Sie dürfen ein Kopftuch als Kopftuch benutzen, eine Mütze als Mütze, und - vor allem - ihren Verstand.

Nach eingehender Nutzung des Verstands unter Hinzuziehung des Quran kommt eine Muslima zu dem Schluss, dass es im Quran kein Kopftuchgebot gibt.

Im Quran steht nichts davon, dass ein Mindestmaß von Kopf, Haaren oder Hals zu bedecken wäre. Die aurah der Frau endet nach oben hin UNTERHALB des Halses, weshalb es genügt, dass sie ihren khimar über ihren Schmuck zieht, soll heissen, sie soll ihr Dekolleté bedecken. Und genau das steht zu diesem Thema im Quran - sonst nichts.

Das Kopftuchgebot entspringt den Köpfen der muslimischen Männer, deren Ego es nicht verträgt, wenn ihre Frauen auch von anderen Männern bewundert werden.

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Seit Anbeginn der islamischen Zeitrechnung bekriegen sich Sunniten und Schiiten und bezichtigen sich gegenseitig der Häresie. Die kleineren Gruppierungen werden sowieso abgelehnt, bei den Ahmadiyya hat es schon zum Ausschluss geführt, bei den Aleviten wird so gesprochen, als wären sie keine Muslime usw.

Das Thema ist also so alt wie der Wald und kann erst dann aufhören, wenn jeder einzelne damit aufhört. Du könntest damit anfangen und jeden Muslim anhalten, dieses Stiften von fitna zu unterlassen.

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Ich halte die Behauptung, dass das rituelle Gebet auf Arabisch gesprochen werden muss, für gelogen bzw. erfunden. Diese Regelung, für die es im Quran def. keinen Hinweis gibt, stiftet fitna, grenzt aus und führt dazu, dass viele Muslime ihre Gebete nicht verstehen.

Meines Wissens hat Muhammad gesagt, dass, wer kein Arabisch kann, in seiner eigenen Sprache beten darf.

Bei Bittgebeten ist es definitiv so, dass Du diese in jeder Sprache sprechen darfst.

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Selbstverständlich darf Du dein Bittgebet in jeder beliebigen Sprache sprechen.

Darüber hinaus halte ich die Behauptung, dass das rituelle Gebet auf Arabisch gesprochen werden muss, für gelogen bzw. erfunden. Diese Regelung, für die es im Quran def. keinen Hinweis gibt, stiftet fitna, grenzt aus und führt dazu, dass viele Muslime ihre Gebete nicht verstehen.

Meines Wissens hat Muhammad gesagt, dass, wer kein Arabisch kann, in seiner eigenen Sprache beten darf.

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Das liegt natürlich nicht am Hijab sondern an der Einstellung, die dahinter steht.

Kopftuch, Hijab, Niqab werden getragen zum Zeichen der Ehrbarkeit der Muslima. Diese könnte in Gefahr sein, wenn das Töchterlein mehrere Tage UND ÜBER NACHT nicht unter Aufsicht ist. Also wird das von den Eltern verboten - nicht selten gegen den Widerstand der Tochter.

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kommt man ins Paradies

Naja, jeder Muslim kommt gemäß islamischer Lehre irgendwann ins Paradies. Nachdem nämlich die guten und die schlechten Taten gegeneinander aufgewogen wurden und Du - falls das Ergebnis negativ war - Deine Höllenzeit abgesessen hast.

Das Lernen der 99 Namen mag Dir also hasanat einbringen, also als "gute Tat" zählen, mehr aber auch nicht. Einzig der Märtyrertod wird gehandelt als Freifahrtschein ins Paradies. Ich habe da jedoch so meine Zweifel.

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Wir sind eigentlich so gut wie NIE authentisch, da wir permanent die unterschiedlichsten Rollen einnehmen; zu Hause "spielen" wir das mehr oder weniger brave Kind, auf dem Schulhof den coolen Macker, Im Job den verlässlichen Macher und mit den Kumpels in der Kneipe den lässigen Chauvi etc.

Solches Rollenverhalten ist absolut normal und menschlich und in gewissen Grenzen auch ethisch und moralisch in Ordnung. Aber wir versuchen so schon, uns auf die unterschiedlichen Situationen einzustellen und Akzeptanz in diesen jeweiligen Gruppen zu finden. Deswegen spielen wird diese Rollen - meistens unbewusst.

Am authentischsten sind solche Menschen, deren verschiedene Rollen kaum Unterschiede aufweisen; merken könnte man das auf einer Party, auf der alle Peergroups des Gastgebers auftauchen, und der Gastgeber von niemandem als "anders als sonst" wahrgenommen würde.

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Ja, ist es. Wenn man bedenkt, dass der Konsum solcher Texte Eingang ins Unbewusste nimmt, dann ist das auch für die Psyche und Charakterbildung höchst bedenklich. Selbst-Indoktrination ist das dann.

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Die Anzahlung dient nunmal genau dazu, solches Hin und Her zu reduzieren. Insofern steht Dir nach meinem Rechtsempfinden nichts zu; mit den 250 bist Du noch gut bedient. Oder was glaubst Du, wozu es diese Anzahlungen gibt?

Mit der Überweisung Deiner Anzahlung hast Du den MÜNDLICHEN Kaufvertrag quasi bestätigt, auch wenn Du den schriftlichen Vertrag noch nicht unterschrieben hattest.

