Oh. Da gibt es so einiges, aber das gilt nicht nur für Fanfictions/Geschichten auf Wattpad, sondern überall.

Was mich mehr und mehr nervt ist die schludrige Rechtschreibung und Grammatik, die dort so herrscht (Wobei das natürlich längst nicht für alle Autoren dort gilt). Ganz besonders aufregen tut es mich, wenn der Autor ständig das/dass, den/denn, wen/wenn, ein/eine, usw. verwechselt. Wenn man das nicht kann ist das eine Sache, aber muss man das dann so der Allgemeinheit vorsetzen? Dafür gibt es doch Beta-Leser und oftmals bieten sich Leser schon von sich aus an, wenn sie so etwas sehen.
Muss also nicht sein.

Ich platze auch nicht gerade vor Begeisterung, wenn Autoren keine oder komplett irritierende Absätze machen. Da vergeht mir die Lust am lesen. Auch weil ich dann denke, dass es nicht viel Arbeit wäre da ein paar Absätze einzufügen.

Was für mich generell gar nicht geht:

  • Aussagen wie "Don't like, don't read"
  • Bilder mitten im Text a la "Das hat der Charakter gerade an"
  • Autorenkommentare in Klammern
  • Smileys

Jedes Mal, wenn ich so etwas sehe, verspüre ich den Drang danach meinen Kopf gegen die Tischplatte zu donnern. Oder wahlweise den des Autors...

Was ich auch nicht leiden kann:

  • Komplett großgeschriebene Wörter
  • Satzzeichen, die in Rudeln daherkommen
  • Ständige Tempus-Fehler
  • Bandwurmsätze
  • POV-Ankündigungen

Pseudo-dramatische Vergangenheiten der Hauptfiguren sind auch so eine Sache. Ich habe nichts dagegen, wenn Figuren keine tolle Vergangenheit haben, aber dann soll das doch bitte auch eine ernsthafte Rolle in der Geschichte spielen und nicht nur dazu dienen beim Leser Mitleid hervorzurufen (was meist eh nicht funktioniert).

Klischeehafte Anfänge, die man schon tausendmal gelesen hat, lassen mich inzwischen auch schnell die Augen verdrehen. Muss denn jede Geschichte mit dem Aufstehen und den darauffolgenden Morgenritualen des Protagonisten anfangen? Das ist so einfallslos und ausgelutscht.

Bezogen auf Fanfictions, gibt es vier Dinge, die ich ganz furchtbar finde:

Zum einen sind das Canonfiguren, die zwar denselben Namen tragen wie die Charaktere im Original, aber ansonsten nicht mehr wiederzuerkennen sind. Dass man Figuren, de nicht aus eigener Feder stammen, nicht immer zu 100% authentisch darstellen kann ist klar, aber die grundsätzlichen Wesenszüge sollten immer erhalten bleiben. Leider scheitern an diesem Punkt viele Autoren bereits. Da wird dann Harry Potter zum klassischen Badboy, der reihenweise Mädchenherzen bricht, Darth Vader geht auf Kuschelkurs und sammelt heimlich Stoffhäschen, usw.

Das Zweite wären so genannte OCs (OC=Own Charakter). Ich habe absolut nichts gegen eigene Figuren in Fanfictions. Eigentlich lese ich das so gar sehr gern. Aber!
Zum einen sollte ein OC niemals dazu dienen eine Originalfigur zu ersetzen/verdrängen und zum zweiten gerät dieser leider oftmals viel zu "perfekt". Solche Figuren wissen dann plötzlich alles besser, können alles besser, haben deutlich mehr Stärken als Schwächen und stellen alles bisher Dagewesene in den Schatten.
Nope. Das macht wirklich keinen Spaß.

Das Dritte fällt indirekt auch in die Kategorie OC: Familienmitglieder, die es eigentlich nicht gibt (und rein logisch betrachtet auch nicht geben kann). Das ist tatsächlich so ein Plot, den ich absolut hasse. Da tauchen plötzlich massenhaft Geschwister, Töchter und Söhne wichtiger Figuren auf und kein Mensch weiß, wo die plötzlich herkommen sollen. Wird auch selten logisch erklärt, weil ja... ist halt so. Das Schlimme daran ist, dass sie dann oftmals auch noch alles an sich reißen.

Das Vierte: Wenn die Gegebenheiten innerhalb der Welt einfach ignoriert werden. Wenn Jon Snow mal eben sein Handy zückt, um Tyrion Lannister eine Whatsapp-Nachricht zu schicken, kann man das doch wirklich nicht mehr ernst nehmen... Solche Patzer liest man allerdings erschreckend oft. Ich las vor einer Ewigkeit mal eine Naruto-Fanfiction, die auch in der Originalwelt spielte. Da tranken psychopathische Massenmörder dann edlen Wein miteinander in ihrem "Geheimquartier" (Das eher an ein Schloss erinnerte) und besabberten die Protagonistin in ihrem Ballkleid. Na klar...

