Das Idealbild nach einer Trennung verlieren?

Hallo an alle Leser,

ich (24,m) weiß, ich schreibe immer wieder zum selben Thema, aber es beschäftigt mich halt. Habe wohl einfach zuviel Zeit, um nachzudenken (ich bin halt gerne entspannt und nicht immer verplant mit Aktivitäten ;) ).

Es geht mal wieder um meine Trennungsarbeit, die sich dafür, dass ich der Verlassende war, doch sehr schwer herausstellt. Kurzer Rückblick: Ich habe mich von meiner Ex getrennt, weil mir einige Dinge (der Großteil war "optisch") nicht gefallen haben. In vermitlich 90% war sie meine Traumfrau, aber irgendwie war kein "Feuer" in der Beziehung/ dem Sex. Habe mich ihr nie so richtig verbunden gefühlt, auch wenn ich mich sonst bei ihr "Zuhause" fühlen konnte. Naja, das ist Vergangenheit und jetzt ca. 6 Monate her.

Bei mir steht ein Umzug in einem halben Jahr an, der mehrere hundert Kilometer umfasst und doch lerne ich ab und zu Frauen kennen. Ich erlaube mir nichts Ernste, das würde nur neuen Herzschmerz bedeuten, wenn die Zeit dem Umzugs da ist. Egal.
Das Entscheidende ist viel mehr, dass ich dem charakterlichen Ideal meiner Ex hinterherrenne. Dass ich nach wie vor von ihr träume, jede 2te Nacht oder so, daran habe ich mich gewöhnt und ich bin dann auch nicht missmutig drauf, wenn ich aufwache und alles ist anders, als im Traum (im Traum sehe ich sie nämlich als "perfekt", dass was mir in echt nur bei meiner Ex-Ex gelang...noch ein Ideal).

Aber trotzdem, lerne ich jemanden kennen und stelle mir einfach nur ein bisschen mehr vor, erkenne ich, dass meine Phantasie dem entspricht, was meine Ex und ich geplant hatten. All die Pläne entsprachen meinen Wünschen. Umso mehr schäme ich mich dafür, warum ih sie verlassen habe bzw. warum ich nicht einfach glücklich und zufrieden war. Da hat ein kleiner Bruch mit mir selber stattgefunden und ein Teil von mir hat mir selber noch nicht verziehen.

Fazit: Also mal abgesehen davon, dass ich wohl noch gar nicht bereit für was Neues bin, ersetzt jede Frau nur gedanklich meine Ex. Das nervt. Ich muss abschließen, ich wollte sie ja nicht, so wie sie war. Ist es normal, dass man so lange jemandem nachtrauert? Die Beziehung ging nur etwa 1 Jahr, bis ich meinen Choller bekommen habe. Habe mal gelesen, dass man so die Hälfte der Beziehungsdauer braucht (im Schnitt).
Was kann ich tun, außer mir zu sagen "Hey, du hast auch ein Recht auf Leidenschaft und du wirst wieder jemanden finden, mit dem du so lachen kannst. Selbstliebe bedeutet auch, sich selber nicht mehr zu geißeln!"?
Ich will endlich abschließen, und bereit für einen neuen, offenen Blick sein, denn ein ZURÜCK steht für alle außer Frage. Ich will vor meinem Umzug niemanden Neues finden, aber ich will auch nicht ewig dieser Frau hinterhertrauern, die mir nicht genug war.

Danke fürs lesen und einen schönen 2. Advent.

Freundschaft, Beziehung, Trennung, Psychologie, Liebe und Beziehung, Trennungsschmerz
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Mit Fehlern im Leben umgehen, die man nicht ungeschehen machen kann?

Wo fange ich an? Kurz zusammengefasst: ich habe mich vor 4,5 Monaten von meiner Freundin getrennt, weil mir Leidenschaft gefehlt hat und ich mich so an optischen Makeln hochgeschraubt habe, bis ich die Beziehung zu einer wirklich klasse Frau zerstört habe. Jeder hat angefangen sein Leben neu zu gestalten, ich war dann reumütig, sie will aber (zu recht) nichts mehr von mir wissen und eigentlich hat mir diese klare Ansage damals geholfen.

