BORDERLINE Keine eigene Persönlichkeit?

Hallo liebes Forum,

Ich habe ein Problem was mich immer mehr belastet . Ich bin als Borderlinerin diagnostiziert worden weil bei mir wohl alles dafür spricht . Impulsivität, panische Angst vor dem allein sein , verlassen werden , Manipulation usw. Ich glaube ich muss das nicht näher beschreiben. Das größte Problem für mich ist allerdings das, was diese Störung am meisten ausmacht ... Der fehlende Bezug zum eigenen ICH . Wie beschreibe ich das am besten .... Ich habe weder Interessen noch Hobbys, Ziele , Wünsche etc. Das Leben zieht an mir vorbei und ich schaue tatenlos zu .Wie ein Zombie . Jeder Versuch dies zu ändern scheitert kläglich . Ich habe verschiedene Jobs durch und keiner gefällt mir. Ich mache ihn einfach und empfinde nichts dabei außer im schlimmsten Fall trauer . Ich habe nicht mal einen Traumjob. Außerdem habe ich verschiedene Hobbys ausprobiert, doch auch die interessieren mich nicht . Ich empfinde einfach keine Zufriedenheit oder gar Freude / Glück . Das was ich "gerne" mache ist immer von meinen Partnern abhängig . Beispiel : Partner mag Fußball und ich mag Fußball plötzlich auch obwohl ich es davor gehasst habe . Sobald die Beziehung vorbei ist hasse ich Fußball wieder . Meine Psychologin sagte, das der Grund für diese Problematik der ist , das ich von klein auf niemals eine eigene Meinung, Interessen usw. haben durfte sondern immer das toll finden musste was meine Eltern toll fanden oder das empfinden und denken musste was sie dachten . Aus diesem Grund habe ich auch heute noch keine eigene Meinung oder Wünsche sondern passe mich anderen an . Ja verdammt ich kenne mich selber nicht . Ich bin immer das was mein Gegenüber ist obwohl ich weiss das es nicht richtig ist . Ich weiss absolut nicht ob ich in wirklichkeit ein netter Mensch bin , oder was auch immer. Ich habe absolut keine Ahnung wer von diesen ganzen " angelernten Persönlichkeiten " ICH bin oder was meine eigenen Gedankengänge und Meinungen sind, denn sie ändern sich sobald mein Gegenüber ein anderer ist . Da hilft auch keine Therapie und auch kein " tief in mich gehen" . Ich will mich einfach selber kennenlernen und vielleicht irgendwann mal etwas positives empfinden . Aber ich habe einfach kein ICH . Keine eigene Identität. Und das frisst mich auf weil das Leben so sinnlos erscheint . Ich kann auch keine Bestätigung in irgendwas finden .Beispiel : Ich habe etwas wirklich gut gemacht und werde dafür gelobt , dann interessiert es mich einfach nicht . Es ist einfach so . Ich hake die Sache ab und hinterfrage nicht weiter . Andere Menschen wären stolz auf sich aber mich lässt Lob absolut kalt . Ich weiss nicht mehr weiter . Was kann ich tun ? Meine ganzen Therapien haben absolut nichts gebracht . Wie schaffe ich es mich selbst kennenzulernen ? Oder ist meine eigene Persönlichkeit nie enstanden ?

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Hi.

Zunächst mal zur Wandelbarkeit des ICHs. Niemand kann beschreiben, wer er denn eigentlich wirklich ist. Dass es sich beim ICH um eine konsistente, gleichbleibende Persönlichkeit handelt, ist Unfug - Persönlichkeit ist eher etwas wie ein Spielraum. Wir sind im Job die Fleißigen, zu Hause die Faulen, auf der Theaterbühne die Mutigen und bei Freunden die Schüchternen. Draußen lachen wir und weinen daheim... wir sind eben einfach auch vielfältig und adaptieren gewisse Rollen. Das ist ein Stück weit normal und gesund.

