Auf was achtet ihr, wenn ihr eine Geschichte auf Wattpad liest

Am Anfang steht immer der Gesamteindruck. Wenn der Titel mit Schnörkeln und merkwürdig verzerrten Buchstaben einherkommt, schaue ich mir die Kurzbeschreibung gar nicht erst an. Dabei erwarte ich nicht, dass der Titel mich direkt vom Hocker haut, aber er sollte fehlerfrei und möglichst prägnant sein. Bestenfalls auch nicht allzu abgegriffen, bzw. oberflächlich. Ich muss nicht noch eine Geschichte lesen, die "Endless Love" oder ähnlich heißt. Ich mag Titel, die neugierig machen und/oder einen Bezug zur Geschichte darstellen (Berühre mich. Nicht., Splitterseele, etc.). Das funktioniert nicht immer, aber ich möchte zumindest den Eindruck haben, dass der Autor sich Gedanken darum gemacht hat, statt das erstbeste zu nehmen, was ihm eingefallen ist.
Die Kurzbeschreibung ist letztlich das, was darüber entscheidet, ob ich in die Geschichte reinschaue oder schulterzuckend weiter durch die Liste scrolle. Rechtschreib- und Grammatikfehler in der KB vergraulen mich sofort. Wenn der Autor es nicht einmal schafft, drei, vier fehlerfreie Sätze zustande zu bringen, stürzen meine Erwartungen in die Tiefe, genauso wie mein Interesse.
Versteh das nicht falsch. Ich habe kein Problem damit, wenn hier und da im Text mal ein Komma fehlt oder sich Tippfehler eingeschlichen haben, die man selbst nach dreimaliger Überarbeitung noch übersehen hat. Aber die Kurzbeschreibung muss sitzen.
Auch inhaltlich. Ganz schlimm finde ich es, wenn Autoren eigentlich gar keine Kurzbeschreibung reinstellen, sondern stattdessen haufenweise mit unsinnigen Fragen um sich werfen. Kann sie ihre Vergangenheit überwinden? Was wird sie tun, wenn diese sie einholt? Und was hat XY mit alldem zutun?
Ist das eine Beschreibung des Inhalts? Nein, ist es nicht. Macht es neugierig? Nein, tut es nicht. Weiß man worum es geht? Nein.
Nein, nein und nochmals: Nein.
Das pflanzt mir nur einen Gedanken in den Kopf: Weiß der Autor selbst nicht worum es geht, dass er mir diese Fragen stellt?
Natürlich ist es schwer eine gute Kurzbeschreibung zu verfassen, die dem potentiellen Leser einen ersten Eindruck des Inhalts vermittelt, ihn neugierig macht, aber nicht spoilert. Das bestreite ich gar nicht. Aber, wie auch beim Titel, möchte ich den Eindruck haben, dass der Autor sich Mühe gegeben hat, dass er sich Gedanken gemacht hat und zumindest versucht, mir seine Geschichte schmackhaft zu machen.

Na ja, so viel zum Gesamteindruck. Das Cover ist mir persönlich gar nicht so wichtig. Auf Wattpad gibt es so viele Geschichten, die schöne Cover haben, aber inhaltlich und stilistisch dafür alles andere als gut sind. Manchmal glaube ich einige Autoren haben mehr Zeit in die Covererstellung gesteckt, als in die Geschichte selbst. Aber gut, ich schweife ab.

Kommen wir zu der Geschichte an sich.

Natürlich ist hier vieles Geschmackssache. Mir muss der Schreibstil gefallen, aber nur weil er mir nicht zusagt, heißt das nicht zwingend, dass er schlecht ist. Ich bin zum Beispiel kein Fan von ellenlangen, blumigen Beschreibungen, andere wollen genau das. Ich mag keine verworrenen Schachtelsätze, andere schon. Ich bin kein Freund von ständigen Perspektivwechseln, andere finden es langweilig nur aus einer Perspektive zu lesen. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Es muss mir gefallen und tut es da nicht, ist das nicht zwingend die Schuld des Autors. Man kann es nicht jedem recht machen.
Das gilt auch für den Inhalt der Geschichte, deshalb werde ich auch da nicht näher drauf eingehen.

Worauf ich von Anfang an sehr achte, ist neben Rechtschreibung/Grammatik die Kapitellänge. Ich lese nichts, was weniger als 1500 Wörter zu bieten hat. Alles darunter ist einfach nichts für mich. Ich möchte in die Geschichte eintauchen, sie erleben, nicht nur kurz oberflächlich streifen. Mein persönliches Ideal liegt hier zwischen 2000 und 5000 Wörtern. Aber auch bei diesem Thema scheiden sich die Geister.

wie wird sie mehr gelesen?

