Du meinst wohl eher "durchsetzen" denn einführen.

Die Wehrpflicht ist weder ausgesetzt noch irgendwie eingeschränkt. Nur der unfreiwillige Wehrdienst ist quasiausgesetzt.

Das Wehrpflichtgesetz legt unter § 2 fest, dass Wehrpflichtige zum Wehrdienst herangezogen werden können, wenn der Spannungs- und Verteidigungsfall ausgerufen wird.

Im Klartext: ja, Deutschland darf, kann und würde Wehrpflichtige zu einem Wehrdienst einberufen, wenn wir im Krieg wären oder ein solcher bevorstünde.

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Selbstverständlich sind wir verteidigungsfähig, aber eben mit Unterstützung unserer Bündnispartner. Gleiches gilt übrigens mit wenigen Ausnahmen auch für eben diese Partner..

Und warum kann die Bw nicht eigenständig die Verteidigung Deutschlands sicherstellen? (so müsste die Frage korrekt lauten)

Weil man mit einem solchen Ziel die Aufrüstungsspirale niemals hätte stoppen können, die man mit den Abrüstungsverträgen aber nun mal verbindlich vereinbarte. Rüsten wir uns auf, rüsten sich andere ebenfalls auf, um sich auf einen möglichen Angriff unsererseits einzustellen.

Das war die etwas tiefgreifendere Erläuterung.

Ein anderer und viel anschaulicherer Grund ist, dass wir Deutschen nunmal nicht mehr Geld in die Verteidigung investieren wollten. Um eigenständig (und auch nur beschränkt) verteidigungsfähig zu sein, hätten wir über die vergangenen drei Dekaden mindestens 4 % des BIP in den EP 14 stecken müssen. Das haben also weder die letzte Regierung, noch eine der Vorgängerregierungen "verschuldet", sondern lediglich unsere eigene Leichtgläubigkeit, Genügsamkeit und der falsch verstandene Pazifismus verursacht.

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Erfolg und Sicherheit sind aktuell wohl die größten Bedürfnisse ("Gefühl") ukrainischer Bürger (vereinzelt auch Durst und Hunger). Das Bedürfnis der Ukraine ist hingegen die Einheit und Freiheit.

Einen Bedarf (materielle Güter) hat die Ukraine allerdings an Waffen und Kleidung, Gerät und Maschinen, Medikamenten und Verpflegung, Treibstoff und Personal ....

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Ich denke, das wird überwiegend politische Ziele haben (Sicherheit, Mut oder Vertrauen suggerieren).

In einigen Fällen ist es aber auch pure Eitelkeit. Sonst kann ich mir keinen Grund vorstellen, warum ausgerechnet Merz, die Weste unter einer Bomberjacke (🤦) trug...

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Die Ausbildung zum Offizier dauert üblicherweise 3 Jahre.

Gem. §26 Soldatenlaufbahnverordnung können ausgebildete Offiziere frühestens nach 15 Jahren Oberst werden.

Damit ein Oberst General werden kann, muss er vorher Referatsleiter im BMVg gewesen sein. Dafür muss er wiederum mindestens eine Verwendung in der Besoldungsgruppe A16 und eine in B3 genossen haben. Gem. Personalentwicklungskonzept sollen diese Verwendungen mind. 2 Jahre dauern.

Theoretisch beträgt somit die reguläre Mindestdienstzeit eines Brigadegenerals 24 Jahre. Da Berufssoldaten (insbesondere Stabsoffiziere) fast immer auf eine freie Haushaltskarte warten müssen, damit sie befördert oder eingewiesen werden, sind Generale mit Anfang 50, also nach etwa 30 bis 35 Dienstjahren, die absolute Ausnahme!

Durch Heldentaten kann man die oben genannten Zeiten nicht verkürzen 😉

Sehr wohl können aber der Einstieg bei der Bw mit einem abgeschlossenen Studium, bestimmte zielgerichtete Verwendungen sowie eine hervorragende Persönlichkeit dazu beitragen, dass man nicht viel länger braucht, als die 24 Jahre, um General zu werden.

