Hallo, den Text so Sprachlich lassen?

Im Folgenden möchte ich die Inszenierung von Schillers „Räuber“ durch Nicola Stemann disutieren und seinen Umgang mit der literarischen Vorlage diskutieren.

Ein dramatischer Text muss der Aufführung genug Freiraum geben, da genaue Anweisungen (Didaskalien) störend sind, besonders wenn sie die Schauspieler betreffen. "Die Aufführung bildet ein Zeichnesystem, das sich in den sprachlichen Zeichendes Dialogs artikuliert und das infolgedessen die notwendige Voraussetzungen für die imaginäre Aussage der Figurenrede darstellt."

Eine Aufführung muss nicht genau dem original Text entsprechen, weil der Regisseur für das Publikum, an das er sich wendet, erarbeiten soll. Es müsste jeder Text dekodiert und für jedes neue Publikum neu kodiert werden.

Die Inszenierung fängt mit einer Gruppe mit vier jungen Männern. Alle Vier sind ähnlich angezogen: ein Hemd, einen Pullover und lockere Haare. Am Anfang findet das Gespräch zwischen Franz und seinem Vater Moor statt, welches von allen 4 Spieler gesprochen wird. Entweder sprechen sie den Dialog im Chor, abwechselnd oder es löst sich einer aus der Gruppe und spricht einige Zeilen des Dialogs.

In Stemanns Inszenierung ist die Handlung im Heute angesetzt- die zeitgenössische Symbolik werden von ihm nicht aufgegriffen.

Zudem sind noch unterschiedlichen Mittel auffällig, die Stemann in seine Inszenierung mit einbezieht: Riesiger Leinwand mit projizierten Bildern und der Einsatz der Handkamera in kleinen Modellstadten .

Aufgrund der vermeintlichen Verlustes der Vaterliebe schaffen sich eine eigene Welt. Der zweitgeborene Sohn Franz, der sich von seinem Vater ungeliebt fühlt, intrigiert gegen seinen Bruder Karl und bringt eigenen Vater um. Der erste Sohn Karl, der sich von seinem Vater verstoßen fühlt, wird zum Anführer der Räuberbande und endet als Mörder. Schließlich sehen sich beide Brüder nach der Modellstadt.

Bei Stemann ist es nicht wichtig, wer wen am Ende umbringt, weil es um ein allgemeiens Scheitern handelt. 

Auf der Bühne ist nur noch Amalia, Karls Verlobte, zu sehen. Ihr Lied kann sich am Ende nicht gegen der Rockmusik durchsetzen. Von einem Schuss getroffen, fällt sie zu Boden.

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Hallo, findet ihr in dem Text sprachliche Fehler?

Im Folgenden möchte ich die Inszenierung "Publikumsbeschimpfung" von Peter Handkes auf dem Hintergrund der Lektüre von Kottes Lexikonartikel diskutieren.

"Theater bezeichnet orts-, zeit- und gewohnheitsabhängig spezifische Beziehungen zwsichen Agierenden und Zuschauenden." 337 ie Theaterforschung des 20 Jhdts. regte sich der Widerstand gegen den zu eng literarisch geprägten Theaterbegriff. (338) Theater werden nicht subjektiv gebildet, sondern durch unterschiedliche Kontexte in ihrer Ausprägung verändert, wie z.B. die Forschungsfelder: Audovisuelle Medien, Performance und Anthropologie.

Anhand diesem Kontext möchte ich die Inszenierung "Publikumsbeschimpfung" analysieren.

Bei der "Publikumsbeschimpfug" handelt es sich um ein Sprechstück von Peter Handtke. Das Stück wurde in den 60er Jahren geschrieben und läuft ungefähr folgendermaßen ab: Es sind vier Schauspieler auf der Bühne zu sehen. Sie haben keine Rollen - es sind namenlose Spieler. Sie stellen die ganze Zeit klar, dass sie nicht schauspielen, sondern sprechen.

In dem 2/3 des Stückes geht es um die Aufhebung des Theatres und der Rest ist die eigentliche Beschimpfung. Das Stück bestecht nicht nur aus der Beschimpfung, sondern spielt in der ersten Linie mit den Erwartungen, die die Zuschauer haben.

Das Stück fängt mit folgendem Vorwort an: "Sie werden kein Schauspiel sehen. Ihre Schaulust wird nicht befriedigt werden. Sie werden kein Spiel sehen. Hier wird nicht gespielt werden. Sie werden ein Schauspiel ohne Bilder sehen.

Schon zum Beginn des Stückes wird dem Publikum klar, dass das Stück kein klassisches Theaterstück sein wird. Es sind vier Schauspieler zu sehen, die sehr legere Kleidung tragen und keine Kostüme. Das Stück hat keine Bühne und Kulissen und auch keine Handlung. Das Stück ist viel mehr eine Art Kommunikation mit dem Publikum. Mit dem Einterten der Schauspieler in den Zuschauerraum werden die Grenzen des Bühnenraums ganz aufgehoben.

Im Zuschauerraum brennt das Licht und nicht wie es üblich ist, ohne Licht. Die Schauspieler schauen das Publikum direkt an und richten das Wort an das Publikum. Die vier Sachauspieler sprechen im Chor, durcheinader oder gegeneinander, macnhmal wechseln sie sich auch ab.

Deutsch, Sprache
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