Nun ja. Mir würden sicher noch mehr Dinge einfallen, aber das sind die Hauptpunkte, die mich persönlich stören.

Was stört dich denn?

Liebe Grüße

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Also, wenn dein Programm keine Rechtschreib-/Grammatikprüfung hat, lad dir doch einfach ein anderes runter? Beliebt sind hier OpenOffice und LibreOffice, wenn man kein Geld ausgeben möchte. Die Korrektur ist allerdings bei beiden nicht einwandfrei. Ein wenig Eigenleistung braucht es trotzdem.

Das mit der sprachlichen Übersetzung würde ich mir an deiner Stelle aus dem Kopf schlagen. Entweder du machst dir die Arbeit und übersetzt es selbst oder lässt es dir von jemandem übersetzen, der weiß was er tut. Ich würde so etwas niemals einem Programm überlassen... wer weiß, was da am Ende bei raus kommt.

Liebe Grüße

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Natürlich gibt es die. So wie es eben auch Menschen wie dich gibt, die eher zurückhaltend sind. Meine beste Freundin beispielsweise gehört zu den offenen, kommunikativen Typen und daher ergänzen wir uns auch sehr gut.
Am leichtesten kommt man immer durch Gemeinsamkeiten ins Gespräch. Da erübrigt sich dann auch das mit dem Smalltalk, weil man ja Dinge hat, über die man sich unterhalten kann. Wenn es also Dinge gibt, die dich begeistern oder besonders interessieren, suche nach Gleichgesinnten mit denen du dich darüber austauschen kannst (zum Beispiel in Gruppen, Foren o.Ä.). Das ist deutlich erfüllender als dieses ständige "Standardgelaber". Macht mehr Spaß und sorgt für tiefergehende Bindungen.

Liebe Grüße

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Wenn die Schreibblockade aufgrund der hagelnden Kritik entstanden ist, wirst du nicht drum herum kommen, dich damit auseinanderzusetzen, nachdem du etwas emotionalen Abstand gewonnen hast.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es besonders Anfänger sehr hart trifft, wenn sie plötzlich mit Kritik konfrontiert werden. Das ging mir damals nicht anders. Man ist aufgewühlt, traurig, enttäuscht und vor allem verdammt verunsichert.

Aber, und das wird dir jeder erfahrenere Autor bestätigen, konstruktive Kritik ist das Beste, was dir passieren kann. Ja, das will keiner hören. Ist mir schon klar. Natürlich werden wir für unsere geistigen Ergüsse lieber umjubelt. Wer sehnt sich nicht nach Bestätigung und Anerkennung? Das ist völlig normal.
Aber letztlich ist es die Kritik, die dafür sorgt, dass du dich als Autor/in weiterentwickelst und besser wirst. Wenn dir nie jemand sagt was du falsch machst oder was du besser machen könntest, kannst du nicht daran wachsen. Deshalb sollte man eigentlich dankbar für jeden Tipp sein, den man so bekommt. Der mag nicht immer nett verpackt sein, aber das spielt gar keine Rolle. Für dich sind nur die Fakten dahinter interessant, nicht das drum herum.

Jemand kritisiert deine mangelnde Rechtschreibung und Grammatik? Ist kein Drama, da kann man dran arbeiten. Oftmals hilft es schon den Text durch ein Programm mit Rechtschreib- und Grammatiküberprüfung zu jagen. Oder, wenn gar nichts mehr hilft, sucht man sich einen Beta-Leser. Ist keine Schande, dafür gibt es solche freiwilligen Helferlein, die das Ganze für einen korrigieren und auch anderweitig Unterstützung anbieten.
Dasselbe gilt für fehlende oder falsch gesetzte Absätze/Zeilenumbrüche, falsche Verwendung von der gewählten Erzählperspektive, Tempus-Fehlern, usw. Lässt sich alles relativ problemlos bereinigen. Man muss nur ein wenig Arbeit investieren. Schreiben bedeutet nun einmal auch Arbeit, nicht nur Vergnügen.

