschen, die es lesen, wobei dies im Augenblick nur wenige Auserwählte tun (sprich einer), müssen so nicht zwingend von meinen tatsächlich ernsthaften diesbezüglichen Überlegungen wissen. Die Leute, die von den Geschichten hören, mögen denken, dass dies alles auf Kreativität und Träumerei beruht, und damit mögen sie teils recht haben - aber du weißt, worauf ich hinaus will.

Seit geraumer Zeit achte ich auch nicht mehr so sehr auf mein Aussehen. Ja, meine Gedanken haben wahrhaftig mein Selbstvertrauen gesteigert. Rasieren, jeden Monat zum Friseur gehen - joa, hey, im Augenblick ist da niemand für mich, und was kümmern mich die Meinungen anderer, die ohnehin nichts mit mir zu tun haben? Sie kennen mich nur soweit, wie ich es will. Ihnen solche Gedanken zu erzählen erscheint mir schlichtweg unvorstellbar.

Ich finde übrigens den Gedanken interessant, dass man nach dem Tod schlichtweg aufwacht; genauso wie es (nahezu) jeden Tag bei uns der Fall ist. Ja, und dann steht man da, hat vielleicht lediglich einen Augenblick geträumt und weiß ganz genau, was los ist. Wie relativ erscheint dann die Frage nach dem Sinn des Lebens in dieser Welt? Wenn du einen trüben Traum hast, ist alles für dich selbstverständlich, und die Welt stimmt. Sie existiert. Wieso sollte dies hier anders sein? Wieso sollten dann physikalische und chemische Erkenntnisse irgendeine(!) Rolle spielen? In dieser Welt vielleicht, mit den festgesetzten Regeln - aber was ist mit der Gesamtheit?

All jene Fragen sind nicht zuletzt deshalb so faszinierend, weil eben niemand eine richtige Antwort auf sie hat und vielleicht auch jemals haben wird - in dieser Welt, in diesem Leben, sei anzumerken. :)

Kommentar von annapineapple ,

Danke für deine Antwort. Mit sechzehn Jahren so eine Ausdrucksweise, Kompliment!

Der gesamte Text hätte von mir sein können, erst gestern frage ich mich ob das ganze "Leben" was wir Leben nur ein Traum sein könnte oder gar Phantasie.

Ich würde mich gerne mit dir per privat Nachricht weiter darüber austauschen, wenn du Interesse hättest :)

LG

Antwort
von Dackodil, 124

Wenn man sich solche Fragen stellt, ist es wichtig zu lesen.

Es gibt für den Anfang sehr viele Bücher, die Wissenschaft gut verständlich erklären.

Wenn man nur so alleine vor sich hin denkt und träumt, schmort man im eigenen Saft und da kommt selten was vernünftiges bei raus.

Geh mal in die Bibliothek und sag der Bibliothekarin, daß du nach Büchern suchst, die Wissenschaft gut erklären. Wenn du erst mal angefangen hast, kannst du nicht mehr aufhören. Das macht echt süchtig.

Spannend sind Bücher über das Weltall und seine Entwicklung Gesetze, aber auch die Biologie ist höchst spannend. Einfach wunderbar, wie unser Gehirn funktioniert.

Antwort
von triunitas3in1, 50

Mir fällt nur was zu deiner "Chronophobie" ein:

Da deine Fragen sehr umfassend, weitschweifig und - wie mir scheint - z.T. auch ziellos (ich will nicht sagen "orientierungslos") sind, würde ich mal ein Thema rauspicken, das am meisten "Ladung" hat (also eines, das mit Angst besetzt ist), und das mal genauer fokussieren und erforschen, WAS es eigentlich ist, was da solche Angst macht... also Fragen wie: Was ist Zeit? Gibt es sie überhaupt? Was ist ihr Wesen? Was bedeutet sie für mich? z.B... Wenn ich dem etwas mehr auf die Schliche komme und ein wenig "vertrauter" damit werde, dann macht es vielleicht auch weniger Angst...

