Kapiteltitel oder Durchnummerierung – was bevorzugt ihr?

Diese Frage richtet sich gleichermaßen an Schreiber und Leser, weil mich hier beide Sichtweisen interessieren.

Ich sitze seit Tagen über den Kapiteltiteln meines aktuellen Projekts und frage mich langsam, ob ich mir darüber vielleicht zu viele Gedanken mache. Gerade auf Online-Plattformen, aber auch in moderner Literatur, werden Kapitel ja häufig nur noch durchnummeriert.

Natürlich ist das deutlich einfacher, als für jedes Kapitel einen treffenden oder poetischen Titel zu finden, der gut klingt, originell wirkt und nicht direkt den Inhalt spoilert. Aber verschenkt man damit nicht auch Potential?

Für mich sind Titel mehr als nur schmückends Beiwerk. Sie können Atmosphäre schaffen, Erwartungen wecken, neugierig machen und einem Kapitel eine eigene Identität geben.
Mich persönlich enttäuscht es als Leser tatsächlich oft ein wenig, wenn Kapitel nur nummeriert sind.

Vielleicht bin ich da aber auch zu kleinkariert.

Wie seht ihr das?

An die Schreiber unter euch: Gebt ihr euren Kapiteln Titel? Falls nein, warum nicht? Falls ja, worauf achtet ihr dabei besonders? Zum Beispiel auf einen einheitlichen Stil, Poesie oder originelle Metaphern?

An die Leser unter euch: Macht es für euch einen Unterschied, ob ein Kapitel einen Namen trägt oder nicht? Was findet ihr ansprechender und warum? Gibt es bestimmte Arten von Titeln, die euch eher abschrecken? Oder nehmt ihr das gar nicht wirklich bewusst wahr?

Lasst gern eure Meinung hören! Richtig oder falsch gibt es hier nicht.

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