Rechtlich keine Chance, sofern keine Haltbarkeitsgarantie gegeben wurde, die 4 Jahre übersteigt.

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Warum beschwerst Du dich? Vor 3 Wochen fandest Du den Preis für das Gerät doch wohl angemessen, sonst hättest Du das Gerät nicht kaufen dürfen.

Jeder sollte sich bewusst sein, dass gerade im schnelllebigen Elektronikbereich ein erheblicher Preisverfall herrscht. Wer dieses Spiel nicht mitspielen will, sollte die Finger von Neuware lassen.

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Hi, bevor Gewährleistungsansprüche gegeben sind, muss zunächst ein Sachmangel vorliegen, der bereits im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs vorlag.

Ein Sachmangel ist gegeben, wenn der Artikel nicht zum Beispiel nicht die Beschaffenheit hat, von der der Käufer ausgehen durfte. Bei einem neuen Handy ist dies der Fall, wenn es nicht funktioniert.

Aber: Das Handy ist erst nach Übergabe kaputt gegangen. Das ist ein Problem, denn bei der Übergabe des Handys funktionierte dieses wohl einwandfrei - so lese ich es jedenfalls heraus.

Vorteil: Der Defekt trat innerhalb der 6-monatigen Beweislastumkehr auf. Insofern wird davon auszugehen sein, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Telefons angelegt war und er sich erst später gezeigt hat.

Gehen wir also davon aus, dass hier ein (Sach-) Mangel vorliegt. Das heißt, Du hast einen Anspruch auf Gewährleistung (vom Händler, NICHT vom Hersteller).

Dein Recht ist es, den festgestellten Fehler entweder durch Reparatur oder durch Neulieferung beheben zu lassen.

Die Reparatur scheint bereits erfolgt zu sein. Allerdings wird sich der Händler insofern rausreden wollen, als dass er behaupten wird, der Fehler sei behoben worden, denn er wurde beim zweiten Mal auch nicht mehr festgestellt. Du wirst den Fehler also beweisen müssen im Streitfall.

Sollte es Dir gelingen, den Fehler zu beweisen, könntest Du dich für einen weiteren Nacherfüllungsversuch entscheiden, nämlich die Nachlieferung. Aber Vorsicht! Das geht nur, wenn kein konkret bestimmtes ("Ich möchte genau DAS Handy aus dem Schaufenster ganz links haben!"),  sondern nur irgendein Handy einer bestimmten Baureihe, Farbe etc. (z.B. irgendein Samsung Galaxy S6 Edge in gold) gewünscht war.

Andernfalls dürfte bereits die Nacherfüllung fehlgeschlagen sein, obwohl erst ein Mal versucht wurde, das Telefon zu reparieren. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Du vom Vertrag zurücktreten kannst. Nach meinem Dafürhalten liegt diese Voraussetzung vor - sowie die weiteren.

Aber das praktische Problem ist: Wie setzt Du deinen Anspruch durch, und wie ist der Fall zu entscheiden, wenn man sämtliche Punkte nochmals konkret und detailliert durchgeht. Es könnte nämlich sein, dass eine erneute Prüfung deines Falles ein anderes Ergebnis zutagebringen könnte. Daher verlass Dich nicht allzusehr auf diese erste Einschätzung.

Eine verlässliche Antwort kann Dir nur ein Rechtsanwalt geben. Denn dieser wird mit Dir sämtliche einzelfallrelevanten Punkte durchgehen und Dich entsprechend beraten.

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Na ja, eigentlich ist das Wichtigste hier bereits gesagt worden.

1. Von was für einem Fahrzeug reden wir?

2. Bereits die Suche nach den richtigen Ersatzteilen kann zum Problem
werden (z. B. beim VW Polo 9N, Skoda Fabia etc.). Bei einigen
Fahrzeugherstellern werden trotz gleicher Motorisierung viele
verschiedene Bremsen verbaut. Ein Graus!

3. Ja, es ist prinzipiell einfach, die Scheiben und Beläge zu wechseln - wenn es denn keine Probeme gibt. Aber wehe, es treten Probleme auf:

3. a) Eventuell ist Spezialwerkzeug, insbesondere für die hinteren Bremsen, notwendig. Da kann man schneller den kompletten Bremssattel zerstören als einem lieb ist.