Regelmäßige Updates helfen. Viele Tags auch. Ich persönlich bin kein Freund von Autoren, die ständig mit Eigenwerbung um die Ecke kommen, weil die Geschichte eigentlich für sich sprechen sollte (leider geht das bei Wattpad kaum ohne, weil man sonst komplett in der Masse untergeht). Aber präsent zu sein ist wichtig. Lies und kommentiere die Geschichten anderer, knüpfe Kontakte, antworte auf Kommentare die du bekommst und bedanke dich für das Feedback und vor allem: übe dich in Geduld. Wenn du nicht gerade auf den aktuellen Hype-Train aufspringst, deine Geschichte also thematisch aktuell nicht im Trend liegt, ist das Interesse natürlich entsprechend geringer.
Freu dich einfach über jeden Leser, jeden Kommentar und jedes Sternchen und gehe unbeirrt deinen Weg. Die Aufmerksamkeit kommt mit der Zeit, nicht von heute auf morgen.
Leider geben viele Autoren viel zu schnell auf. Ich habe schon so oft erlebt, dass Geschichten eigentlich gut waren, aber abgebrochen wurden, weil das wenige Feedback ihnen zu frustrierend war.
Und, das muss ich an diesem Punkt wirklich mal sagen, die Anzahl der Kommentare und Sternchen (oder was auch immer) sagt nichts(!) über die Qualität einer Geschichte aus. Es zeigt höchstens, was die breite Masse aktuell am liebsten liest.
Lass dich davon nicht unterkriegen.

LG

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Also ich erinnere mich noch gut daran, dass mich die deutsche Synchro bei Naruto erst nicht gestört hat. Da ich jedoch wissen wollte wie es weitergeht, Shippuden aber noch nicht fertig synchronisiert war, musste ich ja mit japanischer Synchro weiterschauen. Und was soll ich sagen? Für mich lagen Welten dazwischen! Ich fand die japanische Fassung viel authentischer und berührender. Versteh mich nicht falsch, ich mag die deutschen Stimmen in Naruto. Aber vieles wirkte im Nachhinein zu zurückhaltend auf mich. Die Stimmung war im japanischen einfach intensiver.
Selbes ist mir bei Attack on Titan passiert. bei der japanischen Fassung hatte ich sofort Gänsehaut. In deutsch war das deutlich weniger packend, zumindest für mein Empfinden.
Es gibt allerdings auch Anime, dessen deutsche Synchro so gut ist, dass ich diese so gar bevorzugt habe (Food Wars, Erased, Samurai Champloo, Death Note, etc.). Nicht, weil die japanische Fassung schlechter wäre, sondern weil es angenehmer ist ohne Untertitel zu schauen. Aber bei sehr emotionalen und actiongeladenen Anime, kommt es im japanischen einfach meist besser.

Mein Freund hingegen mag jap dub nicht, weil für ihn alles im japanischen zu übertrieben klingt. Da werden wir uns wohl nie einig.

Probier es einfach aus. Du wirst ja dann sehen, ob das etwas für dich ist oder nicht.

LG

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Hi!

Also, bevor ich näher auf den Text eingehe, möchte ich gern noch etwas Anderes loswerden. Mir ist nämlich aufgefallen, dass du gestern einiges an Kritik einzustecken hattest, vor allem was den Inhalt betrifft.
Bitte, bitte lass dich davon nicht entmutigen. Solche Reviews sind das Beste, was dir passieren kann. Die Autorin (ich vermute jetzt einfach mal, dass sie weiblich ist) hat sich immerhin die Mühe gemacht, zu drei Kapiteln ein recht ausführliches Review zu schreiben und das würde sie nicht tun, wenn sie keinen Potenzial in deinen Texten erkennen würde (Positives war ja auch dabei).
Am Ende sind kritische Reviews besser, als die Quietschkommentare, die nur dazu da sind, das Ego zu streicheln. Kritik bringt dich voran. Sie zeigt dir die Schwäche in deinen Texten. Und dass sie im dritten Kapitel feststellte, dass ihr der Verlauf nicht zusagt, ist nicht persönlich zu nehmen. Das passiert ständig und ist keine Schande. Die meisten sagen es nur nicht, sondern verschwinden ohne ein weiteres Wort.
Versuch wirklich es als Kompliment zu sehen, dass es da jemanden gibt, der sich so viel Mühe macht.

Ok, so viel dazu.

