Du solltest etwas ausführlicher über die Situation schreiben. Wie und in welchen Situationen wirst Du beleidigt - wie lange bist Du schon im Rollstuhl etc. Dann kann ich vielleicht etwas dazu sagen - aber so generell nicht. Ich bin selbst Rollifahrerin und mache äußerst selten negative Erfahrungen aufgrund der Tatsache, das ich einen Rollstuhl benutzen muß. Ich kann mich aber auch noch gut an die Zeit erinnern, als ich den Rollstuhl neu hatte (bis 27 Jahre war ich Fußgänger). Im ersten Jahr als Rollstuhlfahrer hatte ich große Probleme, mich selbst so zu akzeptieren. Entsprechend war ich gereizt und anderen gegenüber oft unfair. Das hat natürlich dazu geführt, das andere mich auch nicht unbedingt fair behandelt haben - was aber an meinem Verhalten lag und nicht an meinem Rollstuhl. Und in dieser Zeit habe ich eigentlich alles, was passiert ist, auf den Rollstuhl geschoben. Erst später habe ich erkannt, daß ich erstens einige Dinge selbst verschuldet hatte und daß zweitens Dinge passieren, egal ob ich im Rollstuhl bin oder nicht. Wenn ich zu jemandem unfair bin und der mich dann auch entsprechend behandelt, dann liegt da nämlich nicht a Rollstuhl. Und wenn mich jemand anmeckert, weil er schlechte Laune hat, dann würde er das auch tun, wenn ich nicht im Rollstuhl wäre. Beleidigungen und Anmache, die speziell wegen dem Rollstuhl passiert, habe ich kaum erlebt. Wenn, dann eigentlich nur in den wenigen Situationen, in denen ich Leuten der Rechten Szene begegnet bin. Ich wünsche Dur alles Gute - und wenn Du weiteren Austausch über dieses oder ähnliche Themen möchtest, dann kannst Du mich gerne anschreiben. Cindy

