ruf am Besten mal beim Amazon Kundenservice an, vielleicht wissen die mehr oder wissen wohin du dich wenden kannst.

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Vielleicht hilft dir diese Seite erstmal weiter: www.begegnungspunkte.de.

Prinzipiell ist es so, dass lt. dem Koran muslimische Männer Frauen der anderen sog. Buchreligionen heiraten dürfen (d.h., Christentum, Judentum, manchmal auch Zoroastrianismus). Was das konkret in der Praxis heißt, ist allerdings ganz unterschiedlich.

Sprich mit ihm über deine Vermutung, aber setz ihn nicht unter Druck, das hilft euch beiden nicht.

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Die Bahá'í-Religion setzt ebenfalls auf Frieden, so sagt z.B. 'Abdul-Baha:

"Ich heiße euch alle und jeden von euch, alles, was ihr im Herzen habt, auf Liebe und Einigkeit zu richten. Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens. Ein Haßgedanke muß durch einen mächtigeren Gedanken der Liebe vernichtet werden."

Zur Konfliktlösung sollen die Menschen miteinander beraten:

"Der Himmel göttlicher Weisheit wird von zwei Leuchten erhellt: Beratung und Erbarmen. Haltet Rat miteinander in allen Angelegenheiten; denn Beratung ist die Lampe der Führung, die den Weg weist, und die Quelle des Verstehens" (Baha'u'llah)

Unter Beratung verstehen die Bahá'í, dass man zuerst für das Gelingen der Beratung betet, dann jeder seine freie Meinung sagt ohne Anklagen und Unterbrechungen und sich dann jeder von seiner Stellung löst, damit alle zusammen die beste Lösung finden können.

Zu dem Thema gibt's unglaublich viel Literatur. Die höchste administrative Institution der Bahá'í, das Universale Haus der Gerechtigkeit, hat mal alle Zitate aus den heiligen Schriften der Bahá'í zum Thema Beratung zusammengestellt (kannst du auch im Internet unter http://bahairesearch.com/german/Baha%27i/Authentische_Baha%27i_Schriften/Compilations/1979_Beratung.aspx lesen).

Wenn du noch Fragen zu den Bahá'í oder ihren Ansichten hast, frag einfach ;-)

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blöd, dass ich deine Frage erst jetzt sehe.

Ich bin zur Bahai-Religion konvertierte Pfarrerstochter, mein Mann ist Christ (früher Methodist, heute wegen unserer Hochzeit ev. Landeskirche). Wir hatten eine Bahai-Trauung und einen Gottesdienst zur Eheschließung.

Wenn ihr also noch Hilfe braucht (oder jemand anderes, der das hier liest), schreib mir einfach, ich kenn mich da jetzt ziemlich gut aus ;-) Zumal ich die Innenperspektive der Pfarrer auch kenne ;-)

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Die Bahai-Religion ist aus der Babi-Religion entstanden, diese wiederum aus einer shiitischen Bewegung, die den Mahdi, den verschwundenen 12. Imam erwartete. Der Bab bezeichnete sich selbst als "das Tor" (= Bab) zu einem wichtigeren Offenbarer, Baha'u'llah ("Herrlichkeit Gottes" - daher auch das Allah im Namen). Dieser war vor seiner eigenen Offenbarung bereits Anhänger des Bab, also schon kein Muslim mehr. Aber du hast natürlich insofern Recht, als das Ganze in einem muslimischen Umfeld geschah und auch Bahaullahs Herkunftsfamilie (nicht aber die von ihm gegründete Familie, also Frauen und Kinder) Muslime waren.

Tatsächlich lassen sich bspw. die 5 Säulen des Islam auch in der Bahai-Religion finden, werden aber nicht derart betont. Eine der zentralen Lehren der Bahai ist die fortschreitende Gottesoffenbarung, d.h., dass im Prinzip alle Religionen eine Religion sind, da Gott immer wieder seine Offenbarer sendet und den Menschen Lösungen für die Probleme der jeweiligen Zeit anbietet. Da die Probleme unterschiedlich sind, sind auch die Lösungen unterschiedlich, weshalb wir quasi von verschiedenen Religionen sprechen.

