Ist Motorrad fahren wirklich so gefährlich weil meine Elter sagen es ist ein großes Risiko?

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14 Antworten

Ein guter Motorradfahrer wird das verneinen. Ich kenne genug Motorradfahrer, die völlig unfallfrei schon jahrzehntelang Motorrad fahren.

Ein Kollege meines Mannes hatte schon zwei schwere Unfälle mit seinem Motorrad, ob das jetzt an seinem Fahrstil lag, am nassen Straßenbelag oder an rücksichtslosen Autofahrern kann ich nicht sagen.

Der Mann einer ehemaligen Kollegin hatte im Herbst auf nassen Blättern und schlechten Straßenverhältnissen einen tödlichen Motorradunfall. Aber es sterben auch genug Menschen in ihrem "sicheren" Pkw.

Man hat halt kein schützendes Blech um sich herum und keine Airbags, deshalb werden Deine Eltern wohl Angst haben.

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Die Antwort ist nicht einfach. Ja es ist gefährlicher. Das liegt an folgenden Punkten:
- ein Motorrad wird da es schmal und kleiner ist als ein Auto häufig übersehen
- ein Motorrad hat mehr Unfallmöglichkeiten durch Bodenberührung und allgemein die Tatsache dass es nur 2Räder hat und somit empfindlicher auf Störungen in der Straße reagiert (Schlagloch: Auto hat einen kleinen Achsschaden, Motorrad verunfallt)
- Motorrad ist viel schneller auf einer Geschwindigkeit ( hohe Zahl PS/kg) und wenn Biker ehrlich sind fährt man gerne etwas rasanter und risikoreicher und übertritt mal gerne die eine oder andere Verkehrregel
- auf dem Motorrad ist man ziemlich ungeschützt. Keine Airbags, es gibt kaum etwas wie ein ESP, kein Gurt, wenn es ein Unfall gibt dann haut es den Fahrer immer irgend wo auf die Straße und meist auch gegen irgendwelche Hindernisse.
Kennst du einen Polizisten oder Rettungssanitäter? Wenn du die fragst, die kennen alle die Statistiken und haben schon mal Motorrad-Unfallopfer Bergen müssen.
Auf der andern Seite kann man auch an eingewachsenen Fußnägeln sterben - will sagen: wenn es einen erwischt, dann braucht man nicht Ufer einem Motorrad zu sitzen.
Ich als Vater kann die Sorgen gut verstehen. Aber wenn du Motorrad fahren möchtest, kann ich das auch und noch viel besser verstehen.

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Kommentar von babbeldabbel
27.12.2015, 10:58

Tatsachen! Sehr schöne Antwort :))

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Nein ist es nicht.

Sicher hat man beim Motorrad fahren sehr viel Gelegenheiten lebensgefährliche Fehler zu machen, aber die hat man anderswo im Alltag auch. Und praktisch sterben auch überall Menschen wo man ihnen die Gelegenheit gibt was fatal falsch zu machen. Die meisten Unfalltoten gibt es im Haushalt.  In warmen Sommern sterben mehr Menschen an und in Badeseen als auf Motorrädern. Letztlich liegt es an dir selbst die Augen auf zu machen  und das Hirn zu benutzen. Und wenn du das tust kannst du auch Motorrad fahren.   

btw finde ich es grotesk wieviele Eltern ihren Kindern das Mopped verbieten wollen, sie aber reiten lassen. Beim Reiten passieren nämlich viel mehr Unfälle und da liegt es eben oft nicht in deiner Hand was dem Gaul gerade durch den Kopf geht ..........

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Kommentar von JG265
27.12.2015, 14:27

Also laut statistischem Bundesamt sind 2014 675 Menschen bei Motorradunfällen gestorben, ertrunken sind in Deutschland allerdings "nur" 392 Menschen ^^

Und natürlich passieren im Alltag mehr Unfälle. Mit "gefährlichen" Hobbys steigt das Risiko halt. Ein Motorrad ist aber auch kein Selbstmordgerät wie viele behaupten. Bezogen auf die über 4 Millionen zugelassenen Motorräder ist das statistische Risiko damit umzukommen doch recht klein.

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Es ist ein gewisses Risiko weil du als Motorradfahrer, im Falle eines Unfalls, nur deine Schutzkleidung hast.
Außerdem enden viele Motorradunfälle tödlich für den Fahrer.

Mein Freund ist ein sehr gewissenhafter Fahrer, er überschätzt sich nicht und will sich auch nichts beweisen & hatte auch noch keinen Unfall. Aber alle seine Freunde & Bekannten hatten schon mind. einen Zwischenfall, der schlimmste endete im Koma.

Man muss sich, egal in welchem Fahrzeug, bewusst sein für das Risiko und auch die nötige Reife und das Verantwortungsbewusstsein mitbringen.

Motorradfahren ist ein belebendes Gefühl von Freiheit, aber es steckt trotzdem eine gewisse Gefahr dahinter.

