Konditorin hier.

Um erstmal Missverständnisse vorzubeugen. Das darf ruhig beides in den Teig, aber halt nicht direkt zusammen, so dass es sich vor dem vermischen berühren würde.

Hefen sind einzellige Pilze, die (wie eigentlich alle Lebewesen) sehr viel Wasser enthalten. Salz enzieht dieses Wasser. Bei direktem Kontakt mit viel Salz stirbt die Hefe und erfüllt natürlich nicht mehr seine Funktion im Teig: sich vermehren, gären, mit Gärgasen den Teig lockern.

Ich habe das in der Ausbildung immer gerne Schülerpraktikanten sehr anschaulich gezeigt: ein bisschen Salz über ein paar Brocken Hefe streuen. Nach 5 Minuten ist das eine nasse Pampe weil das ganze Wasser aus den Hefezellen raus ist.

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Ich habe in einer kleinen Konditorei gelernt... man muss halt doch eine gewisse Menge erzeugen um Gewinn zu machen und wenn ich mich zurückerinnere hatten wir die meisten Geräte am Starkstrom...

Auch wenn man keine Massenproduktion macht, will man nicht jeden Biskuitboden und Buttercreme für eine Torte einzeln anrühren, sondern zB 4 Böden auf einmal - und die passen nicht in ne Haushalts-Küchenmaschine.

Und hat sich deine Nachbarin schon Gedanken gemacht wie das mit einem Meister aussieht? Wenn keiner im Betrieb einen Meistertitel hat, darf nicht außer Haus verkauft werden, also nur Café-Betrieb.

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1h einfrieren halte ich für Quatsch. Theoretisch 15 Minuten einfrieren ODER 1h Kühlschrank.

Mit Keramik hab ich keine Ahnung, aber geh lieber auf Nummer sicher und pack's in den Kühlschrank

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ja 2-3 Tage kommt mir auch etwas kurz vor, eher so 5-7 bei guter Kühlung und wenn's vernünftig und sauber abgefüllt ist. An sich ist es aber richtig dass es kürzer hält als nicht aufgeschlagene Ganache, das ist zumindest meine Erfahrung und ich arbeite häufig mit Ganache. Könnte mir vorstellen dass es an der vergrößerten Oberfläche liegt (mehr Angriffsfläche für Keime und so).

Was nach ein paar Tagen passieren kann, ist dass die aufgeschlagene Ganache wieder etwas flüssiger wird, aber dann kann man sie ganz einfach wieder aufschlagen. Nur immer gut aufpassen dabei, denn Ganache kann auch schnell "abscheißen", wie der Fachmann sagt ;) Also dass sich Flüssigkeit abtrennt. Dann muss man das ganze nochmal erwärmen bis es homogen ist, wieder kaltstellen und dann normal schlagen.

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Das ist natürlich abhängig von Land und Visum, aber ganz grundsätzlich haben AuPairs die Erlaubnis in ihrer Freizeit/ihrem Urlaub zu verreisen.

Ich war selbst AuPair in England und habe zum einen meine Familie über Weihnachten besucht und mit Freundinnen bin ich für ein Wochenende nach Paris gefahren. Ich kenne auch AuPairs die nach Irland geflogen sind oder auch zusammen mit ihrer Gastfamilie in den Urlaub gefahren sind (eine Vorgängerin von mir durfte sogar mit nach Florida).

Wenn das mit dem Visum passt wüsste ich nicht warum das in Neuseeland anders sein sollte

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Frag mal in einer Konditorei, also keine Bäckereikette sondern eine richtige Konditorei mit Backstube vor Ort. In meiner Ausbildungszeit hatten wir immer mal wieder Kunden die 100g Glucosesirup bei uns gekauft haben. Das kriegt man halt in 10kg-Eimern im Großhandel oder vom Fachbedarf

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Wie die anderen schon sagten ist Baking Powder Backpulver und Baking Soda Natron.

Backpulver enthält Natron (chemisch ist das eine Lauge/Base), eine Säure und ein Trennmittel damit die beiden nicht schon in der Tüte reagieren. Wenn Backpulver feucht und warm wird (wie halt bei Kuchen), reagieren die Säure und die Base und es entsteht ein Gas, was das Gebäck schön luftig macht.

Natron braucht halt zusätzlich noch eine Säure in der Masse damit das funktioniert. Hier kommt die aus der Buttermilch und ein bisschen Säure "klaut" sich der Natron bestimmt auch aus dem Backpulver. Ich kenne auch Rezepte die mit Essig arbeiten.

Allgemein ist das mit Natron und Backpulver im Gebäck aber ein Spleen der Amis & Briten, in deutschen Rezepten hat man das so gut wie nie.