In der Konferenz in Badasht, 1848, die Bahaullah leitete, besprach die Babi-Gemeinde (Bahaullah erklärte erst 1863, dass auch er ein Gottesoffenbarer sei) genau die Frage, die du dir gestellt hast. Das Ergebnis dieser Konferenz war die offizielle Trennung zwischen Babi- und muslimischer Religion, die dann quasi automatisch auch die spätere Bahai-Religion mitbetraf.

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Mit Violine sollte man frühstmöglich anfangen, aber wenn du genug Geduld und Freude mitbringst, könntest du es sicher auch jetzt noch schaffen.

In der Anschaffung ist beides teuer. Zwischen Klavier und keyboard gibt es noch das E-Piano, was eine gute Lösung sein kann, wenn man beinahe Klavierqualität ohne ein dickes und teures Klavier möchte. Musikgeschäfte vermitteln oft auch Gebrauchtgeräte, frag mal nach.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du dich so dafür begeisterst, dass du wirklcih dran bleibst. Beide Instrumente klingen toll und eignen sich für verschiedenste Musikarten.

Mach vielleicht mal ein paar Probestunden bei beiden und guck so, was dir mehr zusagt. Erst wenn du weißt, dass du dabei bleibst, solltest du dir ein eigenes Instrument kaufen....

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Wegen dem Kontakt frag mal bei den drei hier aufgelisteten Vereinen an: http://www.yeziden.de/yezidisches_forumev.0.html

Dort kannst du dann auch fragen, ob und wie du an das Mishefa Reş kommen kannst.

Generell wird das aber eher schwierig werden, da eine Konversion zum Jesidentum nicht möglich ist und daher die Gemeinden eher nach innen gerichtet sind. Ich war mal in Israel an einem Heiligtum der Jesiden, da konnte man sich schon alles ansehen und wurde nett begrüßt (normalerweise kommt da wohl auch keiner hin) und viel erklärt, aber irgendwann war dann auch genug und der Mann ging wieder. Ist eben nicht wie bei den Religionen, die daran interessiert sind, neue Mitglieder zu finden.

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ja, genauso wie "Oh mein Gott", "Jessasmaria" (Jesus und Maria), "Dem Himmel sei Dank" und diverse andere. Es sind nur noch Floskeln. Dazu 2 Feststellungen:

1) Atheisten müssen auch ein Gottesbild haben, sonst könnten sie ihn nicht ablehnen.

2) Machen sich Gläubige Menschen tatsächlich jedes Mal Gedanken darüber, wenn sie diese Worte benutzen oder geht es auch hier nur um mehr oder minder leere Floskeln? Ich tendiere zu zweiterem.

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warte einfach noch ein bisschen. Wenn ihr wirklich so weit seid, werdet ihr euch trauen ;-)

Du kannst dich ja mal an ihn anlehnen oder so. Aber wenn du noch zu große Hemmungen hast, ist es auch noch nicht richtig. Der richtige Moment wird kommen und die Vorfreude ist doch auch schon sehr schön ;-)

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Wie wärs mit:

Zum xxx. (Lebensjahr x 31.622.400) Jubiläum der Sekunde deines physischen Erscheinens außerhalb der Fruchtblase im Bauch der Frau deines Erzeugers sendet dir diese Ansammlung von Atomen in Form des Ich den Wunsch nach der Tatsache deines Wohlergehens und sonstigen weltlichen und geistigen Erscheinungen des im Volke positiv Erscheinenden und real Seienden.

Zu lang, oder? Aber der Versuch hat Spaß gemacht :-)

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Juhu, das ist DIE Frage für Religionswissenschaftler und zum perfekten Zeitpunkt gestellt, weil ich gerade für meine Zwischenprüfung nächste Woche lerne :-)

Also, es gibt hunderte Versuche Religion zu definieren. Dabei gibst es verschiedene Vorgehensweisen:

a) über den Ursprung des Begriffs: das kann lat. "religare" - "zurückbinden" sein wie Augustin es versucht oder lat. "religio" - "rücksichtsvolles Tun" im Sinne von ein Ritual exakt auszuführen, zu Zeiten Ciceros die Rituale der römischen Religion. Fakt ist jedenfalls, dass das Christentum den Begriff Religion von den Römern zur Selbstbeschreibung übernommen hat. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff immer allgemeiner, aber blieb auf das Christentum bezogen, was sich eigentlich erst mit Aufklärung änderte. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund.

