Rechnungsservice und Mahnwesen anbieten?

Guten Morgen,

mir hat sich die Möglichkeit geboten für jemanden den Rechnungsservice und das Mahnwesen zu betreiben, ob die FiBu dazu kommt wird noch geklärt.

Zu meiner Person:
Ich bin gelernter Steuerfachangestellter und bin nach der Ausbildung in die frei Wirtschaft gewechselt wo ich seit über 11 Jahren in der Buchhaltung beschäftigt bin. Im Oktober habe ich die Prüfung zum Bilanzbuchhalter abgelegt aber das Ergebnis steht noch aus (Notenvergabe am 14.11.).
Man kann also sagen, dass ich Erfahrung im Bereich Rechnungsstellung etc. habe.

Nun zu der Konstelation wie es ablaufen soll:
Ein selbständiger Bekannter von mir verkauft in seinen Räumlichkeiten Gemälde eine Künstlerin, welche auch Kunstkurse anbietet. Diese Kurse würde mein Bekannter ebenso auf seiner Homepage, bei FB und so weiter anbieten.
Die Rechnungsdaten würde ich dann bekommen und die Rechnungen erstellen und versenden (im Auftrag der Künstlerin) und gegebenfalls das Mahnwesen einleiten.

Die Künstlerin hat einfach keine Lust um sich um diese Bürotätigkeiten zu kümmern und würde diese daher abgeben.

Für mich wird das ansich kein großer Aufwand sein eine Rechnung zu erstellen und das Mahnwesen im Auge zu behalten und für sie wird das eine umheimliche Entlastung sein aber wie viel kann ich für diesen Service "verlangen"?
Porto beläuft sich auf 0,70€ und ein Umschlag kostet unter 0,05€ und meine eigene Zeit wird auch nicht so viel sein.
Denkt ihr 1,80€ bis 2,00€ pro Rechnung bzw. Schriftstück wäre angebracht?

Wenn ich die Buchhaltung auch noch übernehmen soll wird die Sache natürlich anders laufen.

Danke für eure Einschätzung und Meinung.

Selbstständigkeit, Recht, Büroservice, Rechnungsstellung, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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Selbstständiger Bilanzbuchhalter?

Hallo liebe "Zahlenverdreher",

gibt es unter euch selbständige Bilanzbuchhalter? Ich bin gerade mitten in der Fortbildung und habe nächstes Jahr Prüfung. Da es aber in der Firma wo ich gerade angestellt bin nicht so ganz läuft wie ich mir das vorstelle, überlege ich eventuell nach der Schule in die Selbstständigleit zu gehen.

Ich weiß sehr wohl, dass die Steuerberater da ganz kritisch gucken und die Kammer auch sehr skeptisch ist.

Soweit ich weiß darf ich keine UStVa übermitteln, sondern nur die monatliche FiBu machen und auch keine Anlagenbuchhaltung und Jahresabschlussbuchungen fallen auch flach. Allerdings darf man doch auch Lohnabrechnungen erstellen und die LSt übermitteln sowie Gehälter überweisen sofern der Mandant das wünscht.

Wie habt ihr eure Rechnungslegung gestaltet, rechnet ihr quasi pro Buchungssatz ab oder habt ihr einen festen Stundenlohn??? Habt ihr eure Mandanten direkt aufgesucht oder beim Steuerberater "unliebsame" FiBus abgenommen?

Es ist nun auch nicht so, dass ich frisch aus der Ausbildung komme. Ich arbeite seit meiner Ausbildung damals in 2002 (Steuerfachangestellter) in diesem Bereich. Seit 2009 arbeite ich im jetzigen Betrieb und bin dort für die gesamte Lohn- und Finanzbuchhaltung zuständig.

Ich bin mir auch sicher, dass ich die FiBu "mitnehmen" könnte wenn ich mich selbstständig mache. Die Chefin ist meine Mutter aber im Betrieb läuft es gerade nicht nach meinen Vorstellungen.

Nun an die Bilanzbuchhalter, wie seht ihr den Arbeitsmarkt? Ein paar Mandate hätte ich schon in Aussicht falls alles klappt wie man es sich erhofft.

Danke im Voraus und liebe Grüße

Arbeit, Buchhaltung, Selbstständigkeit, Recht, Bilanzbuchhalter, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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