Doch seit einer Woche träume ich jede Nacht von ihr, vermisse sie. Ich bin halt grad einsam, meine Bekanntschaften der letzten Wochen haben sich verabschiedet, in meiner Familie gibt es ungewisse gesundheitliche Belastungen und dann ist halt Herbst. Freunde habe ich auch nicjt so wirklich. Ganz klassischer Herbst-/Winterblues. Ich weiß das, ich bin doch selbstreflektiert genug und trotzdem...Ich trauere wieder und fühle mich allein. Ich dachte ich bin stärker, ich dachte ich bin ein Mann der seine Entscheidungen gut überlegt trifft und dann dahinter steht.

Mir fällt es schwer, mir die Trennung zu verzeihen und zu "wissen", dass es wohl richtig war. Irgendwie fühlt es sich ja doch wie ein Fehler an.

Wie geht ihr in eurem Leben mir Fehlern um, die ihr nicht rückgängig machen könnt? Ihr wünscht es euch vielleicht sehr, aber es geht eben nicht. Ich scheine das momentan wohl zu erleben und weiß nicht so recht weiter. Mich selber bestrafen und hassen bringt mich auch nicht weiter, selbst wenn die Entscheidung vielleicht nicht richtig war.

Freundschaft, Trennung, Psychologie, Liebe und Beziehung
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Ist sexuelle Treue unrealistisch?

Hallo,

ich befinde mich akut in einer Trennungsphase von einer Frau (1 Jahr Beziehung), der ich zu 100% vertrauen konnte, dass "sexuelle Treue" in unserer Beziehung existiert. Nun ist die Beziehung nicht lang gewesen und Vertrauen wurde schon bei milliarden Beziehungen in der Geschichte gebrochen, und irgendwie drängt sich mir die Frage in den Kopf:

Ist sexuelle Treue wichtig? Ist sie realistisch? Bin ich (24) zu jung, um zu erkennen, dass die Welt nicht untergeht, wenn ein anderer Mann meine Liebste so intim "begleitet"? Bin ich zu stolz?

Ich halte sexuelle Treue für unabdingbar, habe es so von meinen Eltern vorgelebt und vermittelt bekommen (ja, ich weiß, auch da kann ich es ja nicht genau wissen) und mir gefällt die Vorstellung der Exklusivität (ich will auch nicht für mehrere Frauen eine so unbändige Lust empfinden, wie für meine Partnerin) und ich bin überzeugt davon, diese auch an meine nächste Partnerin so geben zu können.
Ich halte mich für einen Menschen, der rational denken und seine Triebe unter Kontrolle halten kann, um eben einen geliebten Menschen nicht zu verletzten und zu verlieren. Ich wäre genauso verletzt, wenn einer Frau meine "Treue" nicht so wichtig wäre. Bin ich ein Idealist, der aufwachen sollte? Wie oft hört man von Seitensprüngen und dergleichen, erst kürzlich wieder von einem guten Freund
(er hat sie und sie hat ihn betrogen). Da fühle ich mich immer so, als hätte ich in einer Disney-Welt gelebt und "erwache" in der echten Welt. Aber was bleibt dann noch von dem Menschen, der ich geglaubt habe zu sein? Kann ich nur darauf warten, dass ich verletzt werde? Ist das Leben so? Ein Warten auf den nächsten Schmerz, bis es einem egal ist oder man aufhört, ein bestimmtes Ideal zu haben?

Wie seht ihr das? Was habt ihr im Bezug auf dieses Thema erfahren? Tut der Betrug irgendwann gar nicht weh? Ist es egal, ob sich der Partner/die Partnerin einem anderen öffnet?

Ich möchte momentan jedenfalls nicht meinen Wunsch nach einer solchen Beziehung aufgeben. Ich glaube noch daran!

Viele Grüße

Freundschaft, Beziehung, Sex, Psychologie, Liebe und Beziehung, Treue
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Eine treue Beziehung trotz häufiger Spät-/Wochenenddienste?

Hallo,

ich mache zur Zeit eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker und bin deshalb von sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten betroffen. Häufig am WE und auch häufig bis in die frühen Nachtstunden. Und wie soll ich sagen...ich entwickele die Angst, dass ich damit eine extrem geringe Chance auf eine glückliche Beziehung habe.

