Ich bin kein Hundetrainer, aber im Bereich Erziehung habe ich durchaus Expertise 😅 also kurz und knapp, jedes Lebewesen ist individuell und somit auch der Weg zur richtigen Erziehung. Das was bei A klappt, muss nicht bei B klappen. Von dem her wähle den Weg, der bei deinem Hund klappt, ohne Gewalteinwirkung versteht sich.
Ist der Rüde nur aufgeritten oder "hängen" geblieben? Auch nach der Läufigkeit riechen Hündinnen noch etwas nach, was Rüden interessant finden. Das kann auch ein Grund sein, dass ein Rüde aufreitet, allerdings ohne Fortpflanzungsabsicht, sondern als Übersprungshandlung. Ist er hängen geblieben, dann könnte sie tragend sein jetzt. Das mit der dreiwöchigen Läufigkeit ist keine festgeschrieben Tatsache. Meine war jetzt 6 Wochen läufig... davon 2 in der Hitze. Sie hat zu keinem Zeitpunkt anstalten gemacht, unseren Rüden wegzu beißen. Geblutet hat sie fast gar nicht. "Gestanden" ist sie noch ziemlich lange, da hatte der Rüde nicht einmal mehr Interesse, aber sie hat ihm den Arsch hingehalten und den Schwanz auf die Seite geklappt. Ich verlasse mich halt auf das Verhalten des Rüden wenn die Hündin läufig ist. An dem sehe ich es besser, wie an ihr und ich habe festgestellt, dass man auf diese 3 Wochen Geschichte nicht viel geben kann, weil jede Hündin individuell ist.
Ich kann deine Einstellung nachempfinden. Meine Hündin knurrt leider auch, wenn jemand gezielt auf sie zu steuert und ihr ununterbrochen in die Augen sieht. Für mich furchtbar peinlich und anstatt irgendwelche Floskeln als Kommentar abzugeben, arbeite ich mit meinem Hund täglich gezielt daran. Mein Resultat: sie ist nicht aggressiv, aber sie fühlt sich unsicher durch diese Bedrängnis. Zumindest empfindet sie so und kommuniziert das. Dass sie das durch das knurren verdeutlicht ist erst einmal nichts schlechtes. Schlimmer wäre es doch, wenn Hunde aus dem nichts zupacken. Hunde kommunizieren einfach anders wie Menschen und Menschen können oft unbewusst ihren Blick nicht von Hunden abwenden, wenn sie von diesen angeschaut werden. Fällt mir zumindest oft auf. Und wenn der Hund sie dann anknurrt glotzen sie erst recht und machen es eigentlich schlimmer.
Ich habe einen Rüden und eine Hündin.
Die Hündin wirkt etwas launischer, je nachdem ob läufig, scheinträchtig ect., da ist der Rüde in seinem Wesen konstanter, der gibt einfach immer Gas. Die Hündin ist einfacher im Umgang, folgsamer, aber eben auch teilweise etwas zickiger, blöd formuliert. Der Rüde ist da etwas gelassener, aber wenn etwas seine Aufmerksamkeit erregt, schwieriger im Umgang, bzw temperamentvoller. Ich sehe da eigentlich auch etliche parallelen zu den Menschen, bei Mann und Frau 😜 könnte jetzt ehrlich gesagt nicht sagen, was mir lieber wäre. Beide haben vor und Nachteile
Es gibt halt einfach Rassen, bei denen falscher Umgang schneller in augenscheinlich "aggressiv Verhaltensweisen" umschlagen kann. Die ganzen "Wach- und Schutzhundrassen" z.b wurden dafür gezüchtet, auf unbekannte Reize erst einmal zu reagieren - sonst wären sie ja nicht zu gebrauchen für solche Jobs. Heißt, du hast hier nen jungen hund von solcher Rasse und der reagiert erst einmal auf alles, durch fixieren, bellen, knurren, weil es so gewollt war. Das ganze dann in die Richtige Bahn zu lenken ist der Knackpunkt, deshalb ist die richtige Sozialisierung so wichtig. Viele machen den Fehler und meinen dann, dieses Verhalten sofort unterbinden zu müssen. Durch rumgezerre am Hund, durch Geschrei "Aus, aus", durch Gewalt... das bestätigt den Hund noch, dass da etwas nicht passt. Diese Hunde müssen einfach in Ruhe alles kennen lernen dürfen und dann schrittweise erklärt bekommen, wie sie sich zu verhalten haben. Denn auch negative Aufmerksamkeit kann als Bestätigung fungieren und dann hat man das Drama, das sich immer weiter zuspitzt. Durch die unbeholfenheit mancher Menschen mit dieser Situation entsteht die Aggression, nicht, weil es diese Hunde per se sind. Oft heißt es dann "reaktivität", allerdings wurde das durch die Zucht auch so selektiert. Der Hund sollte ja reagieren