Das Gefühl, sich selbst nicht zu kennen, ist im Moment RICHTIG großer Trend. Alle machen Selbstfindung. Alle beim Yoga, alle in Selbsterfahrung, alle Resilienz, alle ICH-Suche. Das wird so extrem, das man meinen könnte: mit einem Satz in den Narzissmus geschlüpft.

Dabei ist es bei einer BPS so, dass es besonders intensive/ extreme Persönlichkeiten sind: heiß liebend, kalt fallen lassend. Sie sind Beziehungsmenschen, alles hat damit zu tun. Sie fahren Gefühlsachterbahnen - nur sie können so weit oben sein und dann wieder runter sausen. Das gehört zu Deinem ICH dazu. Und es ist auch so, dass heutzutage immer weniger eine Passion für sich entdecken - Vereine gehen ein, das Ehrenamt verschwindet (so läuft z.B. gerade wieder eine riesige Kampagne in allen Kinos zur Stärkung des Ehrenamts)...

Versuch es doch mal verrückt zu sehen: Das Wechselhafte, das bist Du. Das mag nicht Jeder von außen greifen können...

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Psychotherapie (tiefenpsych.): Hat die individuelle Persönlichkeit des Therapeuten irgendeine Art Einfluss auf den Behandlungserfolg des Patienten/Klienten?

Hallo zusammen,

ich (m/40J.) mache seit 2 Jahren (ca. 70 Sitzungen gehabt) einzeln eine Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundiert.

Nach meinem Verständis resultiert der Behandlungserfolg aus dem erfolgreichen "Durcharbeiten" der "Übertragungswiderstände" ggü. dem Therapeuten. Er und ich sprechen diesbzgl. die gleiche Sprache, mittlerweile. Am Anfang der Therapie habe ich ihm öfter diese und jene Verhaltensweisen vorgeworfen. Er meinte dann immer, diese Vorwürfe hätten etwas mit mir zu tun und dass die Persönlichkeit des Therapeuten (neben aller ihm bewussten Stärken und Schwächen) in meiner Therapie keine Rolle spielen würde/sollte bzw. keine Bedeutung hätte/haben sollte.

Nun habe ich gehört, dass "...die erfolgreiche Durcharbeitung der Übertragungswiderstände beim Patienten auch in unterschiedlichem Ausmaß von der spezifischen Interaktion mit dem Analytiker, dessen Gegenübertragung, persönlichkeitsstrukturellen Eigenarten und neurotischen Konflikten abhängig sein kann." --> Was ich mittlerweile nach so langer Zeit auch vermute. Weil: ich stecke total fest, habe während der lfd. Therapie über Monate hinweg gleichbleibende massive Erstickungsgefühle, keinerlei Kraft und bin starr im ganzen Körper, deswegen arbeitsunfähig (Therapeut weiß davon)..... außer der Geist funktioniert noch halbwegs.

Ein Bauchgefühl gibt es bei mir schon lange nicht mehr! Daher kann ich im Moment keine Entscheidung treffen, was die Therapie angeht.

Was sagt ihr dazu ? Spielt die Person des Therapeuten eine Rolle ? (Fachlich vertraue ich ihm eigentlich!) Was habt ihr für Erfahrungen ?

1000 Dank für eure Beiträge !!!

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Hallo Xray...

zunächst: Ich finde toll, dass Du schon so lange an einem Weg für Dich arbeitest. 70 Sitzungen sind eine Menge und ich glaube die meisten Klienten brechen vorher ab. Getreu dem Motto: wenn es mit dem Therapeuten nicht sofort "rund" läuft, gehe ich schnell wo anders hin.

Ich finde schräg, wie viele hier direkt einen Rat an Dich haben - denn die Situation ist für uns gar nicht klar. Deshalb würde ich auch keine Empfehlung aussprechen oder einen "Täter" für das Stocken der Therapie festmachen, sondern ganz einfach fragen: Was stört Dich denn da an dem Therapeuten? "Persönlichkeit" kann ja alles und nichts sein - worin genau äußert sich das, an welchen Beispielen/ Situationen?

