Wurde ich sexuell missbraucht oder "nur" belästigt?

Damals im Alter von 12-14 wurde ich von einem Schulfreund belästigt bzw zu Dingen genötigt. Das ging zwei Jahre lang. Als es anfing war ich 12 und er 15. Er war mein bester Freund. Ich war in einem Typen verknallt und er hat mir Tipps gegeben. Irgendwann hat er mich einfach geküsst, ich war total aufgebracht, weil ich das nicht wollte. Er meinte er würde das nur tun, um mich auf den Typen vorzubereiten. Im Endeffekt habe ich ihm verziehen.

Doch damit war es nicht vorbei, das war der Anfang. Er hat mich immer wieder vor dem Unterricht, in der Pause oder woanders abgefangen. Anfangs waren es perverse Bemerkungen. Er hat mir dann irgendwann Bilder und Videos geschickt auf denen er masturbiert. Ich wollte das nicht und das wusste er, aber ich war zu schwach um mich zu wehren. Ich meine er war ein guter Freund. In der Zwischenzeit bin ich mit dem Typen von damals zusammengekommen. Der Kumpel hat mir geholfen. Deshalb war ich auch so nachsichtig..

Dann hatten wir zusammen eine Gruppenarbeit in Sexualkunde. Aufjedenfall hat er mich dann während dem Unterricht begrapscht und ich war sehr geschockt. Ich hatte extremst Angst, dass es jemand sieht und es hat mich geekelt.

In den Pausen hat er damit weiter gemacht. Er hat mich angefasst, geküsst und dazu gedrängt ihn zu befriedigen. Als ich mich dagegen gewehrt habe, hat er mir vorgeworfen, dass ich mich anstelle.. Er hätte mich ja mit dem Typen verkuppelt und er könnte das auch genauso schnell wieder beenden. Danach habe ich geschwiegen. Also ging es Monate lang so weiter.

Auf Klassenfahrt kam er rein als ich schlief, er hat sich auf mich gelegt und mir das Oberteil ausgezogen. Ich war wie gelähmt. Als er weg war, habe ich ihm eine sehr lange Nachricht geschrieben in dem ich ihm sage, dass ich das nicht will und ich ihn hasse etc. Er hat sich entschuldigt und es hat für paar Wochen aufgehört. Dann fing es wieder an. Es hat dann aber wieder geendet, weil ich ihm gedroht habe zu verpetzen.

Leben, Freundschaft, Angst, Sex, Psychologie, Liebe und Beziehung, Sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch
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Keine Beziehung wegen seiner Krankheit, ist das wirklich der Grund?

Hey, ich habe seit 5 Jahren einen sehr guten Freund. Ich bin w/18, er ist ebenfalls 18. Wir sind gemeinsam zur Schule gegangen und beste Freunde.

Er hat eine schwere körperliche Behinderung. Dadurch sitzt er im Rollstuhl (elektrisch) und wird nachts beatmet. Er kann sich nicht wirklich bewegen, nur die Arme ein bisschen. Sprechen kann er problemlos. Er ist aber sehr intelligent. Er macht auch grade Abitur.

Aufjedenfall bedeutet er mir mega viel, wir verstehen uns sehr gut. Haben den gleichen Humor und sehr viel zusammen erlebt. Viele sagen wir passen perfekt zusammen. Und ehrlichgesagt stimmt das, wir passen.

Doch irgendwie will ich keine Beziehung. Ich weiß nicht ob ich ihn liebe. Ich meine er bedeutet mir sehr sehr viel, aber ich habe mega Angst mich so an ihn zu binden. Er wird in wenigen Jahren sterben und ich kann das nicht. Ich will dss nicht so an mich ranlassen.

Er sagt immer, wir kommen nur nicht zusammen, weil er behindert ist, aber das stimmt nicht. Seine Krankheit spielt keine Rolle in unserer Freundschaft. Wenn ich aber ganz ehrlich bin weiß ich aber nicht wie eine Beziehung ablaufen soll.

Ich müsste ihn pflegen, essen anreichen etc. Ich meine vieles davon tue ich jetzt auch schon, aber es ist so distanzierter. Wir könnten keinen Sex haben, nicht in den Urlaub..Einfach alles wäre so kompliziert. Ich bin erst 18, das ist zu viel für mich. Ich will etwas erleben, am liebsten mit ihm, aber es ist alles nicht so einfach.

Ich mache eine Ausbildung zur Sozialassistentin. Ich werde also auch beruflich Menschen mit Behinderung pflegen und begleiten, einfach weil es mir Spaß macht. Wieso kann ich bei ihm nicht drüber hinwegsehen? Zu unseren Klinienten habe ich ein eher distanziertes professionelles Verhältnis, das macht das ganze leichter.. bei ihm tut es mir einfach nur unfassbar weh ihn so leiden zu sehen.

Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil es stimmt, dass es an seiner Krankheit liegt.