Schwieriger wird es, wenn sich viele Logiklücken im Plot finden, die Figuren flach sind und der Plot langweilig/vorhersehbar/whatever ist. Oder auch, wenn einem gesagt wird, dass man viel zu wenig beschreibt, die Dialoge gestellt klingen, etc.
Gerade als Anfänger kann man mit solchen Aussagen oft nicht viel anfangen. Und hier muss man auch deutlich mehr Arbeit investieren, um diese "Probleme" zu lösen.
Dafür muss man erst einmal wissen wie man es besser machen könnte. Idealerweise beinhaltet konstruktive Kritik bereits Vorschläge hierzu, ist aber leider nicht immer der Fall. Man muss also selbst ran, sich informieren, Beispiele durchwälzen und das Ganze dann auch noch lernen umzusetzen. Wissen ist das Eine, es nutzen zu können eine ganz andere Sache. Das erfordert Übung und Zeit.

Es ist übrigens auch keine Schande andere User, die dich kritisiert haben, privat anzuschreiben und um Tipps zu bitten oder auch mal zu fragen, ob sie über deinen neuen Versuch mal drüberschauen würden. So entstehen Kontakte zu anderen Autoren, die sich übrigens in der Regel liebend gern über solche Dinge austauschen. Immerhin haben dort ja alle das selbe Hobby. Zumal dich das auch unheimlich sympathisch macht und zeigt, dass du kritikfähig bist und es besser machen möchtest.

Nun gibt es auch gewisse Dinge, bei denen die Meinungen einfach weit auseinandergehen. Der Schreibstil ist zum Beispiel so eine Sache, wobei Anfänger oft noch gar keinen eigenen Stil besitzen, da sich dieser erst mit der Zeit entwickelt. Nichtsdestotrotz darf man als Autor Kritik auch hinterfragen. Man darf eine eigene Meinung haben und zu dieser auch stehen. Selbstverständlich. Man kann es sowieso nie allen recht machen.

Mein Tipp an dich bezüglich Kritik: Aufmerksam lesen, durchatmen, liegen lassen, nochmal lesen und dann Punkt für Punkt durchgehen. Nicht alles auf einmal, das erschlägt einen nur und man verfällt dem Gedanken, dass sowieso alles scheiße ist, was man schreibt.
Am besten fertigst du dir ein extra Dokument an und erstellst dir eine Liste mit den Dingen, die kritisiert wurden, in deinen eigenen Worten. Dann ist es auch nicht mehr so verletzend das jedes Mal zu lesen. Dann nimmst du dir einen Punkt vor, begutachtest deinen Text darauf kritisch und entscheidest, ob du dem zustimmst und etwas daran änderst oder nicht. Falls ja: überarbeiten. Falls nicht: Lösch es von deiner Liste. Dann kannst du das abhaken und zum nächsten Kritikpunkt übergehen. Schritt für Schritt.

Gerade am Anfang lernt man unfassbar viel. Und wenn man dafür offen ist, entwickelt man sich auch sehr schnell weiter. Du wirst selbst merken, dass deine Texte mit der Zeit immer runder und die kritischen Stimmen immer weniger werden. Und es gibt nichts Schöneres als das Kompliment eines Lesers bezüglich deiner offensichtlichen Fortschritte.

Und noch ein genereller Tipp, damit der Spaß nicht verloren geht:
Arbeite in mehreren Schritten. Nicht alles, was du gerade fertig getippt hast, muss sofort hochgeladen werden. Schreib dein neues Kapitel ganz unbefangen, egal wie schlecht es dir vorkommen mag, egal wie viele Fehler sich einschleichen, ganz ohne Wertung. Schau dir gar nicht erst an, was du da schreibst. Schreib es dir von der Seele, bis das Kapitel beendet ist. Hier soll der Spaß komplett im Vordergrund stehen.
Dann legst du eine Pause ein.
Und wenn du so weit bist, setzt du dich noch einmal an dieses Kapitel und überarbeitest es, korrigierst Fehler, füllst Lücken, ergänzt und streichst, formulierst um, bis du für dich mit dem Ergebnis zufrieden bist.
Eigentlich sagt man ja "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen", aber hier läuft es genau umgekehrt.

Was ich dir zum Abschluss noch sagen möchte:
Nimm dir Kritik nicht zu sehr zu Herzen. Das ist keine Kritik an deiner Person, sondern an der handwerklichen Umsetzung deiner Geschichte. Ein Handwerk kann (und muss) man lernen. Wir haben alle schon grottenschlechte Geschichten geschrieben. Man spricht nicht umsonst gern von typischen Anfängerfehlern.
Also nein, es liegt nicht daran, dass du kein Talent besitzt, all deine Ideen schlecht sind oder du es schlicht nicht kannst. Es fehlt dir nur an Erfahrung und Wissen. Beides kann man sammeln.
Lass dich dadurch also nicht entmutigen.
Glaub mir, in ein paar Jahren wirst du auf diese Geschichte zurückblicken und darüber lachen. Vielleicht so gar schon in ein paar Monaten.
Dran bleiben lohnt sich!