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Hallo Diloh,

erst mal sorry - viele Leute haben eine sehr strenge Vorstellung davon, was als "psychische Belastung" gelten darf und was nicht. Was Du schilderst ist natürlich genau so berechtigt, wie alles Andere. Es ist aber gleichzeitig auch kränkend für Personen, die sich nach mehr Nachfrage sehnen und dies nun als herablassend empfinden, weil sie irgendwie in Vergleiche mit Dir hineingezogen werden.

Ich muss noch etwas nachfragen, was nun das Problem ist. Viele Mädchen fragen nach Dir. Ist das schon das Störende? Oder ist das Störende, dass es nachlässt, wenn sie Dir etwas näher sind (also persönlich bekannter)? Oder Du Sorge hast, dass Du eben als Person bzw. im Inneren nicht "schön" bist?

Ander gefragt: Du könntest Dich ja von Mädchen lossagen und Dein Ding machen. Dennoch bringst Du Dich selbst ja immer wieder in die Situation hinein.

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Hi - das ist etwas Spannendes... ich drehe gerne diese Perspektive "alle beurteilen mich"...

Zunächst steckt da ja drin, dass man für alle eine Rolle spielen würde. Das ist gar nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: man ist zunächst erst mal bedeutungslos für Andere. Und es ist sehr selbstüberschätzt, wenn man glaubt, Andere würden stets ihre Gedanken damit verbringen, Dich zu verurteilen.

Andere sind oftmals nur Repräsentationen von uns selbst. Soll heißen: Du stellst Dir in dem Moment ja die Welt aus den Augen der Anderen vor. Dabei fühlst Du Dich ein, wie das wäre - und das kannst Du nur auf Deine Art und Weise. Das heißt: Die Verurteilung, die Dich da eigentlich anschaut, ist Deine Eigene. Würdest Du ohne Urteil auf die Welt schauen, ginge es auch für Dich leichter. Versuch es doch mal ;)

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Sind das Stress Symptome?

Können Magen und Galle bei Stress Schmerzen verursachen?

Immer dann, wenn ich (16/männlich/10.Klasse Gymnasium) an eine schulische Sache denke, die mir Angst und Sorge bereitet, sticht es in meiner Galle. Habe auch komischen Geruch aus dem Magen, in den letzten Tagen, in denen ich vor lauter Lernen kaum geschlafen hatte, kam es zu einem Druckgefühl im Magen sowie zu einem unangenehmen Brennen. Viele Magengeräusche machten mir zu schaffen (gurgeln, glucksen, quietschen), hatte kaum hunger, ständig trockenen Mund. Außerdem musste ich oftmals ohne Grund aufstoßen/rülpsen. Seit Freitagnachmittag sind die schmerzen sofort weniger stark bzw. überhaupt nicht mehr wahrnehmbar, bin aber extrem müde und habe leichte Kopfschmerzen. Hatte kürzlich den ersten 6er meines Lebens in einer Abfrage bekommen, die ich aufgrund von nervlicher Überlastung durch eine vorherige Schulaufgabe in Englisch versabbelt habe, obwohl ich gelernt hatte. Bekam auf die Fragen keine Antwort über meine Lippen und fühlte mich total lost. (Die Pause zwischen den betroffenen stunden, die wir aber wegen der Englischschulaufgabe nicht hatten, wurde uns wie gesagt einfach gestrichen)

Außerdem hatte ich totalen Lernstress in den letzten Tagen, hatte z.B. am Mittwoch bis 17 Uhr Schule und musste vom einem auf dem anderen Tag einen doppelseitig bedruckten DinA3 Bogen mit englischen Phrasalverbs und idioms büffeln (insgesamt 60 !!! wendungen), da ein Vokabeltest drohte. Ende vom Lied: Bin um 02:30 Uhr ins Bett und musste um 5:30 Uhr aufstehen, da der Schulbus um 06:15 fährt. Meinen Klassenkameraden erging es nicht anders, da sie fahrplanbedingt auch erst so spät nach Hause kamen.

