Couchsurfing-Referenzen für Bewerbungsunterlagen verwenden. Kann man das machen oder sollte man das besser lassen?

Es ist so: Die hauptsächlichen Bewerbungsunterlagen sind bereits raus. Der Verantwortliche hat mich daraufhin angerufen und mir erklärt, dass er sich gerne einen noch besseren Gesamteindruck von mir machen möchte. Er forderte konkret Antworten auf für ihn offene Fragen (ich solle ein wenig etwas dazu schreiben). Und noch ein bis zwei Zeugnisse.

Nun zum Kern: Er sprach' mich auch auf meine "Persönlichen Stärken" an. Diese hatte ich - weil mir das von der ursprünglichen Vorlage gefiel - im Lebenslauf übernommen. Und dann hinter jeder Stärke so und so viele Punkte an mich vergeben. Also von 10 Kreisen z.B. 7 Kreise "ausgemalt". Und darüber habe ich nachgedacht und mich dann selbst eingeschätzt, aber im Grunde auch auf Basis dessen, was andere Menschen stets über mich sagen.

Darauf angesprochen habe ich fast etwas rum gedruckst, aber im Wesentlichen das Selbe gesagt, wie ich es gerade hier im Absatz zuvor geschrieben habe.

Nun möchte ich dem Veranwortlichen einerseits eine Telefonnummer geben von einem Menschen, der mich ganz gut kennt und mich empfiehlt, damit er eine Fremdeinschätzung einholen kann.

Andererseits überlege ich nun, ob ich vielleicht sogar Couchsurfing-Referenzen zu den ergänzenden Unterlagen hinzufüge.

Ich hätte diesbezüglich Original-Screenshots. Das sind also geschriebene Referenzen, die natürlich echte Menschen geschrieben haben und auf meinem Profil veröffentlicht haben. Und das sind alles Menschen, die mich real kennengelernt haben und die bei mir übernachtet haben. Und Couchsurfing ist schließlich keine Plattform für sexuelle Interessen, sondern für den internationalen Austausch und das Kennenlernen von Menschen und Freunde finden.

Insofern möchte ich fragen: Kann man das machen?

Sollte ich das vielleicht machen, weil es nicht schaden, sondern eher von Vorteil sein kann?

Ich mein'... ich habe positive Referenzen. Dutzende. Ich könnte zwei oder drei einfach heraus picken und ins Word-Dokument einfügen.

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Bin ich der Einzige, bei dem das Lesen der "Karrierebibel.de" negative Emotionen auslöst?

Ich bin gerade auf konkret dieser Seite:

https://karrierebibel.de/arbeitszeugnis-formulierungen-bewertung/

Ich habe dort nun Einiges gelesen. Und ich - da ich seit geraumer Zeit krankheitsbedingt komplett raus bin aus dem Berufsleben - habe beim Lesen ein wirklich sehr schlechtes Gefühl bekommen.

Ich wundere mich darüber, dass all' das, was da beschrieben wird, so normal ist. Und ich frage mich: Was zum Teufel ist eigentlich los in unserer Gesellschaft? Was sind das denn für Menschen? Ganz im Ernst. Was sind das für Menschen, die da "mitmachen"?

Ich meine "mitmachen" in diesem Kontext so: Nämlich, dass so viele Leute so angepasst sind und sich eigentlich doch verstellen. Gegenüber dem Arbeitgeber. Und der Arbeitgeber im Endeffekt auch. Jeder hat so seine Vorstellungen. Aber alle spielen sich im Grunde etwas vor. Alle verkaufen sich. Sie verkaufen sich selbst. Jeder auf seine Weise - alles Prostituierte.

Ich muss wirklich anmerken, dass ich das zum Kotzen finde, was ich da nun zu Lesen bekommen habe.

Ich finde es wirklich sehr merkwürdig und irgendwie geisteskrank, dass das alles so normal ist. Auch diese "Zeugnissprache". Dass extra alles so verklausuliert und oberflächlich "nett" ausgedrückt wird, aber in Wahrheit dann das Gegenteil gemeint ist.

Das macht mich traurig.

Ich würde gerne wissen, ob es auch andere Menschen gibt, denen es ähnlich geht.

Weil: Ich kann das alles nicht mehr verstehen und es ist auch schwer erträglich.

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Wie funktioniert bei euch die interne Vereinskommunikation? Muss man sich "WhatsApp"-Gruppen fügen?

Die Antwort auf die zweite Frage wird natürlich oft "Nein" lauten. "Nein, aber" ("Nein, aber dann musst du dich auch nicht beschweren, dass du nichts mitbekommst.")

Auf solche Antworten kann ich verzichten. So welche kann ich mir selbst geben.

Es ist so, dass ich in einem Mehrsparten-Verein (Sport) bin. Und in unserer Abteilung hat sich mit der Zeit eine "WhatsApp"-Gruppe etabliert, welche vorwiegend - eigentlich ausschließlich - zu Kommunikationszwecken betreffend der Abteilung benutzt wird.