als Wachhund. Das bekommt man nicht raus, das er reagiert, aber wie er reagiert, kann man beeinflussen. Natürlich checkt mein Rottweiler jeden ab, der am Gartenzaun vorbei kommt, aber dazu steht er nicht einmal auf, weil er weiß, dass er keinen Handlungsbedarf hat. Also im Fazit, er interessiert sich sehr schnell für Dinge, die nicht alltäglichen sind, er bewertet die Situation bzw ich bewerte sie mit ihm und wenn ich feststelle, das ist langweilig, dann ist es das für ihn auch. Hätte ich aber von Tag eins ein Drama aus allem gemacht und ihm nicht alles mögliche gezeigt und nur mit Hektik und Unterbindung reagiert, weiß ich, hätte ich einen Hund, der meinen Stress übernommen hätte und den ich heute nicht führen könnte, weil es sich zu sehr hochgeschaukelt hätte. Dann hätte ich ihn nicht souverän geführt und er müsste selbst einen Weg finden, diese für ihn fremde Situation zu lösen und je nachdem kann das auch in Aggression ausarten. Ansonsten kann ich dem nur hinzufügen, dass ich Narben von Bisswunden habe, aber keine war von meinen Hunden - sondern von Kaninchen ... und ich bin schon auf meine Hunde drauf gefallen, war bei ihnen, als sie von der Narkose erwachten, musste ihnen Sachen aus dem Maul holen, schmerzhafte Wunden behandeln ... nie hat einer gebissen. Das kenne ich wiederum von anderen Rassen, die als weniger gefährlich gelten schon 🙄 also sind sie nicht aggressiver als andere Rassen, im Gegenteil, sie lassen sich aber leichter versauen und durch die Größe und das Gewicht ist das halt dann problematisch
Oft genug leider auch begründet, auch wenn man natürlich nicht alle Männer unter Generalverdacht stellen soll, aber gegen eine Angst, die tief sitzt, kann man wenig tun. Man kann sie nur aushalten.
Naja, ich hatte leider einmal das Thema und musste meinen Hund in Pension geben - zu meiner Hochzeit. Alle die zur Betreuung in Frage kamen waren natürlich eingeladen ... war eine scheiß situation. Da saß er auch 24h in einem Zwinger... die Frau, die die Pension leitete, ging natürlich auch mal mit ihm Gassi und so, aber letztlich weiß ich, dass er unfassbar litt. Als ich ihn abgeholt habe und wir zuhause waren, war er einfach nur fertig und hat nur geschlafen. Da wusste ich, dass es ihn doch sehr belastet hat. So war meine Hochzeit leider nicht der schönste Tag meines Lebens... ich hätte meinen treuen Kumpel gerne das ganze erspart, aber mitnehmen war leider auch keine Option... gut, um realistisch zu bleiben, er hat jetzt keine bleibenden Schäden davon getragen oder so 😅 aber optimal war es leider auch nicht...
Da musst du dich langsam und geduldig vortasten. Knurren muss man ernst nehmen, das nächste ist schnappen. Finde einen Weg, es dem Hund so angenehm wie möglich zu machen. Andere Antworten haben das bereits ausführlich erklärt... ob das auf Dauer im 4. Stock funktioniert ist ein anderes Thema. Ich habe meinen ersten Rottweiler auch in einer Wohnung im 2. Stock groß gezogen und ihn getragen, bis er 35 kg hatte ... die Nachbarn haben mich ausgelacht 😅 aber wir sind dann umgezogen, jetzt haben wir Erdgeschoss und ersten Stock... er hat es jetzt mit 5 jahren etwas in der Wirbelsäule und läuft ungern die Treppe rauf ... wäre in der alten Wohnung schwierig gewesen und mit 54kg kann ich ihn auch nicht mehr tragen 🤦♀️😂 bzw wird er auch nicht gerne getragen und das überlegt man sich dann zweimal 🙄 es gibt auch Geschirre, zur Unterstützung beim Treppen steigen. Das rauf gehen ist auch weniger das Problem für die Gelenke, eher das runter gehen...
Kann meine zwei kleinen Kumpels ja nicht enttäuschen, indem ich ihnen einen Dobermann oder Schäfer vorziehen würde 😅
Meine Mutter hat 8 Jahre im bolivianischen Urwald überlebt, mit Freunden und Kleinkind... Ohne pfefferspray 😅 schätze, wenn man den Tieren aus dem Weg geht, dann geht das schon 🤷♀️ bei diesen Sprays ist die Gefahr zu hoch, dass du es selbst in die Augen bekommst und das wäre dann natürlich fatal
Beides nicht gut, allerdings würde ich es schon von der einzelnen Situation abhängig machen, was besser wäre ...