Kaum ist Wochenende, gehts meinem Bauch wieder besser. Das gesamte Gefühl im Magen hat sich verändert und anscheinend die Säure wieder neutralisiert. Nur wenn ich an die fiese Aussage einer Lehrkraft denke, fängt mir entweder der Magen oder die Galle (rechts direkt unterm Zwerchfell) zu drücken an.

Kann das alles psychisch bedingt sein? Die Sache mit dem 6er ist nun auch wieder drei Wochen her, aber scheint mich im Unterbewusstsein sehr stark zu belasten. Normalerweise bin ich der einsertyp, der seit 10 Jahren immer den gleichen Zeugnisschnitt von 1,6 hat. Aber der 6er hat mich erschüttert, v.a. weil ich so tatenlos zusehen musste, wie ich vor Überlastung und Verausgabung im Engischtest bei der Abfrage dann kein Wort aus mir rausbekam und nur etwas Sinnloses stotterte...

Könnten das mögliche Erklärungen sein? Hat wer Tipps zum Entspannen. An meiner Sprache kann man womöglich meine derzeitige Lage nachvollziehen. Bitte deshalb um Verzeihung. Mir gehts seelisch echt nicht gut. Habe oft Angstzustände in denen ich schüttelfrost bekomme und das Zittern anfange.

Ps: Mein körper scheint momentan recht übersäuert zu sein, da ich plötzlich fiese Pickel im Gesicht bekommen habe. Auch der Urin riecht strenger, deshalb nehem ich zur Entgiftung schon zwei mal am Tag Basica. Und es hilft ein wenig.

Gruß

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Hi! Ehrlicherweise ist das bei Männern sehr typisch, dass sie gar nicht ihr psychisches Wohlbefinden reflektieren, sondern dass sich das über körperliche Symptome zeigt. Tinnitus, Gürtelrose, Magen, Darm, Schlafstörung. Frauen sind sich und ihren Gefühlswelten tatsächlich zugänglicher. Soll heißen: ja, das ist sehr gut möglich, dass es psychische Ursachen sind.

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Ich halte in der Psychologie ein Fernstudium nicht für geeignet. Überlege Dir das gut.

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Beziehung beenden (nach 2-4 monaten)?

Also ich bin seit ca. 2 Monaten mit meinen Freund zusammen (ich bin Weiblich und 20 Jahre) wir kamen recht schnell zsm obwohl wir uns noch nicht soo lange kannten aber als wir unsere Beziehung offiziell gemacht haben meinte ich zu ihm das wir uns doch erst noch kennenlernen sollten und er meinte das können wir doch auch wenn wir zsm sind und ich hab dem zugestimmt. Hier muss ich sagen er ist mein erster Freund davor war ich nur in einen jungen richtig verliebt aber das hat nicht geklappt. Mein Problem ist einfach das ich mich nicht mehr wirklich wohl bei ihm fühle ich hab das Gefühl er hat viele Erwartungen und setzt mich unter Druck aber ich merke das er mich wirklich sehr mag, ich merke aber auch das wir zu unterschiedlich sind bzw unsere Charaktere einfach nicht passen oder wenn ich mal etwas nicht möchte und Nein sage diskutiert er die ganze Zeit weiter und/oder wird leicht angepisst und generell habe ich einfach das Gefühl er hat nicht viel Verständnis. Er ist ein guter Mensch und ein toller Freund das sage ich auch nicht nur wie gesagt ich fühle mich einfach nur unwohl ich freue mich auch garnicht wenn wir uns treffen das Ding ist ich fühle mich so schlecht ich hab das Gefühl ich bin zum Teil schuld Ich weiß nicht wieso ich mache mir Vorwürfe das es an mir liegen könnte und er will die ganze Zeit Sex und immer bei sich was machen und ich bin so ein Mensch klar ich brauche auch Sex usw aber ich möchte auch was richtiges Unternehmen mit meinen Partner aber so ist er einfach als Mensch und er war der erste mit dem ich Sex hatte und ist doch klar das ich anfangs noch zurückhaltener bin aber er hat glaube ich einfach kein Verständnis dafür vllt bin ich einfach nur dumm und das ist normal oder es kappt einfach wirklich nicht. Ich hab mir überlegt das ich mir das jetzt noch bisschen anschaue seine Bedürfnisse erfülle und versuche ihn entgegen zu kommen und wenn das nicht besser wird beende ich es Und ich weiß nicht ob ich ihn liebe oder ob ich mir das nur einbilde. Also wie denkt ihr darüber? Liegt es an mir ? Sollte ich die Beziehung beenden ? Vorallem Ich kann ein schwieriger Mensch sein das Streite ich nicht ab und ich kann auch sehr kompliziert sein ich will hier jetzt nicht einen machen auf er ist der böse undich die gute.