3. b) Unter Umständen muss noch mehr an den Bremsen gemacht werden, als nur Bremsscheiben und Bremsbeläge zu wechseln. Bremsschläuche können verschlissen sein, Bremskolben können Korrosion aufweisen und daher festsitzen, Dichtmanschetten können gerissen sein und und und. Allein schon in diesen aufgezählten Fällen muss danach die Bremse entlüftet werden, und das würde ich zur Sicherheit aller nicht als kompletter Laie und schon gar nicht allein machen (weil geht meist auch gar nicht allein).

Fazit: Finger weg, wenn man das noch nie unter Anleitung und Prüfung eines versierten KFZlers gemacht hat. Wenn man jedoch bereits Schraubererfahrung hat, kann man sich durchaus auch schon mal selbst an die Bremsen machen. Aber auch wirklich nur dann!

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Wie wäre es mit ein paar mehr Informationen.

"Bestellt" klingt für mich auf den ersten Blick nach einem Versendungskauf. Die Ware würde dann an die von Dir angegebene Lieferadresse versendet werden.

"Abholschein" hingegen klingt danach, als hättest Du die Ware an eine bestimmte ATU-Filiale bestellt. Nur wann? Tja, normalerweise sollte das in der Bestellbestätigung stehen.

Ein Bild je von Auftragsbestätigung und Abholschein wären hier vielleicht hilfreich.

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Das Problem ist, dass Du keinen Anspruch auf Rücknahme des Artikels hast. Amazon zeigt sich hier lediglich kulant Dir gegenüber.

Hintergrund ist, dass hier offensichtlich kein Fall der gesetzlichen Mangelhaftung (Gewährleistung) vorliegt. Diese gewährt dem Käufer nämlich nur dann einen Anspruch, wenn der Kaufgegenstand schon bei der Übergabe mangelhaft war. Das im Zweifel zu beweisen, obliegt dem Käufer, wenn sich der Mangel erst nach 6 Monaten zeigt.

Dies ist hier der Fall. Deswegen müsstest Du Amazon darlegen und notfalls auch beweisen, dass die Kochplatte schon mangelhaft war, als Du sie erhieltst.

Dennoch zeigt sich Amazon hier offenbar kulant und bietet Dir die Rückabwicklung des Kaufvertrags an. Das ist wirklich entgegenkommend und keineswegs so die Regel.

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Theoretisch ist auch JEDES Bauteil eines Autos oder sonstigen Gegenstandes ein Verschleißteil. Es kommt nur darauf an, wie schnell der "natürliche" Verschleiß des jeweiligen Teiles ist.

Wenn also ein Bauteil erheblich seine anzunehmende Haltbarkeitsdauer unterschreitet, liegt kein Verschleiß vor und die Zeichen stehen recht gut, dass hier ein Sachmangel im Sinne des Gesetzes vorliegt.

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Erneut möchte ich versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen:

Gewährleistung bezeichnet die rechtliche Verpflichtung des Verkäufers, dem Käufer die Kaufsache rechts- und vor allem sachmangelfrei zu übergeben.

Das heißt, der Verkäufer steht dafür gerade, dass sich die Sache - im Zeitpunkt der Übergabe an den Käufer (Regelfall, Abweichungen sind möglich) - in dem Zustand befindet, den dieser auch von ihr erwarten kann und darf.

Plump und sehr, sehr vereinfacht ausgedrückt: Es soll sichergestellt sein, dass der Käufer einen einwandfreien Gegenstand erhält.

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Der Händler muss das Fahrzeug abholen oder zumindest die Kosten für die Überführung zu seiner Werkstatt und zurück zu Dir übernehmen. Egal ist, ob es sich um eine Zubehörstandheizung oder nicht handelt.

Aber Du musst ihm eine 14-Tages-Frist setzen, den Mangel abzustellen. Eine Neulieferung, also ein anderes Auto wird im Zweifel wohl nicht drin sein im Rahmen der Nacherfüllung. Du wirst wohl nur einen Anspruch auf Reparatur haben.

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