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Würde ich nicht machen. Wenn die Eistorte vorher geschnitten wurde und relativ schnell gegessen wird geht das vielleicht, aber wenn du die feste Eistorte auf der weniger stabilen Sahnetorte auch noch schneiden willst, dann freue dich auf eine Sauerei

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Ich weiß nicht ob du es "Konditorei" nenne dürftest, aber theroretisch kann jeder Hans und Franz Kuchen verkaufen, wenn er/sie alle Hygieneregeln beachtet und die ganze Gewerbe-Bürokratie erledigt. Allerdings brauchst du den Meistertitel oder musst einen Meister einstellen, um außer Haus verkaufen zu dürfen. Ein Café ist also erlaubt - Kuchen zum mitnehmen und Tortenbestellungen für Veranstaltungen z.B. nicht.

In meiner Stadt gibt es einen Laden wo nur Schokolade und Pralinen verkauft werden. Die Besitzerin hat sich das arbeiten mit Kuvertüre selbst beigebracht und wurde dann aber von der Konkurrenz verklagt, weil sie Konditoreiprodukte herstellt ohne einen Meister zu haben. Sie hat daraufhin erstmal einen Meister eingestellt und parallel die Meisterschule besucht (mit einer Sondergenehmigung weil sie auch keine Gesellin war).

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Je mehr Fett, desto besser aufschlagbar und standfest. Deswegen gibt es auch "Konditorsahne" mit 35% Fett.

Kann sein, dass du deine 20%ige Sahne nicht aufgeschlagen kriegst, oder dass sie schon nach wenigen Stunden wieder anfängt flüssig zu werden.

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Titandioxid ist weiße Lebenmittelfarbe. Würde mich überraschen wenn das in deinem nicht weißen Gebäck ist.

Wie andere schon sagten ist Titandioxid auch gar nicht so schlimm wie es gerne dargestellt wird... Fun fact: die Warnung dass einige Farbstoffe die Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen beruht auf einer sehr fragwürdigen Studie und wurde nur verpflichtend gemacht weil die Bevölkerung dieser Studie geglaubt hat und es vom Gesetzgeber verlangte.

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Wahrscheinlich Röhrchen. Von Dr. Ötker und Konsorten gibt es Rum-, Butter-, Bittermandel- und offenbar auch Zitronenaroma in so kleinen Glasröhrchen zu kaufen.

Was machst du denn? Wahrscheinlich kannst du statt des Aromas auch geriebene Zitronenschale oder etwas Zitronensaft nehmen ;)

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Konditorin hier.

Wie Maria schon sagte brauchst du natürlich den ganzen Gewerbe und Hygiene krams.

Konditoreiwaren kann grundsätzlich jeder verkaufen - aber nicht außer Haus! In einem Café, wo die Kunden vor Ort essen, ist das also kein Problem. Aber sobald Kunden etwas mitnehmen möchten, Torten für Ihre Feier zuhause bestellen etc., brauchst du den Meister. Also entweder selber die Ausbildungen machen oder du stellst eine/n Konditormeister*in ein.

Gab in meiner Stadt mal einen Fall dass eine ungelernte Frau in ihrem Schokoladenladen auch selbstgemachte Pralinen verkauft hat und dann von der Konkurenz angezeigt wurde. Die musste dann erstmal einen Meister einstellen um den Laden zu behalten und hat dann mit einer Sondergehmigung direkt (ohne die Gesellenausbildung) die Meisterausbildung gemacht.

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Konditorin hier.

Wie andere schon sagten: erwärmen und weiter schlagen wirkt Wunder.

Sollte die Creme dann immer noch nicht ganz homogen sein (also besser als auf dem Foto, aber immer noch mit Flüssigkeit, die sich nicht mit dem Rest verbinden will), dann kannst du das ganze auch vorsichtig in ein feines Sieb oder ein sauberes Küchenhandtuch geben und abtropfen lassen.

Buttercreme verträgt einfach nicht so viel beigemischte Flüssigkeit. Ich weiß ja nicht was du dazugeben hast, aber wenn es zB Fruchtsaft oder -püree war, sollte das vorher etwas eingekocht werden.

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Konditorin hier.

Hefe sind Pilze die im Teig aus Glucose und Wasser Ethanol und Kohlendioxid machen. So geht der Teig auf (Gasbildung) und wird aromatisch. Deswegen braucht man in Hefeteig immer ein bisschen Zucker als Nahrung und andererseits etwas Salz und Fett um die Hefe in ihrer Reaktion etwas abzubremsen.

Hefe benutzt man nicht in Rührmassen (wie zB Mamorkuchen, Muffins) weil die Masse nicht elastisch ist, das Gas würde einfach entweichen. Hefeteig (zB für Butterkuchen, Brötchen) wird so lange geknetet, bis sich die Eiweiße Glutenin und Gliadin im Mehl zu dem berühmten Gluten verbinden. Gluten macht den Teig zäh und elastisch und sorgt so dafür, dass die Hefegase im Teig bleiben.

Hefe gehört (genauso wie Sauerteig) zu den biologischen Lockerungsmitteln. Es gibt außerdem noch chemische (Backpulver, Pottasche) und physikalische (Wasserdampf, Aufschlagen) Lockerungsmethoden.

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