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Es ist wichtig, dass Du Deine Entscheidungen allein triffst. Es darf übrigens an Dir liegen - das ist ja nichts schlimmes. Die Beziehung soll ja auch FÜR DICH sein. Du bist ja keine Dienstleisterin.

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Hi. Ist ja spannend! Du möchtest Dich gern unbedingt mitteilen bzw. Geltung zeigen, indem Du Anderen deinen Stempel aufdrückst - aber gleichzeitig hast Du Angst, dass die verletzt sein könnten bzw. Dich dann nicht mögen. Auf der anderen Seite ist es für Dich direkt "lügen", wenn man das nicht so aggressiv tut.

Eine mögliche Frage wäre ja, "wie kann ich ich selbst sein, ohne ständig fremden Leuten ungefragt meine Meinung aufzudrücken"?

Jetzt will ich das aber mal drehen... für Dich scheint das einen Nutzen zu haben, Menschen etwas sehr direkt zu sagen und dann manchmal auch nicht gemocht zu werden. Kann es sein, dass Du Dich manchmal selbst an den Rand spielst? Wieso, was nützt Dir das?

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Hi. Es gibt Häufungen in der Familie - das ist nicht genetisch, sondern durch Eltern erlernt. Bei ES geht es häufig auch um besondere Kontrollformen. Eigentlich kann man ES als eine Kontrollsucht verstehen, als eine merkwürdige Form der Autonomie.

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Hi Niklas. Ich habe den Eindruck, dass in den Unterhaltungen Du mit den Gedanken ganz viel bei Dir bist. Ob das okay ist was Du tust, wie Du wirkst, was andere von Dir denken, etc... das raubt Dir dann die Kapazitäten und Du flüchtest immer aus den Tiefen der Gespräche. Das geht übrigens auch anders. Dafür musst Du eine kleine Sache erkennen: es geht nicht um Dich in der Situation. Es geht um die Anderen. Und Du musst anfangen, dich für die Anderen zu interessieren - nicht für Dich, sondern Dein Gegenüber. Und sobald Du das tust, ehrliches Interesse empfinden, wirst Du neugieriger fragen und das Gespräch automatisch weiterlaufen...

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Ist das Borderline? Wie kann ich helfen?

Hallo

meine beste Freundin (sie ist 22) hat seit etwa 2-3 Jahren viele psychische Probleme, die sie mir anvertraut und die sie sehr belasten. Sie hat z.B. sehr große Probleme mit dem Essen (in Richtung Bulimie/Anorexie) und ihre Wahrnehmung von sich selbst ist falsch (sie findet sich fett, obwohl sie normalgewichtig, fast untergewichtig ist) Außerdem hat sie keine Hoffnung mehr für die Zukunft, sie wünscht sich, bald zu sterben, bzw sie würde sich am liebsten umbringen, ihr ist alles egal und sie hat häufig keinen Antrieb, Dinge zu erledigen.