Ich sage gleich vorab, dass ich nicht auf den Inhalt eingehen werde. Ich bin kein Fan von Harry Potter. Ich habe die Filme gesehen, fand sie unterhaltsam, mehr aber auch nicht.
Worauf ich etwas näher eingehen möchte, ist der handwerkliche Aspekt.

Zum einen ist mir aufgefallen, dass dein Text wirklich merkwürdig gegliedert ist. Die Absätze wirken auf mich komplett willkürlich, als hätte man sie nur gesetzt, damit es besser aussieht.
Nun ja, das ist immer noch besser als ein kompletter Blocktext, der droht einen zu erschlagen, aber tatsächlich haben Absätze einen tieferen Sinn: sie sollen dem Ganzen Struktur verleihen. Struktur erleichtert dem Leser das Lesen (welch herrlich geistreicher Satz...). Sie macht einen Text leichter verständlich.
Wann also setzt man in der Regel Absätze?
Wenn...

  • ... die sprechende Figur wechselt
  • ... ein Gedankengang beendet ist und ein neuer beginnt
  • ... eine neue Szene beginnt
  • ... ein Zeitsprung/Ortswechsel stattfindet
  • ... ein Satz besonders hervorstechen soll
  • ... ein Dialog beginnt

Szenenwechsel, Zeit- und Ortssprünge kennzeichnet man bestenfalls mit einer(!) Leerzeile dazwischen. Manche Autoren schieben auch eine Zeichenkombination ihrer Wahl dazwischen. Kann man machen, muss man aber nicht.
Mehrere Leerzeilen zwischen zusammenhängenden Texten hingegen, zerreißen ihn. Der Leser denkt automatisch die Szene sei beendet und es irritiert dann festzustellen, dass es doch nicht so ist.
Fazit: Keine so gute Idee.
Zum Glück ist das etwas, das sich ohne viel Aufwand beheben lässt (Yay!).

Okay. Eine andere Sache die mir auffiel: Du wendest die wörtliche Rede oft nicht ganz korrekt an.

"Ich will sie mit dem Verschwindekabinett einschleusen. So können sie mir dann helfen ihn zu töten!" sagte er so leise, dass Colin ihn kaum verstehen konnte. 'Wen will Malfoy töten?' fragte Colin sich. "Fühlst du dich wirklich bereit dazu?" fragte die Frau besorgt "Severus könnte..." "NEIN!" schrie Draco. "Es ist meine Aufgabe! Der dunkle Lord hat sie mir aufgetragen. Und er wird sich da ganz bestimmt nicht einmischen!" zischte der blonde nun etwas leiser.

Richtig (mit Absätzen :p) müsste es so aussehen:

"Ich will sie mit dem Verschwindekabinett einschleusen. So können sie mir dann helfen ihn zu töten!", sagte er so leise, dass Colin ihn kaum verstehen konnte.
'Wen will Malfoy töten?', fragte Colin sich.
"Fühlst du dich wirklich bereit dazu?", fragte die Frau besorgt "Severus könnte..." "NEIN!", schrie Draco. "Es ist meine Aufgabe! Der dunkle Lord hat sie mir aufgetragen. Und er wird sich da ganz bestimmt nicht einmischen!", zischte der Blonde nun etwas leiser.

Der Begleitsatz (sagte er, zischte er, etc.) wird in diesem Fall immer mit einem Komma getrennt.
Endet der letzte Satz innerhalb der wörtlichen Rede mit einem Punkt, wird dieser im Gegensatz zu Ausrufe- und Fragezeichen weggelassen.
Das würde dann so aussehen:
"Ich will sie mit dem Verschwindekabinett einschleusen. So können sie mir dann helfen ihn zu töten", sagte er so leise, dass Colin ihn kaum verstehen konnte.

Ich hoffe das war verständlich genug. Hm.
Na ja, zu diesen Begleitsätzen noch etwas anderes: Du verwendest sie viel zu häufig. So häufig, dass man - wortwörtlich - darüber stolpert. So liest sich das einfach nicht flüssig. Man könnte auch sagen: es flutscht nicht. Nein, es nervt so gar.
Wenn du nur aus einer Perspektive schreibst, in deinem Fall aus Colins Sicht, muss nicht extra jedes Mal erwähnt werden, wer da denkt. Wenn sich nur zwei Leute miteinander unterhalten, ist es unnötig in jedem Satz zu erwähnen, wer da spricht (dafür die Absätze, um es verständlicher zu machen). Selbst, wenn mehrere Personen an einem Dialog beteiligt sind, kann man das geschickt umgehen, indem sie sich zum Beispiel direkt mit Namen ansprechen.
Damit will ich gar nicht sagen, dass man auf Begleitsätze komplett verzichten sollte. Blödsinn. Aber zu viel schadet mehr, als es nützt.