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Wenn sich diese Frage stellt, dann steht meist die Angst dahinter, wie die Zukunft aussieht bzw. aussehen könnte. Da kann ich Euch wohl die schlimmsten Ängste nehmen. Erstens ist ein Kind mit Down-Syndrom nicht anstrengender zu erziehen als ein "normales" Kind. Im Gegenteil, gerade Menschen mit Trisomie23 sind oftmals die reinsten "Sonnenscheine". Aber es stellt sich ja sicher auch die Frage nach der Zukunft des Kindes. Die größte Angst bei den (werdenden) Eltern ist wohl die, dann lebenslang das Kind versorgen und betreuen zu müssen - wo hingegen ein "normales" Kind irgendwann einmal groß wird und auf eigenen Füßen steht. Aber auch das ist bei Menschen mit Down-Syndrom möglich und wünschenswert. Jeer Mensch sollte so selbständig wie möglich Leben dürfen. Und für Menschen mit Down-Syndrom sind in den letzten Jahren die Bedingungen sehr viel besser geworden. Da gibt es inzwischen einen gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung für den betroffenen Menschen. Und es gibt inzwischen viele Menschen mit Down-Syndrom, die z.B. in kleinen WG's ins ganz "normalen" Mietwohnungen zwischen ganz "normalen" Menschen wohnen. Je nach Fähigkeit können diese Menschen erstens mal einen ganzen Teil ihres Lebens auch eigenständig regeln. Und für die Bereiche, in denen sie unterstützung und Hilfe benötigen, gibt es dann eine entsprechende Unterstützung durch Betreuer. Wobei Art und Umfang der Unterstützung sich daran messen, wieviel der Betroffene selbst schaffet. Denn da sind, wie bei allen anderen Menschen auch, die Fähigkeiten sehr unterschiedlich. Man sollte als Eltern nur darauf achten, daß man das Kind möglichst zur Selbständigkeit erzieht. Aber das sollte man bei gesunden Kindern ja auch. Deine Freundin muß keine Angst haben, jetzt auf alle Zeit ihr Kind betreuen und versorgen zu müssen. Das Kind kann genau wie jedes andere auch, ab einem gewissen Alter sein eigenes Leben führen und auch selbständig wohnen. Und das ist auch erstrebenswert, sowohl für das Kind als auch für die Eltern. Zum anderen kommt es auch heute immer wieder vor, daß Kinder, denen in der Schwangerschaft ein Down-Syndrom "prognostiziert" wurde, dann doch völlig gesund geboren werden. Davon sollte man zwar erst einmal nicht ausgehen, aber es gibt schon einige Eltern, die sich mit der Frage nach Abtreibung auseinandergesetzt haben, sich für das Kind entschieden und am Ende ein gesundes Kind geboren haben. Das heißt, im anderen Fall wäre dann ein gesundes Kind abgetrieben worden. Darüber mag ich persönlich nicht nachdenken, wenn wie viel Kinder sind vielleicht trotz völliger Gesundheit am Leben gehindert worden, weil Ärzte ein vermeintliches Down-Syndrom diagnostiziert hatten. Zur grundsätzlichen Einstellung bezüglich einer Abtreibung kann ich kaum jemanden einen Rat geben, das ist eine Gewissensentscheidung, die jeder am Ende selbst treffen und verantworten muß. Aber ich kann Mut machen, denn ich weiß, daß eine Behinderung keine Sache ist, die ein glückliches und erfülltes Leben ausschließen. Ich selbst wurde vermeintlich als gesundes Kind geboren. Erst als junge Erwachsene hat man festgestellt, daß ich einen Gendefekt habe. Dadurch bin ich eingeschränkt und muß seit inzwischen 18 Jahren permanent einen Rollstuhl benutzen. Dadzu kommt Morphium,was ich aufgrund stgarker Schmerzen seit 11 Jahren ständig nehmen muß. Und doch habe ich einen 12jährigen leiblichen Sohn, den ich selbständig und alleine aufziehe. Der Vater meines Kindes hat sich verabschiedet, als der Junge 1 Jahr alt war. Natürlich hatte ich Anfangs auch Angst, ob ich das schaffe. Aber inzwischen ist er 12 geworden und eigentlich eine "Prachtjunge" (was wohl fast jede Mutter über ihr Kind denkt). Mein Sohn ist völlig gesund und auch gut entwickelt, Er hat durch meine Behinderung keine Probleme und wir leben recht fröhlich zusammen, lachen viel und haben viel Spaß. Dies einmal als Beispiel, daß auch mit Behinderung vieles machbar ist. Wenn Ihr weitergehende Fragen habt, dann werde ich versuchen, diese soweit es mir möglich ist, zu beantworten. Ich möchte Dich und vor allem Deinbe Freundin einfach wissen lassen, daß Behinderung kein Problem sein muß und daß Menschen mit Down-Syndrom auch ein selbständiges Leben führen können. Sie benötigen vielleicht in einigen Lebensbereichen Hilfe und unterstützung, aber da gibt inzwischen für Menschen mit Down-Syndrom einen Rechtsanspruch. So steht also einem eigenständigen Leben auch für die Zukunft des Kindes Deiner Freundin nichts im Weg. Vielleicht solltet ihr auch mal mit Menschen mit Down-Syndrom Komtakt aufnehmen, vor allem mit Älteren, die auch selbständig Leben und wohnen. Das kann Deiner Freundin vielleicht einige Ängste bezüglich der Zukunft für das Kind (und auch ihre eigene Zukunft) nehmen und ihr helfen, eine gute Entscheidung zu fällen.Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute und bin gerne auch ansprechbar, wenn weitere Fragen auftauchen sollten.Cindy

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Die müssen nicht raus. Die werden nur oft entfernt, weil sie Probleme machen. Entweder, weil der Platz im Kiefer zu eng ist oder die schon beim Durchbruch heftigste Schmerzen verursachen können. Wenn sie kein Streß machen, dann behalte sie ruhig - das wird Dir auch jeder Zahnarzt raten (es sei denn, er will unbedingt Geld verdienen und bei Dir ist sinst nichts anderes zu tun als diese zu ziehen). Viel Spaß mit den Zähnen (gg)Cindy