Ich habe erst gedacht, sie hätte "nur" eine Essstörung und vielleicht noch eine depressive Phase, aber in letzter Zeit habe ich häufiger gedacht, dass sie vielleicht eine Borderline Persönlichkeitsstörung hat. Sie verletzt sich nämlich häufig selbst, um ihre inneren Spannungen abzubauen. Wenn sie z.B. eine Unterhaltung hört, in der es um Kalorien, Abnehmen und Diäten geht, fühlt sie sich so schlecht, dass sich ein innerer Druck aufbaut, der so extrem ist, dass sie sehr wütend wird, aber diese Wut nicht rauslassen kann. Obwohl sie die meiste Zeit gar nichts fühlt bzw. sich leer fühlt, sind in so einem Moment plötzlich sehr viele Gefühle da, dass sie damit nicht klarkommt. Und sie ist sehr häufig sehr gereizt. Sie hat außerdem irgendwie ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Familie, entweder ihre Familie (Bruder, Mutter, Vater, Großeltern) bedeutet ihr sehr viel und ist ihr sehr wichtig oder sie hasst alle abgrundtief, wenn z.B. etwas gesagt wurde, was sie sehr kränkt. Im Großen und Ganzen hat sie aber ein gutes Verhältnis zu ihnen und eigentlich auch keine Traumata oder so in der Kindheit erlebt.

Manchmal (oder selten) ist es so, dass sie ihre Wut nach außen trägt, dann schlägt sie gegen eine Wand oder tritt irgendwo gegen, aber wie gesagt meistens schneidet sie sich mit Klingen, weil ihr das in dem Moment hilft, diesen "unerträglichen emotionalen Zustand" auszuhalten.

Ich weiß das alles so genau, da wir zusammen wohnen und ich ihr Verhalten mitbekomme. Außerdem erzählt sie mir viel darüber.

Danke schonmal an jeden, der sich die Zeit genommen hat, den Text zu lesen. Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus und kann mir sagen, ob das in Richtung Borderline geht oder ob das irgendeine andere Krankheit ist. Ich weiß, nur ein Psychologe oder Arzt kann eine Diagnose stellen, aber ich habe ihr schon oft geraten, sich an Hilfe zu wenden, aber das hat sie bis jetzt nicht getan. Mich belastet das alles auf jeden Fall sehr und vielleicht hat ja jemand noch ein paar Tipps, wie ich ihr helfen kann.

Tausend Dank für alle Antworten!

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Hi. Es bleibt bei genau der Antwort: Es kann nur ein Psychotherapeut/ Arzt diagnostizieren. An diesen sollte sie sich wenden. Wenn sie das nicht will, kannst Du sie jedoch nicht zwingen - da wirst Du machtlos bleiben. Psychologen brechen Therapien auch ab, wenn ausschließlich die Angehörigen daran Interesse haben.

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Hi. Wenn Sie Dir das Medikament verschrieben hat, ist sie Psychiaterin - also eine Ärztin und keine Psychologin. Bitte versuch es lieber bei einer Psychotherapeutin, die Psychologie studiert hat und nicht Medizin.

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Platz in der Psychiatrie ausschlagen?

Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen, das ist aber alles etwas complicated. Schon vor den Sommerferien haben meine Mutter und ihr Fckr Gras, etwas Ritalin (von nem Kumpel ich habe das nur ganz selten mal genommen) und Kippen bei mir gefunden.

Die sind dann halt schon richtig eskaliert. Die sind dann wirklich mit mir in die Klapse wegen Sucht und so. Dort wurde ich aber nicht aufgenommen sondern auf die Warteliste gesetzt.

In den Ferien musste ich dann zu der Tante von Stief"vater". Der Kerl versucht alles um mich los zu werden. Er wollte mich auch schon ins Internat stecken. Naja ei der Tante hatte ich auch kein Gras rauchen müssen. Aber ich habe dort dann einen Typen kennengelernt mit dem ich täglich gebufft habe und zwischendurch habe ich auch mal xtc probiert. Die Tante hat es zwar gemerkt, aber mich nicht an meine Eltern verraten.

Mittlerweile hat die Schule wieder angefangen, ich bekomme gute Noten, habe guten Anschluss gefunden und mache aktuell meinen Trainerschein um bald Kinder beim Sport zu coachen. Außerdem helfe ich bei einem Nachhilfeprogramm in der Schule mit.