Nur so als Anregung... Viel Spaß und Glück bei der weiteren (Selbst-) Erforschung :-)


Kommentar von annapineapple ,

Danke für die Idee/Anregung! <3

Antwort
von will1984, 205

Deine gesamten Fragen sind dem Bereich der Metaphysik zuzuordnen. Kant bemerkte dazu, dass der Mensch diesbezüglich nur Fragen stellen kann, aber nicht beantworten kann. Ich würde sagen, dass dies alles als derartige Sachen zu erachten ist, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigen. Der Mensch wird sich infolgedessen seiner eigenen Endlichkeit bzw. Begrenztheit bewusst.

Kommentar von annapineapple ,

Danke für die Antwort :)

Ich wusste gar nicht, wie der Oberbegriff zu diesem Thema ist, danke.

Ja du hast recht, es übersteigt die Vorstellungskraft.

Antwort
von Panazee, 57

Diese Gedanken sind sicher interessant und auch wichtig zur Selbstfindung, aber bei den meisten Themen landet man in einer Schleife, weil es einfach keine wirklich Antwort darauf gibt, die verifizierbar wäre. Man denkt und denkt und im Grunde denkt man in Schleifen, die immer wieder am Anfang enden. Man findet oft einfach nur wieder "sich selbst", weil das im Grunde die einzige Quelle ist, die man wirklich verläßlich hat. Man kann ja nicht einmal wirklich sicher beweisen, dass außer einem selbst irgend etwas anderes existiert.

Manchmal muss man einfach sagen "Jetzt ist es aber gut" und aufhören zu versuchen diese Schleifen befriedigend aufzulösen.

Gönne dir mal dieses genial Video. Diese 15 Minuten sind gut investiert. Man kann schmunzeln und verzweifeln gleichzeitig. ;-)

https://vimeo.com/99471747

Kommentar von Panazee ,

Also ich will damit nicht sagen, dass man komplett darauf verzichten soll über solche Themen nachzudenken, wenn man Spass daran hat, aber wenn es einen um den Schlaf bringt, dann ist das nicht mehr gut. Man kann das als Gedankenspiel alles durchdenken, aber wenn man dann nicht mehr aufhören kann, dann wird es fast schon ungesund.

Antwort
von ScharfeKritik, 48

Alle deiner Fragen sind berechtigt. Aber nur die wenigsten kann jemand dir beantworten. Manche Fragen wird niemand dir je beantworten können, auch du selbst nicht. Es bringt auch nichts sich darein zu steigern. Das ist meiner Meinung nach unnötig. Wenn man ständig nur mit dem Kopf in den Wolken hängt und über das Übersinnliche nachdenkt, vergisst man leicht dass es auch noch andere, durchaus lösbare Probleme gibt.

Also ich finde es natürlich und verständlich, dass der Mensch sich Gedanken über sein Dasein macht, aber gleichzeitig bin ich mir auch ziemlich sicher dass die Antwort entweder nur eine ganz simple ist, oder dass jeder seinen eigenen "Sinn des Lebens" finden muss. 

Sorry, musste das einfach mal los werden. 

Kommentar von annapineapple ,

Danke für die Antwort :)

Nur das Problem ist eben, ich kann es nicht "abstellen" :/

Kommentar von ScharfeKritik ,

Das kommt von allein. Glaub mir.

Antwort
von Kasumix, 41

Könnte von mir sein... als ich 11 war... da hab ich mir ebenfalls all solche Gedanken gemacht.

Ich denke heute noch viel nach..

Aber ganz ehrlich?

Ich habe gemerkt und es für besser befunden, mich an einfachen Dingen zu erfreuen... einfach zu leben und zu genießen...

Irgendwann gerät man eh an seine Grenzen und lastet sich "Weltschmerz" auf...

Denken ist gut, reflektieren ist gut... aber irgendwann ist eben auch mal gut.

Wenn du Probleme mit dem Vergehen von Zeit hast - nutz sie ;)

Kommentar von annapineapple ,

Danke für deinen Kommentar <3 :)

Versuche ist, fällt mir aber schwer.