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Du kannst Dir so eine Art Holz-Spatel, (die der Arzt zum "in-den-Hals-gucken" benutzt) und einem festen Verband den Zeh in die richtige Lage bringen und fixieren. Es gehen auch z.B. die Stiele vom Eis. Du mußt das Holzteil neben den Zeh legen (am Besten die Länge anpassen) und den Zeh zusammen mit den nächsten Zehen mit einem Verband fixieren. Der Verband sollte zwar fest sitzen - aber achte aif jeden Fall darauf, daß er nicht zu stramm ist und es zu einem Blutstau kommt. Der Zeh darf sich durch den Verband nicht dunkel verfärben, denn nochmal neu wickeln - denn sonst bekommst Du Probleme mit der Durchblutung. Ansonsten erst einmal hochlegen und eventuell kühlen - je nach dem, wie stark die Schmerzen sind. Wenn Du Homöopathische Mittel magst, dann kannst Du z.B. "Arnica D30" (Globuli) nehmen. Als Erwqachsener nimmt man da am Besten 5 Globuli - unter der Zunge zergehen lassen. Das kannst Du je nach Bedarf alle paar Stunden wiederholen. Diese Globuli wirken sehr gut bei Verletzungen dieser Art, die mit Prellungen, Blutergüssen etc. einhergehen. Die Globuli müßtest Du eigentlich ín jeder Apotheke bekommen; sie kosten ca. 6 - 8 € Gute Besserung Cindy

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Ich würde denen Schreiben, da0 Sie Dich angerufen haben und Du nicht darum gebeten hattest. Das ist dann ein sogenanntes Haustürgeschäft (es sei denn, Du hast um den Anruf von denen gebeten - meist rufen die aber von selbst an). Und dann hast Du 14 Tage Widerrufsfrist. Allerdi9ngs weiß ich nicht, wie weit Du da mit denen kommst. Ich kenne leider ganz viele Menschen, die gerade mit 1&1 sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich selbst hatte eine Domain bei denen - und die haben noch 4 Jahre nach der Kündigung immer lustig Beiträge abgebucht. Hab ich zwar zurüchgebucht - aber erst, als ich denen die 4 Jahre alte Kündigungsbestätigung (die ich mir damals zum Glück hatte schicken lassen) in Kopie geschickte habe und mit dem Anwalt gedroht habe, war Ruhe. Und bei anderen weiß ich, daß die mit Telefonanschlüssen bei 1&1 auch immer wieder gelinkt worden sind, was eben die Verträge angeht. Da solltest Du vorsichtrig sein. Vielleicht hilft es Dir ja auch, in den alten Vertrag zurückzukommen, wenn Du denen schreibst, daß Du Dich anderenfalls mit einem Anwalt beraten wirst (egal, ob Du es letztlich tust oder nur drohst) und auf jeden Fall dann den kompletten Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen wirst. Vielleicht lassen Sie ja dann mit sich reden, um Dich als Kunden nicht ganz zu verlieren. Viel Glück, Cindy

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Das kommt darauf an, welcher Schaden gemeint ist. Wenn die Waschmaschine ausläuft und das Wasser kommt zum Beispiel in der Wohnung unter Dir durch die Decke, dann zahlt das die Haftpflichtversicherung, denn es ist ein Schaden, den Du einem anderen zugefügt hast. Ebenso, wenn z.B. Laminat vom Vermieter in der Wohnung liegt und dieser beschädigt ist. Hast Du aber den Laminat selbst verlegt, oder ein Teppich von Dir gehzt dabeio kaputt oder andee Möbel bekommen Wasserschäden, dann sind das Dinge, die Dir gehören. Das zahlt eine Haftpfllichtversicherung nicht. Um solche Schäden abzudecken, braucht man eine Hausratversicherung. Die zahlt Schäden an den eigenen Sachen durch z.B. auslaufendes Wasser, Feuer, Einbruchdiebstahl etc. Hoffe, ich konnte etwas Licht in das Wirrwarr der Versicherungen bringen. Gruß, Cindy

