Muß sich der Vermieter an die Forderung / Anweisung des Inkassounternehmens überhaupt halten?

Nein. Wenn die Forderung vom Inkassounternehmen stammt, ist das bedeutungslos. Nur ein sog. Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vom Gericht ist zu beachten, falls ein solcher dir zugestellt werden sollte.

Was ist wenn der Vermieter die Kaution an das Inkassounternehmen zahlt statt an den Mieter und der Mieter seine Kaution bei uns einfordert?

Dann müsstest du dem Mieter die Kaution zahlen, außer es liegt ein PfÜB vor wie oben gesagt.

...zur Antwort

Nur die reine turnusmäßige Wartung (meist jährlich) ist umlagefähig. Und ja, das darf man in Eigenleistung abrechnen. Dabei musst du einen Betrag ansetzen, der nicht höher sein darf als es bei einer Firma in Netto kosten würde. Lass dir also Kostenvoranschläge geben.

zum Beispiel das defekte Ausdehnungsgefäss 100 L selber gewechselt

Das ist keine Wartung, sondern eine Reparatur. Und damit kommst du nicht durch, sie dem Mieter unterzujubeln. Denn ihm wird der zu hohe Betrag auffallen und sich dann die Rechnung (bzw. Kostenvoranschlag) zeigen lassen.

...zur Antwort

Der Nachbar soll selber alle Zähler ablesen und den Zettel mit den Werten an die Wohnungstür kleben für den Ableser. Dann ist das erledigt.

...zur Antwort

Es genügen die Kontoauszüge, da diese als Nachweis bestens geeignet sind. Deine Überweisungsbelege kannst du hier natürlich dazu fügen.

Im privaten Bereich soll man Belege immer bis zum Ende des 3. Jahres nach der Zahlung aufheben. Denn so lang ist die Verjährung. Wenn der Vermieter sagen würde, dass etwas aus 2018 offen wäre, dann kommt er damit nicht mehr durch, weil das nach dem 31.12.2021 verjährt ist (sofern nicht gerichtlich tituliert).

Bezüglich anderer Unterlagen kann die Aufbewahrung auch gesetzlich vorgeschrieben sein, z.b. bei solchen Dingen, die für das Finanzamt relevant sind.

...zur Antwort
Muss er jetzt trotzdem zahlen und wenn ja den vollen Prei von 55 Euro?

Ja. Wenn der Mitbewohner keinen Grund hat, sich befreien zu lassen, dann muss er den normalen Beitrag zahlen.

somit geht die Sache mich ja eigentlich nichts an, oder?

Rechtlich gesehen ist das richtig. Niemand kann dich zwingen etwas dafür zu zahlen, solange du eine gültige Befreiung hast. Ob du dennoch freiwillig etwas dazu geben möchtest zugunsten eines guten Miteinander, musst du für dich allein entscheiden. Ich meine, du kannst ja nicht wissen, ob irgend wann eine Situation kommt, wo du dankbar bist, wenn sich der Mitbewohner dann auch kollegial zeigt.

...zur Antwort

Das bedeutet, dass du gemäß Härtefallregelung die Befreiung beantragen kannst, wenn dein Einkommen abzüglich der anrechendbaren Kosten unterhalb des Regelsatzes der Sozialhilfe liegt, oder weniger als 18,36€ darüber.

Eine genauere Erklärng findest du hier:
https://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen_und_buerger/informationen/informationen_fuer_studierende/index_ger.html#ich_bin_vom_bafoeg_bezug_ausgeschlossen_was_gilt_dann

...zur Antwort

Eine fristlose Kündigung ist gemäß §543 Abs. 2 Nr. 1 BGB möglich, und das ohne vorherige Abmahnung oder Frist, weil der Grund in diesem Paragraph aufgeführt ist als wichtiger Grund. Die Heizung ist eine wichtige Eigenschaft und nicht unerheblich.

...zur Antwort

Er müsste trotzdem zahlen. Denn für die Befreiung des Zweitwohnsitzes ist es zwingende Voraussetzung, dass er die Gebühr für den Erstwohnsitz selbst zahlt. Und das ist ja nicht der Fall, denn die Eltern bezahlen.

...zur Antwort

Die Polizei kann in dem Fall nicht helfen, denn die kann nicht beurteilen, welche Rechte der Bruder eventuell noch hat. Man würde auf einen Rechtanwalt verweisen, um das klären zu lassen.

Der Bruder hat das Haus ja schon offiziell verlassen, wenn ich deine Schilderung richtig verstehe, es geht nur noch um die Gegenstände.