Liebe Grüße

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Am Anfang geht es nicht zwangsläufig darum Spannung aufzubauen. Das Wichtigste ist, das Interesse des Lesers zu wecken und zu halten/steigern. Es muss also vor allem interessant sein, neugierig machen, Fragen aufwerfen.
Gleichzeitig sollte am Anfang natürlich die Ausgangssituation vorgestellt werden. Also wer ist die Protagonistin/der Protagonist und wie sieht ihr/sein Umfeld aus?

Im Grunde ist also alles erlaubt, nur langweilig darf es nicht sein. Daher ist es auch keine gute Idee mit dem Aufwachen und darauffolgenden Morgenritualen (Anziehen, Zähne putzen, duschen, frühstücken,...) zu starten. Das interessiert Leser schlichtweg nicht.

Dafür braucht man auch nicht zwingend einen Prolog oder Ähnliches. Das hängt aber stark davon ab was und in welchem Genre du schreiben möchtest.

LG

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Nein, das ist nicht ganz richtig.
Jeder Protagonist ist zwar ein Charakter, aber nicht jeder Charakter ist ein Protagonist.
"Charakter" ist ein allgemeiner Begriff für sämtliche Figuren eines Werkes, unabhängig davon was für eine Rolle sie spielen.
Als Protagonist hingegen wird nur die Figur (wahlweise auch mehrere Figuren) bezeichnet, die im Zentrum der Geschichte steht. Also die Figur, um die sich letztlich alles dreht. Selbiges gilt für den Gegenspieler, also den Antagonisten.

LG

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Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Das ist abhängig davon wie lang deine Kapitel im Durchschnitt sind, wie viel Zeit du zum Schreiben hast oder ob du bereits die ganze Geschichte komplett fertiggeschrieben hast (was meiner Meinung nach der Idealfall wäre). Auf falsche Versprechungen deinen Lesern gegenüber würde ich beispielsweise gänzlich verzichten. Mit Aussagen wie "Jede Woche kommt ein neues Kapitel" sollte man sehr vorsichtig sein, wenn die Geschichte nicht tatsächlich bereits fertig auf dem Rechner liegt und man sie eben nur noch kapitelweise hochladen muss. Dafür ist das Leben zu unvorhersehbar. Du könntest mittendrin in eine Schreibblockade geraten, plötzlich weniger Zeit zum Schreiben haben, usw.

Dann stellt sich auch die Frage wie geduldig du bist. Gerade junge Autoren können oft gar nicht anders als ihre neu geschriebenen geistigen Ergüsse sofort online zu stellen. Schaffst du es denn dein neues Kapitel einige Tage zurückzuhalten, bevor du es veröffentlichst?
Grundsätzlich wäre das empfehlenswert, da man in der Zwischenzeit bereits am nächsten Kapitel arbeiten könnte und so, selbst wenn es zeitlich mal eng wird, bereits etwas vorgearbeitet hat.
Im Zweifelsfall würde ich einen Intervall wählen, der dir mehr Zeit verschafft als es notwendig wäre.

Nun, wie gesagt ist hier auch die Länge eines Kapitels ausschlaggebend. Kein Leser möchte zwei Wochen auf ein neues 500-Wort-Kapitel warten müssen, das eigentlich schnell geschrieben ist. Reden wir hier von längeren Kapiteln (2000-5000 Wörter), kommt es eben wieder auf deine Geschwindigkeit an, aber hier werden Leser auch eher Verständnis dafür haben, wenn es eben nur einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen ein neues Kapitel gibt.

Nun, wie gesagt, ich persönlich bin eher ein Fan davon seine Geschichten erst einmal komplett fertigzuschreiben und sie dann, Kapitel für Kapitel, in regelmäßigen Abständen hochzuladen. Ich weiß, dass das sehr viel Geduld erfordert, aber das hat im Grunde nur Vorteile, sowohl für Autoren wie auch für die Leser.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Im Endeffekt ist es auch nicht verheerend schlimm, wenn man unregelmäßig neue Kapitel hochlädt, solange die Abstände nicht allzu groß werden. Nach mehreren Wochen/Monaten ist man als Leser einfach aus der Geschichte raus und muss nochmal von vorn lesen. Ist eine Geschichte wirklich gut, tut man das auch. Einmal. Vielleicht zweimal. Aber irgendwann eben auch nicht mehr. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Liebe Grüße

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Ehrlich gesagt, gibt es für mich gar keine hässlichen Menschen. Nicht rein optisch betrachtet jedenfalls. Was einen Menschen für mich hässlich macht, sind dann eher Charakterzüge, die ich nicht leiden kann. Und oftmals spiegelt sich das schon in der Ausstrahlung einer Person wider.
Rein körperliche Merkmale sind da für mich persönlich nicht entscheidend.