Ich habe das mit der Klapse schon fast wieder vergessen. Meine Mutter denkt auch ich rauche/kiffe seit den Ferien nicht mehr. Ihr Fckr hat jetzt heute Abend erklärt, dass sie mich noch nicht von der Warteliste genommen haben und die letzte Woche anriefen, dass ein Platz frei wäre. Ich bin vollkommen dagegen in dir Klapse müssen nur Leute die wirklich down sind und ihr Leben verballert haben. Das trifft bei mir nicht zu. Nicht mal meine Mutter merkt, dass ich noch kiffe

Der Fckr hat ihr jetzt jedoch eingeredet das ich trotzdem hingehen soll und wenn alles tutti ist würde ich halt schnell entlassen werden. Aber so waren wir alle safe (der labert so viel shit manchmal). Ich wäre da locker nach zwei Wochen wieder raus. Wenn überhaupt so lange. Ich habe nur schiss, dass der Fckr irgendeinen shit labert und die mich doch festhalten. Außerdem verbauen ich mir so alles. Wenn die Leute in der Schule oder beim Sport checken, dass ich in der Klapse war, darf ich niemals trainieren oder Nachhilfe geben. Wie kann ich den Platz ausschlagen?

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Hallo Amphete.

Bitte entschuldige die Antworten der vielen Nutzer. Viele fühlen sich durch Sprache und die Frustration, die darin zum Ausdruck kommt, sehr schnell getriggert und reagieren dann aggressiv. Tut mir leid, dass Du das abbekommst - das hast Du auch nicht verdient, wenn Du Dich mit Sorgen an uns wendest.

Ich glaube: Sucht ist nicht primär Sucht. Sucht ist oftmals auch ein Versuch der Flucht. Und fliehen tut man nicht ohne Grund. Es gibt Themen, die Dich beschäftigen - das sagst Du selbst. Und ich habe den Eindruck, dass es zu Wenige gibt, die Dich darin verstehen... das zeigt sich sogar hier, dass sich dann viele von Dir abwenden statt zuwenden. Das schürt natürlich noch mehr Abwehr.

Ehrlicherweise finde ich ein wenig Kiffen nicht schlimm. Ein kleiner Konventionsausbruch täte vielen mal gut. Es ist aber gefährlich. Im Grund gibt es gar keinen Bereich bei Drogen, der für Therapie geeignet ist. Die einen Sagen "Es ist noch nicht schlimm genug", die Anderen "Jetzt ist es eh zu spät". Dabei geht es nicht um die Substanz - es geht um die Fragen dahinter.

Die Klinik kann ein Ort sein, wo Du vertraulich mit Leuten sprechen kannst. Wenn Du Fragen hast, füg mich hier einfach als Kontakt hinzu und schreib mir. Das musst Du nicht öffentlich tun.

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Hi. Ich fürchte, das musst Du selbst recherchieren. IdR sprechen andere Länder andere sprachen. Manchmal gibt es das Studium auch auf engl. statt der Landessprache, ist aber eher selten. Vorsicht auch mit der Anerkennung des Studiums in Deutschland - gerade hat sich bezüglich Therapeut-Werden die Gesetzeslage geändert.

Darf ich mal fragen, weshalb es nicht auch in Deutschland sein kann? Also wieso soll es ins Ausland gehen?

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Erwarte ich viel zu viel von meinem Freund?

