Mal ehrlich gefragt: Wozu studieren Ärzte und Apotheker mehrere Jahre und hören nie auf, sich weiterzubilden ? Wenn man doch heute in Laienforen ein paar wenige unkonkrete Symptome hinschreibt und Antworten bekommt "entspann Dich" ?

Klartext: Solche Fragen gehören dem Heilberufler gestellt !!! Und selbst in der Apotheke wird man sich mit einer derartigen Beschreibung nicht auf das Glatteis begeben, zu entscheiden "Virusgrippe ja/nein".

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Berechtigte Frage. Die Du aber schon selber beantwortest: Das Gehalt folgt einem Tarifvertrag, den Arbeitgeberverband und die Apothekengewerkschaft gemeinsam ausgehandelt haben. Daher "angemessen". Natürlich ist das "netto" nicht die Welt. Andererseits sind Berufe in der Apotheke in einer Weise familienfreundlich, was in vielen anderen Branchen NICHT der Fall ist. Und Du bist nicht an Grosskonzerne gekettet, denen Mitarbeiter ziemlich egal sind, wenn die Eigentümer cash sehen wollen.

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Sowohl bei der Frage als auch bei den bisherigen Antworten ist die Betrachtung falsch: Es interessiert überhaupt nicht, ob "in der Apotheke" Tattoos gerne gesehen werden. Entscheidend sind ganz alleine diejenigen, die Dein Gehalt zahlen, und das sind die Kunden.

Nun kann man trefflich darüber diskutieren, ob es einen Kunden überhaupt interessieren muss, ob eine PTA tätowiert ist oder nicht. Und eine Rose ist ja nun objektiv "unkritisch".

Die Frage ist aber, wie die in den meisten Apotheken doch durchschnittlich älteren Kunden reagieren. und da habe ich so meine Zweifel.

Bei mir haben sich schon Kunden darüber beschwert, wenn eine Mitarbeiterin beim Liefern "bauchfrei" aufgetreten ist. Kann man sich als Chef die Haare raufen über so viel Kleinlichkeit - aber auch mein "Gehalt" zahlt der Kunde.

Was mich als Naturwissenschaftler und Heilberufler irritiert: Von Menschen, die sich ein bisschen mit "Gesundheit" auskennen, erwarte ich eine gesunde Portion Skepsis gegenüber Substanzen, die im Körper nichts verloren haben. Es ist doch hinreichend bekannt, dass die allermeisten Tattoo-Farben Allergie-auslösende Chemikalien, wenn nicht sogar krebserregende PAK's enthalten. Wie kompetent berät eine PTA, die sich selbst solchen Gefahren aussetzt ? Nur mal um die Ecke gedacht ...

Aber lass' Dich durch meine Gedanken nicht von Deinem Interesse an der PTA-Ausbildung abhalten ! Und einen guten Arbeitsplatz wirst Du auch mit Rose auf dem Handrücken finden ;-)

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"nicht am WE arbeiten muss" ist eine Einstellung, die ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen würde.

Zum einen ist "work-life-balance" etwas, was die Gesellschaft auf Dauer vernichtet. Jeder will am WE Service (unterschiedlichste Branchen) - aber keiner will mehr arbeiten ? Geht nicht.

Zum anderen ist der Dienst am Samstag in vielen Apotheken ganz anders als während der Woche. Dort werden dann weniger Rezepte eingelöst, sondern es kommen viel mehr Kunden mit interessanten Fragen rund um ihre Gesundheit, wo Pharmazie deutlich mehr Spass macht, als die vielen schwachsinnigen Bürokratie-Vorschriften der Krankenkassen im Zusammenhang mit der Rezeptbelieferung beachten zu müssen.

Und nicht vergessen: Die Arbeit am Samstag ist ja nicht unentgeltlich. Dafür gibt es dann freie Tage unter der Woche, die manchmal für das Privatleben mehr Wert sind als der Samstag ...

TOLL, dass Du in Erwägung ziehst, Pharmazie zu studieren. Ehrlich gemeinter Tip: Mach' es ! Anspruchsvolles, aber interessantes Studium. Du lernst irre viel, was Du im ganzen Leben wirst brauchen können. Arbeitsplätze wird es für motivierte Pharmazeuten IMMER geben, und auch wenn man in manchen Berufen für deutlich weniger Verantwortung mehr Gehalt bekommt ... Geld ist nicht alles ... ein Beruf sollte ein Leben lang Sinn und Spass machen ...