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Hier die Verkehrstoten von 2014

  • Autofahrer 1575
  • Fussgänger 523
  • Motorräder und 125 Kubik 587
  • LKW 143
  • Roller und Mofa 87
  • Bussinsassen 13
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Kommentar von Effigies
27.12.2015, 22:54

Und wo sind die Radfahrer?

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Ich habe schon 30 Jahre den Motorrad-Führerschein, fahre so lange bereits Motorroller (mit Motorrad-Zulassung, also großem Nummernschild). In dieser Zeit bin ich zweimal nennenswert gestürzt - das war innerhalb der ersten Jahre, als ich den Führerschein neu hatte.

Du musst grundsätzlich mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, Dich also so verhalten, dass andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen (können). Damit kannst Du Dein Risiko deutlich minimieren!

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Kommentar von Effigies
27.12.2015, 22:19

Ich habe schon 30 Jahre den Motorrad-Führerschein, fahre so lange bereits Motorroller (mit Motorrad-Zulassung, also großem Nummernschild).

Irgendwie erinnerst du mich, wenn du das sagst immer an den Wohnmobilfahrer in  der " Trucker und Biker" Bar  in  from dusk till dawn.

Ein großes Wohnmobil ...... für das man einen LKW Führerschein  braucht !  ;o)

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Ja, Motorradfahren ist gefährlich. Das Problem ist, dass du bei Unfällen null Knautschzone hast.

http://www.welt.de/motor/article117197269/Deutlich-erhoehtes-Unfallrisiko-fuer-Biker.html

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Kommentar von adianthum
27.12.2015, 12:45

Nicht gefährlicher als Hausarbeit...

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Kommentar von Effigies
27.12.2015, 13:53

Der Blödsinn wird dauernd Publiziert.  Das sagt aber nix aus.

Zum einen weil man  es nicht in der Relation zur gesammten Gefahr des alltäglichen Lebens sieht. 

Zum zweiten weil man hier alle Autos als Vergleichsgruppe nimmt, was unsachlich ist.  Natürlich hat man kaum gelegenheit sich zu verletzen wenn man in einer gepanzerten airbagstrotzenden Blechkiste Tag ein Tag aus nur zwischen Kindergarten, 'Supermarkt und Wohnung mit 30km/h hin und her gondelt.

Vergleicht man Motorräder nur mit Autos die in ähnlicher Weise genutzt werden sieht die Sache nämlich völlig anders aus.

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Wie schon viele meiner Vorschreiber sagten, es KANN gefährlich sein wenn man z.B. auf seine Vorfahrt besteht, nicht ständig m it der Dummheit der anderen Verkehrsteilnehmer rechnet, sich überschätzt, keine gute Schutzkleidung trägt, sich unangemessen verhält, in einen Geschwindigkeitsrausch verfällt, die Strasse nicht "lesen" kann, man übermüdet oder unkonzentriert ist...usw. usf.

Nice Danke ich werde denn Führerschein machen. Welches Motorrad wäre das Beste fürn Anfang ?? (MV Augusta Brutale)

Hier noch einmal mein Kommentar zu deiner Motorradwahl:


Für den Anfang darfst du eh nur etwas gedrosselte mit maximal 48 PS fahren.


Mehr ist auch garnicht nötig um Fahrspass zu haben und vor allem die nötige Fahrpraxis zu erlangen.


Es hat schon einen Sinn, dass das so eigeführt wurde, weil gerade
junge Männer sich mit Vorliebe überschätzen und weder ihr eigenes
Können, noch das ihres Motorrades objektiv einzuschätzen wissen und gern
mal auf Risiko gehen. Natürlich sind Personen dieser Altergruppe gern
genommene Organspender, weil in der Regel gesund und unverbraucht, aber
Ziel sollte das natürlich nicht sein.


Die MVA brutale ist auf jeden Fall ein Geschoss, mit dem du den
kurzen Weg zum Organspender einschlägst, wenn du gern riskant fährst und
keine Fahrerfahrung hast.




Ich selber fahre auch und habe mich erst einmal sehr glimpflich abgelegt- wegen unkonzentriertem Fahren.

Deine Eltern kennen dich am besten und wissen dich eher ein zu schätzen als wir hier.

Mein Vater hatte nichts dagegen, weil er selber Motorradfahrer war. Mein Bruder fährt ebenfalls seit Jahren unfallfrei, aber Bekannte haben sich schon abgepackt oder tot gefahren.

In der Regel auf Grund einer Fehleinschätzung- oder einfach nur Pech, z.B. weil ein winzigens Stückchen vereiste Fahrbahn im Schatten, genau in der Fahrlinie in einer Kurve war, auf einer ansonsten trocken scheinenden Strasse...

Der Teufel ist ein Eichhörnchen...

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das problem daran ist , was viele nicht beachten , motorrad fahren kann gefährlich sein aber wenn sie zwingend angst um dich haben dann sollten sie dich auch nicht nach draußen lassen, weil dort ,nämlich genauso wie beim Motorrad fahren vieles passieren kann

man kann vor vielen Angst haben aber wenn man es nicht ausprobiert kann man nur existieren

Dlzg.

