Wie findet ihr die neue Gendersprache?

Das Ergebnis basiert auf 60 Abstimmungen

Finde es unnötig 88%
Finde es gut 12%

19 Antworten

Finde es gut

Ich bin generell für das Gendern, also für eine gendersensible(re) Sprache. Das generische Maskulinum hat schlichtweg einen maskulinen Bias (es werden i.d.R. zunächst und überwiegend Männer assoziiert), und das hat verschiedene nicht wünschenswerte Folgen.

Gekonntes Gendern besteht dabei (für mich) aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten, etwa Beidnennung (Lehrerinnen und Lehrer), neutralen Formen (Pflegekraft) und Partizipien (Dozierende), und nicht aus dem strikten Einsetzen einer einzigen Variante. Sonderzeichenvarianten wie das Gendersternchen finde ich optisch weniger schön.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mitglied des Cologne Center for Gender Studies

Na, da scheinen wir uns was das Gendersternchen betrifft sogar einig zu sein. Stichwort: "Bürger*meister*Innen*Kandidat*Innen*Wahl*Kandidat*Innen"

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@Bloximox

Nein, sind wir uns nicht. Ich versuche zwar dort wo möglich keine Sternchen sondern andere Formen gendersensibler Sprache zu nutzen, ich sehe in Sternchen allerdings auch kein Hindernis. Das "Beispiel" von dir ist vollkommen konstruiert; i.d.R. wird nur die rechteste Konstituente eines Kompositums angepasst, da es nur für diese überhaupt psycholinguistische Evidenz einen Bias gibt.

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Finde es unnötig

Ich finde es unnötig. Sieht ausserdem furchtbar aus. Gegenderte Texte lese ich mir gar nicht mehr durch.

Wobei ich kein Problem damit habe, jeden mit dem gleichen Respekt zu behandeln. Gegenderte Sprache halte ich jedoch für ein Luxusproblem.

Naja, ich meine, wenn ich die Radfahrer sage, dann versteht auch jeder das Männer als auch Frauen angesprochen werden. Bei Einzahl wie "die Radfahrerin" macht das auch durchaus mehr Sinn, weil man sofort weißt "Aha, sie ist eine Frau".

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Finde es unnötig

Einfach nur absurt, Sprache ändert sich schon, aber nicht so schnell und auf extreme Weise wie es hier passiert, normalerweise ist so eine Veränderung ein langer Prozess von mehreren Jahrzehnten bis Jahrhunderten.

Das ist aber ja nicht direkt die Veränderung der Sprache, sondern eher der Versuch, die Geschlechterrollen in der Deutschen Sprache zu vereinheitlichen, weil sich irgendwie ein paar darüber aufregen, aber wir Menschen sind ja bekannt dafür uns über jeden scheiß aufregen zu können.

Ich meine was ist denn bitte so schlimm daran zu sagen, „sie ist ein Arzt", ich sag ja auch ned zu ihr, „er ist ein Arzt", arzt ist arzt, egal ob Frau oder Mann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Also "Sie ist ein Arzt" klingt grammatikalisch komisch. Also bei der Einzahl würde es durchaus mehr Sinn es zu gendern. "Sie ist eine Ärztin" klingt weniger komisch als "Sie ist ein Arzt". Wenn es um die Mehrzahl geht wie "Die Radfahrer*innen", dann würde es durchaus mehr Sinn machen, es nicht zu gendern, weil man genau weißt, dass "die Radfahrer" sowohl Männer als auch Frauen davon angesprochen werden.

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@Myroshiman

Was soll daran komisch klingen, ich kenne es nur so, da ich eben auch in Deutschland aufgewachsen bin, aber ja so kann man es auch sagen, so wie es einem Lieber ist, das ist ja auch das Schöne an der Deutschen Sprache, man hat so viele Möglichkeiten sich auszudrücken, das gendern macht alles nurnoch komplizierter.

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Naja weder noch. Irgendwie verstehe ich es ja aber andererseits bin ich nicht bereit „Menschenmilch“ anstatt Muttermilch zu sagen.
Ich finde das man Menschen respektieren sollte wie sie sind aber manche Dinge gehen etwas zu weit. Zum Beispiel Leute die sagen „ich bin eine Katze“ oder Leute wie Oli London die behaupten sie wäre aus einem anderen Land.

Meinetwegen können sie das ja machen aber dann will ich damit bitte in Ruhe gelassen werden. Ich finde es schon nervig das man heutzutage so viele neue Begriffe hat das man gar nicht mehr weiß was das alles überhaupt heißt.

Ich bin schon ein sehr toleranter Mensch würde ich sagen. Solche Dinge wie Maskenbildner*innen ist ja normal. Man kann Maskenbildner sagen und es sollte allen klar sein das das kein Begriff nur für männliche Personen ist sondern auch für weibliche.
Ich denke dass das das Problem ist, Leute vergessen das Maskenbildner ein Sammelbegriff ist und nicht ausschließlich männliche Maskenbildner heißt.
Aber ich denke es ist schon normal das *innen dran zu fügen.

Finde es unnötig

Ich finde, es klingt vor allem im Radio in den Nachrichten etc. einfach nur bescheuert.

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