Traumabewältigung durch Konfrontation?

Ich habe eine weitere Frage, die ich anhand zweier Beispiele besser zum Ausdruck bringen will.

Angenommen es gibt zwei Menschen, die seit mehreren Jahren wegen eines traumatischen Ereignisses in Therapie sind, kommen zwar mit ihrem Trauma in der Theorie, also im Gespräch über ihre Erlebnisse recht gut klar, sie können darüber reden, was passiert ist, bekommen auch keine Flashbacks oder ähnliches, wenn sie über das Thema reden, aber haben Angst erneut damit in der Praxis konfrontiert zu werden. Ist dann Konfrontation mit solchen Ereignissen sinnvoll.

Person A wurde mehrfach gegen ihren gezwungen Drogen zu konsumieren. Mittlerweile kommt Person A mit den Erlebinissen klar, kann darüber reden, aber denkt seitdem dauernd an die Situation und versucht das Thema zu verarbeiten. Wäre es für diese Person sinnvoll sich mit Drogenthemen auseinanderzusetzen oder sollte sie weiterhin in ihrer Traurigkeit versinken?

Person B wurde auf dem Weg von einer Party nach Hause von einem inzwischen verurteilten Täter sexuell missbraucht. Mittlerweile kommt Person B mit den Erlebinissen klar, kann darüber reden, aber denkt seitdem dauernd an die Situation und versucht das Thema zu verarbeiten. Wäre es für diese Person sinnvoll nachts alleine rauszugehen, um nicht weiterhin in ihrem Leben eingeschränkt zu sein oder sollte sie weiter in ihrer Traurigkeit versinken?

Ich bitte um erste und durchdachte Meinungen/ Aussagen.

LG Vivien / LebensfrageNet

Therapie, Drogen, Vergewaltigung, Trauma, Traumatherapie, Konfrontation
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