Ist Assimilation in einen neuen Kulturkreis etwas trauriges?

Hi,

ich habe mich etwas mit Migrationsforschung beschäftigt. Aus Statistiken geht hervor, dass sich Fernostasiaten nicht nur in den neuen Kulturkreis integrieren, sondern sich auch versuchen, zu assimilieren.

Francis Fukuyamas (ein renommierter Politologe aus den USA) Eltern gaben ihm den Namen Francis, als sie in die USA auswanderten und unterbanden es, dass er mit anderen Japanisch-Amerikanischen Kindern Kontakt hat. Daher kann er nicht oder zumindest sehr schlecht, Japanisch sprechen.

Mir ist das bei Fernostasiaten häufig aufgefallen. Auch in meiner Schulklasse hatte ich eine ursprünglich vietnamesische Mitschülerin, sie hieß aber Emily. Ein anderer ursprünglich chinesischer Freund von mir hatte vor Kurzem eine Tochter bekommen und die heißt Sophie.

Soll jetzt keine Stimmungsmache sein, aber mein arabischer Freund meinte mal bezüglich dieser Diskussion und den Beispielen, dass ihm das persönlich zu weit geht. Er meinte, Integration ja, aber keine Selbstaufgabe. Er meinte, man kann seine Kinder auch Mohamed nennen oder Hassan. Hauptsache, Hassan wird mal ein guter Bürger und Steuerzahler. Die Leute, die sich so sehr "aufgeben", hätten seiner Ansicht nach irgendwelche Komplexe oder schämen sich für ihre Wurzeln.

Wie denkt ihr darüber? Geht euch diese Anpassungsbereitschaft zu weit?

Deutschland, Politik, Einwanderung, Migration, Philosophie und Gesellschaft