Zu viel ist auch das Stichwort für zwei weitere Dinge, die mir ins Auge fielen.
Du benutzt zu viele Ausrufezeichen in Dialogen. Warum ich das für ein Problem halte? Weil es mit zu häufiger Nutzung an Wirkung verliert.
Anfangs störte mich das noch gar nicht so sehr, aber ab dem Zeitpunkt, als er Ginny über den Haufen rennt, fiel es mir extrem auf. Ausrufezeichen über Ausrufezeichen und viele davon wären gar nicht nötig gewesen. Irgendwann hatte ich den Eindruck alle schreien sich ständig gegenseitig an, als wären sie auf Drogen oder sowas.
Die Wahl des Satzzeichens bestimmt eben darüber, wie sich der Leser die Aussprache dessen vorstellt. Das ist wie mit den Absätzen: nicht willkürlich, sondern bewusst einsetzen.

Die andere Sache, die ich meine, sind Wortwiederholungen. Du benutzt zum Beispiel den Namen der Perspektivfigur (Colin) extrem häufig, obwohl klar ist, dass du aus seiner Sicht schreibst. Ich habe das erste Kapitel aus Neugier mal durch eine Online-Analyse gejagt. Colin ist tatsächlich das zweithäufigste Wort, das verwendet wurde. Aber gut, darüber kann man sich noch streiten.

Colin Creevey huschte durch die Nokturngasse. 'Wie bin ich bloß hierher gekommen?' fragte er sich. Alles war hier dunkel. Zwielichtige Gestalten gingen an ihm vorbei und warfen ihm Blicke zu, die ihm das Blut in den Adern gefrieren ließen. Plötzlich sah er jemanden, dem er auch in Hogwarts lieber aus dem Weg ging. Draco Malfoy rannte ihm direkt entgegen. Schnell sprang er hinter zwei Mülltonnen, die direkt neben einem Geschäft namens "Borgin und Burkes". Er sah wie Malfoy in genau diesen Laden hinein huschte.
Wenn Colin es richtig verstanden hatte wollte Malfoy, dass der Besitzer des Ladens namens Borgin irgendetwas für ihn aufbewahrte. Er hatte dem Verkäufer irgendetwas gezeigt was ihm sehr viel Angst machte.
"Deine Brüder haben jetzt einen Laden? Cool!" rief Colin begeistert. Für ihn waren die Weasley - Zwillinge Genies. Ginny führte ihn in den Laden. Es war einfach toll. "Ah, Colin Creevey! Du lässt dich endlich hier blicken!" rief Fred der sofort zu ihnen kam. Oder war es George? "Du bekommst noch deine Belohnung!" rief er fröhlich. 

Das hingegen sind Wortwiederholungen die schlichtweg unnötig sind. Und davon gibt es einige. Keine Schande, passiert mir beim ersten Entwurf auch, aber solche Stellen sollten ausgebessert werden, bevor man seine Texte irgendwo hochlädt. Gerade über Absätze, wie in dem letzten Auszug, stolpert man als Leser dann doch erheblich.
Wenn dir mal kein anderes Wort dafür einfällt, google nach Synonymen. So erweiterst du auch deinen Wortschatz ein wenig.