Liebe, Freundschaft, Angst, Beziehung, Krankheit, Psychologie, Behinderung, Liebe und Beziehung
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Was sind eure Ziele für euer Leben?

Hi, ich bin w/18. Irgendwie habe ich wahnsinnige Angst davor zu sterben, nicht vorm Tod. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, nicht mehr zu existieren. Ich meine einfach ALLES wird egal sein. Naja und ich habe Angst etwas zu bereuen, kurz bevor ich sterbe.

Wie jeder Mensch, habe auch ich viele Ziele für mein Leben, aber ehrlichgesagt fühlt sich das Leben grade so surreal an. Kann mir nicht vorstellen erwachsen zu sein, alleine zu leben oder sogar Kinder zubekommen. Ich will es, aber grade ist es so als würde ich für immer 18 sein und nie altern.

Aufjedenfall mache ich grade ein FSJ in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und es gefällt mir sehr anderen zu helfen. Im August werde ich auch eine Ausbildung in dem Bereich (Pflege von Menschen mit Behinderung) beginnen und freue mich schon.

Ich habe viele Hobbys. Beispielsweise liebe ich Kunst (malen/zeichnen), aber auch Musik. Ich lerne momentan egitarre und allgemein lerne ich gerne sehr viel neues kennen. Übe auch Skateboard fahren.

Ich bin ein eher schüchterner Mensch, der unter den richtigen Leuten aber aufblüht und glücklich ist. Ansonsten plagen mich leider Ängste (Panikstörung). Ich kämpfe aber dagegen an, ich will mein Leben genießen.

Mein bester Freund hat eine Behinderung und wird voraussichtlich in wenigen Jahren, mit so 23 sterben. Irgendwie macht mir das Angst. Ich liebe ihn.

Ich habe Angst ohne ihn zu sein, dieses Leben ist so verrückt und ich weiß manchmal nicht was ich tun soll. Ich hoffe, dass ich ein guter Mensch bin und eines Tages stolz auf mich bin. Ich wünsche mir, dass ich vielen Menschen helfen kann und der Beruf mich erfüllt. Ich will mein Leben leben und es nicht verschwenden. Ich will, dass alles irgendwie einen Sinn ergibt und ich vielleicht wenigstens in den Errinerungen vieler Menschen weiterleben kann.

Was treibt euch an? Was sind eure Ziele? Was macht euch Angst?

Liebe, Leben, Schule, Angst, Menschen, sterben, Politik, Psychologie, Liebe und Beziehung, Ziele
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Fühle mich unwohl auf der Arbeit, was tun?

Also vorab: normalerweise gehe ich da sehr gerne hin. Der Job ist Super. Nur momentan ist wegen Corona alles anders.

Ich mache ein FSJ in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Aufjedenfall sind unsere Beschäftigten nicht da und wir müssen in der Handverpackzng mithelfen. Also das was normalerweise die Beschäftigten tun.

Ich hab das halt noch nie gemacht. Bin in einer ganz anderen Abteilung. Viele Dinge verunsichern mich. z.B hab ich mich anfangs mit diesen Klebebandrollern echt dumm angestellt. Jetzt ist es ok.

An sich ist die Arbeit sehr einfach. Irgendwie zu einfach, es ist so monoton, dass ich abschalte und gedanklich total wo anders bin. Dadurch bin ich aber auch langsamer als meine Kollegen, was dann auch irgendwie unangenehm ist.

Das Ding ist, dass ich ziemliche Probleme mit meinen Händen habe (essentieller Tremor) und mich diese Arbeit nach paar Stunden echt anstrengt. Deshalb finde ich es doof, wenn Kollegen sagen ich wäre langsam.

Ich meine ok, die wissen das nicht. Aber ich habe Schmerzen und gebe mir Mühe. Trotzdem werde nur ich kritisiert, wenn ich etwss zu onordentlich einpacke.

Oder man gibt mir (nett gemeinte) Ratschläge, aber nach dem 50 fühle ich mich einfach nur noch unfähig. Wieso muss man mir überall helfen wollen, ich komme schon klar.. auch wenn das vielleicht etwas umständlich ist.

Zusätzlich habe ich eine Angststörung und grade meine Tage, bin also sehr anfällig für Panikattacken. Muss also gleichzeitig versuchen mich nicht aufzuregen. Was klappt, aber wieso macht man es mir so schwer?

Das ist halt eigentlich nur eine Kollegin, mit der ich normalerweise gar nichts zutun habe. Meine andere Kollegin schließt sich aber manchmal an. Wir arbeiten jetzt jeden Tag zu dritt.

Keine Ahnung fühle mich einfach unwohl. Ich glaube meine Kollegen trauen mir nicht soviel zu bzw denken ich bin unfähig

Arbeit, Schule, Angst, Werkstatt, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Liebe und Beziehung, Unwohlsein
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