Hallo Leute und zwar bin ich jetzt seit über 8 Monate mit meinem Freund zusammen. In den ersten 2-3 Monaten haben wir uns jeden Tag ununterbrochen getroffen- meistens mit seinen Freunden. Jetzt seit einigen Monaten sehen wir uns meistens nur noch an den Wochenenden. Wenn wir uns treffen ruft er meistens seinen besten Freund, womit ich keine Probleme habe. Das eigentliche Problem ist, dass mein Freund mit der Zeit komplexe bekommen hat. Komplexe seine Freunde zu vernachlässigen und sie zu verlieren. Er findet es selbstverständlich seinen besten Freund immer zu rufen, wenn wir ausgehen möchten und erwartet unter der Woxhe mind. ein Tag, an dem er alleine was mit ihm unternehmen kann. Ich finde es unfair, da er immer mit uns dabei ist und inklusive immer ein tag möchte, an dem er mich aus Prinzip nicht ruft. Ich hab ihn öfters darauf angesprochen aber er war der Meinukg, dass ich übertreiben würde. Habe einfach das Gefühl, dass er seinem besten Freund mehr Priorität gibt als mir.

Ein anderes Problem ist sein Freundeskreis. Er hat viele Freunde, die ihren Freundinnen fremdgehen immer nur auf Frauenjagd sind. Er versteht nicht, dass es mich extrem eifersüchtig macht, wenn er mit ihnen ausgeht. Letztens habe ich in ihrer Jungs- Whatsappgruppe gelesen wie einer ,,Jungs lasst nächste Woche in die Bar gehen, da gibts extrem heiße Frauen.“ geschrieben hat. Ich war extrem sauer auf meinem Freund aber er kann es nicht nachvollziehen und meint, er könne nichts dafür. Am liebsten würde ich wollen, dass er keinen Kontakt zu solchen Jungs hat, weil ich Angst habe, dass sie ihn beeinflussen können. Er dagegen ist fest davon überzeugt, dass er nie was machen würde, was unsere Beziehung gefährden könnte. Findet ihr ich übertreibe? Oder wie würdet ihr handeln?

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Hi... Du wirst ihn nicht verändern können. Das ist eine merkwürdige Illusion, die manchmal in den Köpfen herrscht, dass man seinen Partner so verbiegen kann. Du kannst nur mit ihm sprechen und schauen, wie Du mit seinen Marotten umgehen kannst. Damit, dass er außerhalb flirten will. Und damit, dass er enge Freundschaften hegt, die ihm so wichtig sind, dass er dafür einen exklusiven Tag in der Woche dafür will.

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Hi... "klare wissenschaftliche Beweise" ist ein Paradoxon in sich. Sogar ein Doppeltes: Wissenschaft hat Akzeptiert, dass es auf eine Frage mehrere Antworten gibt. Klarheit gibt es deshalb in der Wissenschaft kein Stück - das ist Grundstein der Erkenntnistheorie. Das Ergebnis ist immer nur Niederschlag der Untersuchungsmethoden. Zweitens beweist die Wissenschaft nichts. Manchmal versucht sie über Widerlegung etwas herzuleiten. Das ist aber nur EIN Weg.

Was aber Fakt ist: Es gibt etwas Übersummatives im Körper, das rein organisch nicht sinnvoll erklärbar ist. Also eine Identität ist mehr als die Summe neuronaler Reize. Wir wissen auch, dass es Körper-Seele-Wechselwirkungen gibt, die wir aber in ihrer Zusammensetzung noch nicht verstehen. Oder auch nie verstehen werden.

Diderot hat wiederum Recht: Was Seele jetzt mein, ist in der Psychologie (er wird schon noch in der Psychoanalyse/ Tiefenpsychologie verwendet, aber zumeist als "Seelisches") anders verstanden als in der Religion.

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Hi Ananas,

entschuldige die unangemessenen Antworten...

Zunächst: es wird Dein Leben immer (!) so sein, dass Du in Situationen bist, in denen Du Störfaktoren hast. Andere stören Dich aber nicht. Du bist es, die sich an Anderem und von Anderen stören lässt. Man kann in eine Lähmung fallen und tröten "Ihr sorgt dafür, dass ich nichts kann" - oder man kann aufstehen und etwas tun... und zwar für sich selbst, statt für Andere.

Ich glaube das ist der Weg: Schau vielleicht mehr auf Dich und nicht auf die Anderen. Was kannst denn Du für Dich tun? Wo führt Dein Weg hin?

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