Okay. Durchatmen.
Wahrscheinlich runzelst du jetzt die Stirn und fragst dich: "Wie, das war noch nicht alles? Ist meine Geschichte so schlecht? Mein Schreibstil so grottig?"
Äh, na ja, so ähnlich würde es mir jedenfalls gehen. Ich huste verhalten.
Jedenfalls würde meine Antwort darauf lauten: Ja. Und nein.
Ich habe schon deutlich Schlechteres gelesen, das muss ich zugeben. Aber auch viel, viel Besseres.
Wenn ich das richtig sehe, hast du noch nicht allzu viel Erfahrung. Jedenfalls hast du deine erste Geschichte letzten Monat hochgeladen, was mich unter anderem zu diesem Schluss führt. Korrigiere mich, wenn ich mich irre. Und ich vermute, du bist auch noch recht jung.
Die Sache ist die: Schreiben muss man lernen. Ja, es gibt Menschen, die ein angeborenes Talent dafür haben, aber auch die müssen lernen. Es fällt ihnen nur leichter. Du nimmst ja auch nicht zum ersten Mal eine Gitarre in die Hand und beherrschst dieses Instrument sofort.
Übung ist alles!
Und wenn du bereit bist an dir zu arbeiten und konstruktive Kritik anzunehmen, statt sie als "hate" abzutun, wie es gern getan wird, wirst du immer besser werden.
Man muss Fehler machen, um aus ihnen lernen zu können.
Und herrjeh, die meisten Fehler, die ich oben aufgezählt habe und unten noch weiterführen werde, hat beinahe jeder in seinen Anfängen gemacht.
Ja, auch ich.
Kommasetzung gehörte zum Beispiel nie zu meinen Stärken (bis heute nicht). Meine erste Fanfiction war fürchterlich, fürchterlich kitschig, der Titel grauenhaft, die Kurzbeschreibung noch grauenhafter und der Inhalt dermaßen stereotypisch und unrealistisch, dass ich es selbst nicht mehr lesen kann. Meine Figuren waren flach und unlogisch. Mein Schreibstil war... okay. Zumindest nicht unterirdisch, aber auch weit entfernt von toll. Auch ich hatte damals Probleme mit der korrekten Anwendung der wörtlichen Rede. Und einige andere, die ich hier jetzt nicht weiter ausführen muss.
Ich frage mich bis heute, wie ich damals auf ganze zehn Reviews kam. Mitleid? Vermutlich.
Was ich damit sagen will: Das ist ganz normal. Jeder kennt diese typischen Anfängerfehler und jeder weiß, dass man sich dessen meist nicht bewusst ist. Niemand wacht eines schönen morgens auf und schreibt wie von Zauberhand Bestseller. So funktioniert das einfach nicht.

So. Genug durchgeatmet? Gut.
Jetzt kommt nämlich der komplexere Teil.

Du beschreibst zu wenig. Viel zu wenig. Du behauptest viel, zeigst aber fast nichts.
Ich sehe, dass du es versuchst und eigentlich auch ein Gespür dafür hast. Zum Beispiel an solchen Sätzen:

Collin schlug sich die Hand vor den Mund.

Ein schöner Satz! Mehr davon!

Auch diese Stelle fand ich recht gelungen:

Noch fünf Minuten. Noch drei. Noch zwei. Eine Minute! Zehn Sekunden. Drei, zwei, eins ZISCH! Im Kamin züngelten wie aus dem nichts grüne Flammen hervor. Und plötzlich kam Arthur Weasley aus dem Kamin getreten. Colin grinste bei dem Gesichtsausdruck seines Dads. Noch mehr musste er grinsen als er sah wie Arthur Weasley sich fasziniert im Wohnzimmer umsah. Sein Grinsen wurde NOCH breiter, wenn das überhaupt ging, als Ginny aus dem Kamin gerauscht kam.

Man könnte an der einen oder anderen Formulierung noch etwas feilen, aber du nimmst den Leser direkt mit in die Situation. Du zeigst, was passiert. Vielleicht hätte man den Gesichtsausdruck des Vaters noch in ein, zwei Sätzen beschreiben können. Egal, ich will nicht abschweifen.
Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass du dich gerne um Beschreibungen drückst. Ob bewusst oder unbewusst sei jetzt mal dahingestellt. Statt beispielsweise zu beschreiben, wie der Laden aussieht, den Ginny ihm zeigt, behauptest du nur er sei toll. Der Leser kann sich darunter nichts vorstellen, es entsteht kein Bild im Kopf.
Vermutlich wirst du jetzt so etwas denken wie: warum soll ich den auch beschreiben? Meine Geschichte richtet sich an Harry Potter Fans und die wissen ja schon, wie der Laden aussieht.
Da kann ich dir nicht einmal widersprechen, tue es aber dennoch.
Beschreibungen sind wichtig, damit Atmosphäre entsteht. Du musst nicht jede Ecke beschreiben, aber zumindest den Gesamteindruck, den Colin hat, grob umreißen. Sind viele Menschen dort? Ist es laut? Was ist das für ein Geschäft? Riecht es nach irgendwas? Wirkt der Raum freundlich oder eher erdrückend oder gar düster auf ihn? Pick dir ein paar kleine Merkmale heraus und beschreibe sie in kurzen Sätzen. Beschreibe die Dinge, wie Colin sie wahrnimmt.
Nehmen wir noch mal den Anfang des ersten Kapitels zur Hand.
Mit den zwielichtigen Gestalten, dessen Blicke sein Blut gefrieren lassen, hast du Stimmung erzeugt, bist jedoch nicht viel näher darauf eingegangen. Man hätte das noch ein wenig mehr ausschmücken können. Zum Beispiel so:

Wie zum Teufel bin ich hier gelandet?, fragte Colin sich, während er durch die schmalen Wege der Nokturngasse lief. Es war dunkel. Zu dunkel. Und die zwielichtigen Gestalten, die sich in lange, dunkle Roben gehüllt an ihm vorbei schlängelten, warfen ihm unter aufgezogenen Kapuzen Blicke zu, die sein Blut in den Adern gefrieren ließen. Ein flaues Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Instinktiv beschleunigte er seine Schritte, immer darauf bedacht nicht zu rennen, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, als er es ohnehin bereits tat. Er gehörte hier nicht her. Dieser Ort war geprägt von düsteren Gedanken, von illegalen Geschäften und anderen Dingen, von denen er nichts wissen wollte.

