Wir würden gerne eine Blumenwiese anlegen, aber wie?

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2 Antworten

Dass auf der Fläche Unkraut wächst, muss noch lange nicht heißen, dass sie nährstoffarm ist. Wichtig wäre zu wissen, welches "Unkraut" das ist. Viele Pflanzen sind regelrechte Anzeiger von bestimmen Stoffen. Hier kannst Du darüber was nachlesen:

http://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/homepage/771-fors-bio-landwirtschaft-und-biodiversit/pflanze/gruenland/zeigerpflanzen/4461-naehrstoffzeiger.html

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, wollt ihr keinen grünen Rasen, sondern eine Wiese mit vielen Blumen. Da ihr in einer ländlichen Gegend wohnt, würde ich gar keinen teuren Samen kaufen und ausbringen, sondern einfach mal die Natur machen lassen. Wiesenblumen versamen sich meist recht gut und durch Wind, umherstreifende Tiere etc werden die Samen verbreitet. Ich würde, wäre das meine Fläche, zunächst mal regelmäßig mähen und das Schnittgut entsorgen (ein Jahr lang). So wird dafür gesorgt, dass das vorhandene "Unkraut" sich ein Jahr lang nur unwesentlich vermehrt. Ab dem zweiten Jahr würde ich nur noch einmal mähen, nämlich frühestens Anfang Juli, und auch dieses Schnittgut immer entsorgen. Das ist wichtig, da die meisten Wiesen tatsächlich nährstoffarm sind. Mi der Entsorgung des Schnittgutes werden dem Boden Nährstoffe entzogen. Mit der Zeit werden sich ganz von allein Wiesenkräuter und Blumen ansiedeln. Schaut Euch in Eurer Gegend um, was auf den Wiesen so wächst. Das sind dann die Pflanzen, die mit den Bedingungen am Besten zurecht kommen.

Solltet ihr andere Wiesenblumen bevorzugen, müsstet Ihr die tatsächlich ansäen. Ich rate aber davon ab, der Erfolg ist meist sehr gering.

Vielen Dank erst mal für die hilfreiche Nachricht. Aber seid 4 Jahren machen wir genau das. Und dieses lässt nur Disteln, Löwenzahn und Brennessel wachsen. Nur jetzt kommen langsam die Schneeglöckchen raus. Mehr nicht. Wir hätten gerne eine bunte Blumenwiese. Hier und da wäre es schön, wenn sich Gelbe, Rote und oder Violette Blümchen zeigen würden. Das ohne Samen geht doch glaube ich nicht oder? Soll ich Vertikutieren?

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@supershiva

Das Vertikulieren wird die Disteln noch besser wachsen lassen, die Brennesseln auch. Aus jeden Wurzelbruchstück wird eine neue Pflanze heranwachsen.

Wenn Du meinst, dass es so nichts wird, musst Du: Das Unkraut gründlich mit Wurzeln roden, es nicht versamen lassen. Das heißt, gründlich umgraben und alle Wurzelteilchen raussuchen. Dann Wiesengräser säen und Wildkrautsamen (am Besten selbst von Pflanzen aus Deiner Umgebung sammeln) hinein tun. Ich würde mich aber bei der großen Fläche nicht darauf einlassen.

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Hallo... Also, wenn du sagst, dass mehr Unkraut wächst, als sonst was, sollte zuerst dieses bekämpft werden, weil sonst auch die Wiese verunkrautet. Sorry, fals ich jetzt die Stimmung trübe, aber das wird nicht ganz einfach....

Wir versuchen so etwas ähnliches auch gerade und ich kann dir schon einmal die Ergebnisse sagen. Also wir hatten bei Nachbarn gesehen, das diese den Boden abdecken, um das Unkraut zu ersticken. Das ist bei einer so großen Fläche wie bei euch nicht sooo toll. Wir haben unsern Garten gefräst, die Pflanzlichen teile heraus gesammelt (grob) und dann Gründünger über den Winter wachsen lassen. Dies hat mehrere Vorteile. Der Boden wird mit Nährstoffen angereichert (beim zweiten fräsen) und es hat einen ähnlichen efekt wie die Folie. Keine Ahnung warum aber dies ist meine Beobachtung. Also, der Boden muss ein weiteres mal Gefräst werden und dann kann man sich in einem Fachgeschäft für Garten beraten lassen, welche Blumenwiesen Saat gut mit dem Boden übereinstimmen, und diesen dann SEHR DICHT AN EINANDER SAAEN, so kann das Unkraut nicht mehr durch und erstickt.... Also sehr viel auf dem Boden sehr eng verteilen und leicht einarbeiten... so sollte es funktionieren. Es ist viel Arbeit, aber sie hilft.

Hoffe ich konnte dir helfen...

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