Was von den Sachen ganz offensichtlicher Müll ist, kannst du wegwerfen. Die Sachen, die noch brauchbar sind, musst du erst mal einlagern, z.b. im Keller, wenn da in einem Raum Platz ist. Denn es ist ja immer noch das Eigentum des Bruders. Daher kannst du nicht nach Belieben damit irgend was machen. Fordere den Bruder auf, die Sachen abzuholen, oder mach einen Termin, wann du es ihm vorbei bringen kannst.

Geld für die Renovierung wirst du wahrscheinlich nicht verlangen können, denn dazu müsste es einen Vertrag geben. Lediglich für mutwillige Beschädigungen kann man eventuell Schadenersatz verlangen, falls etwas kaputt sein sollte.

...zur Antwort

Wenn man als Mieter selbst nicht mehr in der Wohnung wohnt und die Wohnung dem Sohn vollständig überlässt (egal ob mit oder ohne Mietvertrag), dann ist das im Sinne des §540 BGB möglich. Hierbei muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Und das gilt anders als beim §553 auch für nahe Anhörige wie die Kinder.

Den Mietvertrag auf den Sohn überschreiben zu lassen ist möglich, jedoch nur, wenn der Vermieter einverstanden ist. Das kann man nicht erzwingen. Du solltest also mit dem Vermieter darüber sprechen.

...zur Antwort

Zur Beantwortung deiner Frage solltest du dir die Rechnung des Hausmeisters zeigen lassen, ggf. auch einen Tätigkeitsnachweis oder Vertrag. Erst dann weißt du, welche Tätigkiten genau abgerechnet wurden.

...zur Antwort

Nein. Das muss man als Mieter nicht erlauben. Nur der Schaden darf angeschaut werden. Siehe das BGH Urteil vom 04.06.2014 - VIII ZR 289/13.

...zur Antwort

Das hängt nun davon ab, ob die Abrechnung formell falsch ist oder ob es sich um inhaltliche Fehler handelt. Bei formellen Fehler wäre die Abrechnung tatsächlich wie nicht vorhanden zu betrachten, also gegenstandslos. Bei inhaltlichen Fehlern hingegen müsste der Mieter genauer begründen, was er beanstandet.

Ohne die Abrechnung zu sehen kann ich leider nicht mehr dazu sagen, möchte dir aber gern helfen. Daher schick mir die Abrechnung bitte an service@nebenkosten-berechnen.de

...zur Antwort

Der Vermieter kann trotzdem kündigen. Der laufende ALG2 Antrag ändert daran nichts.

Wenn du vom Jobcenter schon eine mündliche Zusage für die Leistung bekommen hast, aber der Antrag nur noch Zeit braucht zur Bearbeitung, dann kannst du einen Vorschuss bekommen. Danach muss man aber fragen, das macht das Jobcenter nicht von sich aus.

...zur Antwort

Du gibst die Antwort auf die Frage selbst schon. Du kannst dich befreien lassen, da du Bafög beziehst. Das muss man aber aktiv beantragen, die Befreiung passiert nicht automatisch. Das Forumular ist hier: https://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen_und_buerger/formulare/antworten/

Der Brief ist nicht für dich, sondern für deine Schwester, betrifft dich also nicht wirklich. Deine Schwester hätte sich vom Beitragservice abmelden können. Das ist vom Mietvertrag unabhängig so.

...zur Antwort

Wenn die Hausverwaltung für dich extra einen zusätzlichen Schlüssel anfertigen lassen würde, dann entstehen der Hausverwaltung dafür Kosten, die sie von dir verlangen können. Da der Schlüssel aber ohnehin schon im Bestand ist, entstehen keine Kosten, somit gibt es auch nichts, was von dir verlangt werden kann.

...zur Antwort
Mein Vermieter will nun wissen, wie ich ohne Untermieter/in meine Miete bezahle.

Das darf er fragen. Aber du kannst darauf antworten, das du dazu nichts sagen möchtest.

Zudem möchte er wissen, wo mein Freund gemeldet ist.

Der Eigentümer hat eine Mitwirkungspflicht gegenüber dem Einwohnermeldeamt. Wenn er also der Meinung ist, dass dein Freund bei dir wohnt, wenn auch nur in Form eines Zweitwohnsitzes, dann dürfte er das dem Einwohnermeldeamt mitteilen und dein Freund würde dann eine Aufforderung bekommen, sich anzumelden.

...zur Antwort