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Gute Frage, klare Antwort: NEIN - Arzt und Apotheker unterliegen strikt dem Datenschutz. Der Apotheker gibt NIEMANDEM Auskunft, wer wann was kauft. Lediglich die Krankenkasse bekommt nach ein paar Wochen die Rezepte und speichert alle Vorgänge. Aber auch ohne Auskunft an den Arzt.

Im Sinne des Vertrauensverhältnisses zwischen Patient und Arzt würde ich Dir aber DRINGEND raten, die vom Arzt verordneten Medis auch zu holen UND zu nehmen. Wenn Du Bedenken hast, besprich das mit dem Arzt. Denn der denkt sich was dabei, Dir etwas zu verordnen - sonst würde er Dir kein Rezept ausstellen !

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Sorry, aber solche Fragen sind ein wunderschönes Beispiel für die zunehmende Verblödung der Gesellschaft !!!

Es gibt weltweit Menschen, die über Arzneimittel besonders viel wissen: Apotheker (m/w/d) und andere pharmazeutisch hochwertig ausgebildete Berufsgruppen (in Deutschland: PTA). Diese Menschen sind (zumindest NOCH) flächendeckend rund um die Uhr verfügbar - also auch nachts in Form von Notdiensten. So weit weg wie das nächste Telefon.

DORT gehören solche Fragen hin. Denn dort wird nachgefragt, wenn wichtige Informationen fehlen - hier zB Alter Patient, über welchen Hustensaft reden wir eigentlich, wie sind die Symptome usw.

Wie tief ist diese Gesellschaft schon abgestürzt, dass solche - völlig berechtigten und daher guten - Fragen, die unter Umständen zeitkritisch sein können, in einem LAIENFORUM gestellt werden, in dem viele Antwortgeber irgendwas aus der Hüfte rotzen und NIEMAND für seine Antwort haftet ?

sorry ... aber wenn da nicht endlich ein Umdenken stattfindet, dass Fachkompetenz wieder eine Rolle spielt, dann schafft sich Deutschland in immer schnellerem Tempo endgültig ab ...

jetzt lesen hier wenigstens gelegentlich Pharmazeuten mit und geben oft hervorragende Antworten ... aber gut gemeinter Tip: Geh' beim nächsten Mal in Deine Apotheke vor Ort oder rufe in der Notdienstapotheke an ... da hast Du in kürzester Zeit Hilfe.

Klar ... heisses Eisen ... gibt genügend "Versandapotheken" aus anderen Ländern, die unser System zerlegen wollen ... aber von denen ist natürlich niemand hier im Forum, und nachts sind die auch nicht erreichbar. Tagsüber oft auch nicht ... aber das ist eine ganz andere Baustelle ...

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Also mal sachte, bitte ... "mit dem Gewissen vereinbaren" klingt schon ziemlich pathetisch.

Vorab: Rezeptpflicht ist ein scharfes Schwert, ein Verstoss dagegen strafbewehrt. Völlig klar.

Aber man muss doch bitte die Kirche im Dorf lassen und jeden Einzelfall berücksichtigen. Hat Kunde "nur" vergessen, ein Rezept für Dauermedikation zu organisieren (beruflich oder privat verhindert oder Praxis geschlossen), dann ist das was anderes als ein laxes "machen wir immer so".

Dann kommt es darauf an, ob es der Blutdrucksenker ist oder ein potentiell psychotropes Präparat.

Oder ein Ibu800, das Rx ist, aber locker vom Kunden durch 400er ausgetauscht werden würde.

Oder gar ein rechtfertigender Notstand vorliegt ?

Pharmazeuten haben eine Hauptaufgabe: Menschen helfen.

Und da muss man manchmal pragmatisch vorgehen.

Was definitiv NICHT in Ordnung ist, ist natürlich ein generelles "mir egal" ... da sollte man schon mit Chef/in reden, dass in anderen Apotheken die Gesetze eingehalten werden ...

Aber: Ist so eine Diskussion eigentlich auf gutefrage zielführend ???