Und natürlich kann die Züchterin schon einen Nachteil erlitten haben. So könnte es sein, dass sie schon Interessenten abgewiesen hat, weil sie in dem Glauben lebte, dass DEIN Hund schon vergeben sei.

Was wäre eigentlich gewesen, wenn der Hund jetzt schon bei Dir gewesen wäre? Tierheim oder ebay?

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Was Du nicht geschrieben hast, was sich aber logisch herauslesen lässt, ist, dass Du tatsächlich schwul bist bzw. zu sein glaubst. Insofern antworte ich dementsprechend.

Viele Jugendliche in Deinem Alter glauben, homosexuell zu sein, sind es aber nicht wirklich. Die sexuelle Selbstfindung ist ein ganz normaler Prozess, der sich einige Jährchen hinziehen kann und bei vielen Jugendlichen durch Phasen größter Irritation geprägt ist. Also ... es kann sein, dass Du schwul bist, es kann aber womöglich auch sein, dass Du es nicht bist. Genaueres lässt sich nicht sagen, ohne Dich besser zu kennen.

Wenn Du denn schwul wärest, dann wäre dies ja - im islamischen Kontext - gottgegeben, kann also schonmal nicht sündhaft sein. Mit der eigenen Homosexualität innerhalb der ummah nicht hinterm Berg zu halten, wäre trotzdem dämlich, weil es Dir jede Menge Schwierigkeiten einbrächte - bis hin zu Mord durch allzu übereifrige Orthodoxe. Und das obwohl Homosexualität def. nicht haram ist. Aber die innerhalb der ummah omnipräsente Homophobie sorgt dafür, dass hier mitunter sehr emotional reagiert wird. Dass Du es auch innerhalb Deiner Familie nicht zugeben dürftest, ist megatraurig, aber leider auch die Regel - auf Basis eines völlig falsch verstandenen Ehrbegriffs. Mein Beileid zu dieser Familie!

Zu Deiner persönlichen Beruhigung: Im Quran wird weder die Homosexualität noch die homoerotische Handlung verboten. Die religiösen Eiferer berufen sich auf die Verse von Lut (Lot), verstehen diese jedoch völlig falsch. Die schändliche Tat, die dort beinahe begangen worden wäre, war nicht die Homoerotik, sondern eine geplante Vergewaltigung zweier Engel. An anderer Stelle geht es um Ehebruch, wenn nämlich Männer sich Jünglinge nehmen wollen, anstatt zu ihren Gattinen zu gehen. Das wäre Zina. Das heisst, Allah zürnt Dir nicht, wohl aber die islamische ummah, die sich weigert, dies zu verstehen.

Zum Thema Schwur komme ich als letztes, weil diese Frage die einfachste ist: Nein, ein erzwungener Schwur ist kein Schwur. Du hast nichts geschworen und somit auch keine Schuld auf Dich geladen. Ganz anders Deine Eltern; die haben sich an Dir versündigt, aber das soll deren Problem sein, nicht das Deine.

In unserer psychtherapeutischen Praxis haben wir bald jede Woche mindestens einen schwulen Muslimen oder inzwischen Ex-Muslimen als Patient - und die Reihe der Therapie-Begehren reisst nicht ab. Diese Männer leiden immens unter dem Druck durch Elternhaus und/oder ummah, und sie haben von dort keine Hilfe zu erwarten ausser vielleicht eine Konversionstherapie, zu der sie gezwungen werden und die noch nie etwas gebracht hat ausser noch mehr Leid. Denn eines ist klar: Homosexualität ist weder eine Krankheit, noch eine Störung und kann somit auch nicht "geheilt" werden.

Wozu auch? Du bist PERFEKT, so wie Du bist!

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Da die Bibel nach islamischer Sichtweise vom selben Allah inspiriert ist, wie der Quran, wird es als "empfohlen" angesehen, auch die Bibel zu lesen. Von Sünde kann also gar keine Rede sein.

Was der Islam natürlich verbieten will, wäre eine Konversion zum Christentum, so wie es jedes Jahr rund 6 Mio Muslime allein in Afrika machen. JEDES JAHR!

Wenn Du jedoch durch die Lektüre der Bibel zu dem Schluss kämst, dass der Islam falsch und die Bibel richtig ist, dann müsstest Du Dich auch nicht mehr um islamische Verbote kümmern, da der Christengott Dir Vergebung garantiert.

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Wenn es nachts war - zur Zeit des Fastenbrechens - ist es ok. Da ist gemäß Quran auch der GV erlaubt.

Tagsüber sollst Du Dich halt auf Allah und Deinen Iman besinnen. Nun ..... Du bist - wie wir alle - ein Mensch aus Fleisch und Blut - und Allah wird Dir verzeihen.

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Ja

Weil die meisten Muslime davon ausgehen, dass Homosexualität haram sei, ist es in vielen islamischen Ländern an der Tagesordnung, dass sich schwule Männer zur Frau um-operieren lassen. Nur so können sie unbehelligt ihrem Liebesbedürfnis und ihrer Sexualität entsprechen. Diese OPs sind weitestgehend akzeptiert, weil sie helfen, den Schein zu wahren.

Denn diese Haltung, man dürfe homosexuell sein, es aber nicht ausleben, ist an Zynismus ja kaum zu überbieten. Wirklich traurig ist, dass diese Menschen soweit gehen müssen .....

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