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Erst einmal: Die perfekte Fanfiction gibt es nicht. So wie es auch den perfekten Roman nicht gibt.

Was muss ich beachten?

Müssen tust du gar nichts. Es macht aber durchaus Sinn die Grundlagen des Schreibens zu kennen und auch umzusetzen. Dazu gehören unter anderem:

  • Korrekte Rechtschreibung und Grammatik nach bestem Wissen und Gewissen
  • Sinnvolle Textgliederung (Absätze, Zeilenumbrüche)
  • Korrekturlesen, bevor man seine Werke irgendwo veröffentlicht
  • Wechselnde Satzanfänge
  • Verzicht auf verwirrende Schachtelsätze oder wirre Formulierungen

Hinzu kommen handwerkliche Aspekte, mit denen man sich auseinandersetzen sollte, wenn man eine gute Geschichte schreiben möchte:

  • Angenehmer Schreibstil
  • Nutzung von verschiedenen Stilmitteln, die dem Autor liegen
  • Ein ausgewogenes Verhältnis von Beschreibungen, Handlung und Dialogen
  • Spannung und Atmosphäre erzeugen
  • "Show, don't tell" verstehen und nutzen
  • Den roten Faden der eigenen Geschichte kennen
  • Figuren ausarbeiten, perfekte Charaktere vermeiden
  • Starke Verben einsetzen, statt den Text mit Adjektiven und Adverbien vollzukleistern
  • Die Geschwindigkeit der Geschichte bewusst beeinflussen
  • u.v.m.

Und da für Fanfictions noch einmal gesonderte "Regeln" hinzukommen:

  • Kenne das Fandom, in dem du schreibst sehr gut

Das bedeutet, dass du wissen solltest wie die Figuren ticken, was in deren Welt möglich ist und was nicht. Das sind Dinge, die nicht einfach verändert werden und wenn doch, sehr gut erklärt werden sollten.

  • Halte dich an die vorgegebenen Charaktere, statt sie zu verbiegen

Zugegeben, wenn die Figur nicht komplett aus eigener Feder stammt, ist es schwer diese zu 100% authentisch zu schreiben. Das ist auch nicht schlimm. Die grundsätzlichen Wesenszüge der Canonfiguren sollten jedoch immer erhalten bleiben, damit sie auch noch als diese identifizierbar sind. Also kein Darth Vader, der fröhlich summend über Blumenwiesen hüpft oder plötzlich seine unglaublich romantische Seite entdeckt.

  • Halte dich an die vorgegebene Welt, in der sie sich bewegen

Gilt natürlich nur für den Fall, dass du keine AU schreibst. Wenn innerhalb des Originalwerks klargestellt wird, dass etwas nicht möglich ist, dann ist es auch nicht möglich. Punkt. Man sollte sich auch ein wenig mit dem World-Building beschäftigen, also in etwa die Orte kennen, von denen man schreibt (welche Wetterbedingungen herrschen dort, wie lange braucht man von A nach B, etc).

  • Erschaffe keine übermächtigen Charaktere

Gerade im Anime Bereich stolpert man leider sehr häufig über eigene Figuren, so genannte OCs, die komplett übermächtig geraten sind und jede bisher dagewesene Figur in den Schatten stellen. Ich weiß nicht, ob man den Charakter damit interessanter wirken lassen möchte, aber in der Regel sind Leser davon eher genervt.
Wenn man schon eigene Figuren einfügen möchte, wo ich grundsätzlich auch nichts gegen einzuwenden habe, sollten diese nicht dazu dienen andere Charaktere zu ersetzen, sondern sie sollten sich bestenfalls nahtlos in das Original einfügen, sodass man als Leser das Gefühl bekommt: Ja, das hätte tatsächlich so sein können. Sie sollten ihren eigenen Zweck erfüllen, nicht den eigentlichen Helden ersetzen.

Liebe Grüße

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Das lässt sich so pauschal immer nicht beantworten, da man nicht zu sehr in Schubladen denken sollte.
Ein Liebesroman ist eben auch nur ein Roman. Was also in jedem Fall da sein muss, ist ein übergeordneter Konflikt. In deinem Fall also etwas, das die beiden Protagonisten daran hindert zusammen zu sein.
Das können äußere Umstände sein, Figuren, die dem Ziel der Protagonisten im Weg stehen oder auch starke innere Konflikte wie beispielsweise große Ängste. Dieser Konflikt sollte sich von Anfang bis Ende durch die Geschichte ziehen. Die Überwindung dessen (wenn überhaupt), sollte dann den Höhepunkt, also das Finale darstellen.
Aus einem großen Konflikt, ergeben sich dann in der Regel viele kleine, an denen die Protagonisten im Mittelteil wachsen.
Nun sollte man allerdings aufpassen, dass die Motivation der Figuren auch groß genug ist (und bleibt), um die Hürden auch überwinden zu wollen, sonst wird es schnell unglaubwürdig.

