Wieso verfärben sich Amyloplasten in einer Kartoffel?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Lugolsche Lösung reagiert mit der Stärke in den Amyloplasten zu einem farbigen Komplex.

Nähere Erklärung:

Die Lugolsche Lösung (lat. Solutio Lugoli) ist eine Iod-Kaliumiodid-Lösung (von bräunlichroter Farbe und charakteristischem Geruch) mit einem Verhältnis von 1:2 von Iod zu Kaliumiodid in Wasser, die auch im Handel angeboten wird. Sie ist nach dem französischen Arzt Jean Guillaume Lugol (1786–1851) benannt, der sie 1835 entdeckte. Dem Iod wird Kaliumiodid zugegeben, damit es sich besser in Wasser löst.

Die Pflanzenstärke, die in den Amyloplasten eingelagert ist, besteht aus den Komponenten Amylose und Amylopektin. In der Amylose sind die Glucosemoleküle kettenförmig 1,4-glykosidisch miteinander verbunden, beim Amylopektin gibt es nicht nur 1,4-, sondern auch 1,6-glykosidische Verbindungen und daher Verzweigungen.

Mit der Lugolschen Lösung führt man den Stärkenachweis durch. Zur wässrig-flüssigen Probe bzw. zum wässrigen, evtl. aufgekochten Auszug der Probe wird 0,1 molare Iod-Iodkaliumlösung (Lugolsche Lösung) zugetropft. Bei festen Proben ist es möglich, die Reaktion im Tüpfelverfahren auszuführen.

Der Stärkenachweis beruht auf einer charakteristischen und sehr empfindlichen Farbreaktion. Die I5−-Ionen können sich in die Stärke-Moleküle einlagern. Die Einschlussverbindung hat bei Amylose eine blaue und bei Amylopektin eine rotviolette Farbe. Der Unterschied beruht darauf, dass die Amylose-Moleküle schraubenförmig gedreht sind, wodurch sich die Lichtabsorption verändert.

das liegt an der Stärke, die in der Kartoffel enthalten ist, soweit ich weiß :)

Was möchtest Du wissen?