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Hi Crown es kommt darauf an, wie man selbständig definiert. Blinde Menschen können eigentlich alles machen, was andere Menschen auch machen können (mit Ausnahme des sehens eben). Je nach dem, wie gut der Betroffene sich mit seiner Situation zurechtfindet, sind da Hilfsmittel notwendig - eventuell auch eine zeitweilige Assistenz. Aber ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben ist möglich (und auch erstrebenswert). Und es gibt viele Blinde, die ihr Leben gut meistern. Ich persönlich kenne zum Beispiel eine blinde Frau, die es geschafft hat, ihre drei Söhne allein aufzuziehen. Auch soetwas ist möglich. Wenn Du Dich ein wenig in der "Behinderten-Szene" umsiehst, dann siehst Du viele Dinge, die möglich sind. Aus welchem Grund fragst Du? Kennst Du jemanden, der Blind ist? Oder auf den eine Erblindung zukommt? Wünde mich mal interessieren. Es gibt übrigens z.B. den "Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern" - wenn Du Dich dort mal umsiehst, dann siehst Du Menschen mit den verschiedensten Behinderungen, die durchaus selbständig ihre Kinder mit Partner oder auch alleinerziehend großziehen - sowas ist mit Sicherheit als selbständiges Leben zu bewerten... Gruß Cindy

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Das geht leider nicht so einfach. Ich habe den umgekehrten Fall. Bin selbst 100% schwerbehindert und unser Kind lebt bei mir. Der "gesunde" Vater kümmert sich nicht um das Kind. Aber obwohl mein Kind zeitweise sogar vom Vater geschlagen wurde hatte ich keine Chance, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Da reicht es leider nicht aus, wenn das Kind nach dem Vater weint und der sich trotz dem nicht kümmert und auch nicht, wenn er "mal" geschlagen wird. Erst wenn man ihm wirklich eine Straftat nachweisen kann, z.B. Kindesmißhandlung (wobei ich nicht weiß, wo die da die Grenze setzen - Schläge sind kein Erziehungemittel!!!), erst dann kann ihm das Sorgerecht entzogen werden. Ansonsten geht das nur, wenn er damit einverstanden ist und auf das Sorgerecht verzichtet. Egal ob es Schläge waren (auch mit Gegenständen) oder ob der Vater mal wieder für über ein Jahr nicht auffindbar war - es gab keine Chance. Und das liegt nicht an meiner Behinderung, denn das Jugendamt und die Gerichte haben mir immer Bescheinigt, daß ich mich gut um mein Kind kümmer und das es bei mir und nicht beim Vater wohnen soll - zumindest, solange mein Sohn das will.
Ich frage mich allerdings, warum das für Dich so einen großen Unterschied hat, wie das Sorgerecht letztlich geregelt wird. Du wirst weiterhin bei Deiner Mutter leben und auch sonst hat das keinen Einfluß auf Deinen Alltag. Denn wenn er sich nicht kümmert, dann regelt Deine Mutter Deine Angelegenheiten. Wovor hast Du da Angst? Wenn Du etwas mehr bzw. genauer zu Deinen Befürchtungen schreiben könntest, dann kann ich Dir vielleicht sagen, wie das im einzelnen in der Praxis abläuft. Denn ich habe diese Situation inzwischen seit sieben Jahren (geschieden, Vater kümmert sich nicht und trotzdem gemeinsames Sorgerecht). Ich denke, Du solltest da nicht zu schwarz sehen, im Alltag wirst Du Dein Leben mit Deiner Mutter leben und ich sehe da für Dich eigentlich keine Schwierigkeiten.
Wie gesagt - wenn Du konkrete Sachen wissen möchtest, dann schreib einfach noch mal. Alles Gute Dir und Deiner Mutter
Cindy

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