Was heißt Problem, es ist eher was schlimmeres, irgendwie schmerzt es und ich kann mich nicht damit abfinden, dass etwas so vergänglich ist :( Ich weiß das hört sich seltsam an :D

Antwort
von Maimaier, 81

Sehnsucht nach Ewigkeit, nach einem Sinn im Leben. Sinn = für etwas. Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst (Goethe). Das ist bereits ewig, denn auf Leben folgt Leben folgt Leben, ein Kreis.

Früher waren die meisten Menschen Bauern. Sie haben Pflanzen gesäht und Tiere gezüchtet, wieder geerntet und geschlachtet, wieder gesäht und gezüchtet usw., ein Kreis. Fast alle Bauern heute glauben an ein Leben nach dem Tod. Aber kaum ein Beamter. Weil sie die Erfahungen nicht mehr machen, getrennt von der Natur.

Antwort
von Aleksakisu, 80

Hallo Anna,

Ich habe auch sehr früh angefangen, mir solche Fragen zu stellen. Mittlerweile studiere ich unter anderem Philosophie und die Fragen werden immer mehr statt weniger :) Ich kann dich also sehr gut verstehen.

Da du sehr viele spannende Fragen stellst, über die ich teilweise auch viel nachdenke, hätte ich auf jeden Fall Lust, mit dir zu diskutieren. Ich würde das allerdings lieber über Privatnachrichten machen, weil ich mich immer etwas unwohl damit fühle, solche Dinge so öffentlich zu besprechen. Dazu empfinde ich viele meiner tiefergehenden Gedanken als einen zu persönlichen Teil von mir. Falls du trotzdem Lust auf eine Diskussion mit mir hast, würde ich mich freuen :) Ich habe dir jedenfalls eine Freundschaftsanfrage gesendet.

Liebe Grüße, Aleksakisu

Kommentar von annapineapple ,

Sehr gerne :)

Kommentar von Ottavio ,

Das Angenehme an der Mathematik ist, dass sie im Laufe der Zeit (des Studiums) immer leichter wird. Das ist mit der Philosophie leider nicht so.

Kommentar von Aleksakisu ,

Die Mathematik ist zwar vielleicht angenehmer, aber ich liebe doch auch die immer neuen Herausforderungen, die mir die Philosophie bietet. Nur angenehme Fächer zu studieren wäre doch langweilig ^^ Also würde ich das "leider" nicht so unterschreiben :D

Antwort
von ClaireTonia, 74

Hei :) solche Gedanken kenne ich. Ich hinterfragen auch sehr vieles und verstehe aber wiederum nicht wie sämtliche Sachen existieren oder funktionieren können.
Du hast gute Voraussetzungen, um im beruflichen Leben in die wissenschaftliche Richtung zu gehen. Ich weiß nicht wie alt du bist oder ob Wissenschaft dich interessiert, aber dort würdest du vielleicht auf Menschen mit den selben Gedanken treffen.

Kommentar von annapineapple ,

Danke für die Antwort :)

Wissenschaft interessiert mich sehr, aber es liegt mir leider überhaupt nicht, trotzdem erstaunt es mich, dass du denkst ich hätte dafür gute Voraussetzungen, danke.

Generell habe ich aber schon darüber nachgedacht in diesem Bereich zu arbeiten nur es wird leider ein Traum bleiben :)

Freut mich, dass du auch so denkst <3 :)

Antwort
von MeliS1998, 25

Ich sehe das ganze so, dass wir einfach existieren, ohne besonderen Grund, nur weil Abermilliarden von Generationen unserer Vorfahren es geschafft haben, Kinder großzuziehen. Und jetzt sind wir halt da, so wie auch der Mond gerade da ist oder das Meer.

Also durch natürliche Prozesse entstanden, wobei die Natur aber keine Absicht hat.

Daher haben wir auch keine besondere Aufgabe, und wir bringen
auch nicht den Weltuntergang. ;-)

Wenn wir eine Aufgabe annehmen wollen, können wir sie uns
selber setzen. Mit Blick auf die vielen Ahnen, die vor uns gelebt haben, könnte
diese Aufgabe sein, Kinder zu bekommen. Mit Blick auf die jetzigen Probleme in der Welt, könnte man sich aber auch vornehmen, etwas zu verbessern. Oder auch etwas ganz anderes.