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Alleine die Frage ist schon ein Skandal. Das Theater um den 13er ist von Leuten inszeniert, die sich auf das Niveau von Einbrechern und Dieben begeben ! Das Internet ist zum rechtsfreien Raum verkommen, und dass da nun gehandelt wird, ist längst überfällig.Da werden munter Sachen geteilt, gepostet und geklaut, dass Doktorarbeiten mit unsauberen Zitaten dagegen noch harmlos sind. Die EU hat einen (sperrigen) Rahmen vorgegeben, der nun durch nationales Recht ausgestaltet werden muss / kann. HIER wird sich zeigen, welche Parteien mit Augenmaß handeln. CDU-Bashing ist deutlich zu einfältig, und warum ausgerechnet die Grünen, die uns in allen Lebenslagen mit Vorschriften und Zwängen beglücken wollen, in der Umfrage vorne liegen, schockiert mich. Soooo viele Ignoranten :-(

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Wenn man "purifiziert" mit dem englischen Begriff "purified" gleich setzt, dann handelt es sich um "gereinigtes" Wasser, das beispielsweise durch Ionenaustauscher geschickt wurde oder mittels Umkehrosmose behandelt wurde. "Purified water" darf für pharmazeutische Präparate eingesetzt werden, die nicht steril sein müssen. Mineralien sind übrigens praktisch KEINE mehr vorhanden !

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Hallo und danke für die schöne Frage ;-) Bin zwar nicht selbst PTA, habe aber viel mit PTA zu tun und kenne die Hintergründe sehr gut.

Mach Dir wegen "nur" Ralschule bitte keinen Kopf ! Realschule ist ein toller Schultyp, und fleissige, interessierte und motivierte Realschüler bringen hervorragende Voraussetzungen für fast jede Ausbildung mit !!! Es kann und muss nicht jeder auf's Gymnasium, und wir haben bei uns im Betrieb mit Realschülern in den Schupperpraktika überwiegend ganz hervorragende Erfahrungen gemacht. Es ist zutreffend, dass die PTA-Ausbildung "schwer" ist. Aber die Schulen sind darauf eingestellt, den Stoff zu vermitteln.

Ein Problem sind sicherlich die Kosten für die Ausbildung. Aber auch das ist nicht unlösbar. Einfach mal erkundigen, ob es Ausbildungsförderung gibt und mal schauen, welche Schulen wie viele Gebühren verlangen. Da gibt es Unterschiede je nach "Status" der Schulen. Zugegeben - da versagt das Bildungssystem in diesem Lande wieder mal ganz fürchterlich.

Vielleicht ist auch eine Apotheke vor Ort bereit, die Ausbildung zu unterstützen. Nicht gleich zu finanzieren - aber es gibt da schöne Möglichkeiten, wenn man ein bisschen kreativ ist.

Tip: Einfach mal in die Stammapotheke gehen und dort ein Schnupperpraktikum machen, mit den PTA dort plaudern und Tips holen.

Meine Einschätzung: Ausbildung und Berufstätigkeit sind anspruchsvoll, die Aussichten sind meines Erachtens so hervorragend wie in kaum einem anderen Beruf. Gute PTA werden IMMER gesucht, und das wird eher noch zunehmen. Auch wenn auf die Apotheken von allen Seiten eingedroschen wird, wird es ohne gute Leute in der Pharmazie niemals funktionieren. Und der Beruf kann sehr abwechslungsreich sein. Das Gehaltsniveau in den Apotheken ist nicht begeisternd, aber andere Vorteile wiegen das meines Erachtens mehr als auf. Nicht vergessen, dass Berufe in der Apotheke enorm Familien-freundlich sind (vor Ort, Teilzeit etc).

Meiner eigenen Tochter würde ich, wenn sie mal so weit sein wird, sich für einen Beruf zu entscheiden, von PTA NICHT abraten ;-)

Viel Erfolg und bei Fragen gerne nochmal melden !

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Sorry - falscher Ort für gute Frage ! Wie Peter242 schon angemerkt hat: Studienberatung aufsuchen und informieren, welche Unis mit dem Schnitt in Frage kommen. Ich kenne etliche ApothekerInnen, die das Abi mit "nur" 2,9 absolviert haben, also nicht bange machen lassen. Studium ist ein Knochenjob, der "JOB" später durch die dramatische Krankenkassenbürokratie mitunter die reinste Hölle - aber der BERUF ist nach wie vor super. Zum einen die Vielseitigkeit der Fragestellungen, auch das Gefühl, oft Menschen helfen zu können - irgendwann fragt niemand mehr nach dem Abi :-) Alles Gute und viel Erfolg !!!