Dass er sich ausgerechnet hinter den Mülltonnen versteckt, könnte die Situation für einen Moment auflockern. Du könntest beschreiben wie er wegen des faulen Gestanks die Nase rümpft und das Gesicht verzieht. Wie er sich die Nase zuhält, die Wangen aufplustert und die Luft anhält. Lass ihn gedanklich bereuen, dass er sich ausgerechnet dorthin geflüchtet hat, gerne auch mit einer Portion Humor. Egal, aber lass ihn irgendwie darauf reagieren. Müll stinkt nun mal. Lass den Leser sich schütteln vor Ekel oder lachen vor Schadenfreude.

Hier noch weitere Fragen, für den ersten Abschnitt:

Woher weiß Colin, dass Borgin Angst hat? Woran erkennt er das? Beschreiben!
Wie kommt Colin darauf, dass die unbekannte Frau Malfoys Mutter ist? Sieht sie ihm ähnlich? Beschreiben!
Was ist an dem Geschäft seltsam? Beschreib es!

Stell nicht nur Behauptungen auf, zeige dem Leser was Colin sieht, hört, schmeckte, riecht, denkt und fühlt. Zieh den Leser in seine Welt.

Okay, mir gehen die Zeichen aus.
Abschließend möchte ich auch noch etwas Positives sagen.

Ich habe keine Tempusfehler entdeckt! Das ist tatsächlich ein Grund zum jubeln, weil es so, so viele Autoren gibt, die das einfach nicht auf die Kette kriegen.

Du hast instinktiv einen guten Einstieg in die Geschichte gefunden. Prima!

Kurzbeschreibung ist nicht perfekt, macht aber neugierig. Und immerhin hast du dir die Mühe gemacht überhaupt eine einzustellen. Ich huste erneut verhalten.
Das sagt mir auch, dass du einen Plan hast. Du weißt, worüber du schreiben willst. Gut, denn das ist wichtig.

Du hast trotz einer kritischen Stimme nicht sofort deine Geschichte gelöscht, sondern stattdessen hier um noch mehr Rückmeldung gebeten.
DAS finde ich wirklich großartig und erfordert auch etwas Mut. Ganz im ernst.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
Und vergiss nicht: Das Wichtigste ist, dass du Spaß am Schreiben hast!

LG


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Na ja, es passt farblich nicht so gut zusammen, finde ich. Die Figur auf dem Hintergrund sieht dadurch aus wie aufgeklebt. Vielleicht könnte man auf das Hintergrundbild einen Filter legen, um es etwas anzugleichen.
Ansonsten würde ich eine andere Schriftart und Farbe verwenden. Weiß wäre deutlich besser lesbar. Und ich würde den Titel länger ziehen, um die abgehackten Kanten der Schultern etwas zu verdecken.

LG

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Alle Namen? Wirklich?

  • Minato
  • Kushina
  • Naruto
  • Itachi
  • Sasuke
  • Kakashi
  • Danzou
  • Sakura
  • Ino
  • Jiraya
  • Tsunade
  • Hiruzen
  • Gaara
  • Deidara
  • Sasori
  • Zabuza
  • Neji
  • Tenten
  • Temari
  • Kisame
  • Kakuzu
  • Hashirama
  • Madara
  • ... Muss ich noch mehr aufzählen?

Bei so vielen Charakteren ist es nicht ungewöhnlich, dass sich manche Namen ähneln. Im echten Leben ist das ja auch nicht anders.

Florian
Damian
Fabian
Julian
etc.pp.

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  • Buchhandlung
  • Bücherei
  • Verlag
  • Lektorat

Das wären die vier Dinge, die mir dazu einfallen, wenn Werbebranche, Zeitung und Journalismus wegfallen.
Je nachdem wo du lebst, ist die Auswahl natürlich noch geringer.