Und beim Träumen verarbeitet meiner Meinung nach das Gehirn einfach nur
irgendwelche irgendwann einmal erlebten oder erfundenen Situationen. Über meine Träume mach ich mir fast gar keine Gedanken, um ehrlich zu sein.


Da ich nicht an Wiedergeburt glaube, denke ich, wer tot ist, ist tot, und es gibt auch keine anderen Welten, außer denen, die für uns unerreichbar in der Weite des Alls verstreut liegen.

Ich glaube, wir leben um zu leben. :-D

Weil wir nur das eine Leben haben, sollten wir das beste daraus
machen. ◠‿◠


Kommentar von annapineapple ,

Danke für die Antwort :)

Deine Meinung zu dem Thema ist zwar der Gegensatz zu meiner, aber trotzdem interessant :) <3

Danke :D

Antwort
von jessica268, 48

Oje, ganz schön heftig. So viele Fragen.

Du schreibst, Du fühlst Dich allein damit. Wie kommst Du auf die Krankheit? Ist sie von einem Fachmann diagnostiziert? Wenn ja, dann bräuchtest Du wohl psychologische Hilfe. Allein kommst Du da nicht raus.

Kommentar von annapineapple ,

Nein, nicht diagnostiziert, aber ich habe mich "schlau" gemacht und es kann nur Chronophobie sein :/

Da so etwas, wie finde, selten ist (und mir persönlich) auch unangenehm möchte ich ungern einen Fachmann aufsuchen, aber herzlichen Dank :) <3

Antwort
von CiCiSTAAR, 70

Ich verstehe dich irgendwie, ich stelle mir oft Fragen wozu es einfach keine Antworten gibt bzw noch nicht. Es sind diese Fragen, worüber du dir so lange den Kopf machst, versuchst es auseinander zu nehmen und es zu erklären, doch man einfach nicht mehr weiter kommt.

Kommentar von annapineapple ,

Ja, leider. Man müsste mehr Zeit haben das alles auseinander zu nehmen um anschließend das Puzzle neu zu legen, aber vielleicht ist es das ja, ein Menschenleben ist zu kurz um alles zu erfahren :/ <3

Danke für die Antwort :)

Antwort
von Waldemar2, 90

Hallo Anna,
solche Gedanken sind ganz normal. Die einen haben sie intensiver als andere, aber jeder muss da durch, denn es sind ja die Fragen nach unserer Existenz. Ich selber bin auch philosophisch veranlagt und freue mich immer über Denkanstöße.
LG Waldemar

Kommentar von annapineapple ,

Danke Waldemar,

schön Leute zu treffen die ebenfalls so denken. Sicher wird jeder einmal über so etwas nachdenken, aber ich finde ich bin sehr jung und dass ich jetzt schon über so etwas nachdenke macht mich einerseits stolz aber andererseits verwundert es mich auch.

Liebe Grüße

Kommentar von Waldemar2 ,

Als ich jung war, habe ich auch über vieles nachgedacht. Wenn man älter wird, kommt man nicht mehr so oft dazu, aber wenn doch, wird man insgesamt gelassener. Man kann auch sagen, man gewöhnt sich daran, keine (befriedigende) Antworten gefunden zu haben. Aber mich interssiert, was andere denken, daher lese ich bei den Philosophen, wenn ich Zeit habe. Auch frage ich mich, woran es wohl liegen kann, dass wir keine Antworten finden. Das muss ja schon irgendwie mit unserem Bewusstseinszustand zu tun haben...
Viele Grüße zurück

Kommentar von ClaireTonia ,

Das stimmt allerdigs (das mit dem Älterwerden und dem "Verhältnis der Fragestellungen") nur so nebenbei

Kommentar von Waldemar2 ,

hallo ClaireTonia,

das freut mich, dass Du das auch so siehst. Aber ich kann nicht sagen, dass ich wirklich weiter gekommen wäre. 

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