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Bienenwachs heisst "Cera flava", und wird aus verschiedenen Gründen heute überwiegend synthetisch hergestellt. Beispielsweise umgeht man damit die Rückstandsproblematik (echtes Bienenwachs enthält oft Anteile von Pestiziden). "Stinkt unglaublich" ist ein sehr unklarer Begriff - Bienenwachs (und damit auch Cera flava") HAT einen charakteristischen Eigengeruch. Die minimale Menge, die in einem Deo gebraucht wird, dürfte hinsichtlich Geruch nicht ins Gewicht fallen. Was für Infos hätte die Apotheke denn noch geben sollen ?

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Alles, was die Apotheke abgibt, muss nach den gültigen Vorschriften (die NICHT der Apotheker macht !) beschriftet sein. Alkohol fällt in die Rubrik "flüssige Arzneiformen", dort muss unterschieden werden "konserviert oder nicht konserviert" (hier ja eindeutig konserviert), und je nachdem, was dann Vorschrift ist, wird ein Verfalldatum angegeben. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, interessiert den Gesetzgeber nicht. In dem Regelwerk gibt es KEINE Ausnahme für den hier angefragten Alkohol. Ich finde es reichlich bescheuert, dem Apotheker "Geschäftemacherei" zu unterstellen, nur weil er ordnungsgemäss arbeitet. Aber wie so viele Antworten in diversen Foren: Keine Ahnung haben, aber erst mal blubbern ...

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Die Frage ist gar nicht dumm - ab und zu verschenken irgendwelche Organisationen Kondome anlässlich bestimmter Aktionen. Aber das geht nur dann, wenn irgendjemand die Dinger vorher finanziert - das kann mal eine Stiftung leisten oder auch mal eine aus Steuergeldern finanzierte Aktion sein. Wenn die Apotheke die Kondome teuer einkaufen muss, wird sie die Kondome im Regelfall nicht verschenken können. Die Zeiten, in denen die Apotheken nette Überschüsse hatten, sind leider lange vorbei und werden auch nicht wieder kommen. Wobei die Diskussion, ob Verhütungsmittel vom Staat kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollten, uralt ist. Ich wünschte mir da - auch schon von den Lehrern in der Schule - eine klare Positionierung, um dem um sich greifenden Anspruchsdenken mal einen Riegel vorzuschieben.

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Leider geht aus der Fragestellung nicht hervor, WELCHE elektrische Milchpumpe es war. Mittlerweile gibt es Pumpen, die "frau" unbedingt haben möchte (weil KH und/oder Hebamme vom Hersteller getriggert wurden) - die sind in der Anschaffung sowas von schweineteuer, dass die antiquierten Mietpauschalen, die die Krankenkassen zahlen, den Verleih definitiv zum Draufzahlgeschäft machen. Da muss man fairerweise schon festhalten, dass der Jaguar unter den Pumpen auch entsprechend Aufpreis kosten darf. Was aber überhaupt gar nicht geht, ist der Verleih einer technisch nicht einwandfreien Pumpe. Eile hin, Eile her - klar, "Verschulden" des Patienten, aber nachvollziehbar - hier würde ich rasch eine einvernehmliche Klärung suchen. OK, Antwort kommt für Ihren Fall wohl zu spät, aber ich hoffe, alles ist gut gegangen.

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Also dass Sie in Apotheken nur solche Absagen bekommen, wundert mich schon sehr: JEDE Apotheke hat KMnO4 im sogenannten Reagenziensatz, da wäre ein Gramm völlig problemlos abzugeben und auch nicht extra zu bestellen. Haben Sie denn keine "Stammapotheke", in der Sie halbwegs bekannt sind und in der man Ihnen das eine Gramm für "nichtexplosive" Zwecke geben könnte ? Gegen Unterschrift gemäss ChemVerbVO hätte ich da keine Bedenken. Und selbst wenn Ihnen die Apotheke die kleinste im Handel verfügbare Menge bestellen würde - 50 g -, wäre das mit 5 Euro auch relativ günstig, selbst wenn man Ihnen davon auch nur 1 Gramm geben würde. Problem ist in der Tat das Explosivstoffmonitoring, nicht der böse Wille der Apothekenmitarbeiter ...

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