LG

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+++++SPOILER+++++

  1. Hokage: Hashirama Senju
  2. Hokage: Tobirama Senju
  3. Hokage: Hiruzen Sarutobi
  4. Hokage: Minato Uzumaki
  5. Hokage Tsunade
  6. Hokage: Kakashi Hatake
  7. Hokage: Naruto Uzumaki
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Mach dir vorab einen Plan. Ein Gedankenfurz ist eben anfangs nicht mehr als ein Furz. Ideen müssen gesammelt, sortiert und ausgearbeitet werden. Figuren müssen erschaffen und ergründet werden. Du brauchst erst ein stabiles Grundgerüst. Man kann kein ganzes Buch schreiben, wenn man nicht einmal selbst weiß, was genau man erzählen will.
Was für eine Geschichte willst du erzählen (Genre)?
Um wen geht es (Hauptfigur/en)?
Wo und wann (Ort und Zeit) spielt die Geschichte?
Was ist das Ziel (Ende)?
Was will die Hauptfigur (Ziel), warum will sie das (Motivation) und wer oder was hindert sie daran (Konflikt)?
Wenn du dir diese Fragen beantworten kannst, bist du schon ein gutes Stückchen weiter.
Nun musst du dir nur noch Gedanken machen, was zwischen Anfang und Ende passieren soll. Wenn du keine Ideen hast, versuch das Ganze von hinten aufzurollen. Nimm das Ende deiner Geschichte und frage dich, wie es dazu gekommen sein könnte. Oder du widmest dich etwas intensiver deinen Figuren. Schreibe ihre Biographie aus der Ich-Perspektive oder leg sie auf die Couch und führe ein Interview mit ihnen (das kann so gar richtig Spaß machen). Mir kommen dabei eigentlich immer neue Ideen.
Und wenn du dich komplett uninspiriert fühlst, dann pack dein Projekt für ein, zwei Tage weg und lies. Lies ein Buch, das dich interessiert. Das inspiriert und motiviert mich immer, wenn ich mal wieder feststecke.

Ohne Disziplin wird das allerdings nichts. Du wirst nicht nur einmal über Probleme und Schreibblockaden stolpern, das ist normal. Wichtig ist, trotz allem dran zu bleiben. Sei hartnäckig! Für jedes Problem gibt es eine Lösung, man muss nur tief genug nach ihr graben.

LG

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Generell tendiere ich eher zu längeren Geschichten.
Die Länge ist aber eigentlich gar nicht so wichtig. Auch Kurzgeschichten können gut sein. Genauso wie Fanfictions mit 200 Kapiteln grottenschlecht sein können.
Am Ende entscheiden Qualität und Inhalt darüber, ob ich eine Fanfiction lese, oder nicht.

LG

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Gar nichts: Warum

Klingt für mich alles langweilig und oberflächlich, um ehrlich zu sein.
Zumal das weder viel mit Fanfiction, noch mit Erotikliteratur zu tun hat. Das klingt eher nach billigen Pornodrehbüchern.
Wenn dich das anmacht, ist das in Ordnung, aber ich persönlich würde nichts davon lesen wollen.

LG

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Der Anime hat mich nicht nur einmal zu Tränen gerührt, ehrlich gesagt. Ich hab mit den Figuren wirklich gelacht, geweint und geflucht, was mir nicht allzu oft passiert.
Das ist auch der Grund, warum er zu meinen Lieblingsanime zählt, auch wenn er nicht perfekt ist.

LG

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Normaler Erzähler

Ist mir ehrlich gesagt egal, solange es gut geschrieben und die Perspektive passend gewählt ist.
Allerdings finde ich Perspektivwechsel in der ersten Person anstrengend bis nervtötend. Das lässt sich in der dritten Person besser umsetzen.

LG

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Vergangenheit

Ich kann keine Bücher in Präsens lesen. Mein Gehirn wandelt jeden Satz automatisch ins Präteritum um, weil alles andere mir unnatürlich vorkommt.

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Das hängt stark davon ab, auf welcher Station man landet. Es gibt die Offene, die Geschlossene und etwas dazwischen.
Auf die Geschlossene kommen meist Menschen, die eine Gefahr für sich selbst oder Andere darstellen, insofern denke ich schon, dass die Sachen durchsucht werden. Das gilt natürlich auch für Entzugskliniken. Abgenommen werden einem dann scharfe/Spitze Gegenstände und Drogen jeglicher Art (auch Zigaretten, da Minderjährig). Eben alles, was den Patienten schaden könnte. Persönliche Gegenstände hingegen dürfen i.d.R. behalten werden.

Auf der Offenen Station, werden die Sachen eigentlich nicht durchsucht. Solltest du etwas Verbotenes reingeschmuggelt haben, wird man dir das aber selbstverständlich wegnehmen, sobald man es entdeckt. Manchmal kommt es auch vor, dass die Zimmer nach einer Weile ohne Vorwarnung durchsucht werden.