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Es ist nicht gefährlicher als ne Strasse zu überqueren. Wir sind Biker und ich lebe immernoch. Das sind aus meiner Sicht einfach Vorurteile von Menschen die ein verschobenes Bild vom Motorrad fahren haben. Auto fahren, fliegen etc sind auch gefährlich 

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Kommentar von bwahahaha
27.12.2015, 08:37

Nice Danke ich werde denn Führerschein machen. Welches Motorrad wäre das Beste fürn Anfang ?? (MV Augusta Brutale)

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Kommentar von Effigies
27.12.2015, 14:28

Also fliegen ist hier echt ein schlechtes Beispiel. Das ist nämlich ungefährlicher als schlafen oder in der Nase bohren.  ;o)

Die Menschen haben übrigens ein verschobes Bild vom Motorradfahren weil ''Presse und Politik ihnen das so vor gibt.

Es gibt nirgends eine seriöse Statistik die wirklich vergleichbare Gruppen vergleicht. Da werden Hausfrauen die mit ihren Blechdosen nur im Kriechgang innerorts fahren mit Sportmotorrädern in einen Topf geworfen. 

Würde man in anderen Bereichen solche Statistiken machen müßten wir alle bei der Arbeit Highheels tragen, weil definitiv Menschen in Highheels wesentlich seltener Arbeitsunfälle erleiden als Menschen in Sicherheitsschuhen. ;o)

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Ich fahre seit 25 Motorrad. In einer wirklich gefährlichen Situation war ich sehr selten, trotz meiner 150 PS. Allerdings fahre ich mit einem völlig anderen Bewusstsein als wenn ich im Auto sitze. Ich rechne immer damit, dass mir jemand die Vorfahrt nimmt oder ich übersehen werde. 170 auf der Landstraße hat man öfter mal drauf, aber niemals, wenn die Straße unübersichtlich ist, oder Autos meine Geschwindigkeit unterschätzen könnten. Mein Sohn wird demnächst auch mit dem Führerschein beginnen. Natürlich habe ich auch Angst um ihn, werde aber versuchen, ihm bei gemeinsamen Touren die entsprechende Praxis zu vermitteln.

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es geht gar nicht um die objektive gefährlichkeit, sondern nur um die subjektive deiner eltern. wenn die ihre lebensängste so ausleben müssen, dass du wegen ihren ängsten nicht motorrad fahren darfst, kannst du nur warten bis du 18 bist. ab 18 bleibt dir noch genug zeit um ein erfülltes motorradfahrerleben zu starten.

annokrat

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Kommentar von Effigies
27.12.2015, 22:13

Irrationale Ängste lassen sich aber auch schön manipulieren.   ;o)

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Es kann überall was passieren. Man muss halt aufpassen :)

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Ja ist es und wer was anderes behauptet lügt ganz einfach oder redet es sich schön. Man kann auch der beste Fahrer sein, es gibt immer Faktoren, die plötzlich eine Situation ändern können. Viele Motorradunfälle passieren auch durch Fremdverschulden, sprich der Motorradfahrer wird einfach übersehen etc. und ist nicht mal schuld am Unfall.

Auch wenn selbst Motorradfahrer sagen es sei nicht gefährlicher als das überqueren der Straße, dann belügen sie sich selbst, weil sie es sich selbst das nicht eingestehen wollen.

ABER: Man lebt sein leben. Es kann durchaus immer etwas passieren, nicht nur beim Motorrad fahren. Man kann sich vot jeder Gefahr abschotten, da Haus nie verlassen etc. Aber dann hat man nicht gelebt, sondern seine Zeit sinnlos vergeudet. Man kann das Unfallrisiko durchaus verringern, aber eine Gefahr bleibt immer und die ist auf dem Motorrad wie die Statistik zeigt am höchsten. Wenn man sich dem bewusst ist uns sich auch so verhält, dann spricht auch nichts dagegen.

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Kommentar von Effigies
27.12.2015, 14:19

Ich bin schon 2x auf dem Motorrad einfach übersehen und umgefahren worden.

Es haben aber auch schon 5 Heudeus mein Auto  nicht gesehen und sind  dagegen gefahren (und ich fahr keine kleinen unauffälligen Autos) . 4 Pfosten haben mich mit den Fahrrad umgenietet und 2 haben  mir als Fußgänger ne unfreiwillige Mitfahrgelegenheit angeboten. So gesehen war das Motorrad also am Ungefährlichsten.

btw hab ich auch schon erlebt wie ein Mann im 4. Og auf seinem Balkon von einem LKW angefahren wurde .......

Man kann sich vot jeder Gefahr abschotten, da Haus nie verlassen etc.

Der bei weitem häufigste Unfalltod ist der Haushaltsunfall.

und die ist auf dem Motorrad wie die Statistik zeigt am höchsten.

Wenn es ne taugliche Stastistik gäbe. Die existiert aber leider nicht. Ich versuche schon lange mal taugliche Zahlen zu bekommen, aber niemand hat ein Interesse daran

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