Daher ist es durchaus sinnvoll sich vorab Gedanken darüber zu machen, worüber genau man schreiben möchte, zu wissen, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Das bezeichnet man dann als "roten Faden". Weiß man das nicht, läuft man Gefahr sich in seiner eigenen Geschichte zu verlieren und nie zum Punkt zu kommen. Das wird für Leser schnell langweilig.

Ansonsten denke ich nicht, dass es ein Rezept dafür gibt, was alles in eine Liebesgeschichte gehört.
Natürlich könnte man jetzt sagen, dass Kuss- und Sexszenen auf jeden Fall dazugehören, das sehe ich allerdings anders. Hinein gehört vor allem eine ordentliche Portion Gefühl. Und abseits davon, sind starke, sympathische Figuren wichtig, um die Geschichte tragen zu können. Mit Dramen verhält es sich ähnlich.

Alles andere obliegt deiner Fantasie.

Liebe Grüße

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Hier findest du unterschiedliche, auch noch sehr aktive RPG-Foren, man muss nur ein wenig suchen: Die größten Foren bei Xobor
Die meisten Foren haben auch andere Foren auf ihrer Seite verlinkt. Ganz unten kann man in der Regel sehen wie viele online waren, wie viele Postings es gibt, etc.

Ansonsten könntest du hier noch stöbern: CSB 2.0 (strawberrycheesecake.net)
Ich weiß nicht wie aktiv die Foren noch sind, die dort unter "Werbefläche" verlinkt wurden, aber reinschauen kostet dich ja nichts.

Liebe Grüße

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Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum du direkt am Anfang überhaupt eine Sexszene platziert hast. Du hättest auch locker direkt danach einsteigen können, als sie bereits fertig waren. Ich an deiner Stelle würde sie streichen.

Und ja, ich gebe dir recht: besonders gelungen ist sie nicht. Mit Erotik oder Sinnlichkeit hat das jedenfalls nicht viel zu tun. Dafür scheust du dich viel zu sehr davor im Dreck zu wühlen, die Dinge beim Namen zu nennen. Als Leser hatte ich irgendwie das Gefühl, dass es dir schon unangenehm war, den Zungenkuss näher zu beschreiben. Wenn man Erotik schreiben möchte (worauf ich mich beziehe, weil du die Geschichte entsprechend markiert hast), ist es nicht sinnvoll alles blumig zu umschiffen. Das erzeugt beim Leser keine Atmosphäre. Im Gegenteil. Im schlimmsten Fall fängt man an zu lachen oder empfindet gar Fremdscham.
Da ist es mir persönlich lieber, wenn der Autor entsprechende Szenen nur andeutet und dann ausblendet, wenn es nötig ist. Das ist es zu Beginn des ersten Kapitels aber ganz gewiss nicht.

Abgesehen davon macht es mir die Formatierung ehrlich gesagt sehr schwer, die Geschichte überhaupt zu lesen. Ich würde dir dringend empfehlen, gerade bei den Dialogen, mit mehr Zeilenumbrüchen zu arbeiten. Dann wirkt das Ganze auch nicht mehr so zusammengewürfelt, sondern etwas strukturierter. Dialoge im Blocktext sind anstrengend zu lesen.

Ansonsten machst du einiges instinktiv schon ganz gut. Du beginnst nicht jeden Satz immer gleich, hast, denke ich, ein ganz gutes Gespür für anständige Formulierungen, du versuchst dich an Metaphern, usw.
Ja, alles noch ausbaufähig und etwas unbeholfen, aber das ist auch gar nicht schlimm. Das kommt mit mehr Erfahrung und entsprechendem Feedback.

Ich bin mal so frei und lasse dir einen Link zu einer Kolumne da, die mir damals sehr geholfen hat mich weiterzuentwickeln:

Von Wörterschrottplätzen und geistigem Dünnschiss – Ein Schreibratgeber :: Kapitel 1 :: von Opisthocomus :: Prosa > Kolumnen | FanFiktion.de

Vielleicht hilft sie dir ja auch ein wenig weiter.