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Nein, definitiv nicht. Allerdings wird tatsächlich seit vielen Jahren medial Deutschland-Bashing betrieben. Deutschland mache alles falsch, bevormunde alle und wäre an Vielem Schuld.... Populismus halt 😉

Wer dafür empfänglich ist, wird diese Ansicht natürlich früher oder später verinnerlichen. Aber die meisten Polen - und erst recht die gebildete Schicht - haben nichts gegen Deutschland.

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Du kennst die Antwort zwar schon, aber zur Verdeutlichung:

Durch ein 38 Mio.-Einwohner-Land werden binnen eines Monats rd. 2,7 Mio. Flüchtlinge transferiert, von denen rd. 1,8 Mio. vorerst dauerhaft Rast einlegen. Was glaubst Du, wo die übernachten? Zu glauben, dass sich kein Ukrainer eine solche Bleibe leisten könnte, ist ein Trugschluss.

Die polnischen Geschäftsleute, aber auch der Nichtselbständige mit Wohneigentum, hatten sofort den richtigen Riecher! Nicht nur Hotels und Ferienwohnungen sind teuer - auch Mietwohnungen (die vorher keine waren) werden aktuell zu Höchstpreisen angeboten.

Zuguterletzt erlebt Polen gerade eine Inflation, von der wir nur träumen können - ohne dass der Wert des Zloty fällt (!). Da parallel auch die polnischen Gehälter angepasst werden, wird diese Spirale vorerst nicht zu stoppen sein....

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Entscheidend ist weder ob Du Dienstgradschlaufen noch ob Du Hochzeitsabzeichen trägst. Sobald Du aussiehst, wie ein Soldat oder Dich sonstwie als einer ausgibst ohne einer zu sein, kann es strafbar sein. Nimmst Du Dir dabei sogar auch noch bestimmte Rechte raus, ist es auf jeden Fall strafbar (§132a StGB)

Grundsätzlich ist es nicht verboten, mit einer Weste und/oder einem Nachtsichtgerät und in Uniformteilen draußen herumzulaufen. Sieht Dich allerdings die Polizei wirst Du zu 100% angehalten. Meldet Dich ein besorgter Bürger, könnte es ggf. ebenfalls eine Anzeige geben.

Entscheidend ist, ob jemand Dich für einen Soldaten halten könnte 😉

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Ab 18.

Zudem müsstest Du erstmal Deutschland überhaupt verlassen dürfen. Als 15-Jähriger geht das nur in Begleitung. Und in die Ukraine einreisen kannst Du eeh nur mit Reisepass und Visum. Ob Dir das alles Deine Eltern erlauben würden?

Davon losgelöst: wenn Dein Vater "beim Bund" ist, würdest Du ihm alleine mit dem Versuch bereits richtig große Probleme bereiten. Also pass auf, was Du wo schreibst....

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Vermutlich, weil es halt "Mutter"-Sprache heißt 😉

Auch wenn ich mich nicht als Pole sondern als Deutscher verstehe und deutsch deutlich besser, als polnisch spreche/schreibe, tue ich mir ebenfalls schwer, Deutsch als meine Muttersprache zu bezeichnen. Für mich ist Polnisch die Sprache, in der ich mich mit meiner Mutter unterhalte bzw. in der ich von meiner Mutter aufgezogen wurde.

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Wenn die Kameraden Trennungsgeldempfänger (nicht unterkunftspflichtige Soldaten - NIUKS) sind und sie dadurch Unterkunftspflichtigen Soldaten (UKS) keine Stuben wegnehmen (!), kann es rechtens sein.

In jedem Fall ist den UKS Vorrang bei der Zuteilung von Stuben zu gewähren. Das bedeutet auch, dass die NIUKS solange auf Hotels oder Mietwohnungen zu verweisen sind, bis alle UKS eines Standortes einzeln untergebracht sind - mit Ausnahme von Rekruten, die nicht einzeln untergebracht werden.

Das machen viele Spieße aber nicht. Sie lassen lieber UKS zu zweit oder dritt wohnen, um ihren "armen" Feldwebeln oder Offizieren eine Bleibe unrechtmäßig kostenfrei zur Verfügung stellen zu können.

Ganz klar Beschwerde- oder Eingabegrund 👍

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Der Artikel ist veraltet.