Eine körperliche Untersuchung kommt immer auf einen zu. Die ist aber nicht anders als beim Hausarzt (Blutabnahme, Urinprobe, Prüfung von Reflexen, usw.), ist also nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste.

Die Regeln hingegen lassen sich nicht so leicht verallgemeinern. Auch hier muss man zwischen den einzelnen Stationen unterscheiden.
Auf der Offenen hat man natürlich deutlich mehr Freiheiten, als auf der Geschlossenen. Aber, wir gehen jetzt mal nicht vom Extremfall aus.

In jedem Fall gibt es immer feste Weck- und Schlafenszeiten. Und auch die Mahlzeiten sind zeitlich geregelt. Ob du nun Hunger hast oder nicht, teilnehmen musst du daran trotzdem, auch wenn du nichts isst.
Des Weiteren wird es vermutlich sowohl Gruppentherapie, als auch Einzeltherapie und Beschäftigungstherapie geben, an denen du teilnehmen musst. Gruppentherapie findet meist einmal die Woche statt. Da kann man sich nicht drum drücken, aber es zwingt dich auch niemand etwas zu sagen.
Bei den Beschäftigungstherapien kann man sich in der Regel selbst aussuchen, an welchen man teilnehmen möchte. Kann man sich ein wenig vorstellen, wie die AGs in der Schule. Nur Sport ist oft Pflicht, das allerdings auch nicht täglich und wir reden hier auch nicht von Joggen oder Bodenturnen, sondern von Gruppenspielen wie Völker- oder Brennball, etc.

Ansonsten ist natürlich, wie bereits erwähnt, das Konsumieren von Alkohol und sonstigen Drogen verboten. Außerdem dürfen sich Mädchen nicht in den Jungszimmern aufhalten und umgekehrt. Warum versteht sich wohl von selbst.

Seine Freizeit kann man hingegen im Rahmen der Möglichkeiten gestalten wie man möchte. Du kannst rausgehen, dich in dein Zimmer verziehen, mit anderen gemeinsam im Aufenthaltsraum fernsehen oder Brettspiele/Karten spielen, zeichnen, lesen, Tagebuch schreiben, etc.
Soweit ich weiß, darf man das Gelände allerdings nicht ohne Erlaubnis verlassen. Rausgehen bedeutet also nicht, dass du mal eben in den nächsten Bus steigen darfst, um shoppen zu gehen. Das Privileg muss man sich erst verdienen und hängt natürlich auch vom Alter ab.

Telefonieren darfst du nach deiner Eingewöhnungszeit (liegt meist zwischen 2 und 4 Wochen) natürlich auch. Und deine Verwandten dürfen dich meist auch nach Absprache am Wochenende besuchen. Ist alles kein Problem, solange man sich an die Regeln hält.
Auch Briefe dürfen verschickt und erhalten werden, ebenso wie Päckchen. Hier kann es aber sein, dass diese im Beisein eines Betreuers geöffnet werden müssen. Briefe werden natürlich nicht gelesen. Ein wenig Privatsphäre wird einem schon gegönnt.

Ansonsten fällt mir jetzt auf die Schnelle nichts weiter ein. Wenn du noch Fragen haben solltest, kannst du mich auch gern privat anschreiben. :)

LG

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Ich würde dir empfehlen einfach die Filler-Folgen wegzulassen. Du kannst also im Grunde direkt mit Shippuden anfangen, da bis Folge 220 sowieso nur noch Filler-Folgen kommen.

LG

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Das nennt sich umgangssprachlich Zwillingseis und gab es früher auch vermehrt in Deutschland zu kaufen. Mittlerweile gibt es das bei uns kaum noch zu kaufen (wäre mir jedenfalls nicht aufgefallen).
Ist im Grunde aber auch nur stinknormales Wassereis in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

LG

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Ohje, da hast du aber ordentlich was verpasst. Genauer gesagt gut die Hälfte von Naruto Shippuden.
Den 4. Krieg gab es nicht nur off-screen, im Gegenteil. Er zieht sich über mehrere Staffeln und m.M.n. ist das der beste Teil von Shippuden.
Schade, dass du dich mit Boruto bereits selbst gespoilert hast, aber ich würde dir empfehlen das dringend nachzuholen.

LG

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Canticum Daemoniorum

Klingt irgendwie nach Black Butler mit weiblicher Hauptrolle, aber ich denke, dass hier eine menge Potenzial drin steckt.
Außerdem mag ich düstere Geschichten und daher würde ich Canticum Daemoniorum wohl am am ehesten lesen.

LG

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