LG

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Puh. Ich finde es ehrlich gesagt etwas anmaßend zu behaupten, man könne Gedanken nur in Anführungszeichen zum Ausdruck bringen. Das ist Blödsinn. Das kann man machen, ja. Ich persönlich mag das beispielsweise nicht.
Der Dialog wird bereits durch Anführungszeichen gekennzeichnet, sodass man auf Begleitsätze definitiv nicht mehr verzichten verzichten kann, wenn man Verwirrungen vorbeugen möchte. Das wiederum schränkt einen sehr in der Wahl seiner Formulierungen ein und kann zu einem eintönigen Schreibstil führen. Das ist natürlich auch abhängig davon wie viel man mit Dialogen und direkten Gedanken arbeitet.
In der Ich-Perspektive beispielsweise müsste man Gedanken gar nicht kennzeichnen, da das in der Regel selbsterklärend ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Nichtsdestotrotz gibt es verschiedene Möglichkeiten Gedanken darzustellen:

Man kann die Gedanken einer Figur direkt in den Fließtext einbauen:
Laut fluchend feuerte sie ihre Tasche durch den Raum und stampfte in die Küche, während sie darüber nachdachte in was für einem Albtraum sie gelandet war. Das konnte doch gar nicht wahr sein! ...

Mann kann einfache Anführungsstriche verwenden:

'Das kann einfach nicht wahr sein! Das ist ein Albtraum! Ein einziger Albtraum!' Laut fluchend feuerte sie ihre Tasche durch den Raum und stampfte in die Küche...

Man kann Kursivschrift verwenden:

Das kann einfach nicht wahr sein! Das ist ein Albtraum! Ein einziger Albtraum! Laut fluchend feuerte sie ihre Tasche durch den Raum und stampfte in die Küche...

Einige Hobbyautoren haben das auch mit anderen Sonderzeichen gelöst:

//Das kann einfach nicht wahr sein! Das ist ein Albtraum! Ein einziger Albtraum!// Laut fluchend feuerte sie ihre Tasche durch den Raum und stampfte in die Küche...

*Das kann einfach nicht wahr sein! Das ist ein Albtraum! Ein einziger Albtraum!* Laut fluchend feuerte sie ihre Tasche durch den Raum und stampfte in die Küche...

[Das kann einfach nicht wahr sein! Das ist ein Albtraum! Ein einziger Albtraum!] Laut fluchend feuerte sie ihre Tasche durch den Raum und stampfte in die Küche...

Ich persönlich bin da kein so großer Fan von und diese Varianten eignen sich auch nur für den hobbymäßigen Gebrauch (zum Beispiel für Online-Portale wie Wattpad), aber Möglichkeiten gibt es genug. Da die letzten drei Varianten nicht gerade typisch sind, kommt auch hinzu, dass man das vielleicht vorab ankündigen/erklären müsste.
Ich für meinen Teil bevorzuge die gute, alte Kursivschrift für Gedanken. Eine festgeschriebene Regel gibt es hierfür allerdings nicht.

LG

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Lässt sich so pauschal tatsächlich nicht beantworten, da das von Schriftart, Schriftgröße, Seitenrändern, etc. abhängt, die du benutzt hast. Als Richtwert kann man sich eher an der Anzahl der Wörter orientieren. 50.000 Wörter liegen im Bereich von etwa 200 Buch-Seiten.

LG

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Den Er/Sie-Erzähler, wie du es nennst, gibt es so gar nicht. Tatsächlich gibt es drei verschiedene Erzählperspektiven, die allesamt in der 3. Person geschrieben werden und sich doch deutlich voneinander unterschieden.
Um es dir etwas leichter zu machen, beschränke ich mich jedoch mal ausschließlich auf die beiden meistgenutzten Erzählperspektiven.

Das, was du meinst, ist der personale Erzähler. Der personale Erzähler beschreibt die Geschichte aus der Perspektive einer einzelnen Figur, ist jedoch nicht die Figur selbst. Das kann man sich eher vorstellen, als würde der Erzähler in die Figur hineinschlüpfen, ihn begleiten und erzählen was die Perspektivfigur denkt, fühlt, tut und wahrnimmt.
Entsprechend spricht der Erzähler nicht von sich selbst.

In deinem Fall müsste das so aussehen:
Das Wort mürrisch passte gut zu ihr. Sie war ihm/ihr oft unsympathisch. So ging es ihm/ihr oft: Er/Sie sah fremde Menschen, wechselte kein Wort mit ihnen und fühlte Ablehnung und Ärger bei ihrem bloßen Anblick. Er/Sie wusste nicht, was ihn/sie an ihr so störte, denn er/sie fand sie nicht schön; es war also kein Neid.

Bei der Ich-Perspektive, die du hier auch verwendet hast, ist die Perspektivfigur selbst der Erzähler. Der Leser erfährt also direkt von der Figur was passiert und was in ihr vorgeht. Sie spricht also von sich selbst.
Im Grunde unterscheiden sich der personale Erzähler und der Ich-Erzähler kaum voneinander, haben auf Leser jedoch unterschiedliche Wirkungen.