Das Brutto einer/s HptGefr liegt bei mind. 2.420,- und rund 2.092,- netto. Für eine unausgebildete Person im zweiten Berufsjahr ist das verdammt viel! Und wenn ein HptGefr in den Einsatz geht, gibts nochmal bis zu 145,- netto pro Tag (!). Das sind dann schnell über 6,5 Tsd Euro auf die Kralle...... wenig?

Na dann bedenke noch, dass die Soldatin bzw. der Soldat günstig wohnt, isst und kostenfrei mit der Bahn reist. Für Berufskleidung zahlt man auch nichts.

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Vollkommen normal

Wenn Du Dir selbst ein Bild machen möchtest, dann ist dieses Forum dafür am schlechtesten geeignet 😉

Mach ein Praktikum oder verpflichte Dich. In den ersten sechs Monaten kannst Du ohne Begründung und Konsequenzen wieder gehen. Du hast dadurch keinerlei Nachteile.

Einen schlechten Umgang mit Frauen kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil. Im Vergleich zu Soldaten werden Soldatinnen mit Samthandschuhen behandelt und kraft Gesetz bevorteilt.

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Unter Stabsdienst versteht man eine Verwendung im Stab bzw. in der Kompanie-/Staffelführungsgruppe. Dem Gegenüber steht zB der Felddienst.

Stell Dir vor, eine Kompanie oder eine Staffel aus zB 100 Personen besteht aus 4 Zügen á 20 Soldatinnen und Soldaten. Diese machen quasi nichts anderes als täglich zu trainieren, üben, marschieren, Waffen reinigen, Fahrzeuge warten, Sport treiben, ausgebildet werden, ausbilden, die Buden aufräumen usw.

Die übrigen 20 Personen in der Kompanie/ Staffel kümmern sich um die Anmeldung und Planung von Übungs- und Ausbildungsvorhaben, um die Beschaffung und Bereitstellung von Material, Munition, Verpflegung, Fahrzeugen, Kleidung. Sie kümmern sich auch um Urlaubsanträge, Dienstpläne usw. Das sind die Stabsdienstsoldaten einer Kompanie/Staffel.

In einem (Bataillons-)"Stab" werden dieselben Tätigkeiten wahrgenommen nur für mehrere Kompanien gleichzeitig - also für ein Bataillon bzw. Verband.

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Ja, Du musst nicht erneut studieren. Du bist dann ein sogenannter Seiteneinsteiger oder "Neckermann-Offz" und steigst von Anfang an mit einem höheren Dienstgrad ein. Voraussetzung ist allerdings, dass Dein Studium in der von Dir gewünschten Truppengattung/Verwendung anerkannt wird. Mit Wirtschaftsinfprmatik sollte das uneingeschränkt möglich sein.

Solltest Du nur einen Bachelor-Abschluss haben und den Master drauf setzen wollen, ist auch dies möglich.

Du kannst aber auch ein vollwertiges zweites Studium absolvieren, wenn Du möchtest.

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"Note" :D :D :D

Bei der Musterung werden diverse Fehlstellungen, Fehlfunktionen oder Unregelmäßigkeiten Deines Körpers oder auch Deiner Psyche mit Fehlerkennziffern (neu: "Signierziffer") belegt. Je nach Signierziffer wird man dann in den Tauglichkeitsgrad T2 bis T7 gemustert.

Für eine T2-Musterung können das Zig unterschiedliche "Fehler" sein. Wer zB nicht 175 bis 185 groß ist, kann nicht mehr T1 gemustert werden.

Sorgen brauchst Du Dir deswegen also nicht zu machen. Falls Du wirklich T2 gemustert wurdest, bist Du grundsätzlich Top-Fit !

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1. Nein. Falli ist Falli, Pionier ist Pionier usw. und daran ändert die Verwendung bei den EGB grundsätzlich erstmal nichts. Einzelne Soldaten eines Zuges oder einer Gruppe bekommen allerdings diese Zusatzbefähigungen.

2. Natürlich führen (i.d.R. junge) Offiziere Ihre Züge oder Kompanien auch im Kampf. Auch in der Verwendung als zB FAC, CAS oder in einem JFCT, als Chef einer Aufklärungskompanie, als Pioniererkunder oder auch einfach als Marschführer ("Convoi") können sie in Kampfhandlungen verwickelt werden.

3. Dasselbe was sie überall anders in der Bundeswehr machen: Führen, Ausbilden, Erziehen 😉

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