Hitlers Generäle hatten schon als Offiziere im ersten Weltkrieg ihr Handwerk gelernt.
Insofern hatte Hitler militärisch gutes Fachpersonal.
Die massive Aufrüstung nach Hitlers Machtübernahme fand heimlich statt. Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg war die deutsche Heeresgröße von den Alliierten eigentlich auf 100000 Mann begrenzt worden. Aber Vereinbarungen oder Regeln haben Hitler nicht interessiert. Dadurch konnte er zu Beginn des Krieges seine Opfer mit einem Millionenheer überraschen. Die dadurch entstandene Verschuldung war allerdings so groß, daß Hitler erobern mußte. Das "Dritte Reich" ist unentwegt an einem Bankrott entlanggeschlittert.
Die Panzerfahrer (und wer auch immer noch) waren gedopt mit Pervitin, einer deutschen Erfindung - das ist das heutige Chrystal Meth. Das erklärt die "Blitzkriegerfolge" in Frankreich. Was aus den dann wahrscheinlich abhängigen Panzerfahren wurde, darüber kenne ich keine Berichte.
Wenn Hitler nur die Generäle hätte machen lassen, dann hätten die den Rußlandfeldzug rechtzeitig beendet, bzw., es wäre zu einem Rußlandfeldzug erst gar nicht gekommen. Schon im Winter 1941 war den Militärs klar, daß dieser Krieg militärisch nicht mehr gewonnen werden konnte. Man kann davon ausgehen, daß sogar Hitler das klar war. Aber Hitler hat trotzdem weiter gemacht, weil er von Anfang an ein ähnliches Kriegsende wie im ersten Weltkrieg verhindern wollte. Und weil er noch ein anderes Lebensziel hatte: Die Vernichtung der Juden, denen er fälschlicherweise die deutsche Niederlage im ersten Weltkrieg zuschrieb.. Dieser wahnhafte Völkermord hat eine Unmenge Ressourcen verschlungen, die dem Kriegsgeschehen entzogen wurden.
Dieser Krieg war in seiner Gestaltung Hitlers ganz eigener, persönlicher Rassen-, Untermenschen- und Herrenmenschen-Krieg: Ein Weltenbrand, entfacht von einem wahnhaften, manipulativen Spinner, eigentlich eine Wagner´sche Theaterinszenierung, übertragen auf Schlachtfelder.
Totaler Sieg oder totaler Untergang, dazwischen gab es in Hitler´s Schädel nun mal nichts. Hitler führte Krieg in der Überzeugung, daß sich deutsches "Herrenmenschentum" durchsetzen muß - auch gegen eine feindliche Übermacht.
Es war ein überdimensionierter Krieg, ein mit "Schicksal" und "Auserlesung" aufgeladener Anschauungskrieg, geleitet von Phantasiegebilden, der nur in einer deutschen Niederlage enden konnte.
Die Fehler und Irrtümer in Hitlers Denken hat Sebastian Haffner in seinem Buch "Anmerkungen zu Hitler" eindrucksvoll herausgearbeitet.