Seither gibt es verschiedene Versuche, Religion zu definieren. Das Problem liegt aber darin, dass "Religion" eben ein christlich geprägter Begriff ist und kaum außerhalb des europäischen Raums auftrat. So gibt es in vielen anderen Sprachen keine Übersetzung dafür, bzw. nur unzureichende, die wahlweise mehr oder weniger bezeichnen als das, was wir alltäglich mit Religion benennen.

b) über die Essenz/das Wesen der Religion (substantialistische Def.): Kant sagte: "Religion ist das Gesetz in uns, insoferne s durch einen Gesetzgeber und Richter über uns Nachdruck erhält. Sie ist eine auf die Erkenntnis Gottes angewandte Moral". Schleiermacher sagte: Religion ist "Sinn und Geschmack für's Unendliche", bzw. ein Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit. F.M. Müller (wird als Ideengeber der Religionswissenschaft gesehen) sieht in der Religion einen "Ausdruck der ältesten Gedanken der Menschheit", bzw. ein "Schauen des Göttlichen im Wirklichen, ein Gefühl menschlicher Schwäche und Abhängigkeit". Friedrich Heiler sagt, Religion ist "Anbetung des Mysteriums und Hingabe an dieses", bzw. "Umgang mit dem Heiligen". Wobei man an dieser Stelle das Heilige definieren müsste, was Heiler mit seinem Modell der konzentrischen Kreise versucht (er arbeitet sich vom sinnlich wahrnehmbaren über die Gedanken und Gefühle zum göttlichen Mysterium vor). Damit steht er in der Tradition Rudolf Ottos, für den die Erforschung von Religion nur möglich ist, wenn man selbst schon einmal einen Moment starker religiöser Erregtheit erfahren hat. Er versteht Religion als Ergebnis von rationalem (Moral) und irrationalem (das Heilige). Für van der Leeuw ensteht Religion aus der Erfahrung mit einer höheren Macht konfrontiert zu sein, der man sich nicht entziehen kann.

c) über die Funktion: "Eine Religion ist ein solidarisches System von Überzeugungen und Praktiken, die sich auf heilige, d.h. abgesonderte und verbotene Dinge, Überzeugungen und Praktiken beziehen, die in einer un derselben moralischen Gemeinschaft, die man Kirche nennt, alle vereinen, die ihr angehören" - Durkeim sieht Religion als gemeinschaftsstiftend. Im Gegensatz zu William James, der Religion als eine individuelle Angelegenheit versteht: "Gefühle, Handlungen und Erfahrungen von einzelnen Menschen in ihrer Abgeschiedenheit, die von sich selbst glauben, dass sie in Beziehung zum Göttlichen stehen", was James als Existenzbegründend sieht.

Religionsbegriffe sind also immer von einer bestimmten Epoche bzw. ihrem Autoren abhängig. Die Religion in den Religionen zu suchen, wie es die Religionsphänomenologen taten (siehe substatialist. Def.), wurde von den meisten Religionswissenschaftlern aufgegeben (abgesehen von bspw. Gantke oder Tworuschka, letzterer könnte dir bekannt sein), was als kulturwissenschaftliche Wende bezeichnet wird.

Zwar gibt es noch einige sehr breite Religionsdefinitionen wie etwa Gladigows "Sinn-, Symbol- oder Deutungssystem", Religionswissenschaftler arbeiten aber eher mit einem diskursiven Religionsverständnis bzw. hermeneutischen Religionsdefintionen. Das heißt, wir bestimmen unseren Gegenstand, die Religion, bei jeder Arbeit neu. Dabei können wir entweder den Begriff unseres Forschungsfelds übernehmen (wer bezeichnet sich selbst als religiös? der ist es auch für uns) oder ihn für unsere Arbeit passend verändern (wir untersuchen bspw. Zeugen Jehovas, nehmen jene, die sich selbst als ZJ bezeichnen, aber auch jene, die sich für die ZJ interessieren in unsere Forschung auf) oder wir nehmen eben einen ganz abgehobenen Begriff, wie das obige Sinn-, Symbol- oder Deutungssystem, das es uns ermöglicht, bspw. den Trachtenverein, ein Fußballspiel oder einen Museumsbesuch mit religiösen Systemen zu vergleichen.

Noch Fragen? ;-D

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