ADHS - Ein Mythos... eure Meinung?

Was denkt ihr darüber?

ADHS ist überdiagnostiziert, was zu Gunsten der Pharmaindustrie ist. Wenn man heutzutage in eine Schulklasse geht, findet man mindestenz 2-3 Schüler, die ADHS haben und Medikamentös eingestellt sind. Der spezifische Ablauf sieht meist so aus:

Hyperaktives, lebhaftes Kindergartenkind, welches nicht ruhig sitzen kann, gerät immerwieder mit Regeln in Konflikt und wirft sich bei immer wiederkehrenden Wutausbrüche auf den Boden, auch, wenn dieser dreckig und schlammig ist. Dadurch das das Kind sich für alles interessiert, hat es sehr viele Freunde, gerät aber immer wieder durch Impulsivität mit diesen in lautstarke Streitereien. Bei pädagogischen Konfrontationen mit dem Fehlverhalten, fängt das Kind sofort an zu weinen und wirkt gekränkt. Nah vielen Elterngesprächen, EInzelgesprächen sowie auch Teamgesprächen und den daraus folgenden pädagogischen Interventionen, zeigt sich trotzdem keine Besserung des Verhaltens. Das Kind wird zum Arzt geschickt. Arzt ordnet eine ADHS Diagnostik an. ADHS wird festgestellt und zudem wird eine medikamentöse Behandlung mit Methylphenidat angeordnet. Das Verhalten bessert sich.

Ich halte diese schon gängige Diagnostik für sehr fahrlässig, da oftmals keine allgemeine Untersuchung durch einen Psychiater erfolgt und die Diagnose dadurch zu schnell vergeben wird. Zumindest gibt es potentiell unzählige Gründe, aus denen ein grundsätzlich lebhaftes Kind, Eigenarten entwickeln kann, durch die man einfach und oberflächlich behaupten kann: „Dieses Kind ist außer Kontrolle.“ Nur eine intensive körperliche und psychische Diagnostik, kann Ursachen ausschließen, bzw. eingrenzen.

So gesagt, wird für jeden beteiligten der oben beschriebenen Problematik sehr schnell eine Lösung gefunden. Denn der Arzt hat eine DIagnose, die Eltern haben Gründe, die Pädagogen im Kindergarten sehen positive Veränderungen und die Pharmaindustrie profitiert auch.

Fehdiagnosen sind die Folge: Bsp. Traumatisierte Jungen neigen besonders oft zur motorischen Übererregung und leiden zu dem unter Konzentrationsschwierigkeiten. Folge: Ihnen wird besonders häufig die Diagnose „Aufmerksamkeits-Defizits- und Hyperaktivitätsstörung“ (ADHS) gegeben (Weinstein et al., 2000) unter Umständen erhalten sie Ritalin zur Ruhigstellung. Dies kann zu Depressionen sowie zu einer Neigung zu Drogenabhängigkeit führen.

Wie seht ihr diese Thematik? Erfahrungen, Meinungen? :)

Danke, wenn du bis hier gelesen hast :D

Kinder, Schule, Psychologie, ADHS, Gesundheit und Medizin, Kinder und Erziehung, psychische Krankheit
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