Könnt ihr ein Geschenk als Geschenk akzeptieren?

Guten Morgen liebe Gugumo-Gemeinde und all ihr anderen,

Kennt ihr das?

Jemand macht euch ein schönes Geschenk. Ihr freut euch immens darüber. Das erste Verlangen, das ihr verspürt, ist eure Freude darüber zum Ausdruck zu bringen. Um es ganz deutlich zu machen, bedankt ihr euch. Das ist schon der erste Druck, der auf euch lastet.

Nun überlegt ihr euch "Das war so nett und aufmerksam" und ihr wollt unbedingt diese Aufmerksamkeit erwidern und fangt an, euch zu überlegen, was ihr dem anderen schenken könnt.

Nun überreicht ihr euer Geschenk dem anderen. Eine Last fällt von euch ab, erst recht, wenn ihr seht, dass auch der andere sich freut.

Meine Fragen an euch:

  • Worin seht ihr den entscheidenden Unterschied zwischen diesem Schenken und Zurückschenken und einem Tauschhandel, bzw. einem normalen Kauf?
  • Könnt ihr zu einem besonderen Anlass auch sagen "Nein, ich schenke nichts" oder fühlt ihr euch der Tradition verpflichtet, zu schenken? Und ist dieses Geschenk aus der Verpflichtung heraus real?
  • Wenn ihr etwas schenkt, seid ihr traurig, wenn jemand sich darüber nicht freuen kann?
  • Erwartet ihr ein Gegengeschenk?
  • Seid ihr traurig, wenn sich nicht bedankt? Hat das Einfluss auf künftige Beschenkungen? Unterscheidet ihr da zwischen Kind und Erwachsenen und ob das Kind Geschwister hat?
  • Seid ihr Schenkmuffel und eher genervt, wenn euch jemand etwas schenkt und ihr euch genötigt fühlt, etwas zurück schenken zu müssen?

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart, wenig Geschenkorganisationsstress und dass ihr und eure Beschenkten glücklich mit euren Geschenken seid.

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Kann man bewusst unparteiisch entscheiden?

Guten Morgen allerseits,

stellt euch einmal vor, ihr wärt Student. Ihr rettetet eurem Professor das Leben (egal wie, zum Beispiel, indem ihr ihn vor dem Ertrinken rettet).

Der Professor erholt sich. Irgendwann geht es mit dem Studium weiter. Ihr wollt selbstlos dem Professor deutlich machen, dass ihr erwartet, dass die Rettung des Professors keinen (positiven) Einfluss auf eure Note haben soll. Das teilt ihr dem Professor mit. Der Professor bedankt sich und versichert, dass er sich bemüht, bei der Benotung den Vorfall nicht zu berücksichtigen.

Ist so etwas überhaupt möglich? Wird der Professor nicht dadurch, dass er darauf achtet, euch nicht zu bevorteilen, automatisch härter mit euren Leistungen vor Gericht ziehen? Wird er sich nicht mehr als gewöhnlich überlegen, ob die Note gerechtfertigt ist?

Klar, unterbewusst benotet der Professor ungleich, weil manche Nase ihm passt, andere nicht so sehr, aber dadurch, dass das unterbewusst geschieht, ist es in gewisser Hinsicht "fair". Diese Fairness wird er niemals auf den Rettenden anwenden können.

Haltet ihr es für möglich, mit so einem Background unparteiisch zu urteilen? 

Erinnert ihr euch, wenn ihr entscheiden müsst, ob etwas gerecht ist, manchmal bewusst an vergangene, selbst erlebte Ereignisse?

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