Ich denke, ich würde tatsächlich die Haare weg schneiden, einfach damit man die Wunde besser sauber halten kann und sieht, was sache ist. Hat ihn der andere Rüde nur kurz gepackt oder auch geschüttelt? Wie sind die Zähne des Hundes? Sauber oder voller Belag? Irgendwie ist da eine Infektion rein gekommen, die schnell behandelt werden sollte. Das was du beschreibst passiert normalerweise, wenn der Hund beim biss geschüttelt wurde und das ist eine sehr ernste Sache. Oder die Wunde ist einfach nur sehr tief, aber auch dann würde ich mir über den weiteren Verlauf in der Haltung der beiden Rüden Gedanken machen. Bring den Hund schnell zum Tierarzt, nicht, dass es eine Sepsis wird ... viel glück für den kleinen 🍀
Mein Hund bellt auch nie, nur wenn ein Igel im Garten ist 😅
Hallo,
Ich kann nur eine Erfahrung mit dir teilen. Ich hatte bereits zweimal einen aggressiven Hahn. Das war immer dann der Fall, wenn der Hahn alleine mit Hühnern gehalten wurde. Diese hähne waren jeweils auch aggressiv gegenüber einzelnen Hennen und auch mich haben sie hin und wieder angefallen. Ich habe das Experiment gewagt und einen zweiten Hahn dazu geholt, einfach weil ich bei einer Freundin gesehen habe, das mehrere Hähne auch schlichtend tätig sind, wenn ein Hahn zu aggressiv gegenüber einer Henne wird. Die zweithähne wurden immer als Junghahn integriert, wollte ja auch keinen plötzlichen Hahnenkampf veranstalten. Was soll ich sagen, sobald der Junghahn in das richtige Alter kam, gab es ein- zweimal eine Auseinandersetzung mit dem Althahn, aber sie konnten die Ordnung immer klären und als überraschende nebenwirkung fiel mir auf, dass diese hähne auch nicht mehr auf mich los gingen .... vielleicht weil sie keine Alleinstellung mehr haben ? Ich weiß es nicht, aber es funktioniert. Allerdings sollte man dann auch pro Hahn mit etwa 6- 8 Hühnern rechnen, die man braucht.
Kauf dir ein Stofftier. Das kannst du den Leuten ins Gesicht werfen, falls du dich bedroht fühlst. Aber lass die armen Hunde da raus
Nein, aber ich respektiere jedes Tier
Hsh wurden mit einem gewissen misstrauen gegenüber Menschen gezüchtet. Dass dein Hund in diesem Alter unsicher ist, ist relativ normal. Überlege einmal anders herum. Wäre sie sicher und nicht ausreichend sozialisiert, dann wäre das eine ganz andere Nummer... übe mit ihr an abgelegenen Orten. Einfach mal Menschen aus der Ferne beobachten und wirklich feinfühlig auf den Hund achten, wann es zuviel ist, oder wann man den Abstand verringern kann. Das dauert einfach. Wichtig ist, nichts zu überstürzen, sonst wird es vielleicht falsch verknüpft. Diese Rassen sind einfach spätzünder, die brauchen Zeit und Geduld. Mein Rottweiler Rüde war auch erst mit knapp 3 Jahren selbstsicherer. Aber eben, es ist wirklich wichtig, dass man da davor alles ausreichend und in angemessenem Tempo geübt hat. Es ist gut, dass der Hund Unsicherheiten anzeigt, denn wäre er selbstsicher, dann würde er gleich zupacken, wenn ihm etwas nicht passt. Sieh es aus dieser Sicht. Und respektiere die Unsicherheit deines Hundes, nimm sie ernst und gewöhne ihn langsam daran.
Meine Hunde sind die besten Lehrer, die ich je hatte. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin und mir gezeigt, dass aufgeben keine Option ist. Sie haben mich selbstbewusst werden lassen, denn um sie führen zu können, muss ich das sein und ich bin in all den Jahren, in denen ich sie besitze sehr an mir gewachsen. Die Fähigkeit, sie souverän führen zu können, hat mich sowohl beruflich als auch privat auf ein anderes Level gebracht, bezüglich meiner eigenen dazu erworbenen Fähigkeiten. Mein Selbstbewusstsein entsprang nicht daraus, dass ich meine Hunde als Statussymbol sehe, sondern daraus, dass ich gelernt habe, auf Augenhöhe mit ihnen umzugehen, sie respektvoll behandle und sie mir folgen, weil sie es wollen
Das ist wohl eine sehr individuelle Entscheidung, allerdings würde ich es nicht von der Rasse abhängig machen. Da kommt es sehr stark auf die Reife des Kindes an und auf die Toleranz des Hundes. Kindern unter 12/14 Jahren fallen oft noch irgendwelche Dummheiten ein und gerade heutzutage mit Tiktok und anderen sozialen Medien bekommen sie noch wunderbare Anreize dazu ... das Kind braucht nur eine Grenze des Hundes überschritten haben und hat damit die Kontrolle über den Hund verloren, was bei einem Hund diesen Kalibers natürlich fatal ist. Die Schuld liegt bei den Eltern, die anscheinend weder ihr Kind noch den Hund richtig einschätzen konnten.
Die läufigkeit dauert etwa 3 Wochen, bei der ersten Läufigkeit hat meine Hündin auch am meisten Blut verloren, bei der zweiten dann schon weniger (bzw hat sie sich ab da einfach besser geputzt ) Windel würde ich aber ausziehen auch wenn das blut natürlich mehr arbeit macht zum putzen, aber durch die Windel kann sich die Hündin nicht sauber halten und Bakterien können sich einnisten