Es gibt sicher wenig Frauen, die sich damit arrangieren wollen, dass ihr Partner nur sehr selten da ist (ich denke da vor allem an die Frauen, die Familie als größtes Gut ansehen - ich perönlich lege auch viel Wert auf ein intaktes Familienleben) und auf lange Sicht fürchte ich, dass Affären das Ergebnis sind...

Ich schreibe das hier, um selbst zu reflektieren, was ich denke und andererseits auch, um eure Erfahrungen zu hören. Meine Ex war mit meinen Arbeitszeiten einverstanden, da ich mir auch viel Mühe gegeben habe, dass wir uns dann jeden Abend sehen und zusammen im Bett liegen, also sollte ich eigentlich zuversichtlicher sein, doch ich glaube, dass das immer auch ein Reibungspunkt gewesen wäre. Würde ich nach der Ausbildung zum Beispiel selbstständig sein, dann wäre es vorbei mit der Planbarkeit und einem festen Arbeitssitz (lerne an einem Theater).

Naja, da ich gerade in der Trennungsphase bin, sehe ich sicher auch einiges unnötig schwarz. Danke fürs Lesen!

Familie, Beziehung, Psychologie, arbeitszeiten, Liebe und Beziehung, Treue
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Wann darf man endlich einen Handwerker rufen?

Hallo Allerseits,

in der WG meiner Freundin ist so Einiges marode und kaputt. Die Kühlschranktür fällt auseinander und ist nur noch zur Hälfte nutzbar, die Dunstabzugshaube geht nicht, der Wasserboiler geht an und aus, wie es ihm passt (deshalb wacht die WG morgens gelegentlich fröstelnd auf) und die Klospülung (in Wand eingelassen) hat keine Abdeckung und das Wasser läuft durch.

Ihr Vermietr reagiert auf solche Defekte eher nachlässig. Antworten dauern ewig, seine eigenen Luxus-Reparaturen sind wichtiger (Kamin aufbereiten, wegen Feinstaub) und wenn es dann mal zu einer "Reparatur" kommt, dann macht er sie selber oder schickt seinen Haus- und Hofhandwerker (wohl keine Fachkraft in für Sanitär/Küche/Kamin). Der arbeitet dann auch noch schwarz (warum wohl???). Das Ende vom Lied ist, dass nach zwei "Reparaturen" die Klospülung immer noch kaputt ist (der VM übernimmt das zusätzliche Wassergeld aus Kulanz - ist bei den Wasserpreisen sicher billiger, als eine ordentliche neue Klospülung und ein Handwerker). Selbst sein privater Handwerker empfiehlt den Austausch der Spülung und des Boilers, aber bitte nicht mit billigem Schrott...und natürlich wird das billigste genommen und unprofessionell hingeschustert.

Hat meine Freundin langsam mal das Recht auf einen Handwerker? Vor allem beim Boiler, der mit Gas arbeitet, wäre es allen lieber, wenn das FAchpersonal macht! Es existiert keine Kleinreparatur-Klausel im Mietvertrag, nach meinem Verständnis hat also der Vermieter für alle Reparaturen, die nicht auf Fehlbenutzung oder mutwilige Zerstörung zurückzuführen sind, zu zahlen/sorgen. Vor allem Heizung/Sanitär und Küche sind doch wichtig für die Lebensqualität und den Wohnungswert.

Meine Freundin will ihrem Vermieter jetzt eine Frist setzen, in der alle Reparaturen abgeschlossen sein sollen. Auf die Info, dass sie einen Handwerker bestellen will, hat ihr VM nicht reagiert, doch ich glaube, dass diese "Absprache" bei einem Rechtsstreit nicht bindend genug wäre (sie hat auch nicht darauf hingewiesen, dass die Kosten an den VM gehen bzw. von der Miete abgezogen werden).

Außerdem wird sie sich noch an den Mieterschutzbund wenden, hat aber Angst, dass sie böses Blut hervorbringt, wenn sie da die Situation erläutert und sich Rechtsbeistand holt. Ihr VM ist übrigens ANwalt für Erb- und Mietrecht.

Wir sind dankbar für Infos oder Erfahrungen. Hatte schon jemand damit zu tun? Jede Information ist willkommen! :)

Danke fürs lesen und viele Grüße

Recht, Mietrecht, Vermieter, Reparatur, Handwerker
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