LG

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Ich denke nicht, dass es hier feste Regeln gibt welche Füllwörter verwendet werden dürfen und welche nicht. Es ist auch nicht so, dass man gnadenlos alle Füllwörter im Text, wörtliche Rede oder nicht, streichen muss. Man sollte sie nur sparsam und gezielt einsetzen.
Dass man sie komplett streichen soll rührt eher daher, dass man sie viel zu oft unbewusst einsetzt, ohne es zu merken.

Ich denke, es wäre völlig in Ordnung deine Figuren so sprechen zu lassen, wie es zu ihrem Charakter passt. Gewisse Wörter krampfhaft zu meiden, lässt es sonst schnell zu gestellt wirken.

Liebe Grüße

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Man sagt man sollte beim schreiben alles erzählen, jede Sekunde

Wer erzählt denn solchen Unsinn? Das habe ich ja noch nie gehört. Sicherlich mag es Schriftsteller geben, die sehr ausschweifend erzählen, aber ich kenne niemanden, der wirklich jede Sekunde im Leben einer Figur beschreibt. Warum auch? Den Leser interessiert es herzlich wenig, was die Figur täglich isst, was sie so auf dem Klo fabriziert oder Ähnliches.

Ich persönlich würde mich eher aufs Wesentliche konzentrieren und das dann eben ausführlicher beschreiben.

Erzähl deine Geschichte so, wie es sich für dich richtig anfühlt. Es gibt hier kein richtig oder falsch, höchstens kleine Richtlinien an denen man sich orientieren kann.
Jeder Autor hat seinen eigenen Erzählstil und das ist auch gut so.

Liebe Grüße

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Ich persönlich belasse Gedanken immer kursiv, weil die Anführungsstriche bereits für Dialoge verwendet werden und ich so Verwirrungen vorbeugen möchte. Das kann aber jeder machen, wie er möchte. Nur müsste man dann auch immer einen Begleitsatz dranhängen, um eben zwischen Gesagtem und Gedachtem unterscheiden zu können.

Oder geht es einfach so: Komischer Kerl, dachte sie.
Aber dann fehlt einfach der Punkt 😅

Der Punkt fehlt nicht, er ist durch den Begleitsatz lediglich versetzt.

,,Komischer Kerl." ,dachte sie.

Dieser Satz ist im übrigen sowieso falsch. Der Punkt gehört dort einfach nicht hin. Richtig wäre: ,,Komischer Kerl", dachte sie. Begleitsätze können nicht für sich allein stehen.

LG

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Wenn deine Geschichte nach fünf Minuten beendet ist, kann man wohl kaum von einem Buch sprechen. Eher von einer sehr kurzen Kurzgeschichte.
Grundsätzlich muss man sagen: Ja, es gibt durchaus Kniffe, um eine Geschichte ausführlicher zu erzählen, aber.
Aus fünf Minuten würden dann vielleicht maximal 20 werden. Wenn der Plot einfach nichts hergibt, dann kann man das noch so sehr in die Länge ziehen, besser wird es dadurch nicht. Wer nichts zu erzählen hat (inhaltlich betrachtet), kann auch keine langen Geschichten verfassen. Das ist einfach so.

Der Schlüssel zu längeren Texten ist eigentlich simpel wie schwer: Beschreibungen. Eine Geschichte besteht nicht nur aus Dialogen, ausschließlich aus Handlungen oder Beschreibungen. Im Bestfall beinhaltet sie alle Komponenten in einem guten Gleichgewicht.

Dazu gehören unter anderem:

  • Gedanken und Gefühle der Perspektivfigur
  • Beschreibung der Umgebung
  • Beschreibung von Sinneseindrücken der Figur (wie es gerade passt, nicht unbedingt alles auf einmal): Hören, sehen, schmecken, riechen, fühlen (tasten)
  • Handlung
  • Dialoge
  • Mimik und Gestik

Und wenn du dann nicht nur erzählst, sondern mehr zeigst (Show, don't tell; ist zu ergoogeln), sollte jeder Text an mehr Fülle gewinnen.

Liebe Grüße

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Keine bilder

Mich persönlich schrecken Bilder in einer Geschichte generell ab, weil diese dort für mein Empfinden nichts zu suchen haben. Dinge wie das Aussehen der Figuren, die Landschaft usw. gehören mit Worten beschrieben, es sei denn man schreibt ein Bilderbuch.
Über ein Bild am Anfang kann ich noch hinwegsehen, wenn der Rest gut ist, aber bei mehreren, noch dazu mitten im Text, bin ich als Leser ganz schnell wieder weg.

Liebe Grüße

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