Bin ich homosexuell?

Hallo,

ich bin 31 Jahre alt. Seit etwa 10 Jahren nehme ich mit Unterbrechungen Antidepressiva.

In meiner Kindheit hatte ich gelegentlich homosexuellen Kontakt mit einem entfernten Cousin gehabt (zwischen 11 und 15), für uns beide war es Neugier.

Ich versuche seit Jahren eine Beziehung zu haben mit einer Frau, geklappt hat es nur einmal, allerdings kurz. Rumgenutscht, Petting, alles cool. Das war 2016. Davor und danach leider beziehungslos. Allerdings finde ich Frauen sexuell erregend. Guck ihnen auch hinterher und manchmal (z. B. im Bus) muss ich auch meine Erektion "verstecken". Pornos schaue ich mir auch nur mit Frauen an. Verguckt hatte ich mich schon immer in Mädchen/Frauen, leider ist da raus nie was geworden.

In der letzten Zeit quält mich allerdings meine Psyche mit der Frage, ob ich schwul bin oder nicht. Es sind wie Zwangsgedanken. Allgegenwärtig. Mal stärker, mal weniger. Ich habe sogar letztens Homo-Pornos mir angeschaut, geregt hat sich da nichts.

Ich weiß nicht, ich habe nie davon geträumt, mit einem Mann alt zu werden. Kann mich auch nicht erinnern, dass ich jemals in einen Mann verliebt war.

Hinzu kommt, dass ich in einem latent homophoben Umfeld lebe. Ich hatte eben eine harte Panikattacke (habe Angststörung, leichte Panikattacken, etwas OCD und Depressionen), weil ich nicht weiß, wie mein Umfeld das aufnehmen würde. Würde dann glaub ich wegziehen wollen. Im Internet habe ich was von HOCD (= homosex. Zwangsgedanken).

Was meint ihr?

Psychologie, Homosexualität, Liebe und Beziehung, psychische Krankheit, Zwangsgedanken
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Warum ist das Schulsystem in Deutschland nicht zentralistisch, sondern föderal organisiert?

Hallo,

ich habe letztens mit einem Kumpel darüber gesprochen, wie unfair die Schulsysteme sind. In NRW kriegt man das Abitur hinterher geschmissen, in Bayern, BaWü und Sachsen muss man wirklich was dafür leisten. Es ist ja gemeinhin bekannt, dass das Abitur von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich "schwer" ist. Allerdings wird später mit Erhalt des Abiturs nicht differenziert, wo man sein Abitur (in welchem Bundesland) gemacht hat. So kann es dazu führen, dass ein NRW-Abiturient, eher Medizin studieren darf, als ein bayrischer Abiturient, dessen Abitur nachweislich anspruchsvoller ist.

Warum tut sich die Bundespolitik so schwer, die Lehrpläne zu vereinheitlichen? Damit würde man doch dieser ganzen Chancenungerechtigkeit einen Riegel vorschieben. Denn erst, wenn alle die gleichen Inhalte und die gleiche Prüfung ablegen, kann man doch wirklich einschätzen, wer wirklich "gut" ist. Ich glaube kaum, dass ein NRW-Abiturient (sorry, wenn ich NRW immer herauspicke), die gleiche Abinote erreichen würde, wenn er in Bayern, BaWü oder Sachsen Abitur gemacht hätte.

Ich weiß zwar, dass Bildung Ländersache ist, aber es muss doch irgendetwas gegen diese haarsträubende Ungerechtigkeit unternommen werden. Wird das bewusst ignoriert?

Schule, Politik, Abitur, Bildungssystem, Schulsystem Deutschland, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Kann man das im Leben auch erreichen, wenn man durchschnittlich intelligent ist?

Hi,

ich habe vor Kurzem die Biografie von Alma Zadic auf Wikipedia gelesen, der neuen österreichischen Justizministerin mit bosnisch-muslimischen Hintergrund. Die Frau hat eine wirklich beeindruckende Vita. Flüchtete mit ihren Eltern vor dem Bosnienkrieg, kam mit 10 nach Österreich, ohne ein Wort Deutsch zu können und maturierte mit sehr guten Noten (ob es ein glatter 1,0-Schnitt war, weiß ich allerdings nicht, aber sicher ziemlich gut). Danach studierte sie Jura, ging als Fulbright-Stipendiatin an die Columbia Law School und machte dort ihren LL.M, anschließend ihre Promotion. Zwischenzeitlich arbeitete sie für die renommierte Anwaltskanzlei Freshfields in NYC. Ihr Vater war ja Professor für Elektrotechnik, ihre Mutter war Ingenieurin.

Von meinem Kumpel, die beiden Geschwister, haben Anfang der 90er beide Humanmedizin angefangen zu studieren und beide hatten ein wirklich durchschnittlich, gar schlechtes Abi. Der eine mit 3,6 und seine etwas jüngere Schwester mit 3,0. Beide haben Abi auf einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe gemacht. Allerdings ist der Bruder heute promovierter Neurochirurg und seine Schwester promovierte Kinderärztin.

Wie ist da die Einschätzung von Leuten, die sich auskennen? Ich konnte leider diesen Lebensweg von Frau Zadic oder auch von den beiden Ärzten nicht gehen. Ich frage mich immer, ob sie das alles erreicht hat, weil sie wirklich gute Intelligenzgene hatte oder ob es etwas mit der Bildungskultur zu tun hat. Also, was sind so die Faktoren, die es ermöglichen, so einen Weg wie den z.B. von Frau Zadic einzuschlagen?

Bildung, Psychologie, Intelligenz, Genetik
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