Nun kenne ich mindestens 3 Personen, die nun mal kein WhatsApp haben. Einer von denen bin ich. Ich habe alles, was mit dem blauen Riesen zu tun hat gelöscht. Also auch den grünen Riesen, der schließlich zum blauen Riesen gehört. Ich will und wollte es einfach nicht mehr. Meine Privatsphäre und der Datenschutz sind mir zu wichtig, als dass ich weiter den grünen Datensammler verwenden wollen würde.

Jetzt machen sich logischerweise immer mehr und mehr Nachteile bemerkbar. Denn ich bekomme Informationen einfach gar nicht mehr bzw. nur verspätet über das Hören-sagen.

Die Mitbeteiligten so wie auch der Abteilungsvorstand setzen also stillschweigend voraus, dass jeder ein Smartphone und "WhatsApp" haben muss. Und jeder, der "WhatsApp" nicht hat/nicht will hat einfach "Pech gehabt".

Ich persönlich finde das nicht in Ordnung. Und ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es nicht bloß um meinen eigenen Willen geht oder dass gar Andere "nach meiner Pfeife tanzen sollen". Sondern ich meine das wirklich ernst und weise bloß auf die Gefahren hin, denen alle Nutzer so bereitwillig und gedankenlos ausgesetzt sind.

Und daher lautet meine Fragestellung:

Wie läuft es bei euch?

Was würdet ihr in so einer Lage empfehlen?

Wie sollte ich mich verhalten?

Lässt sich an der Kommunikation überhaupt realistisch etwas ändern? Oder muss ich davon ausgehen, dass die Leute so extrem an den grünen Riesen gewöhnt und gebunden sind, dass die jeden anderen Vorschlag sofort im Keim ersticken und abwehren, weil sie einfach nichts verändern wollen?

(Und das Heftigste dabei ist ja, wie ich finde, dass die Leute nur aus Bequemlichkeitsgründen nichts ändern wollen, wenngleich auch diese Diagnose genau genommen völlig wahnsinnig ist. Denn worin bestünde die Schwierigkeit sich 5 Minuten Zeit für die Installation einer App zu nehmen und die andere App vielleicht sogar zu löschen? Man müsste weder seine Muskeln noch das eigene Gehirn großartig anstrengen. Und wenn das einfach mal ein paar Millionen Menschen machen würden, dann könnten sie alle Funktionen, die sie bei dem grünen Datensammler hatten, beispielsweise bei Signal genau so wieder und weiterverwenden. Nur mit dem wesentlichen und substanziellen Unterschied, dass die Daten wirklich verdammt gut geschützt sind und Jeder Einzelne selbst mehr Entscheidungsfreiheit betreffend seiner Daten hat.)

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Wann sollte man sich wie bei einem Unternehmen bewerben nachdem man bereits angekündigt wurde?

Es ist so, dass ein Kumpel von mir mit mir zusammen in einem Minijob zusammen arbeitet.

Dieser Kumpel hat darüber hinaus aber auch einen "normalen" Job.

Wir kamen ins Gespräch und dabei kam heraus, dass in dem Unternehmen eine Ausbildungsstelle zu besetzen sei. Als ich dann ganz gezielt ausfragte sprach' er sehr einladend und meinte ich sollte/könnte doch mal Praktikum machen.

Ich bin nun ein ganz kleines bisschen "überfordert", weil ich kein Typ bin, der Misserfolg mag'. Sein Abteilungsleiter ist der Ansprechpartner für den Ausbildungsplatz. Ich habe seine Telefonnummer und e-mail Adresse bekommen.

Mein Kumpel hat mich in der Situation direkt via WhatsApp bei diesem Abteilungsleiter "angemeldet". Er schrieb' ihm, dass er "jemanden habe, der Interesse hätte" und fragte "wie er sich verhalten solle". Darauf antwortete der nur "Bewerbung schicken an e-mail@adresse.de" (Das war am Sonntag!)

Heute ist bekanntlich noch Montag.

Jetzt frage ich mich ob ich direkt eine vollständige Bewerbung mit sämtlichen Unterlagen für den Ausbildungsplatz zusenden sollte oder ob eine möglichst kurze Bewerbung ohne weitere Unterlagen, aber konkret und erst einmal nur bezogen auf ein Praktikumsplatz ausreicht.

Und ich frage mich was nun erwartet wird. Es ist auch so, dass ich nach so langer Zeit nicht zaubern kann. Habe jedoch auch Hemmungen bis Freitag zu warten, weil ich denke, dass das einen schlechten Eindruck machen könnte. Würde spontan jetzt Donnerstag anpeilen.

Das Einzige, was ich eigentlich sonst noch über den Zuständigen (von meinem Kumpel) weiß ist, dass der "voll in Ordnung sei" und dass man mit dem "gut schwätzen" könne.

Welchen Rat kann man mir geben? Was sollte ich evtl. beachten?

(Außer den üblichen Gepflogenheiten! Pünktlichkeit, Interesse, korrekte Rechtschreibung, ordentliches Format usw...!)

Arbeit, Beruf, Bewerbung, Ausbildung, Bewerbungsschreiben, Ausbildung und Studium